- Die Ohnmacht der Europäer und der „Game changer“ des Friedrich Merz
Hat die EU den Frieden verloren? Lässt sie sich von Putin und Trump, den heimlichen Herrschern über Europa, in den Krieg ziehen? Mit diesen Fragen müssen sich die 27 Staats- und Regierungschefs der EU beschäftigen, wenn sie sich am Mittwoch in Kopenhagen zu einem Sondergipfel treffen.
Das Dekor ist martialisch: Deutsche und französische Soldaten, die Fregatte „Hamburg“ und ein Hubschrauber sollen in der dänischen Hauptstadt für Sicherheit sorgen. Das massive Militäraufgebot ist die Antwort auf mysteriöse Drohnen, die Dänemark seit Tagen verunsichern und dem „hybriden Krieg“ Russlands gegen Europa zugeschrieben werden.
Eine heiße Spur nach Moskau gibt es zwar nicht. Die russische Regierung bestreitet vehement, es auf die EU abgesehen zu haben. Selbst die Nato hat – drei Wochen nach den russischen Luftraum-Verletzungen in Polen und Estland – immer noch keine Beweise, dass böse Absicht vorlag.
Doch für die meisten EU-Politiker steht fest, dass es sich um gezielte Provokationen handelt, auf die man reagieren müsse. „Dieser Krieg ist auch unser Krieg“, sagt der polnische Regierungschef Donald Tusk unter Verweis auf die Ukraine. Russlands Angriffskrieg verfolge das Ziel, andere Völker zu unterwerfen.
In Kopenhagen dürfte die geballte Wut über Russland und der angestaute Frust über die eigene Ohnmacht zutage treten. Die EU hat kein eigenes Militär, um sich zu verteidigen – und gegen Drohnen kann sie bisher auch nichts ausrichten. Zudem droht ihr nun auch noch das Geld für die Ukraine auszugehen.
Sein Land brauche jeden Monat mindestens eine Milliarde Dollar für Waffenkäufe in den USA, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj schon Ende August. Da US-Präsident Trump nicht mehr zahlen will, muss das Geld aus Europa kommen. Doch selbst Deutschland kann und will diese Summen nicht allein aufbringen.
Von der Leyen will die Kontrolle übernehmen, aber für das Militär ist die Nato zuständig
Was tun? In Kopenhagen liegen zwei Vorschläge auf dem Tisch. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wirbt für einen „Drohnenwall“, der in Osteuropa errichtet werden soll. Und Bundeskanzler Friedrich Merz macht sich für einen 140 Milliarden Euro schweren „Reparationskredit“ für die Ukraine stark. Er soll aus in der EU eingefrorenem russischem Vermögen finanziert werden.
Beschlüsse werden noch nicht erwartet – es ist nur ein informelles Treffen. Doch die Debatte dürfte hitzig werden. Bei den Drohnen stellt sich die Frage, wer die Führung übernehmen und die ersten Pilotprojekte durchführen soll. Dass von der Leyen die Kontrolle übernehmen möchte, obwohl die EU eigentlich eine zivile Organisation ist, stößt manch einem sauer auf.
Für das Militär ist die Nato zuständig, und um die Landesverteidigung kümmern sich die EU-Staaten bisher selbst. Zwar hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte keine Einwände. Ein europäisches Drohnen-Abwehrsystem sei „notwendig“, erklärte er nach einem Treffen mit von der Leyen in Brüssel. Doch über die Details und die Finanzierung dürfte noch heftig gerungen werden.
Ärger droht auch beim Vorstoß von Kanzler Merz. Er hatte seine Idee zur Ukraine-Hilfe in der Financial Times präsentiert, um den deutschen Führungsanspruch zu untermauern. „Jetzt trete ich dafür ein, Finanzmittel in einem Umfang zu mobilisieren, der die militärische Durchhaltefähigkeit der Ukraine auf mehrere Jahre absichert“, schrieb Merz.
Doch der deutsche Kanzler hat die Rechnung ohne den belgischen Premierminister Bart De Wever gemacht, der mit Argusaugen über das russische Vermögen im Wert von rund 200 Milliarden Euro wacht. Es ist beim Clearinghaus „Euroclear“ in Belgien deponiert – und damit ein bisschen auch sein Geld.
Was, wenn die Ukraine den Krieg verliert und die EU auf ihrem „Reparationskredit“ sitzen bleibt?
Es komme überhaupt nicht infrage, „Putins Geld zu beschlagnahmen und uns mit dem Risiko allein zu lassen“, erklärte De Wever. „It ain’t gonna happen – das wird niemals passieren“, betont er. Belgien könnte das Vertrauen der internationalen Anleger verlieren, so die Sorge.
Wenn der Eindruck entsteht, dass das Geld in der EU nicht mehr sicher ist, sondern jederzeit enteignet werden kann, hätte dies auch Folgen für andere EU-Staaten. Deshalb warnen auch andere Staats- und Regierungschefs und sogar die Europäische Zentralbank vor einem Zugriff auf die „Russian Assets“.
Die Bundesregierung beteuert, sie könne die Sorgen entkräften. Für die Ukraine wäre der Geldsegen ein „Game changer“, heißt es in Berlin. „Dieses Thema ist der wohl größte Hebel, den die Europäer politisch im Augenblick in die Hand nehmen können“, sagt ein Regierungsvertreter.
Doch selbst der dänische EU-Vorsitz hat noch Bedenken. Der Vorschlag habe „viele finanzielle und rechtliche Implikationen“, die genau bedacht werden müssten, sagt ein Insider. Dazu zählt auch die Frage, wer eigentlich geradesteht, wenn die Ukraine den Milliardenkredit nicht zurückzahlen kann.
Nach den bisherigen Plänen wären das die EU-Staaten – und damit vor allem Deutschland. Denn als größtes EU-Land müsste es auch die größten Risiken übernehmen. Doch darüber spricht Merz nicht so gern. Am Ende werde Russland die Reparationszahlungen übernehmen, hofft man wohl in Berlin.
Doch was, wenn die Ukraine den Krieg verliert und die EU auf ihrem „Reparationskredit“ sitzen bleibt? Dann könnte sich der „Game Changer“ des Friedrich Merz als Bumerang erweisen. Der Gipfel von Kopenhagen könnte Berlin noch lange beschäftigen.
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
Es ist sicher richtig, mehr Aufgaben für die Sicherheit in Zentraleuropa in einem Vertragskontext der EU Anzusiedeln. Es gibt längst zu viele Erpresser sowohl in der NATO als auch auch innerhalb der EU. Das sind nicht mehr die Interessen des harten Kernes in Europa. Die Slowakei und Ungarn gehören ebenso wenig dazu, wie die Türkei und immer weniger die USA. Sie haben einfach nicht mehr die Mittel um Europa und Asien zu schützen. Es fragt sich ob sie Europa hat.
Deutschland und Europa insgesamt vielleicht, werden wohl über kurz oder lang zwischen den neuen Mächten der Weltordnung, USA, China und Russland zerrieben.
Der Kanzler Merz, der sich als Macher hinstellt, treibt dieses Szenario meines Erachtens offensiv mit auf die Spitze.
Europa ist uneins und schwach, da wäre derzeit eine Defensive eher angebracht.
Aus meiner Sicht gute Beziehungen auf Augenhöhe zu allen Ländern der Welt. Als Exportnation natürlich ein fairer Handel mit allen Ländern ohne Säbelrasseln. Diese Interessen wurden durch die Natoosterweiterung sträflich in dieTonne getreten. Wovor wollen wir denn Europa und Asien schützen? Europa hat sich in den letzten Jahrhunderten immer selber angegriffen und war sich selber der Feind. Jetzt glauben die EU ler mit der Nato im Rücken Russland das größtes Land in Europa als Feind ins Visier nehmen zu müssen. Ja es gibt diverse Kreise die ein Interesse daran haben, dass es so läuft wie es gerade läuft aber das ist nicht im Interesse Europas. Und Asien braucht unseren Schutz nicht das schaffen die schon ganz alleine. Ohnehin haben die Asiaten sehr schlechte Erinnerungen an den europäischen und amerikanischen Schutz.
Deutschland möchte halt wenigstens einmal im Leben zu den vermeintlich "GUTEN" gehören und nicht nochmals einen Krieg verlieren.
Satire 😉
der EU und unserer Regierung. Die geschürte Kriegshysterie erinnert doch sehr an die Zeit zwischen 1933 und 1945. Ich halte die Drohnengeschichte für False Flag Aktionen um das geneigte (dumme) Publikum auf Milliarden Ausgaben für die Rüstungsindustrie gnädig zu stimmen. Diese Drohnengeschichte erinnert sehr an die Sowjet-U Boote in den schwedischen Schären (die es nie gab) dazu empfehle ich die Doku "Täuschung - die Methode Reagan" und "Die CIA von innen". Die EU und ihre Mitglieder vor allem unsere Regierung ist an Peinlichkeit und Realitätsverslust nicht mehr zu toppen. Ach da fällt mir ein wie läufts den mit der von Uschi erfundenen "Schattenflotte" gibts plötzlich keine See-Kabelverletzungen verursacht natürlich von dieser "Schattenflotte" mehr? Man hört nichts mehr. Wenigstens hat sich die NS2 Sprengung geklärt aber dazu höre ich von Uschi nicht mehr.. Als sie uns erzählte die Russen waren`s hat sie doch ziemlich martialische Sprüche von sich gegeben und jetzt Funkstille.
für die herrliche Karikatur. Ich musste herzhaft lachen.
*Lässt sie sich von Putin und Trump, den heimlichen Herrschern über Europa, in den Krieg ziehen?* Wo ziehen die uns in einen Krieg? Es sind doch die Europäer und gerade auch ein Friedrich Merz die ständig der Fortdauer des Krieges das Wort reden und die sich sonnen in ihrem verzweifelten Versuch, mit Geld und Waffen der UA einen Sieg zu bescheren, den es nicht geben wird. Und es ist auch ein Merz der nicht it Putin redet und der von Trump zurecht am Gängelbändchen geführt wird, damit der Friedrich nicht ausbüchst. Und dann kommt dieser Merz auf den verrückten Gedanken, die Russen zu beklauen und deren Geldeinlagen stehlen zu wollen und der UA zu geben. Mal abgesehen, dass er das gar nicht kann, nur dummes Gewäsch. Aber eben gefährlich. Denn selbst gegen den Iran gab es solche Sanktionen nicht. Diese Bank in Brüssel verwaltet 80% der Vermögen von 124 Staaten. Die wären sofort international durch, wenn sie anvertrautes Geld einfach mal so anderen geben. Man nennt es auch Diebstahl.
nur ein kleine Anmerkung: der heimliche Herrscher in der EU (ich rede bewusst nicht von Europa) ist Selenskyiy. Wenn Selenskyi fordert gehorcht die EU. Bei Ursula sind es die Hormone die bei Selenskyi verrückt spielen bei Kallas ist eine schwere Russophobie die das klare Denken verhindert und bei unserem schneidigen Fritz ist es pure Dummheit und die anderen sind Mitläufer und denken Hannemann geht du voran. Selbst wenn eine Bank dieses Geld heraurücken würde, wird die Bank das nicht ohne Absicherung tun irgendjemand muss dafür bürgen und dreimal kann man raten wer das sein wird.
Ja, die Drohnenüberflüge waren False-flag-Aktionen und die Luftraumverletzungen durch russische Flugzeuge nicht wirklich nachweisbar, aber es wird weitergehen. Weitere Provokationen werden folgen, vielleicht mittels der willfährigen Polen oder Rumänen. Man will den russischen Bären verleiten, dass er seine Pranken erhebt, um hernach den richtigen Krieg zu beginnen. Ein echter Merz-Plan, der den Russen im Namen seines Großvaters bittere Rache geschworen hat und der es noch nicht einmal fertiggebracht hat, mit Putin zu reden, dieser elende Feigling. Es ist seit 200 Jahren immer Dasselbe und immer ist es falsch: Der Russe ist reif zum Niederwerfen, er ist schwach und verblödet. In Wahrheit ist es die Rohstoffgeilheit, die sie treibt und getrieben hat. Und auch diesmal irrt man sich und riskiert zum dritten Mal aufs Maul zu kriegen. Dabei sage ich nicht, dass Putin ohne Fehler ist. Auch er macht grobe Schnitzer. Er hätte mit Trump einen Deal machen sollen. Nun ist es fast zu spät.
