Europa in der Krise - Wir brauchen eine echte EU-Regierung

Brexit, Flüchtlingskrise und Legitimationsprobleme – Europa steckt in der Krise. Kann die Europäische Union überhaupt attraktiver werden? Eine neue Vision schaffen wir nur mit mehr Demokratie. Ein Denkanstoß

Passanten gehen am 11.12.2013 über eine Brücke in Richtung der Musik- und Kongresshalle in Lübeck (Schleswig-Holstein) an der ein Bild von Willy Brandt hängt.
In Anlehnung an Willy Brandt sollten die Europäer „mehr Demokratie wagen“, anstatt die EU zu überbürokratisierten / picture alliance

Autoreninfo

Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Als Chefredakteur und Magazinmacher bekommt man das europäische Problem in harter Währung zu spüren. Ein Beispiel: Im Mai 2014, also wenige Wochen vor der jüngsten Wahl zum Europaparlament, wollten wir der verbreiteten Europa-Verdrossenheit etwas entgegensetzen und hoben eine Geschichte auf die Titelseite, in der zehn namhafte Persönlichkeiten sehr engagiert und persönlich die wichtigsten Errungenschaften der Europäischen Union beschrieben. Dazu zählten Punkte wie „Frieden“, „Wohlstand“, „Demokratie“ oder „Rechtsstaatlichkeit“. Also wahrlich keine Petitessen, sondern – gerade angesichts der historischen Erfahrungen dieses Kontinents – echte Erfolge, die eigentlich jeden Bürger unmittelbar betreffen.

Das Ergebnis unserer Europa-Ausgabe indes war nicht nur ernüchternd, sondern ein regelrechtes Desaster: Die Zahl der am Kiosk verkauften Hefte lag mehr als 20 Prozent unter dem Durchschnittswert. Womit sich einmal mehr die Branchenweisheit bestätigte, dass sich mit dem Thema „Europa“ allenfalls dann Auflage machen lässt, wenn es um Pleiten, Pech und Pannen geht.

Für ein politisches Magazin wie Cicero mag das verkraftbar sein, es passieren ja noch viele andere berichtenswerte Dinge auf der Welt. Aber eine Institution wie die EU kann auf Dauer nicht überleben, wenn ihr die eigenen Bewohner größtenteils mit Desinteresse oder sogar mit offener Ablehnung gegenüberstehen.

Das Problem

Natürlich bietet ein staatsübergreifendes Gebilde wie die Europäische Union weniger Identifikationsmöglichkeiten als eine Gemeinde, eine Stadt, eine vertraute Landschaft oder ein Heimatland. Das erklärt jedoch nicht, warum derart einfach Stimmung dagegen gemacht werden kann wie etwa bei der „Leave“-Kampagne vor dem Referendum über den Brexit.

Die Entscheidung der Briten, sich von der EU abzuwenden, mag zwar bei vielen Menschen in den verbleibenden 27 Mitgliedstaaten einen heilsamen Schreck ausgelöst haben. Doch die eigentlichen Webfehler sind damit noch lange nicht behoben und könnten jederzeit zu erneuten Auflösungserscheinungen führen: Es geht um nicht weniger als um die Intransparenz der politischen Entscheidungsmechanismen, um ein Defizit an demokratischer Legitimation, um Ineffizienz bei den großen geostrategischen Herausforderungen, um mangelndes Verständnis für die unterschiedlichen Mentalitäten der Bürger in den einzelnen Mitgliedsländern. Und nicht zuletzt um das permanente Ausspielen nationaler Eigeninteressen gegen den Geist der Gemeinschaft. Solange jedenfalls Regierungschefs in ihren Herkunftsstaaten mit EU-Beschimpfung Wahlen gewinnen wollen, ist es schlecht bestellt um das europäische Projekt.

Nach meinem Dafürhalten ist die Welt in den vergangenen zehn Jahren alles andere als sicherer geworden, sind die politischen Entwicklungen im Allgemeinen heute schwerer zu berechnen: Die Vereinigten Staaten verabschieden sich von ihrer Rolle als globale Ordnungsmacht; Russland präsentiert sich als latent aggressives Gegenmodell zum sogenannten Westen; der Nato-Bündnispartner Türkei entwickelt sich in eine Autokratie, während die Staatenwelt des Nahen Ostens zerfällt und von dort sowie aus Afrika Migrationsströme ungeahnter Größe nach Europa drängen. Gleichzeitig wird China zu einem immer stärkeren Konkurrenten auch für wissensbasierte Hightech-Unternehmen europäischer Herkunft.

Das Ziel

Angesichts dieser Herausforderungen muss das vielbeschworene„gemeinsame europäische Haus“ nicht nur dringend wetterfest gemacht werden, sondern es benötigt ein neues und stabileres Fundament. Eine Europäische Union muss zuallererst ihre Effizienz unter Beweis stellen. Sonst droht sie den Rückhalt ihrer Bürger endgültig zu verlieren. Die EU muss sich auf ihre wichtigsten Aufgaben beschränken, für diese Aufgaben aber auch deutlich handlungsfähiger werden. Das wäre ein mutiger Schritt.

Das Subsidiaritätsprinzip ist hier von entscheidender Bedeutung und sollte endlich konsequent umgesetzt, anstatt nur in europapolitischen Sonntagsreden hochgehalten zu werden: Aufgaben, die zusammen besser gelöst werden können als auf nationaler Ebene, fallen in die Zuständigkeit der EU – alles andere ist Sache der Mitgliedstaaten.

Was in der Handelspolitik ja längst erreicht wurde, gehört deshalb dringend auch auf andere Bereiche ausgedehnt. Tatsächlich ist eine europäische Armee inzwischen kein Phantasma mehr, sondern das Zukunftsprojekt der Stunde. Ein gemeinsamer Schutz der europäischen Außengrenzen und eine einheitliche Asylpolitik müssen folgen, wenn der Migrationsdruck nicht zu weiteren Verwerfungen innerhalb der EU führen soll. Denn nur durch einheitliche Standards kann das unwürdige Spiel um die Verteilung von Flüchtlingen auf die einzelnen Länder in Europa verhindert werden. Allein die Tatsache, dass das Thema Migration von den Brexit-Befürwortern erfolgreich instrumentalisiert wurde, macht dessen Sprengkraft deutlich. Es kann nur im europäischen Konsens entschärft werden.

In einer Demokratie setzt Konsens allerdings die Fähigkeit zum Kompromiss voraus. Und damit scheint es in einigen Bereichen nicht weit her zu sein – auch das zeigt sich eindrücklich am Beispiel der Flüchtlingskrise. Während etwa Deutschland auf eine quotierte Verteilung der Flüchtlinge auf die verschiedenen Mitgliedsländer der EU drängt, weigern sich insbesondere Staaten wie die Slowakei, Polen oder Ungarn mehr oder weniger kategorisch, Menschen namentlich aus dem islamischen Kulturkreis aufzunehmen. Man kann das bedauern oder gutheißen, aber die Positionen scheinen verhärtet zu sein und lassen nicht auf eine Einigung hoffen.

Der Weg

Moralische Appelle helfen an dieser Stelle nicht weiter; vielmehr gewinnen die Bürger Europas den Eindruck, die Bewältigung der Flüchtlingskrise scheitere an miteinander unvereinbaren nationalen Befindlichkeiten wie der deutschen Willkommenspolitik einerseits und einer rigorosen Abschottungshaltung in den östlichen EU-Ländern andererseits.

Dieses Problem wird aber nicht durch Machtworte und politische Drohungen gelöst werden können, sondern im Gegenteil: durch eine konsequente Anwendung demokratischer Grundprinzipien auch auf Ebene der Europäischen Union. Der Mangel an demokratischer Legitimität der EU ist ja tatsächlich nicht von der Hand zu weisen. Die europäischen Institutionen sind alles andere als ein perfektes Abbild des Bürgerwillens: Der Europäische Rat, in dem die jeweiligen Staats- und Regierungschefs sitzen, ist zwar innerhalb der EU das dominierende Gremium – aber dessen Vertreter sind aus nationalen Wahlen hervorgegangen und nicht etwa aus Europawahlen. Dementsprechend fühlen sich die Mitglieder im Rat vor allem den Partikularinteressen ihrer Heimatländer verpflichtet und weniger dem europäischen Großen und Ganzen.

Die Europäische Kommission wiederum ist ein seltsamer Hybrid aus Regierung und Kontrollinstanz über die Einhaltung der Europäischen Verträge; EU-Kommissare werden zwar vom Europäischen Parlament bestätigt, aber von den einzelnen Mitgliedstaaten nominiert.

Und das Europäische Parlament selbst ist „keine Volksvertretung wie das britische Unterhaus, der deutsche Bundestag oder die französische Nationalversammlung“, so der Historiker Heinrich August Winkler. Nicht nur kann es keine eigenen Gesetzesvorlagen einbringen, sondern es entspricht in seiner Zusammensetzung auch nicht dem Prinzip „one person one vote“: Kleine Staaten wie etwa Malta, Luxemburg oder Estland werden bei der Zuteilung von Mandaten bevorzugt, damit deren Kandidaten überhaupt im Europaparlament vertreten sein können. Kurzum: Die EU ist weit davon entfernt, ein demokratisches Vorzeigeprojekt zu sein. In Anlehnung an Willy Brandt sollten die Europäer „mehr Demokratie wagen“, anstatt die EU einem schwer durchschaubaren und überbürokratisierten Geflecht von Institutionen mit teilweise einander widerstrebenden Interessen zu überlassen.

Dafür bräuchte es vor allem gesamteuropäische Parteien, die sich in allen EU-Ländern zur Wahl stellen – und zwar mit Spitzenkandidaten, die tatsächlich (und nicht nur pro forma) um das Amt des Kommissionspräsidenten konkurrieren. Wenn es also darum gehen sollte, einen „europäischen Bürgergeist“ zu entwickeln, dann wird das kaum nach der bisherigen Methode funktionieren, bei der sich die Vertreter nationaler Parteien im Europaparlament in oft sehr wackeligen „Parteienfamilien“ zusammenfinden.

Warum gibt es keine Partei der europäischen Sozialdemokraten oder der europäischen Konservativen? Warum sind die Mehrheitsverhältnisse im Europäischen Parlament eigentlich so diffus? Und vor allem: Warum haben wir keine „echte“ EU-Regierung, die getragen wird von „echten“ Parteien mit „echten“ Mehrheiten in einem „echten“ europäischen Parlament, das aus „echten“ demokratischen Wahlen hervorgegangen ist? Mit anderen Worten: Warum traut sich die EU nicht zu, eine „echte“ Demokratie zu sein?

Die Dimension

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es soll nicht darum gehen, einen europäischen Superstaat zu propagieren. Die Zuständigkeit und damit die Gesetzgebungskompetenz eines demokratisch aufgewerteten Europaparlaments dürfte keineswegs in alle möglichen Regelungsbereiche ausufern. Im Gegenteil: Europas Abgeordnete sollten nur dort bestimmen dürfen, wo europaweite Gesetze sinnvoller sind als nationale Regelungen.

Also beispielsweise in Fragen des gemeinsamen Haushalts, beim Außenhandel oder was die Sicherung der EU-Außengrenzen betrifft. Und selbstverständlich auch in der Migrationspolitik, die schließlich alle Europäer angeht und deswegen nur europäisch gelöst werden kann. Themen wie Bildung, Polizei, Gesundheitspolitik oder Rente dagegen bleiben den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen.

Nationalismus, raus aus der EU, weniger Demokratie: So lauten populistische Forderungen im Zeitalter der Unübersichtlichkeit. Dabei wäre gerade heute das exakte Gegenteil angebracht: mehr Kompetenz für die EU – aber eben nur dort, wo europäische Probleme zweifelsfrei europäischer Lösungen bedürfen. Mehr Demokratie mit einem Europäischen Parlament, das diesen Namen auch wirklich verdient. Gesamteuropäische Parteien. Und ein Kommissionspräsident, der vom Europaparlament gewählt wird.

Ganz nebenbei: Eine transparente, nachvollziehbare und vor allem demokratisch einwandfreie Gemeinschaftspolitik würde auch das Interesse der Bürger an „ihrer“ EU verändern. Und zwar so, dass Magazinmacher nicht mehr das Schlimmste befürchten müssten, wenn sie Europa zur Titelgeschichte machen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Homepage der KfW Bankengruppe

Gunvald Steinbach | Do, 14. Dezember 2017 - 15:59

Bitte, bitte, aufhören mit der ewigen EU-Europa-Vermischung. "Dazu zählten Punkte wie „Frieden“, „Wohlstand“, „Demokratie“ oder „Rechtsstaatlichkeit“. " Pardon, GENAU DAS HATTEN wir bis zum Einschreiten der Unsäglichen und dem gezwungenen Durchsetzenwollen eines monströsen Politiker- und Bürokratentraums EU über JAHRZEHNTE bereits in der "ehemaligen BRD". Dazu braucht es beileibe keine EU, die m.E. genau das Gegenteil schaffen wird. Lassen Sie es also bitte! Das lief alles sehr, sehr prima für D. Und wurde und wird weiterhin OHNE NOT zerstört. Und jetzt? EU... diese beiden Buchstaben kann ich in der Kombination nun wirklich nicht mehr sehen! Und glauben Sie mir, ich habe die Vorteile einer EU gesucht... lange, sehr lange! (Und bitte jetzt nicht schreiben, ich brauche an den Inner-EU-Grenzen im Urlaub nicht zu warten.) Also, bitte nicht NOCH EINE EU-Vision! Das wirkt inzwischen nur noch krampfhaft. Kümmern wir uns jetzt lieber um D!

Dr. Schwarz Manfred | Sa, 16. Dezember 2017 - 16:38

In reply to by Gunvald Steinbach

... selten habe ich so einen schlechten, realtitätsfremden Artikel (Autor) bei CICERO gelesen. Die EU ist längst tot. Ähnlich wie es die kommunistischen Systeme im Warschauer Pakt waren, als die Auflösungstendezen für die offiziellen Beobachter noch nicht sichtbar waren. Aber wieder erkennen die Herrschenden und ihre Medien nicht, dass ihr vermeintlich großes "Integrationsobjekt" nichts mehr zu tun hat mit den guten Ideen von Konrad Adenauer oder Charles de Gaulle. Um es mit Willy Brandt zu sagen: Es wächst nicht zusammen, was nicht zusmmen gehört. Uns werden nur in den in der Regel links dominierten Medien des "Kaisers neue Kleider" vorgeführt. Die politischen Märchen in Sachen EU und besonders den Euro-Staaten erinnern ansonsten an das "1984" von Georges Orwell. Uns wird eine scheinbare Realität vorgegaukelt, die mit den realen Verfallserscheinungen nichts mehr zu tun haben. Mehr noch: Die Wahrheiten werden (Beispiel Flüchtlingspolitik ...) förmlich auf den Kopf gestellt.

Patricia Meyer | Sa, 16. Dezember 2017 - 22:19

In reply to by Gunvald Steinbach

Mit Wehmut denke ich an die Zeit der EG zurück. Wir hatten Frieden und Wohlstand. Der Traum der Brüsseler Bürokraten hat uns Milliarden gekostet, die Niederlassungsfreiheit hat uns Milliarden gekostet, die EZB ist dabei den Sparer zu enteignen, wir sind zu einem Billiglohnland verkommen, im Namen der Globalisierung wurde und wird unser Sozialsystem geopfert( Hartz iv, Rente) , die sogenannten Flüchtlingskrise soll uns den Rest geben und von Frieden sind wir weiter entfernt als zu Zeiten des kalten Krieges. Und immer noch wird von Politik und Medien versucht uns die EU als Heilsbringer anzudrehen.

Kostas Aslanidis | Do, 14. Dezember 2017 - 16:02

Das immer noch versucht wird, das tote Pferd zu reiten, das ist was wundert. Untereinander haben die EU Länder unlösbare Probleme, andere Interessen. Jedes Land denkt über die gleiche Sache, anders. Wenn eine Ehe schiefläuft, ist Scheidung die beste Alternative. Die Scheidungspapiere sind beim Anwalt. Die Unterschriften proforma. Ich muss zugeben, daß ich früher begeistert war von der EU. Nun bin ich entgeistert. Dieses Gefühl ist Endgültig.

..da schließe ich mich ihrer Meinung vollkommen an. Vor 20 Jahre habe ich immer gesagt das ich Europäer bin und mich so fühle. Dieses Gefühl ist längs abhanden gekommen und Europa erzeugt bei mir eher negative Empfindungen.

Nur Hamanda | Sa, 16. Dezember 2017 - 10:06

In reply to by Udo Dreisörner

Sich als Europäer zu fühlen, ist ja nichts Schlechtes. Die Gedanken zu einer europäischen Idee sind ja immer mal wieder auf Trümmern entstanden und folgten der Logik, das es besser ist, sich verbal zu streiten und Lösungen zu suchen als sich das Haus anzuzünden und die Folgen zu beklagen.
Nun ist aus dieser Überlegung ein gefühlt undemokratisches Bürokratenmonster entstanden und die Sympathien welken dahin. Stellt sich die Schuldfrage: Wer hat das angerichet? Die Bürger Europas? Nein. Es sind mal wieder die Politiker, die das tun. Weil sie sich nicht an Regeln halten, weil sie kungeln und parteipolitische und persönliche Vorteile in den Vordergrund stellen. Ein komplexes Verhalten und es kommt das Gefühl, der einzelne blickt selbst nicht mehr durch, was er da macht und warum er es macht. Solange Menschen nicht dafür haften, was sie tun oder lassen und möglichst unmittelbar, solange besteht die Gefahr des unverantwortlichen Handelns. Und die Bürger wenden sich ab - zu recht.

Ich war auch einmal begeistert und bin nun entgeistert. Wie in einer schlechten Ehe: bei der ersten wirklich ernsthaften (Flüchtlings-)Krise driften die Partner auseinander, das gemeinsame Haus steht demnächst zum (Aus-)Verkauf. Bei der nächsten Krise fliegt uns alles um die Ohren. Immer wieder ist von Kontrollverlust die Rede: es ist eher das Gefühl des Ausgeliefertseins an Politiker, die überhaupt keinen Kontakt mehr zur Realität haben, Sicherheitskräfte und Justiz, die völlig überfordert sind und Bürokraten der EU, denen die Gurkenkrümmung am Herzen liegt, aber nicht das Wohlergehen der Länder. Alles erinnert mich an die späten 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Ausgang ist bekannt.

Michaela Diederichs | Do, 14. Dezember 2017 - 16:26

Die EU-Staaten haben ganz unterschiedliche Sozialsysteme. Das spielt zumindest beim Thema Migration eine große Rolle. Die Migranten werden immer dorthin gehen, wo sie eine Vollversorgung bekommen, also D und S etc. "Themen wie Bildung, Polizei, Gesundheitspolitik oder Rente dagegen bleiben den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen." Unserer Polizei sind vielfach die Hände gebunden, unserer Gesundheitssystem gilt bei allen Schwierigkeiten noch immer als eines der besten und Rente? Deutlich über dem osteuropäischen Standard. Kein Migrant wird in Polen oder Ungarn bleiben, wenn er über offene Grenzen nach D einreisen kann. An Residenzpflicht hält sich doch keiner. Und ob EU-Sozialdemokraten gewählt werden würden, wage ich zu bezweifeln. Die sind gerade ganz aus der Mode gekommen.

Peter Neugebauer | Do, 14. Dezember 2017 - 16:29

Ich würde Europa eher dezentralisieren.
Wir brauche freien Markt und keine Beamten.

Klaus Eckhard | Sa, 16. Dezember 2017 - 06:38

In reply to by Peter Neugebauer

Niki in Schwierigkeiten, Lufthansa will sie kaufen, Bedenken bei der EU- Kommission, Kaufangebot zurückgezogen, Flugzeuge am Boden, Insolvenz, tausende Arbeitsplätze weg.
Was haben Leute in Brüssel, die niemand demokratisch gewählt hat, damit zu tun? Denen hat man schon viel zu viel gesetzgeberische Macht gegeben und keiner will das zurückgrehen. Das ganze Konzept ist vom Grund und von Anfang an falsch.,..

Gerd Steimer | Do, 14. Dezember 2017 - 16:42

sind da nortwendig um das so zu sehen. Die Ralität ist anders - Länder mit sich teilweise diametral entgegengesetzten Kulturen, mit Ökonomien die an Selbstbedienungsstaaten wie in Afrika sind, kommen niemals zusammen. Korruption, nationaler Egoismus, persönliche Bereicherung, werden immer bleiben.
Die Dummen sind die mitteleuropäschen Länder, allen voran Deutschland die das ganze finanzieren.

Eine funktionierende EU mit europäischer Regierung kann mit den Ländern westlich der Neisse, nördlich der Alpen und des Balkans ein gutes Gebilde werden.

Nennen sie mir ein Land ausserhalb dieser Linien, die Solidarität üben und nicht nur kassieren wollen.
Erinnern sie sich nur mal beispielhaft an den baltischen Kommissar der zur Freude der Lobby einjährige TÜV Intervalle für Autos einführen wollte. Ich verwette meinen rechten Arm, dass man dem einen fett dotierten Job bei den Prüfinstitutionen angeboten hat.
Weg mit den frommen Illusionen, hin zu knallhartem Pragmatismus.

Tonicek Schwamberger | Do, 14. Dezember 2017 - 16:44

... für diesen Artikel, der mir beim Lesen wie Honig herunterging.- Ich habe mal mit Bekannten über die Begriffe "Europäi. Rat", "Europäi. Kommission" und "Europäi. Parlament" gesprochen, und es erstaunte mich nicht wirklich, daß kaum jemand mit diesen Begriffen etwa anfangen konnte - verwunderlich? Eher nicht - eher das Zeugnis eines völligen Desinteresses. Das sollte und muß zu denken geben - alleine die extrem schwache Wahlbeteiligung, wenn man es überhaupt als "Wahl" bezeichnen kann, ist als Alarmzeichen zu verstehen.- Wenn ich ehrlich sein soll, mich persänlich tangiert das Monster, was sich EU nennt, auch nur am Rande, obwohl ich mich eher als "polit. interessiert" einordne. Das alles muß doch Ursachen haben, die es zu ergründen gilt und auch abzustellen sind.- Ihre Gedanken könnten dabei einen grundlegenden Prozeß einläuten. Hoffen wir das Beste!

"Die Unregierungskommission warnt:
Wer Menschenrechte unterstützt, sollte die Menschenlinke nicht vernachlässigen!"
so Erhard Horst Bellermann

Tim Cramer | Do, 14. Dezember 2017 - 16:45

Fast in jedem Kommentar zum Thema Europa geht es immer irgendwie um Vertiefung. Währungsunion, Schuldenunion, Flüchtlingsquote...mehr Europa, noch mehr Europa eingebunden in schöne Worte wie Friedensordnung, Demokratie etc. Auch Sie, Herr Marguier, verfallen in dieses Mantra.
Doch warum wird von der EU nicht einfach das genommen, was funktioniert? Ja, das ist nicht mehr als der Binnenmarkt und vielleicht noch der Kulturaustausch. Ansonsten ist die EU eher eine Ansammlung von Problemen, die vielfach nicht lösbar sind. Anstatt auf diese Probleme noch mehr Probleme zu häufen, sollte vielleicht einfach mal ein Schritt zurückgegangen werden. Ich könnte mir vorstellen, daß dadurch sogar die Akzeptanz steigt. Die Briten verlassen die EU und sie werden ihr in ihrem gegenwärtigen Zustand nicht nachtrauern, es sei denn dem Binnenmarkt (wenn sie wider Erwarten keinen Zugang erhalten).

Bert Keller | Do, 14. Dezember 2017 - 16:57

Je schneller sie sich auflöst, desto besser. Einstweilen würde es schon genügen, speziell in Deutschland zum Rechtsstaat zurückzukehren.

Jürgen Althoff | Do, 14. Dezember 2017 - 17:02

die EU-Elite an der Umsetzung des UN-Projektes der replacement migration (Peter Sutherland) als EU-Projekt (Frans Timmermans) festhält und damit der EU-Bevölkerung droht, ihre regionalen und nationalen Identitäten durch Ansiedlung Kulturfremder bewusst zu zerstören, kann sie die Anzahl ihrer Feinde nur weiter vergrößern.
Die Art und Weise, wie Funktionäre internationaler Organisationen Menschen verschieben wie Spielsteine, ist im höchsten Maße menschenverachtend, und das, Herr Marguier, erkennen immer mehr Europäer, und dagegen verwahrt sich jeder auf seine Weise und distanziert sich vom ehemals befürworteten "Projekt Europa".
Um das zu verstehen, fehlt Ihnen vielleicht auch die Führungserfahrung, die einen erfolgreichen Unternehmensleiter oder Mannschaftstrainer auszeichnet, die Fähigkeit zum team building über die Grenzen hinweg. Solange Politiker nicht wahr zu nehmen in der Lage sind, was die Menschen wollen, und nicht was sie wollen sollen, kann das Projekt nur scheitern.

Barbara Müller | Fr, 15. Dezember 2017 - 13:32

In reply to by Jürgen Althoff

Dem kann ich micht nur anschließen. Und so lange die EU bei wichtigen Problemen versagt und sich für die Bürger mit Regelungen zu Glühbirnen, Gurken, Staubsaugern und jetzt Föhnen bemerkbar macht sowie einer Ignoranz gegenüber den eigenen Gesetzen, empfinde ich die EU als eine der effektivsten und größsten Steuervernichtungsmaschinen im alten Kontinent.

Peter Dünkelhofen | Do, 14. Dezember 2017 - 17:05

Deutschland muss sich nur von der Willkommenkultur verabschieden und im Bereich von Asyl und Einwaderung den Visegradstaaten orientieren, schon wären viele Probleme gelöst betreffend EU. Was mit der Umgebung der Union ist sollte einem egal. Die EU hat nicht die Kraft den Nahen Osten, Nordafrika, Zentralasien und Russland zu gestalten.

Christa Wallau | Do, 14. Dezember 2017 - 17:06

All Ihre schönen Vorstellungen zur Verbesserung der EU scheitern an der Fehlkonstruktion dieses Gebildes.
Aus einer Mißgeburt läßt sich - auch beim besten Willen - nichts Ansehnliches machen.
Das Pferd wurde von hinten aufgezäumt, indem man glaubte, über eine gemeinsame Währung die Einheit erzwingen zu können.
Total falsch und dringend änderungsbedürftig!
Die EU muß zurück auf Anfang!
Ein gemeinsamer Haushalt, für den Sie plädieren,
lieber Herr Marguier, trüge den Keim heftigster
Widerstände der Geberländer in sich; denn er
funktionierte ja nur durch stetige Umverteilung von den wirtschaftlich starken zu den schwachen Ländern.
Teilen Sie den Inhalt Ihres Portemonnaies etwa mit Ihren Nachbarn, egal wie diese leben, nur weil sie zufällig in derselben Straße wohnen u. mit ihnen zusammen eine Art von Allianz gegen Angriffe auf Ihr Wohnumfeld schmieden wollen? Wahrscheinlich verlassen Sie sich lieber auf ihre eigene Alarmanlage, bevor Sie selber nur noch Ebbe in der Börse haben, oder?

Marc Dietz | Do, 14. Dezember 2017 - 17:17

Wenn Nudging nicht mehr hilft, dann nimmt man einen Knüppel und schlägt solange auf den Kopf des Unwilligen ein, bis er den eigenen Wünschen entweder nachgibt oder wahlweise nur noch Matsche auf den Schultern hat. Das erstes Mal, dass Bürger von der Wirkmächtigkeit der EU erfahren haben, war die Einführung der Sommerzeit Ende der 70er Jahre. Die war damals schon genauso umstritten wie heute mittlerweile in ihrer Begründung wiederlegt. Na und? Es ist der Beweis, dass eine seelenlose Bürokratie den Menschen besser verwaltet als er sich selbst. Man muss ihm das nur entsprechend einhämmern. Sanft oder eben mit Gewalt.

Ralf Altmeister | Do, 14. Dezember 2017 - 17:30

„Europa - das Ganze ist eine wunderbare Idee, aber das war der Kommunismus auch.“
"Europa ist eine wunderbare Idee, nur sind die Völker längst nicht so weit. Sie werden eifersüchtig in die Töpfe der Nachbarn sehen und sich übervorteilt fühlen. Aus einem Europa befreundeter Staaten wird eine zänkische, missgünstige Großfamilie werden."
Seine Genialität und Weitsicht ist bemerkenswert,
leider nicht die von Herrn Marguier.
Er möchte am Gras ziehen, damit es schneller wächst. Nein, wir sind noch nicht so weit. Die Panikmache wegen einer angeblichen ökonomischen und politischen Marginalisierung angesichts der "Vereinzelung" der europäischen Länder, halte ich insofern für übertrieben, als müssten sich zukünftig alle kleineren Staaten zu Blöcken mit mindesten 0,5 Mrd Einwohnern zusammen schließen, damit man überleben kann.
Es hilft nur eines: Europa aus den Nordländern neu aufsetzen und eventuell ganz langsam erweitern.

Sepp Kneip | Do, 14. Dezember 2017 - 17:38

"Dazu zählten Punkte wie „Frieden“, „Wohlstand“, „Demokratie“ oder „Rechtsstaatlichkeit“.

Und da wunderte man sich, dass das beim Bürger nicht ankam? Genau diese vier Attribute einer funktionierenden Gemeinschaft waren doch im Jahre 2014 bereits am Bröckeln. Begonnen hatte das schon mit der Einführung des Euro. Die streitbare Eintracht die bis dahin in Europa herrschte, wurde mit dem Euro eine zänkische Zwietracht. Der Wohlstand spaltete sich in Nord und Süd auf, wobei sich der "Wohlstand" im Süden auf einem gewaltigen Berg von Schulden begründet.

Und die Demokratie? Sie wurde mit den Verletzungen des Maastrichter Vertrages zu Grabe getragen. Vor allem hierzuland wurden durch eine von Brüssel unterstützte Politik Merkels wider Recht und Gesetz die demokratischen Grundsätze über Bord geworfen. Dass die Rechtsstaatlichkeit dabei ebenso drauf ging, war Ausfluss dieser Politik.

Das haben die Bürger damals gespürt. Nur das Aufzeigen einer echten Lösung hätte die Auflage erhöht.

helmut armbruster | Do, 14. Dezember 2017 - 17:40

die EU, bzw. deren Institutionen, hat schon einige Verträge gebrochen, die sie einst selbst unterschrieben hat.
Die EU hat es auch meist unterlassen Mitglieder zu sanktionieren, die sich nicht an die Regeln halten.
Statt dessen schaute die EU zu wie viele nur nach der Devise handelten "nehmen tu ich gern, geben brauch ich nichts"
Woher soll der Glaube kommen, dass das bei einer "echten EU-Regierung" anders sein sollte?
Auf diesem Gebiet ist so viel Vertrauen verspielt worden, dass ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen kann wie das wieder repariert werden könnte.

Susanne antalic | Do, 14. Dezember 2017 - 17:42

Was wir brauchen sind echte Staatsmänner und die sind Mangelware.Brüssel ist ein Selbsbedienungsladen für aussortierte, überbezahlte " Politiker". Sie wollen diktatorisch herrschen und das tuen sie auch. Die EU ist nicht gegründet, damit sich alle Staaten unterwerfen und gerade das wird verlangt. Es dient nicht der Sache, es ist kontraproduktiv, was man schon sehen kann. Leider wollen das die Herrschende nicht sehen und machen weiter so, genau wie Merkel. Die Vorwürffe an die eh.Ostländer, dass sie gerne Geld nehmen aber keine Migranten, ist eine Unverschämtheit, den der Westen produzieret in diesen Länder für ein Butterbrot und man bekommt dort fast nur westliche Produkte zu kaufen. Ich glaube viele Länder der EU lassen sich nicht erpressen und das versucht Brüssel gerade, wenn sich nichts endert wird EU zerfallen. Ihr Bild von Herr Brandt tut richtig weh, ein Glück für ihn, dass es das nicht mehr erleben muss, was seine Nachfolger aus D.gemacht haben und weiter machen.

Kostas Aslanidis | Sa, 16. Dezember 2017 - 07:40

In reply to by Susanne antalic

die kleinen Länder aufgekauft. Durch korrupte Politiker. Es wird diesen Ländern mehr genommen als gegeben. Diese sogenannten Hilfen sind Schmiergelder des Ausverkaufes. Deutschland und Frankreich wollen rumkommantieren und die kleinen Länder in ihren Kriegswahn zwingen. Staatsmänner sind in der EU Mangelware. Alle 27 EU Oberhäupter sind für mich Marionetten. Warum stimmen die einstimmig für die Russlandsanktionen, obwohl nur Nachteile entstehen. Sind alle Fremdbestimmt. Die EU ist eine Diktatur, umhüllt mit dem Demokratiemantel.
Griechenland ging es vor der EU in jeder Hinsicht besser, in jeder.
Sogar die Grenzen wurden geschützt. Jetzt kommt Order. Nicht die Grenzen schützen. Der Linksradikale Tsipras, genannt auch "Pinocchio", ist Ideologisch natürlich dabei. Laut ihm, gehört die Ägäis den Fischen. Was für ein Hampelmann.

Ralph lewenhardt | Do, 14. Dezember 2017 - 17:48

zu kopieren und als Heilsbringer für die EU Demokratie zu sehen, ist lächerlich!
Selbst das deutsche System wankt. Kränkelnde Volksparteien die jeweils von ca. 70 % des Souveräns nicht gewählt wurden, die fast 50 % ihrer Mitglieder verloren, überaltert sind und nur noch 1,9 % Anteil an den Wahlberechtigten haben, bestimmen trotzdem alles? Koalitionsprogramme die kein Wähler wählte, werden einfach parteiintern beschlossen und dann dem chancenlosen Souverän übergestülpt. Sogar Teile ihrer Wähler sind mit Koalition und Programm nicht einverstanden. Das ergibt a priori weniger als 30 % Übereinstimmung des Souveräns mit der Regierung und ihrem Programm! Ärger vorprogrammiert! Die Reformierung der EU bietet die einmalige Chance für ein völlig neues Demokratiesystem. Kopiert sie die maroden , sprengt es die Ländergemeinschaft.
Wer sind die Bremser und warum?

Dr. Jürgen Herrmann | Do, 14. Dezember 2017 - 17:49

Sehr geehrter Herr Marguier!
Schön, dass es noch Optimisten gibt, aber...
Seit der Gründung und seit den Erweiterungen umso mehr ist die EU eine Versammlung von Egoismen und Rechtsbeugern. Nennen Sie mir eine EU-Regel, eine EU-Gesetzt, oder einen E-Vertrag gegen den noch nicht mindestens einmal verstoßen worden wäre, und das aus nationalen Egoismen. Wenn die EU eine gemeinsame Geschichte hat, dann ist es eine der Rechtsverletzungen, die letzten großen Rechtsverstöße erfolgten gegen Maastricht, Dublin und Schengen. Dagegen nutzen neue Verträge und EU-Gesetze nicht, denn auch sie sind das Papier nicht wert...
So lange dies so ist, wird eine Weiterentwicklung der EU nur gegen den Willen des "Normalen Bürgers" stattfinden können. Auch wenn darüber in Deutschland weiter Illusionen durch Politik und Medien geschürt werden.
Schade!
Eine große Idee wird gegen die Wand gefahren!

Martin Lederer | Do, 14. Dezember 2017 - 18:15

"Wir brauchen eine echte EU-Regierung": Absolut! Ich möchte noch mehr selbstherrliche EU-"Elite", die sich noch mehr als das Parlament in Berlin selbst bereichert, noch mehr Zensur gegen "nicht hilfreiche Meinungen" ausübt und auf jeden einzelnen Bürger noch mehr sch...
Ja, genau das will ich. Also eine Merkel-Regierung noch größer und noch ...-mäßiger.

Martin Lederer | Do, 14. Dezember 2017 - 18:17

Absolut! Wenn das Katzenklo in Buxtehude wieder einmal durchnäßt, muss die EU ran! Nur die kann es schaffen!
Es gibt Länder, die lösen ihre Probleme selbst. Und dann gibt es die Deutschen. Die schreien dauernd nach der EU. Weil sie sich dann dahinter verstecken können. Dann sind sie nicht mehr die häßlichen Deutschen und bekommen nicht dauernd von anderen Länder Schimpfe.

Wolfgang Raub | Do, 14. Dezember 2017 - 18:45

Ich kapiere nicht, was ich von einem EU-Gesamtstaat haben sollte außer Nachteilen. Inzwischen geht wegen der EU die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stark zurück. Außerdem, woher sollen denn die geläuterten Europa-Abgeordneten kommen, die im Sinne der EU entscheiden. Zumal klar sein dürfte, daß ein Abgeordneter aus Polen eine andere Ansicht hat, was für die EU gut ist, als einer aus Italien oder Frankreich. Sollen die Zins- und Währungspolitik die Mehrheit der Südstaaten festlegen. Sollen die Südstaaten festlegen dürfen, wieviel Zuschuß sie aus Deutschland erhalten, oder wieviel Migranten sie nach Deutschland abschieben dürfen. So kann das nicht funktionieren. Die EU muß rückgebaut werden, der EU-Wasserkopf in Brüssel, Luxemburg und Straßburg eingedampft werden und der Euro umgebaut werden nach dem Motto wer bezahlt, der bestimmt - falls das nicht funktioniert, hilft nur noch eine Abschaffung des Euros.

Mathias Trostdorf | Do, 14. Dezember 2017 - 18:50

"Ein Beispiel: Im Mai 2014, also wenige Wochen vor der jüngsten Wahl zum Europaparlament, wollten wir der verbreiteten Europa-Verdrossenheit etwas entgegensetzen..."

Hallo, Herr Marguier-
Ich werde nicht müde werden, darauf hinzuweisen, daß man nicht "Europa" schreiben sollte, wenn man "EU" meint. Unter EU-Verdrossenheit kann ich mir was vorstellen, aber was soll Europa-Verdrossenheit sein? Ich möchte nicht, daß EU und Europa gleichgesetzt werden, denn das hat haben der schöne Kontinent und seine Kultur einfach nicht verdient.

Torsten Knecht | Fr, 15. Dezember 2017 - 18:44

In reply to by Mathias Trostdorf

... das eine sagen (Europa ... steckt in der Krise) aber das andere meinen (die EU-Staaten).

Man sollte zuerst einmal - wie in der Zuwanderungspolitik Merkels die Migranten, Flüchtlinge, Asylanten - die Begrifflichkeiten richtig benutzen.

Europa kann sehr gut ohne EU weiter existieren. Die EU als Wunschkind der Wirtschaft aber nicht ohne Europa, logisch. M. E. wird deshalb vehement versucht, die EU weiter in ein "eisernes Gehäuse" (Max Weber) zu bringen. Im Prinzip soll die Herrschaft damit ausgebaut werden. Und je weiter weg vom Bürger u. undemokratischer, das hat die Geschichte gezeigt, desto diktatorischer u. fremdbestimmter ist das Ganze Konstrukt.

Gut für Lobbyisten und die Beamten & Politiker - Kaste der EU, schlecht für die Bürger, denen direkte Demokratie und ein funktionierender Nationalstaat lieber wäre.

Stefan Zotnik | Do, 14. Dezember 2017 - 18:55

Ich habe es wirklich satt, dass jeder der glaubt, fortschrittlich zu sein, in Bezug auf Europa sowas wie die Vereinigten Staaten von Europa glaubt, proklamieren zu müssen.

Ich will eine Abkehr von diesem riesigen Bürokratiemonster namens EU, welches mehr und mehr dazu von Deutschland genutzt wird, dem Rest Europas seinen Willen aufzudrücken.

Ich habe diese EU sowas von satt und ich werde mich mit jeder Faser meines Körpers dagegen sträuben, diesem Monster noch mehr Kraft und Entscheidungskompetenz zuzugesetehen.

Eine EU-Regierung. Ich glaube es hackt!

"Aber eine Institution wie die EU kann auf Dauer nicht überleben, wenn ihr die eigenen Bewohner größtenteils mit Desinteresse oder sogar mit offener Ablehnung gegenüberstehen."

Das will ich schwer hoffen!

Klaus Wenzel | Do, 14. Dezember 2017 - 19:23

Wie genau darf man sich diese "echte EU-Regierung" vorstellen? Monsieur Macron hat wortreiche, elegante Visionen, die südlichen EU-Länder applaudieren und Frau Merkel und vor allem Herr Schulz zücken das prall gefüllte Portemonnaie? Wer wählt diese europäische Regierung? Wie soll im europäischen Maßstab funktionieren, was bislang allem Anschein nach nicht einmal im nationalen Rahmen klappt? Brauchen wir mehr vom Gleichen? Könnte es nicht vielmehr sein, daß der Euro ein politisches, kein ökonomisches Konzept war, das so nicht funktioniert bei derartig unterschiedlichen Volkswirtschaften? Brauchen wir wirklich zahlreiche Bürokraten, die noch mehr Regeln in Brüssel aushecken? Sind die Schulden südeuropäischer Länder unvermeidlich und nur durch nordeuropäisches Geld zu lösen? Ist die afrikanische und islamische Massenmigration in die europäischen Sozialsysteme alternativlos? Ich fürchte, eine EU-Regierung würde kein Problem lösen, sondern etliche verschärfen.

Heinrich Niklaus | Do, 14. Dezember 2017 - 19:32

Die EU reißt Kompetenzen an sich, wo sie es nur kann. Wenn ich mir alleine diesen sogenannten EuGH ansehe, der sich nach Belieben auf nationale Rechtsfelder ausdehnt und von dem kaum Urteile erwartet werden, die EU-Anmaßungen zurechtstutzen.

Das Subsidiaritätsprinzip ist so ausgehöhlt wie ein Schweizer Käse. Nach dem Brexit hoffte man auf etwas mehr Zurückhaltung. Doch das Gegenteil tritt ein. Die EU-Eliten überschlagen sich förmlich mit Kompetenzanmaßungen. Eigener Haushalt, natürlich steuerfinanziert. Eigener Finanzminister etc.

Nein, Herr Marguier, wir wollen keine „echte EU-Regierung“! Wir wollen eine EU, aus der die Länder nicht flüchten(Brexit) oder mit Klagen rechnen müssen, weil sie auf ihr souveränes Recht bestehen zu entscheiden, wer ins Land kommt und wer nicht.

Stefan Jess | Do, 14. Dezember 2017 - 20:02

"Eine Europäische Union muss zuallererst ihre Effizienz unter Beweis stellen."

Nein, Herr Marguier, die Menschen wollen keine "Effizienz". Das ist nur ein, inzwischen, hohler Begriff.

Die Menschen wollen, so denke ich, Sicherheit, Ruhe und Geborgenheit.

Alles Worte, die man kaum mit "Europa" verbindet.

Dimitri Gales | Do, 14. Dezember 2017 - 20:15

das Thema Europa reisst niemand mehr vom Hocker. Europa war ein ernsthaft verfolgtes Ideal in den fünfziger und sechziger Jahren, als der Schrecken des Krieges den Leuten noch im Nacken sass.
Heute ist die Situation ganz anders. Die Menschen sehen auch die Nachteile von "mehr Europa" und Globalisierung. Das ist das eigentliche Problem. Die Eurokraten, Politiker und die politisch korrekte Presse haben von der Kanzel herab "mehr Europa" gepredigt, ohne die Bedürfnisse und Empfindungen der Bürger zu berücksichtigen.
Sicher gibt es Themen, die nur gemeinsam bearbeitet werden können, wie Umweltschutz, Verbrechensbekämpfung, oder Synergien zum Einsparen von Ausgaben für Militär und innere SIcherheit. Das geschieht ja auch etwas. Aber die Presse sollte endlich aufhören, den Menschen in Europa das Dauermärchen "Vereintes Europa" zu servieren. Am Schluss hört nämlich niemand mehr zu.

Markus Starkenberg | Do, 14. Dezember 2017 - 20:40

Kann es sein, dass auch Sie beim Cicero nicht klar genug denken? Europa und EU geht auch in diesem Artikel durcheinander wie Kraut und Rüben. Die meisten Menschen in „Europa“ wollen Europa, aber nicht das Bürokratie-Monster der wert- korrupten Eliten in Brüssel.
Vielleicht fangen wir mal mit den Demokratie-Basics an: one man - one vote.
Und dann versuchen wir es mit einem Tabu-Bruch: wie wäre es mit einem Europa der Vaterländer?
Versuchen Sie es mal mit diesem Titelblatt: Das neue Europa – Alternativen zur jetzigen EU. Das Heft geht weg wie warme Semmeln.

Ja, die EU neu aufsetzen, die wieder praktikabel und vor allem akzeptabel machen, wie einst die EWG. Als erstes würde ich den EU-Haushalt rigoros zusammenstreichen. Da kommt der Brexit mit den dann fehlenden Mitteln aus UK gerade recht. Als Zweites würde ich das EU-Parlament ersatzlos auflösen und einfach mit einer knappen Ländervertretung in Brüssel agieren, die sich um die wenigen großen und streng definierten Gemeinschaftsprojekte kümmert. Alles andere: Zurück in die EU-Mitgliedsstaaten nach eigenem Gusto.

Karoline Vomich | Do, 14. Dezember 2017 - 20:58

Frau Merkel beschliesst, faktisch aus eigener Machtvollkommenheit, zum Quoten-Regelung für die Flüchtlingsströme!

Offensichtlich, erachtet es niemand als sinnvoll! Dennoch werden im EU Parlament entsprechende Beschlüsse gefasst ohne das sich irgendjemand daran hält! Verständlich, da jeder für Quatsch hält!

Man verabschiedet Beschlüsse, hält sich aber selbst nicht dran!??

Denn derzeitigen Wahnsinn nocht auf die Spitze zu treiben, kann nicht sinnvoll sein!

Holger Stockinger | Do, 14. Dezember 2017 - 21:46

Was Alexander Marguier formuliert, lässt leider die Frage unbeantwortet, weshalb nicht Personen wie er, sondern Berufspolitiker (ohne Berufserfahrung beispielsweise als Handwerker) und Bürokratie-Besessene das sogenannte Europa "regieren".

Magnus Enzensbergers Stoßseufzer: "Ach, Europa" vor einigen Jahren ist vielleicht ein Echo auf Platons "Staat".

Affekt und Vorurteil scheinen das Wesen der "Demokratie" zu sein. Dass Absolutismus auch nicht besser ist, zeigt sich im Reich der "roten Bibel".

Der Traum der auf Kreta gelandeten Jungfrau namens EUROPA bleibt unbekannt.

Daß viele Bürger skeptisch über BRÜSSEL denken, ist nicht realitätsfern.

"Wenn mein Staubsauger eine Glühbirne zur Vorschrift bekommt, wie kann ich dann meine Kaffebohnen zählen?"

Statt "Rede und Antwort" spielt uns das Berliner Regime jetzt das K vor: GroKo oder Koko?

Tomas Poth | Do, 14. Dezember 2017 - 22:26

ist eine Krücke mit der keiner das laufen lernt. Schluss mit diesem Zentral-Moloch und Wechsel zu einer schlankeren Zusammenarbeit der europäischen Länder. Jedes Land richtet ein Europaministerium ein. Die Europaminister verhandeln gemeinsame Projekte für Europa, gemeinsame Standards etc., die dann von jedem Mitgliedsland in geltendes Landesrecht umgesetzt werden. Dabei wird in ein gemeinsames Budget eingezahlt aus dem die Projekte finanziert werden. Das vorhandene was bereits funktioniert wird beibehalten, der Rest verschrottet. Geht es um die Aufgabe von Länder-Souveränität müssen Volksentscheide her.

Alexander Dummuy | Do, 14. Dezember 2017 - 23:08

Herr Marguier, der Artikel beschreibt sehr gut, wie aus Sicht der EU die EU besser beim Bürger ankommen soll.
Wie wäre es mit mehr Transparenz! Warum werden die Sitzungen des Èuroparates und der Kommission nicht im Fernsehen übertragen?
Wieso kann die EU keine Ziele benennen.
Man ist sich über die Sicherung der Außengrenzen einig?
Bis wann wieviel Personal, wieviel Schiffe, welche Häfen!
Man hat eine Verteidigungskooperation vereinbart?
Bis wann wieviel Divisionen mit welcher Ausstattung!
Wie soll man denn einen solchen Verwaltungsmoloch ernst nehmen, der viele Pöstchen, viel Papier aber wenige Ergebnisse erzielt?

Markus Michaelis | Do, 14. Dezember 2017 - 23:10

Der Artikel klammert sich zu sehr an Institutionen und demokratische Regeln. Warum verhandelt man z.B. nicht zwischen Deutschland und China, um einen Deutsch-Chinesischen Gemeinschaftsstaat zu bilden. One man one vote macht das auch leicht, weil ein Vorort von Schanghai Deutschland überstimmt, also wird das doch ein ganz wunderbares vereinigtes Land.

Solche Betrachtungen sind nicht lächerlich und übertrieben, sondern sie treffen genau den Kern um was es in der EU geht. One Man one Vote heißt erstmal ganz direkt, dass Malta und Luxemburg weg sind (oder die EU wird ganz strikt auf ein paar Felder (Armee) eingeschränkt). Zwischen den Großen Ländern geht es um gelebte Solidarität mit vielen Konsequenzen: mit Orban, mit der italienischen (und anderen) Mafia, mit x Richtungen. Bei allem Erasmus: Europa eint viel und immer mehr, aber es trennt auch viel. Das muss man realistisch in Inhalt und Tempo angehen. Träume von Institutionen sind unwichtig.

Petra Horn | Fr, 15. Dezember 2017 - 00:27

Letztlich wird die EU nur vom deutschen Geld zusammengehalten. Wenn es damit vorbei ist, ist es - spätestens dann - mit der EU vorbei.
Ich denke, die EU bewegt sich bereits im Rückwärtsgang. Alle Beschwörungen, die von den EU-Profiteuren kommen, werden daran nichts ändern.

Beat Leutwyler | Fr, 15. Dezember 2017 - 00:29

Als Schweizer bin ich natürlich anders gestrickt als der Autor - demokratisch-kulturell. Aber die Menschen lieben ihre eigene Demokratie und würden sie niemals hergeben wollen. Da kann man die Italiener, die Franzosen, die Spanier oder wen auch immer fragen.

Warum das in Deutschland, oder zumindest bei denen die von "mehr EUropa" sprechen, nicht so ist, kann ich nicht sagen und bleibt für mich ein Rätsel.

Aber ein Autor, der eine solche These vertritt, soll doch bitte schreiben, wie er den Italiener, den Spanier, den Portugiesen, den Griechen, usw. dazu bringen will, zu so einem Verzicht JA zu sagen.

Die einzige Erklärung bei solchen Überlegungen bleibt, dass in Deutschland der Bürger nie darüber gefragt wird und er ganz andere Vorstellungen von Demokratie hat.

Man bedenke, es ist Deutschland, die eine einzigartige Form von Demokratie hat und nicht die Anderen. Die Politik im Ausland könnte es nicht beschliessen ohne das Volk zu fragen.

Ihrem Kommentar kann ich in allen Punkten beipflichten.
Ähnliches habe ich mit anderen Worten auch kommentiert, allerdings scheint der Redaktion meine Ausführungen nicht zu gefallen.
Die Wahrheit gefällt halt manchen Redakteuren nicht!

Stefan Held | Fr, 15. Dezember 2017 - 05:15

"Wir brauchen eine echte EU-Regierung", NEIN brauchen wir nicht, die korrupte von der NSA ausspionierte, erpressbare EU Mafia in Brüssel hat jetzt schon zu viel Macht. Ich sage zurück zur EWG.
Ohne EU auch keinen Regime Change in der Ukraine und in Syrien, von wegen Friedensprojekt EU ohne EU würden noch hunderttausende Menschen leben, zudem fordere ich die EU auf sofort die menschenverachtenden und schwerkriminellen Sanktionen gegen die syrische Bevölkerung aufzuheben, so viel zur Fluchtursachen Bekämpfung der EU, alles verdammte Heuchler und Kriegstreiber.

Stefan Held | Fr, 15. Dezember 2017 - 05:20

Ich will auch kein CETA-TTIP-TiSA und diesen ganzen neoliberalen Müll der uns einfach ohne zu fragen aufgezwungen wird.

Ludwig Witzani | Fr, 15. Dezember 2017 - 07:13

"Wir brauchen eine neue Vision" bedeutet: Fakten interessiern uns nicht, stattdessen möchten wir gerne noch intensiver genauso weitermachen wie bisher (Auch bekannt als "Wir brauchen noch mehr Sozialismus", "noch mehr Europa", "noch mehr Klimaschutz")

Michael Murmurachi | Fr, 15. Dezember 2017 - 07:20

Wenn nach gravierenden Veränderungen das EU Parlament demokratisch legitimiert ist, weil von allen Bürgern („one man, one vote“) der EU gewählt, dann wird es schwierig, die Herrschaft dieses Parlaments auf die vom Autor vorgeschlagenen Bereiche zu begrenzen. Wer sollte das dann noch tun und mit welcher Legitimation?

Eine Europäische Verfassung, über die alle Bürger entscheiden, müsste diese Legitimation herstellen.

Dieser Prozess hat schon einmal die undemokratischen Elemente der EU befördert und die EU zum Elitenprojekt verkommen lassen.

Und welche EU Politiker sind in der Lage und willens, solche Veränderungen in ihren Ländern zu kommunizieren und schlussendlich auch durchzuführen? Nationale Verfassungen müssen an die neue EU Verfassung angepasst und in nationalen Prozessen von den Bürgern genehmigt werden.

Nach gemachten Erfahrungen, werden viele EU Bürger mindestens skeptisch bleiben oder ihre Zustimmung verweigern. Keine guten Aussichten…

Heinrich Jäger | Fr, 15. Dezember 2017 - 07:31

war von Beginn an eine Missgeburt, die am Euro und schließlich an der Unfähigkeit der hochbezahlten Nieten in Brüssel scheitern wird, diese illegale Migration zu stoppen.
Wobei Merkel sich als besonderer Spaltkeil hervor getan hat, in dem sie von anderen die Aufnahme ihrer Eingeladenen fordert .Lade ich jemanden ein muss ich mich um die Unterbringung kümmern und kann es nicht von meinen Nachbarn verlangen das ist einfach gesunder Menschenverstand der aber größtenteils abhanden gekommen ist unter der Politiker Kaste.

Nicht immer: „wo europaweite Gesetze sinnvoller sind als nationale Regelungen“ so schreibt Herr Marguier. Aber zum Beispiel hier?:
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/12/14/russland-sanktio…
Sinnvoll? Nein wenn man das anschaut:
Also als Spaltkeil? Nein, das ist galaube Herdentrieb bei EU? der als Hauptrieb zur Zeit dort -herscht.
Sinnvoll? Nein, wenn man das anschaut:
http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/diskussionen/_russl…
„Bei der Suche nach Konsens entsteht viel Nonsens“ so
Klaus Klages.

Udo Dreisörner | Fr, 15. Dezember 2017 - 07:34

... Herr Marguier. Zum Schluß Ihres Artikels kommt leider der Verdacht auf das Sie den niedrigen Verkaufszahlen beim Thema Europa diesen Artikel gewidmet haben. Zum Thema Europa: Sagen Sie mir ganz ehrlich wie ein Europa funktionieren soll wenn so glorreiche Staatslenker wie Angela Merkel sich über Gesetze hinwegsetzen um ihr großes Herz in Bezug auf Flüchtlinge durchzusetzen? Sagen Sie es mir wie diese Frau das veranlassen konnte? Und sagen Sie mir bitte warum die Slowakei, Polen oder Ungarn die bösen sind wenn Merkel so agiert? Ihr Alleingang hat Europa zu tiefst geschadet. Und auch vorher war Europa schon ein Betonklotz der sich selbst im Wege steht. Eine Europa-Armee? Wofür wenn Staatslenker sich eh über die Vereinbarungen hinwegsetzen. Wenn ich Junker und Konsorten sehe wird mir schlecht. Es ist den EU-Lenkern schlicht weg egal was die Menschen wirklich wollen. Europa? Nein Danke. So wie es jetzt läuft kann ich dem nicht viel abgewinnen.

Gerdi Franke | Fr, 15. Dezember 2017 - 07:56

Die EU ist ein Projekt der Eliten. Und da gab es nie Demokratie. Also kann man auch nicht mehr Demokratie fordern. Man sollte dieses Konstrukt erst einmal auf demokratische Füße stellen. Aber dann würde die EU ja anders aussehen! Und die EU konnte nie die ihr zugedachten Probleme lösen. Zu harmonisieren. Und die EU ist immer ausgebüchst auf Bananen, Duschköpfe und Staubsauger. Für eine Regierung ist sie also absolut inkompetent!

Eliten sind ja deswegen Eliten weil sie schlauer sind als das gemeine Volk.
Dummerweise halten sich die Derzeitigen nur für schlauer und versuchen sich dem Volk als "Eliten" zu verkaufen. Jedenfalls glauben sie es nur besser zu wissen was für das Volk (oder sie selbst) gut ist als das Volk selbst.
Direkte Demokratie wie zB. Volksabstimmungen sind da aber das Störendste was es überhaupt geben kann.
Komischerweise merkt das Volk langsam -sehr langsam- wie von welchen Blendern da versucht wird ihnen welch unglaublichen Mist zu verkaufen.
Wenn aber -zu Recht- das Vertrauen in die derzeit herrschenden Personen -gleich welcher Partei- weg ist, andererseits das Volk selbst logischerweise dümmer ist als eine echte Elite, wie soll es dann jetzt weiter gehen?
Ich bin etwas ratlos.

Horst Johnson | Fr, 15. Dezember 2017 - 08:15

Die Versuche die EU zu reformieren, Grenzschutz, mehr Demokratie, weniger Bürokratie, gemeinsame Währung, alles gescheitert. Warum sollen wir weitere Milliarden in ein gescheitertes EU Wunschgebilde investieren, welches nicht fähig ist die Probleme zu lösen und einzig einer Lobbykaste dient. Kehren wir zu eigenverantwortlichen Nationalstaaten, zu einer EWG zurück, welche für uns alle der beste gemeinsame Nenner ist. Gesellschaftsexperimente haben wir zur Genüge erfahren.

Wolfgang Dubbel | Fr, 15. Dezember 2017 - 08:25

Es müsste in Europa von Abiturienten zur Hochschulreife wieder verlangt werden, dass sie 3 Sprachen beherrschen, Muttersprache, Landessprache und Englisch. Das würde vieles vereinfachen. Man muss sich wirklich wundern, wieviele Abgeordnete in Strassburg selbst bei Englisch- oder Französischen Rednern die Kopfhörer auf haben.

martin falter | Fr, 15. Dezember 2017 - 09:21

so sehe ich den Start der EU. Hier wurde über den Köpfen von fast allen Bürgern ein Bürokratie Monster geschaffen. Die Idee und der Geist eines vereinten Europas ist jedoch gut. Bloß um das zu erreichen sind die genannten Schritte notwendig und es wird noch viel Zeit vergehen bis das alles real wird. Durch den Geburtsfehler schnell schnell eine EU zu schaffen mit der Gewalt der Eliten entwickelt sich Europa in die falsche Richtung.

Michael Hoffmann | Fr, 15. Dezember 2017 - 10:34

Wer entscheidet denn darüber, welche Aufgaben besser zentral und welche besser national erfüllt werden?
Da hat ein Herr Juncker doch ganz andere Vorstellungen als z.B. die polnische Regierung.

Karin Zeitz | Fr, 15. Dezember 2017 - 11:00

Bereits jetzt sind die Ministerien aller EU-Länder überwiegend damit beschäftigt, EU-Richtlinien umzusetzen anstatt sich um die Befindlichkeiten, Notwendigkeiten und Wünsche der eigenen Bevölkerung zu kümmern. Die sind nämlich von Land zu Land unterschiedlich und unabhängig von den Einflüsterungen der Brüsseler Lobbyisten, die in großer Zahl auf die EU-Parlamentarier angesetzt worden sind. Ich hoffe sehr, dass die Visionen des Martin Schulz von den USE (United States of Europe) bis 2025 niemals Wahrheit wird. Es ist schon schwer, die Demokratie in den Nationalstaaten zu sichern. Im größeren Rahmen werden die Verluste größer.

Ursula Schneider | Fr, 15. Dezember 2017 - 11:11

Wie lange schon werden mehr Demokratie, striktes Subsidiaritätsprinzip, mehr Effizienz und weniger Bürokratie in der EU gefordert? Was hat sich bisher getan? So gut wie nichts.

Ein "echtes" Parlament, gesamteuropäische Parteien? Wie soll das gelingen ohne gemeinsame Sprache, eine gemeinsame Öffentlichkeit und ein von allen anerkanntes gemeinsames Recht (das auch eingehalten wird!)? Bei so vielen unterschiedlich strukturierten Ländern und Mentalitäten ein schier aussichtsloses Unterfangen! Nicht umsonst scheut man in Brüssel jede Vertragsänderung, über die in jedem Mitgliedsstaat abgestimmt werden müsste.

"Mehr Demokratie wagen" - auch das klingt toll, hat aber noch nicht mal in Deutschland geklappt, wo es weder Volksentscheide noch nennenswerte Direktwahlen gibt und die Bürger über keinen einzigen EU-Vertrag abstimmen durften!

Im Übrigen, lieber Herr Marguier, welche Populisten fordern wo "Nationalismus" und "weniger Demokratie"? Würde mich mal interessierten.

Claudia Westphal | Fr, 15. Dezember 2017 - 12:00

die Leute zu wenig von der EU wissen und dementsprechend leichtes Spiel haben Leute wie Farage und Co, die hier mit der Mär von den "unelected people" ein leichtes Spiel hatten.

Solange die EU Bürger nicht wirklich wissen, was die EU, welche Institutionen welche Funktionen haben und was damit bezweckt werden soll, wird das Problem nicht kleiner werden. Selbst Informationen, die man findet, sind kompliziert und erschließen sich nicht so leicht.

Ich befürworte die EU und wäre auch dafür, ein funktionstüchtiges Parlament zu haben. Voraussetzung dafür wäre aber u.a. die Erneuerung des jetzigen Personals von dem man den Eindruck gewonnen hat, dass einer korrupter als der andere ist. Außerdem sollte man die Besten dorthin schicken und nicht die abgehalfterten, die man in den Ländern gerade loswerden will. "Hast du einen Opa, schick ihn nach Europa" sollte keine Relevanz mehr haben.

Soll die EU wirklich ernst genommen werden, muss damit in der Länderpolitik angefangen werden.

Gerd Risse | Fr, 15. Dezember 2017 - 12:02

Vor der nächsten Wahl haben sie in Brüssel jetzt schon die Hosen voll ! Ich schätze die Beteiligung auf unter 20%. Je, nach Jahreszeit werde ich im Schwimmbad oder auf der Skipiste sein.

Die Wahl von Bundeslisten, von Personen, die kaum jemand zu kennen braucht, und die nur vom Parteiklüngel nominiert werden, war immer schon eine Beleidigung des elementaren, demokratisch-parlamentarischen Grundverständnisses. In vielen anderen Ländern ist es noch viel schlimmer als in D. Je niedriger die Wahlbeteiligung desto besser.

Bernhard K. Kopp | Fr, 15. Dezember 2017 - 12:23

Wir brauchen Handlungsfähigkeit. Wenn wir dafür mit einer Regierung anfangen, dann bekommen wir eine Diktatur, und die EU ist schon fast so weit. Wir brauchen eine Europäisierung der Mitgliedsländer, der nationalen Parlamente/Europaausschüsse. Vernetzung dieser Europaausschüsse für synchrone europäische Gesetzgebung. Dann brauchen wir eine Ländervertretung, einen EU-Senat, mit 3-5 direkt gewählten Senatoren pro Land. Erst wenn wir einen demokratisch legitimen Gesetzgebungsprozess etabliert haben können wir eine Regierung wählen. Es muss eine kleine, hauptamtliche Regierung sein, die die Kommission als Verwaltungsapparat hat. Wenn wir Effektivität und Effizienz als Ziel haben, dann müssen wir zuerst eine konstitutionelle Ordnung schaffen, dann die Institutionen und die Prozesse.

Claus Bänsch | Fr, 15. Dezember 2017 - 12:23

Alle Kommentare hier sind gegen diese Form der EU. Ich gehe mal davon aus, dass die Leser dieser Seite politisch hochinformiert sind (zumindest lassen die Zuschriften darauf schließen).
Trotzdem wird immer wieder in dasselbe Horn geblasen. Mehr EU ist DER Heilsbringer. Wann merken die Initiatoren dieses Projekts endlich, dass wirklich niemand eine solche EU haben will? Scheinbar nie, es erweckt bei mir vielmehr den Eindruck, als wenn die Politiker so weit von der Realität entfernt sind, dass sie gar nichts mehr merken. Das kann nicht gut enden.

Bernhard K. Kopp | Fr, 15. Dezember 2017 - 16:31

In reply to by Claus Bänsch

Die EU, wie sie heute ist, samt der überwiegenden Mehrheit ihres politischen Spitzenpersonals, können Sie gerne in der Pfeife rauchen. Das heisst aber nicht, dass wir keine EU brauchen. Sie muss nur anders organisiert sein, dann kann auch das politische Personal besser, demokratisch legitimiert, rechenschaftspflichtig, effektiv und effizient arbeiten. Wer nicht nachprüfbar funktioniert, der wird dann abgewählt. Wenn man denn wollte, dann könnte es sogar besser als in D funktionieren, wo wir wegen der Parteienallmacht keinen Einfluss mehr bekommen, und nur mehr 'Protest' wählen können.

Jacqueline Gafner | Fr, 15. Dezember 2017 - 13:19

aus der Perspektive eines externen Zaungastes mitverfolgt, der denkt beim Stichwort "mehr Demokratie" zur Zeit nicht wirklich als Erstes an die EU. Eine auf EU-Grösse aufgeblasene Parteiendemokratie nach deutschen Muster dürfte dem Gebilde weit eher den Gnadenstoss verpassen als die Begeisterung dafür in neue Höhen treiben. Wenn Machterhalt um beinahe jeden Preis augenscheinlich vor Wählerwillen geht, singt man das Hohelied von "echt" demokratischen Wahlen vielleicht besser nicht allzu laut. Es sei den aus einem sarkastischen Impuls heraus.

eine auf EU-Größe aufgeblasene "Parteien-Demokratie" (eigentlich ein Widerspruch in sich) à la Deutschland wäre ein wahrer Albtraum! Man denke sich dazu noch einige mafiöse Strukturen aus Italien, reichlich Korruption aus Malta und eine Judikative, die wie jüngst in Griechenland Fachleute, welche auf gefälschte Statistiken hinweisen, mit Strafen belegt ...
Nein danke! Dann lieber Krähwinkel - wo auch immer.

Walter Meiering | Fr, 15. Dezember 2017 - 15:24

Ich habe genug von diesen ewigen feuchten Europa-Träumen. Die Stärke Europas liegt in der Vielfalt seiner Völker, Sprachen und Nationen, nicht in irgendeiner Zentralregierung in Brüssel. So wird die EU immer ein Konstrukt sein, dass auf den europäischen Nationalstaaten basiert, die auch ihre Souveränität behalten. Dies sollte erst einmal unmissverständlich klargestellt werden. Erst dann kann man pragmatisch darüber sprechen, wie dieses Konstrukt 'EU' optimiert werden kann. Und ich sage ganz bewusst 'optimiert' - es geht nicht um weitere Zentralisierung.

Wolfgang Brauns | Fr, 15. Dezember 2017 - 15:57

Abgesehen von den vielen schon richtig benannten "Bauchschmerzen" der bisherigen Kommentare mit dieser EU, weist ein treffender Begriff auf die absolute Geschichtsblindheit in puncto Vielvölkerstaaten und deren Lebensfähigkeit hin: EUdSSR

Jürgen Althoff | Fr, 15. Dezember 2017 - 16:06

würden Sie aus eigenem Antrieb (und nicht, weil "man da Mitglied sein muss, um etwas zu gelten")in einen Verein eintreten?
Doch nur um persönlicher Vorteile Willen, weil es da etwas gibt, das sie anderweitig nicht oder nur sehr beschränkt erhalten können, und nicht, um Ihr Geld mit den anderen Mitgliedern zu teilen.
Was bietet denn eine EU-Mitgliedschaft über das hinaus, was es schon zu EWG-Zeiten gegeben hat?
Äußere Sicherheit? Dazu gibt es die NATO.
Wettbewerbsfähigkeit? Dafür muss jeder selbst sorgen.
Gemeinsame Außenpolitik? Warum?
Gemeinsame Innenpolitik? Nur durch Staatsstreiche herzustellen.
Gemeinsame Sozialpolitik? dito
Welches Interesse - außer Frieden - sollten also die auf dem europäischen Kontinent in zufälligen Grenzen nebeneinander lebenden Völker daran haben, ihre lange erkämpfte Souveränität an irgendwelche Zentralbürokratien abzutreten?
Nein, es gibt keine rationale, von der Mehrheit der Bevölkerung getragene Begründung für die EU.

Die EU wird von deutschem Geld und dem Binnenmarkt zusammengehalten, der den Staaten Vorteile verspricht, die sie sonst nicht hätten.
Das sagt man jedenfalls.
Alle Befürchtungen bezüglich Euro und Öffnung des Arbeitsmarktes ("Personenfreizügigkeit") sind eingetroffen. Der Zuzug aus den armen Ländern Rumänien und Bulgarien läßt nicht nach. Deutsches Recht wird ausgehebelt, wenn für Kinder gezahlt wird, die oft gar nicht existieren. Deutschland ist durch die vielen Einwanderer aus aller Welt ein Dumpinglohnland geworden. Das ist der Industrie und den geld- und machthungrigen Globalisierern immer noch nicht genug. Es sollen immer noch weiter und immer noch mehr rein. Gleichzeitig betreiben wir, entgegen den Verträgen, Staatsfinanzierung für Griechenland, Italien udn andere Schuldenländer. Die Iren nennen das "stupid German money".
Ich wünsche den Briten viel Erfolg dabei

Wilhelm Maier | Fr, 15. Dezember 2017 - 16:15

"„europäischen Bürgergeist“ zu entwickeln“, Bürgergeist ist doch schon Schnee von gestern... War damals ein euphorischer EU Fan. Aber hat sich wieder mal bestätigt das well meant is not always well done. Und
"Konsens um jeden Preis
ist Nonsens oder auch Scheiß." so
Erwin Koch

Uwe Dippel | Fr, 15. Dezember 2017 - 18:14

Tut mir leid, Herr Marguier, dieser Artikel ist effektiv falsch, um das Wort oben zu vermeiden.
Ganz einfach: Eine gemeinsame Haushaltspolitik und nationale Sozialpolitiken (z.B. Rente) ist kein Fortschritt, im Gegenteil: Wenn Nationen Geld versprechen und ausgeben können, unabhängig von der Union, diese aber die Haushaltspolitik macht, bekommen wir griechische Verhältnisse. Allerdings 27 Mal.
Ja, es wäre ganz dumm, jedem Nationalstaat seine Sozialgesetze zu überlassen, deren Finanzierung durch die Gemeinschaft gewährleistet ist.

Manfred Gimmler | Fr, 15. Dezember 2017 - 19:01

Vor dem Hintergrund starker Mitstreiter um Einfluß in der Welt ist ein Zusammenwachsen der aufgeklärten Zivilgesellschaften Europas, die noch stabile, solidarische Demokratien sind, ausgesprochen wünschenswert. Aber dieses Vorhaben erfordert politische Riesen. Seit Mitterand und Kohl jedoch wursteln politische Zwerge in Brüssel, Paris, Berlin oder sonst wo vor sich hin, die durch Rechtsbruch, Lügen und Problemverschiebungen in die Zukunft alleine nur ihr eigenes Fortkommen im Blick haben, statt den Selbstbehauptungswillen Europas zu stärken.

Mangelhafte Verteidigungsfähigkeit, stümperhafte Migrationspolitik, Förderung moslemischer Lebensgewohnheiten, Pharisäertum, Anspruchsdenken wie Abhängigkeit von billigem Geld und wachsender Nationalismus sind leider die Ergebnisse der Politik dieser „europäischen Elite“, die den Kontinent der Freiheit, Demokratie und Menschenrechte langsam zerrütten.

Schaffen wir doch zuerst ein geeintes KERNEUROPA in einer in einer europ. Freihandelszone.

Kostas Aslanidis | Sa, 16. Dezember 2017 - 07:47

wird mit dem Zerfall der EU eintreffen. Täglich Berichte über die tolle EU. Die Propagandamaschinerie auf Hochtouren. Egal. War im Ostblock auch so. Dann, ein Knall. Es werde Licht.

Silas Loy | Sa, 16. Dezember 2017 - 11:07

... dass sie überhaupt nicht funktioniert und sogar grosse Schäden anrichtet. Die Bühne Brüssel ist nur den schambefreiten Darstellern nicht peinlich. Mehr vom selben ist da nicht attraktiv, auch nicht auf der Titelseite.

Zudem: Was verbindet eine Nation, die sich als Tätervolk inszeniert und in einen Sonderweg der Selbstzerstörung abdriftet mit einer Nation, die sich verbittert an ihrer Grand histoire festklammert und dringend einen Finanzier sucht? Was eine Nation, die sich mit Separatisten herumschlägt mit einer Nation, die endlich nach hunderten von Jahren ihre Selbstbestimmung erlangt hat sich und sich diese nicht schon wieder einschränken lassen will?

Und schliesslich: Wie sind denn die demokratischen Mehrheiten in einer EU ohne GB? Ein Blick in die Eurozone genügt schon, um zu sehen, was uns da bevorsteht. Nein, wir brauchen nicht mehr von dieser EU, sondern weniger, wird brauchen die EG zurück, die funktionierte gut und GB würde auch wieder mitmachen wollen.

Max Schober | Sa, 16. Dezember 2017 - 13:01

Die ganzen schlecht gelaunten EU-Hasser hier erinnern mich an die vehementen Deutschlandhasser aus dem linken Spektrum. Natürlich gibt es Unterschiede innerhalb der Union, aber die gibt es auch innerhalb der Bundesrepublik. Auf globaler Ebene haben wir aber in Europa aber unzählige gemeinsame Interessen, die wir nach außen gebündelt vertreten müssen. Alexander Marguier hat Recht, dass der Schutz der Außengrenzen, Sicherheit, Außerhandel und Binnenmarkt dazu zählen. Dafür brauchen wir die EU. Genauso wie wir den Nationalstaat für Themen wie Bildung und Sozialsysteme brauchen.

"Jeder wünscht sich langes Leben,
seine Kisten voller Geld,
Wiesen, Wälder, Äcker, Reben –
Klugheit, Schönheit, Ruhm der Welt,
doch wenn alles würde wahr
was man wünscht zum neuen Jahr,
dann erst wär es um die Welt,
glaubt es, jämmerlich bestellt." so
Heinrich Daniel Zschokke.
Und noch:
"Träume haben einen Sinn." so
Sigmund Freud.
Ich war auch mal ein Träumer.
Hoffnung habe ich aber fast verloren.
Wunschdenken oder Wirklichkeit? na ja...
Frieden ist das! was Glücklich macht!.
In deisem Sinne, und
Alles Gute!.

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