Johann  Wadephul in Butscha
Außenminister Johann Wadephul (M.) bei der Gedenkfeier zum vierten Jahrestag der Befreiung von Butscha / picture alliance/dpa | Ansgar Haase

Europäische Außenminister in Butscha - Bestrafung der russischen Täter nicht in Sicht

Vier Jahre nach den Massakern von Butscha demonstriert Europa Entschlossenheit im Ukraine-Krieg. Zugleich werfen Uneinigkeit in der EU, Blockaden aus Ungarn und eine zunehmend unberechenbare Haltung der USA die Frage auf, wie verlässlich die Unterstützung für Kiew noch ist.

Thomas Urban

Autoreninfo

Thomas Urban ist Journalist und Sachbuchautor. Er war Korrespondent in Warschau, Moskau und Kiew. Zuletzt von ihm erschienen: „Lexikon für Putin-Versteher“.

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Genau vier Jahre ist es an diesem Mittwoch her, dass ukrainischen Truppen Butscha befreit haben, einen Vorort der Hauptstadt Kiew, der vor dem russischen Überfall auf das Nachbarland rund 35.000 Einwohner gezählt hatte. Der Name Butscha ging wenige Tage später durch die internationale Presse: Fernsehbilder zeigten Dutzende von Leichen, die auf den Straßen des Ortes lagen, Zivilisten mit Schusswunden. Einwohner berichteten von Massakern, die die russischen Besatzer verübt haben.

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Klaus Funke | Mi., 1. April 2026 - 11:01

, dass Russland diesen "hässlichen" Bruderkrieg gewinnen wird. Kiew wird den Donbass, die Krim sowieso, und Luchansk sowie Weiteres verlieren. Sicherheitsgarantien wird es auch nicht geben, zumindest nicht solche wie sie sich Kiew wünscht. Und eine gerichtliche Aufarbeitung dieses Krieges gegen Russland wird es ebenfalls nicht geben. Selensky wird ausgetauscht (bestenfalls) und das war´s. Alles andere sind Träumereien. Für Trump ist das Ukraineproblem erledigt, er wird sich nicht weiter darum kümmern. Er hat ganz andere Nüsse zu knacken. Und eine besonders harte wird Kuba werden, falls er sich tatsächlich, wie er vollmundig verkündete, die Insel einverleiben will. Nee, Meister Urban, die Ukraine können sie vergessen. Diese Karte sticht nicht mehr. Das Ding ist für den Westen und die USA in die Hose gegangen, und für die Ukrainer leider auch. Und was die EU-Elite da an Solidaritätsklimbim veranstaltet, ist pure Symbolpolitik. Die EU wird Russland noch um Gas und Öl anflehen. Wetten?

Hans Jürgen Wienroth | Mi., 1. April 2026 - 12:25

Es wundert mich immer wieder, dass bei all dem „Kriegstourismus“ in die Ukraine noch nie ein ausländischer Politiker zu Schaden gekommen ist.

Welcher dieser hier genannten Politiker war in der Zeit nach dem Hamas-Überfall mit 1200 Toten, bestialisch geschändeten Frauen und Kindern in Israel und auf dem Nova-Festival-Gelände und hat der Opfer gedacht? Ich erinnere mich nur an Frau Klöckner!

Wer hat nach dem Massaker Unterstützung für Israel gefordert, wer von den hier in Butscha Anwesenden hat die Hamas verurteilt? Wo war die Solidarität, die Staatsräson unseres Landes, als der Anschlag auf unseren Straßen gefeiert wurde, als es große Solidaritätsdemonstrationen mit der Hamas gab?

Wo ist die Solidarität mit Israel und den USA im Kampf gegen den „Staatsterrorismus“ des Iran, der die Hamas, die Hisbollah und die Huthi im Kampf gegen Israel (oder gar den Westen?) unterstützt? Das ist nicht unser Kampf. Gehören wir nicht mehr zum „Westen“? Ist dann Trumps Reaktion nicht nachvollziehbar?

Walter Buehler | Mi., 1. April 2026 - 16:54

... auch die Darstellung der ukrainischen Armeeführung."

Thomas Urban glaubt zu wissen, wie es in Butscha tatsächlich war, weil es ihm der Herr Selenski und dessen Propagandisten ja so gesagt haben.

Selenski wird in seinem Krieg von deutschen Steuerzahlern massiv unterstützt.

Derselbe Selenski hat mit der "Druschba"-Leitung während des ganzen Krieges lukrative Transitgebühren kassiert. Wohl aus Dankbarkeit für die deutsche Unterstützung hat Selenski dennoch wie ein Terrorist in internationalen Gewässern eine Pipeline nach Deutschland sprengen lassen.
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Wer sich nur auf die Kriegspropaganda einer Seite verlässt, der ist einfach dumm.
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Ja, einseitige Verurteilungen durch gekaufte Medien sind nahezu alltäglich geworden. Insofern liegt Herr Urban voll im Trend.
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Die Geschichte zeigt, dass Bruderkriege blutig und grausam verlaufen, obwohl die Brüder nach dem Krieg so oder so wieder nebeneinander leben müssen. Der eingeimpfte Hass macht die Nachkriegszeit noch schwerer.

Hans Süßenguth-Großmann | Mi., 1. April 2026 - 17:39

zu einer Frage des Glaubens und des Hoffens, wie Herr Urban treffend feststellt. Hoffen, dass die Ukraine gewinnt! Was soll sie gewinnen? Den Rest vom Donbass behalten? Mehr Hoffnung ist nicht.
Trump hat eine klare Meinung, den Rest vom Donbass aufgeben und Frieden mit Russland schließen.
Wir, die EU, wollen erstmal den Herbst abwarten, da gibt es auf jeden Fall ein paar tausend Tote mehr und ob die Front so aussieht wie jetzt steht in den Sternen. Der erforderliche Finanzbedarf für die UA wird bei der Teuerung steigen, so dass der "Kredit" von 90 Mrd nicht reicht und kräftig nach Nachschlag seitens Selensky gerufen wird. Wir können ja noch ein "Sondervermögen2 zaubern, das sich in Knall und Rauch auflöst. Es ist wie beim Radfahren, wenn wir aufhören, fallen wir um.

IngoFrank | Mi., 1. April 2026 - 17:53

der „Politikprominenz der zweiten Reihe“ uns Lesern suggerieren sollen ? Mitleid oder Verachtung ?
Die USA bringt jedenfalls durch Abwesenheit, ein eindeutiges Signal zum Ausdruck, und „Das“ unmissverständlich ! !
Und die EU ? hat durch ihre auf „Freiwilligkeit basiertem Erweiterungswahn“
die russischen Sicherheitsinteressen mit Füßen getreten und hat eine bei weitem nicht unwesentliche Mitschuld an diesem Krieg.
W I R ,vordergründig die Grünen Kriegstreiber, konnten doch nicht schnell genug die Öl & Gashähne der beiden wichtigsten Grundstoffe der deutschen Industrie aus Russland zu drehen. . Mit langfristigen Verträgen aus Russland, könnte uns der Staat d.h. der rote Finanzminister, nicht so schröpfen wie er es jetzt tut. …., und das unter Beifall der CDU mit der 12.00 Uhr Variante der Preisexplosion .Klingbeil kommt doch vor Lachen nicht in den Schlaf. Und der ländliche Bereich trägt die Hauptlast.
Aber, die nächsten Wahlen sind im Osten auf dem Lande & in ……
MfG a d Erf.Rep.

natürlich ohne die Osdeutschen, nur denen stand es zu, nach 1990 den westlichen Strukturen beizutreten.
Das diese zwei Blöcke, wo halbes Europa ungewollt unter das Joch der UDSSR geraten ist, den Deutschen zu "verdanken" ist, das wird unter den Teppich gekehrt.
Dieser Ausrede, von wegen die Sicherheitsinteressen Russlands mit Füßen getreten, die der Putin als Vorwand benutzt, denen als Ostdeutscher beizuspringen, das finde ich unverschämt!

die Ukr würde einen Kampf um Demokratie führen, womöglich noch für den dekadenten Westen? Die UDSSR und den WP gibt es, Gorbatschow sei Dank, nicht mehr! Genügend Staaten des Ostblocks sind dem Westen beigetreten, der Krug wurde so lange, so oft, zu Brunnen gelassen, der Westen, die eu hat den Rand nicht vollbekommen. Nur deshalb sterben in der Ukr zigtausende Männer, Frau Lubig. Die Amis hätten in der Kubakrise einen Atomkrieg vom Zaun gebrochen, hoffen wir, Putin bleibt seiner Linie treu.

Dieter Schäfer | Do., 2. April 2026 - 00:09

Merkt dieser Autor nicht, dass sein vierjähriges Verteidigen von Selenski nicht nur sinnlos, sondern auch völlig falsch war? Er schreibt und schreibt und schreibt… und immer das Gleiche! Das ist schon wie bei der Unwelthilfe. Da geht gar nichts mehr um die Wahrheit, sondern nur noch um den Selbstzweck des Selbsterhalts.