Christoph Schwennicke bei „Radio Eins“ - Die EU in Gefahr?

„Cicero“-Chefredakteur Christoph Schwennicke ist am Sonntag zu Gast im „Radio-Eins“-Talk im Tipi am Kanzleramt. Es wird dabei um die politischen Geschehnisse rund um die Europawahl gehen. Ist der Rechspopulismus eine Gefahr für die EU, und was wird aus Angela Merkel?

Christoph Schwennicke
Diesmal zu hören bei „Radio Eins“: Christoph Schwennicke / picture alliance

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Am 26. Mai ist Europawahl. Glaubt man den Aussagen von Angela Merkel, steht bei dieser Wahl der Fortbestand der EU auf dem Spiel. Linke wie Dietmar Bartsch warnen vor der drohenden Gefahr durch Rechte, die seiner Meinung nach Europa zerstören wollen. Die AfD scheint währenddessen eine Allianz mit anderen rechtspopulistischen europäischen Parteien anzustreben.

Wäre ein solches Bündnis eine Gefahr für die EU? Wie wird sich der Brexit auf die europäische Wirtschaft auswirken? Können wir uns nach der nächsten Wahl wirklich endgültig von Merkel verabschieden? Über diese und weitere Themen diskutiert Christoph Schwennicke mit den anderen Gästen.

Zu hören am Sonntag um von 12:00 – 14:00 Uhr live auf radioeins oder zu sehen als Video-Livestream auf radioeins.de.

 

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 17. Mai 2019 - 17:50

Dann halte ich es für unwahrscheinlich, dass sie bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleibt.
Vorher ist wohl noch entscheidend,
wie manche Wahlen ausgehen?
Es sind wirklich nicht die allgemeinen Ziele, die mich an dieser Kanzlerin stören, wenn sie sich denn mal dazu äußert, es ist das Kalkül, die Sprache und die in den Vordergrund tretende Machtoption.
Als ob Europa ohne sie nicht weiterexistieren würde.
im Gegenteil, vielleicht ohne sie - zur Abwechslung jedenfalls mal - entspannter.
Wer von "Kampf" redet, sieht vielleicht zuwenig auf den Frieden?
Europa mag viel falsch gemacht haben, aber "Dauerkampf" von Merkel hätte es nicht verdient.
Herr Schwennicke achtet hoffentlich darauf, dass er die Sprache des Friedens nie verlässt.
Eine friedliche Grundhaltung kann auch schon mal andere reizen, sie ist aber mit nichts auf der Welt aufzuwiegen.

'Wer von "Kampf" redet, sieht vielleicht zuwenig auf den Frieden?
... darauf achten, dass er die Sprache des Friedens nie verlässt.'
Für diese Anmerkung bin ich Ihnen sehr dankbar.
Die dringende Aufforderung, doch bitte eine 'Sprache des Friedens' zu verwenden, sollte zu allerst an den amtierenden Bundespräsidenten gehen.
Herr Steinmeier hielt am vergangenen Freitag im westfälischen Kloster Dalheim eine Rede. Er forderte: '... einen Kampf gegen Desinformation und Verschwörungstheorien...' und dann wörtlich:
'... das ist ein Kampf, der uns alle angeht, der in Familien, Schulen, Büros und Betrieben ebenso ausgetragen werden muss wie in Zeitungsredaktionen, sozialen Netzwerken und Parlamenten. Und er wird ja auch überall ausgetragen ...'.
Eine Sprache des Friedens geht anders!

Ernst-Günther Konrad | Sa, 18. Mai 2019 - 10:50

Das sollten Sie lieber Herr Schwennicke mal deutlich klar stellen. Europa ist eine geografische Beschreibung, die EU ist ein Teil dieses Europa mit einem riesigen Bürokratiemonster und inzwischen mit nationalstaatlich übertragenenen Befugnissen, die aus der Sicht von "Rechtspopulisten" zu weit gehen. Ich schrieb hier schon oft, die jetzige EU ist nicht mehr diejenige, die ihre Gründungsväter seinerzeit als EWG vereinbart haben. Inzwischen wird derart konkret in viele Lebensbereiche dieser Völker eingegriffen, ohne dass das Volk selbst noch mitbestimmen kann, das eben eine Reduzierung, ein Neubau, ein Rückbesinnen auf die EWG-Wurzeln dringend notwendig wird. Kein "Rechtspopulist" will die EU ganz abschaffen oder auflösen. Erstmal will man reformieren und wenn das in einem angemessenen Zeitraum nicht geht, dann haben verschiedene rechte Parteien auch die Handlungsoption offenbart, ggfls. aus der EU in der alten Form, so wie GB, auszusteigen. Sie könnten es differenziert sagen. Nur Mut.

Lustig...Herr Schwennicke meinte in der Sendung, er "müsse" zwischen Europa und der EU unterscheiden, sonst bekäme er sofort wieder Leserbriefe...

Tja, er kennt sie halt, die....

Dabei meinen diejenigen, die zerstören wollen, natürlich die EU - einen Kontinent zu zerstören, ist wohl nicht unbedingt die Absicht der Europahasser.
Obwohl ..es gab mal einem, dem die heutigen Rechtspopulisten und -extremisten zuweilen gar nicht so unähnlich sind, dem beinahe selbst das geglückt wäre.

Dorothee Sehrt-Irrek | So, 19. Mai 2019 - 13:12

zustimmen, dass es wichtig ist, zu wissen, wie Politiker*innen und Wähler*innen der sogenannten rechtspopulistischen Parteien ticken, weil mir seine Aussage, jetzt mal seitens der wohl Demokraten Ernst zu machen nicht geheuer ist, aber davon abgesehen, stimme ich ihm zu. Informationen über geheime Absichten oder geheime Absprachen möchte ich kennen. Wenn sich daraus Ansatzpunkte ergeben, Parteien zu verbieten, geht das für mich als Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes in Ordnung.
Transparenz
Weshalb Herr Schwennicke glaubt, dass Kanzler Kurz aus dieser Situation als strahlender Sieger hervorgeht, würde ich gerne genauer lesen.
Das Niveau eines Vergleichs von Boris Johnson mit Kurz, Nigel Farage mit Strache steht dagegen auf einem anderen Blatt, war mir dann aber zuviel.
Ich bin nicht beim Cicero, weil er liberal-konservativ ist, sondern weil ihm politische Kultur wichtig ist.
Konservative haben den Sprung geschafft in eine parlamentarische Demokratie, so bitte alle.

Szenario wie aus?
Keine Frage, dass die Inhalte kompromittierend sind für Herrn Strache!
Wieweit kann man diesen Vorfall für die FPÖ verallgemeinern?
Wer hat das Video gemacht vor 2 Jahren, wenn ich es richtig verstanden habe, wer wußte ab wann davon, wer konnte es politisch nutzen und taktisch einsetzen?
Wenn es Geheimdienste waren, was ich nicht unbedingt glaube, in wessen Auftrag handelten sie?
Was bedeutet taktisches Einsetzen von Informationen, über die evtl. nicht alle verfügen?
Ich frage nicht aus Interesse an der FPÖ, sondern von der Überlegung her, dass so evtl. ganz beliebig Akteure auffliegen können, wenn sie in Situationen, die für sie gemacht werden, ohne dass sie es wissen, unter Einfluss von Alkohol oder Drogen Inhalte von sich geben, die in dieser irrealen Situation Sinn machten, sonst nur bedingt?
Es fällt mir schwer den Punkt zu treffen. Demokratie als von "UfOs" gesteuerte Szenarien, in denen einige wenige wissen, um was gespielt wird, es widerstrebt mir.

Christoph Kuhlmann | So, 19. Mai 2019 - 14:21

für Europa oder nicht. Vielleicht lag es ja an der Moderation, aber dieses Thema wurde nach meiner Wahrnehmung eher umgangen. Man hätte sich ja mal detailliert über die europapolitischen Vorstellungen der neuen Fraktion im Europaparlament unterhalten müssen um diese dann mit denen anderer Fraktionen zu vergleichen. Aber es ist natürlich viel lustiger sich über Straches Unterhemd zu unterhalten und Allgemeinplätze über Machoproleten (das ist keine Frage des Geldes)und postpubertäres Imponiergehabe auszutauschen. Das einzig Interessante war die Frage, warum wurde das Video jetzt veröffentlicht. Aber auch darüber ist es müßig zu spekulieren solange keine weiteren Informationen vorliegen. Insgesamt wurde der Ball sehr flach gehalten, zu flach für meinen Geschmack. Im Übrigen entstand bei mir wieder mal der Eindruck, das die Minderheit des linksliberalen Milieus die öffentlichen Medien dominiert.

Letztlich Übernahme der Presse und als „Gegenleistung“ Staats-Aufträge beim Straßenbau in Aussicht stellen. Das sind die Täter die unsere abendländischen Werte retten wollen. Diesen historisch untoten Gestalten ist es gleich, was sie in lebendigen Demokratien anrichten. Wer den Schlagworten, den politischen Begriffen, Parolen und Bekenntnisformeln dieser Täter folgt, fährt in eine Unterwelt ein. Später folgt dann immer der Versuch der Täter/Opfer-Umkehrung gepaart mit Verschwörungstheorien. Ein Sittenbild der Korruption und Verlogenheit.

Die politisch-gesellschaftliche Frage sollte jetzt zwingend sein: Was sind das für Leute, die auch hier in Kommentaren mit dieser „AfD“ sympathisieren? Ein Lernprozess auch für Journalisten. Will man in Zukunft nicht das Leben eines Primitiven führen, der von derartigen Clangesetzlichkeiten bestimmt wird, muss man diesen Fragen nachgehen.

...das auch die angedachten Schweinereien der (ehemaligen) FPÖ-Oberen auf den rechtspopulistisch orientierten Wähler keinen aufklärerischen Einfluss haben dürften. Entsprechend brachte es die TAZ-Journalistin in der Runde auf den Punkt: Irgendwann muss man auch mal aufhören, den Wähler von Rechtspopulisten als lediglich orientierungslosen, verwirrten Wähler zu entschuldigen, der leichtsinnig oder dummerweise in einem verunglückten Reflex sein Kreuzchen bei der AfD macht. Irgendwann muss man erkennen, dass sich hinter diesen Wählern eben keine besorgten, sondern gefestigt rechtspopulistisch oder rechtsextremistisch denkende Menschen verbergen.

der Konzeption dieses Formates liegen.
Das linksliberale Milieu ist historisch ein für die Demokratie grundlegendes, aber gibt es evtl. nicht einmal politische Kräfte, es können auch private Interessen sein, Kräfte jedenfalls, die es absolut setzen?
Könnte das vielleicht ja sogar sinnvolles Projekt sein, zu zeigen, nur die, die bestimmte demokratische Grundsätze vertreten, dürfen sich Demokraten nennen, der Rest verfolgt nicht demokratische Grundsätze und gehört nicht mehr nur pädagogisiert, sondern ernsthaft was?
Läuft es darauf hinaus, dass es nicht mehr reichen wird, seine politischen Vorstellungen demokratisch zu verfolgen, sondern dass Demokratie inhaltlich festgelegt und beurteilt werden könnte...von Auserwählten?
Wird das noch mit Offenheit, demokratischen Umgangsformen zutun haben?
Was ist mit von diesen ungeliebten Werten und Zielen?
Ist der Begriff "Gott" demokratisch, der Begriff "Elite"?
Was darf man denken?
Dürfen Demokraten "aggressiv" Demokratie durchsetzen?

Bernd Muhlack | So, 19. Mai 2019 - 15:45

Das klingt nach Wigwam-Schwitzen bzw. Delfin-Therapie, oder?
Nein, ich habe mir das nicht angehört, wozu?
Vielleicht schaue ich mir des Abends ausnahmsweise wieder einmal diese Frau Anne Will an? Es geht um die bösen Rechtspopulisten und vor der Wahl ziehen die öff-rechtl. volle Kanne-"ANNE" die fürsorgliche Gedankenbetreuung durch!
Frau Will schart die tapferen Ritter der Moral-Tafelrunde in ARD-Camelot um sich, um vereint gegen den pösen schwarzen (blauen) Ritter Meuthen zu Felde zu ziehen!
Man betrachte einmal das öff-rechtl. Abendprogramm der kommenden Woche!
Die Erklärbär-Kanäle ziehen alle Register!
"Sollten Sie wider Erwarten eine unserer Sendungen verpasst haben: sie laufen quasi rund um die Uhr auf einem unserer ca. 25 TV-Kanäle! Natürlich 24h im Netz verfügbar.
In Ballungsräumen auch public-viewing!

Wie sagte Anne Will einmal zu Dr. Alice Weidel: "Das ist meine Sendung! Hier steht überall mein Name! Ich stelle hier die Fragen!"
Sendungsbewusstsein, nicht wahr?

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