- Europa lernt, Indiens Autonomie zu akzeptieren
Die EU und Indien haben in Neu-Delhi ihr Freihandelsabkommen politisch besiegelt. Der Gipfel markiert einen Moment kontrollierter Annäherung: Strategische Nähe entsteht nicht aus bindenden sicherheitspolitischen Grundsatzverpflichtungen, sondern aus der Bereitschaft, Differenzen auszuhalten.
Am 26. Januar 1930 verabschiedete der Indian National Congress in Lahore (heute Pakistan) die Erklärung der Purna Swaraj – den Anspruch auf vollständige Unabhängigkeit von Großbritannien. Bis dahin hatte die indische Nationalbewegung keine endgültige Trennung vom Empire gefordert, sondern auf eine weitgehende Autonomie innerhalb des britischen Commonwealth gesetzt. Mit der Proklamation von 1930 vollzog sich ein Einschnitt: Von diesem Moment an galt die vollständige staatliche Souveränität als nicht mehr verhandelbar. Fortan wurde der 26. Januar jährlich als symbolischer Unabhängigkeitstag begangen – siebzehn Jahre, bevor Großbritannien den Subkontinent tatsächlich verließ.
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"Europa lernt, Indiens Autonomie zu akzeptieren " - in einem Satz alles zusammengefasst. Nach China wollte man "westliche Werte"exportieren und ist damit auf ganzer Linie gescheitert. Jetzt pfeift sogar der einstige Verbündete darauf. Allerdings ist die "Diktatorin" (Zitat Kallas) auch zur Wertevermittlung nur bedingt geeignet. Aber bei drei Milliarden Chinesen und Indern ist europäische Bescheidenheit auch angesagt.
ohne feministische Außenpolitik bzw. ohne feministische Komponente... ...!?
Wer hätte das gedacht...? 🤔 /Ironie, selbstredend
Kann man nur hoffen, dass das ein erster bewusster Schritt zur Souveränität Europas generell ist..., und weitere folgen.
PS: über den 'Indien-Kanal' könnte man ggf. ja eventuell vielleicht möglicherweise später mal doch irgendwie wieder normale (Wirtschafts-) Beziehungen zu Russland aufbauen... ..., später halt?? So wie jetzt auch schon praktiziert wird: Indien kauft Rohstoffe in Russland..., veredelt sie ein bisschen..., und verkauft das Ergebnis in die EU... ...? 🤔 😉
