- Israels Gesellschaft im Iran-Konflikt
Die meisten Israelis sehen im Konflikt mit dem Iran keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Der Blick zurück auf den Sechstagekrieg 1967 prägt bis heute das Sicherheitsdenken. Gleichzeitig zeigt sich im Land ein vielschichtiges Meinungsbild zwischen Abschreckung, Skepsis und der Hoffnung auf Frieden.
Als der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser im Frühjahr 1967 von der Auslöschung Israels sprach, fürchtete die Bevölkerung des damals noch jungen Staates – kaum zwei Jahrzehnte nach dem Holocaust – eine neue Katastrophe für das jüdische Volk. Viele glaubten, ein Waffengang sei unausweichlich geworden. Mit einem Präventivschlag gegen Ägypten begann wenige Wochen später der Sechstagekrieg. Für viele Israelis wurde er zum Prototyp eines Konflikts, den man nicht wollte – aber führen musste.
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Der römische Kaiser Titus zog nach dem Sieg über Judäa den Pflug über die Ruinen von Jerusalem. Nie wieder sollte dort eine Stadt, schon gar nicht eine der Juden entstehen. Die Juden gingen in die Diaspora, heißt, sie verteilten sich über die ganze damals bekannte Welt. Doch nicht vernichten konnte Titus die jüdische Identität und den mosaischen Glauben. Beides hielt die Juden über alle Jahrhunderte hinweg zusammen. Nach den Schrecken des Holocaust waren es vor allem die Engländer, die den Juden ihre alte Heimat wiedergeben wollten. Der israelische Staat entstand, leider aber mit ihm der unsägliche Zionismus, der eine Art Hybris für die Juden ist. Ringsum aber waren arabische Staaten entstanden. Und die wollten und wollen nicht weichen. Ein dauerndes Ringen und eine Gefährdung für Israel entstand. Nahrung f. e. Dauerkonflikt. Radikale wie Netanjahu wollen nun ein Israel von den Golanhöhen bis zum Elbrus, ein Großisrael, und alles ideologisch und religiös untermauert. Quo vadis Judäa?
"Die meisten Israelis sehen im Konflikt mit dem Iran keine Option, sondern eine Notwendigkeit."
Das zu verstehen fällt mir leicht.
Aber wenn man hört und liest, was seit dem 7.November so geäussert wird das von vielen nicht verstanden.
Und das ist eine freundliche Interpretation
