Christoph Schwennicke zu Gast bei Anne Will - Wer ist der Gewinner der Europawahl?

Sowohl in Bremen als auch in der EU wird am Sonntag gewählt. Über die ersten Hochrechnungen des Abends diskutieren Anne Wills Gäste Armin Laschet (CDU), Sigmar Gabriel (SPD), Annalena Baerbock (Grüne), Melanie Amann vom „Spiegel“ und „Cicero“-Chefredakteur Christoph Schwennicke

Christoph Schwennicke
Christoph Schwennicke ist diesen Sonntag zu Gast bei „Anne Will“ / picture alliance

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Diesen Sonntag wird in Deutschland mehrfach gewählt, sowohl das Europäische Parlament als auch der Bremer Landtag. Die Ergebnisse sind nicht nur für Europa, sondern auch für die Große Koalition entscheidend. Was für Folgen haben sie für die CDU/CSU und SPD?  Was für Rückschlüsse lässt das Ergebnis der Europawahl über den Zustand der EU zu? Beeinflusste der FPÖ-Skandal in Österreich das Abschneiden des rechten Randes?

Weitere Gäste der Sendung sind Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der ehemalige Außen- und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), die Parteivorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, und die Leiterin des Spiegel-Hauptstadtbüros, Melanie Amann.

„Anne Will – nach den Wahlen“ ist am Sonntag um 22:05 im Ersten zu sehen.

 

Christa Wallau | So, 26. Mai 2019 - 16:29

... Vertreter (Interpretator/Vermittler) für den aufmüpfigen, "unanständigen" Teil des deutschen Volkes in der elitären Sonntagsrunde am Tag der Europawahl!

N a t ü r l i c h ist eine GRÜNE bei Anne Will dabei,
und selbstverständlich sitzen auch CDU und SPD -
wie immer - am Tisch der Gnädigen Frau.
Der SPIEGEL behauptet - trotz massiver Skandale und Auflagen-Einbußen - seine linke Vorrangstellung im Tele-Talking, und Christoph Schwennicke wird als der Mann geduldet, der
- ganz freundlich und in kleinen Häppchen -
die Ansichten derjenigen ins Gespräch bringen darf, die allen anderen Teilnehmern zutiefst zuwider sind: die "RECHTEN".

Sie sind geradezu milde gestimmt, liebe Frau Wallau,
zumindest, was Herrn Schwennicke betrifft. Gerne mal
Lanz, heute dann der BR-Sonntags-Stammtisch, am Abend
die ARD-Mitarbeiterin AW (fast hätte ich mit meiner Tastatur
ein OW erzeugt) - was folgt noch alles? Ich mache mir keine
Illusionen, was den Cicero-Chef betrifft: Da "verkommt" ein
Qualitäts-Journalist zum Happening.

Sie Christoph Schwennicke als Fürsprecher der Neuen Rechten vereinnahmen. Der wäre über solches Urteil wohl selbst wenig erfreut, wie er sicher auch den Cicero nicht als dezidiert rechts-orientiertes Magazin versteht. Tatsächlich hat sich Herr Schwennicke jüngst in der Diskussion bei Radio Eins in Fragen der EU als Pragmatist bezeichnet, er selbst wird sich sicherlich nicht der Frakton der Europa-Zerstörer zurechnen, und seine Beiträge haben ihn auch nicht als solchen ausgewiesen.
Gleichwohl mag Ihre Einordung durchaus auf (einen) andere(n) Redakteur dieses Magazins zutreffen, dessen Name ich allerdings nicht erwähne - denn dieser Kommentar würde sofort gelöscht.

INSA hat den Rechtspopulisten mal wieder mehr versprochen, als die Wahlen gehalten haben. Weiter: Haben wir nicht in der letzten Woche hier, an gleicher Stelle, erfahren, dass Migration bzw. Flüchtling das Thema wäre, das den europäischen Bürger am meisten interessieren würde, und Klimaschutz höchstens nachrangig von Bedeutung wäre? Was widerum zum erstaunten Aufschrei der ewig Wütenden führte, die Lügenpresse führe den Wähler an der Nase herum? Jetzt sind wir schlauer und wissen, dass a) die Grünen mit einem angeblich nachrangigen Thema fast doppelt so viele Stimmen wie die AfD gewann, und b) Jörg Meuthens aggressiver Stil bei Wahlveranstaltungen (von der Partei als "bärenstarker Auftritt" gelobt) der AfD wohl eher geschadet hat. Meuthen ist eben alles andere als ein Sympathieträger. Und ansonsten? Le Pen vor Macron, aber schwächer als erwartet. Gleiches gilt für Salvini (unter 30%), Farage (unter 30%), und Wilders? Gerade mal 4%. Fazit: Die extreme Rechte hat keine Sperrminorität.

Wenn auch damals wie heutzutage durch willfähige Steigbügelhalter & Immerkluge die "Denkfähigkeit" & das analysieren & bewerten von Informationen & Inhalte immer mehr verloren gehen ( damit man Herr Lenz Systemgerecht angepaßt ist & der berufliche Werdegang nicht unterbrochen wird), so können Sie doch nicht die geschichtliche Entwicklung aufhalten, selbst wenn mehr wie düstere Zeiten für die Demokratie kommen sollte. Aber wie sagten selbst die "Roten" : Änderungen werden dann folgen, wenn die einen nicht mehr wollen & die anderen nicht mehr können.
Und wie schnell hat dies die Geschichte schon oft gezeigt, egal wieviel "Gift" Sie hier verstreuen.
Leicht umzitiert: " Die Geschichte in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf". Amen.
Auch wenn es manchmal anders kommt, als man denkt.
Viele Leser hier wie ich haben Schwarz-Grün schon vor Monaten voraus gesagt ;-)
Es gibt eben hier viele "Hellseher", Herr Lenz. Aber wie heißt es in der Bibel: "Sie wissen nicht, was Sie tun".LG

Eine in sich hineingrinsende Grüne, die sich selbstsicher in ihren Sessel zurücklehnte. Die Sache war ja für sie "gelaufen", ihre Klima-Romantik mit Greta hat bei den unter 60zig Jährigen voll eingeschlagen.
Da frage ich mich wider einmal, warum Deutsche immer einen Extrem nachlaufen?
Ein sich selbst beweihräuchernder SPDler (Gabriel), der zwar Kritik an der neuen SPD-Riege übt. Aber nicht sehen will das er auch am Schwund seiner Partei gearbeitet hat. Kein Wunder, dass es abwärts geht mit der SPD.
Laschet, der mit Dauerlächeln (wohl um seinen Frust zu verbergen) auch vom Klima-Thema-Erfolg überrascht war, obwohl die BK fleißig mit Wahlhilfe für die Grünen erbrachte.

Hubert Sieweke | So, 26. Mai 2019 - 17:11

halte ich komplett für überflüssig. Alle werden wieder irgendwie gewonnen haben, evtl. im Vergleich zu 1956, what shalls. Dazu dann die ehrerbietigen Comments der Kaffeesatzleser, die schon immer wußten, wo der Hase im Pfeffer lag. Ich denke, niemand wird die Frage stellen, warum seit 10 Jahren über Außengrenzen diskutiert und diese strickt gefordert werden, niemand aber etwas dafür tut. Gibt es diese EU überhaupt noch?Oder, wieviel Migranten aus Afrika - in absoluten Zahlen - wollen wir eigentlich aufnehmen, wenn dort 50-60 Mio. darauf warten? Wo sollen die dann hin? Berlin, zu Frau Will oder besser Wolfenbüttel?

Tomas Poth | So, 26. Mai 2019 - 22:12

Die die Europa reformieren wollen haben nicht genügend hinzugewonnen.
Die die Europa mehr und mehr vertiefen wollen haben an Stimmen verloren.
Wo gibt es da einen Gewinner?
Die Grünen haben erheblich an Stimmen gewonnen, die Greta-Aktion trägt Dividende.

ist der Klimaschutzgedanke wohl nicht sonderlich ausgeprägt, das zeigen leider die Wahlergebnisse. Gut, dass als Erklärung bisher journalistisch europaweit nicht der Gedanke der Ein-Themenpartei aufgekommen ist.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 27. Mai 2019 - 06:13

Nur wegen Ihnen Herr Schwennicke habe ich Anne angeschaut. Ich mag sie als Person eigentlich, ihre Sendungen wurden mir nur zu flach und tendenziös. Ihr Auftritt und ihre Statements waren in Ordnung. Schön das Sie sich von Annalena haben nicht das Wort entziehen lassen. Ja, was soll man da sagen. Gabriel hat späte Einsichten, verlässt aber letztlich das sinkende Schiff. Seine Analyse hat er sich wohl beim Cicero und hier im Forum eingeholt, das schrieben die allermeisten mehr oder weniger schon seit Monaten hier beim Cicero. Laschet scheint nichts zu schnallen, klang ratlos und wenig einsichtig. Das niemand an diesem Abend direkte Rücktritte forderte oder innerparteiliche Veränderungen war doch klar. Die Groko hat endgültig fertig, die wollen es nur noch nicht wissen. Pure Angst war zum Ende bei den Politikern zu erkennen, als Will das Abschneiden der AFD im Osten erwähnte. Die Grüne konnte trösten. Einfach sich an den Rechten nicht abarbeiten, pfeifen und die Bettdecke über den Kopf.

Romuald Veselic | Mo, 27. Mai 2019 - 07:43

Die EU-Wahl (fälschlich Europawahl bezeichnet),
ist Geschichte. Die "unseren" Grünen mit 20% Wahlstand, denken sich, die Welt gehört ihnen. Die 2/3 der restlichen EU-Grünen Fraktion im EU-Parlament, ist ein Sammelsurium unterschiedlichen Gestalten, die in übrigen 27 EU-Ländern kaum was zu erzählen haben. Was dazu führt, dass die übrigen 27 EU-Länder, werden sich nie den dt. Grünen anpassen o. mit ihnen nach grünem Gusto EU Politik durchziehen. Die Grünen in ihrer Euphorie kommen mir vor wie Leute, die sich darüber freuen, dass nicht ihr Haus niedergebrannt wurde, sondern das Haus des Nachbarn.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 27. Mai 2019 - 07:59

egal wer was wählt. Die höhere Wahlbeteiligung spricht dafür, dass das Thema EU gewonnen hat. Zugleich hatten gerade in Deutschland die Wähler die Möglichkeit, der Regierungs nochmals klar und deutlich zu machen, dass sie nicht mehr gewollt sind. Grüne haben stark und die AFD im Rahmen ihrer Möglichkeiten hinzugewonnen. Sicher hat die Sache Strache auch Einfluss auf die Wahlen zum Nachteil der AFD gehabt, dass zu bezweifeln wäre aus meiner Sicht falsch. Die AFD hat meines Erachtens zu schwach und zu selten betont, dass sie für Europa , aber für weniger EU sind. Ja, ja wird der AFDler sagen, hat Meuthen und andere ja gesagt. Nur waren diejenigen, die das umgedeutet haben, deutlich lauter. Die AFD muss Wege finden, ihre politischen Aussagen noch lauter unter die Wähler zu bringen. Die Grünen waren da besser. Sie waren laut, sehr laut mit ihrem Klimawandel, die detaillierte Umsetzung und Folgen blieben leise. Hier hätten andere Parteien die Chance gehabt, das Thema Klima zu zerpflücken.

Rainer Hinz | Mo, 27. Mai 2019 - 11:02

Ich kann es nicht verstehen, wie Grün auf 20,5% kommen kann. Dieses Klimageschreie ist doch furchtbar. Deutschland ist mit ca, 2,3% am CO2-Aufkommen beteiligt, wenn wir 30% einsparen, ....dann macht das richtig viel aus in der CO2- Bilanz der Welt?? CO2 einsparen heisst auch Verzicht, dabei könnte ich viel CO2 sparen, wenn ich einmal ein Smartphone 10 Jahre behalte, denn die Gewinnung und Aufarbeitung der seltenen Metalle ist sehr energieaufwendig. Auch liegen die Daten von Facebook oder Twitter nicht im Nirwana sondern dafür müssen mit Energieaufwand Server betrieben werden. Vielleicht sollten die Grünen auch nicht so viel fliegen, sie gehören nämlich zu den Vielflieger.
Aber rettet das Klima zu schreien ist natürlich einfach.

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