- Ukraine greift Moskau massiv an – Raffinerie in Flammen
Hunderte Drohnen greifen Moskau an, eine zentrale Raffinerie wird schwer beschädigt. Offiziell spricht Russland von zahlreichen Abschüssen – doch Aufnahmen zeigen Einschläge und Feuer. Die Ukraine bezeichnet den Angriff als gezielten Schlag gegen die Kriegswirtschaft.
Die Ukraine hat bei einem der massivsten Drohnengriffe auf Moskau seit Kriegsbeginn eine Ölraffinerie im Südosten der russischen Hauptstadt schwer beschädigt. In sozialen Netzwerken kursieren Bilder und Videos, die mehrere Feuer in der Anlage zeigen. Einigen Drohnen sei es gelungen, die Raffinerie zu erreichen, räumte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin ein. Seinen Angaben nach ist die Attacke eine der schwersten ukrainischen Drohnenangriffe auf Moskau seit Kriegsbeginn. Nach letztem Stand hat die Flugabwehr mehr als 190 Drohnen abgeschossen.
Zahlreiche Aufnahmen von Augenzeugen zeigen allerdings auch die teilweise Hilflosigkeit der Flugabwehr. So ist auf einigen Videos zu sehen, wie die Drohnen unbeeindruckt von Gewehrsalven weiter auf Kurs bleiben. In einem anderen Video verfehlt ein Flugabwehrgeschoss die Drohne. Und selbst bei einem Treffer explodiert die Drohne nicht in der Luft, sondern in einem Gartenfachmarkt nahe der Raffinerie. Die Echtheit der Aufnahmen konnte zunächst nicht überprüft werden.
Mehrere Bandherde in der Raffinerie
Offiziell ist bislang nichts über das Ausmaß der Schäden in der Ölverarbeitungsanlage bekannt. Das unabhängige Internetportal „Astra“ hat nach der Auswertung von Videoaufnahmen mindestens fünf Brandherde in der Raffinerie ausgemacht.
Offiziellen Angaben zufolge wurde auch ein Wohnhaus in Moskau getroffen. Im Umland sei ebenfalls ein Hochhaus beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region Andrej Worobjow mit. Über Verletzte in Moskau und Umgebung ist bislang nichts bekannt. Wegen der Angriffe wurden die vier Moskauer Flughäfen für mehrere Stunden geschlossen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte in sozialen Netzwerken die Attacke auf die Raffinerie. Er bezeichnete den Angriff als Teil der ukrainischen „Langstrecken-Sanktionen“ gegen die russische Ölindustrie. Das sei die gerechte Antwort auf die ständigen russischen Schläge gegen ukrainische Städte und Gemeinden, schrieb er. Er dankte den ukrainischen Geheimdiensten für den Angriff. Die Anlage sei ein für die russische Kriegsmaschinerie wichtiges Objekt gewesen, schrieb er.
Der Angriff auf die russische Hauptstadt fiel erneut mit einem von Präsident Wladimir Putin veranstalteten internationalen Großereignis zusammen, dem ASEAN-Gipfel in Kasan an der Wolga. Anfang Juni hatte die Ukraine weithin sichtbar ein Tanklager in St. Petersburg in Brand geschossen, als dort Putins Internationales Wirtschaftsforum tagte.
Große Anlage
Die Ölraffinerie im Stadtbezirk Kapotnja im Südosten Moskaus gehört zu Gazpromneft und ist eine der größten Anlagen in Russland mit einer Verarbeitungskapazität von elf Millionen Tonnen im Jahr. Sie deckt einen bedeutenden Teil der Treibstoffversorgung Moskaus ab. Sie ist bereits das dritte Mal Ziel ukrainischer Angriffe. Die jüngste Attacke liegt dabei erst zwei Tage zurück.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Kremlchef Putin befohlene Invasion des Landes. Dabei attackiert sie in den vergangenen Monaten vermehrt Raffinerien im russischen Hinterland. Dies soll den angreifenden russischen Truppen die Treibstoffversorgung und Moskau die Kriegsfinanzierung erschweren.
Weitere Regionen unter Beschuss
Neben Moskau hat die Ukraine bei ihren Drohnenangriffen auch weitere russische und von Russland kontrollierte Regionen ins Visier genommen. Das russische Militär sprach von mehr als 550 abgefangenen Drohnen in der Nacht. Einen Toten gab es in der Grenzregion Belgorod, zudem mehrere Verletzte in Belgorod, Kursk, aber auch dem von Russland besetzten Teil des ukrainischen Gebiets Donezk.
dpa
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... wohl jemand der armen Ukraine und des Herrn Selenski erbarmt und eine weitere Ampel auf grün gestellt.
Jetzt kann das natürlich niemand zugeben. Aber irgendwann wird sich sicher jemand brüsten, das getan zu haben ...
Ich höre schon das triumphierende Reden all derer, die immer gesagt haben: "Putin muß man mit Gewalt antworten, dann wird er schon klein beigeben!"
Wenn das nur keine falsche Rechnung ist!
Genau so gut kann die Eskalation weitergehen u. uns letztlich mit in den Krieg hineinziehen.
Wollen wir das riskieren???
Ich jedenfalls nicht, und deshalb bin ich dafür, daß sofort von Deutschland eine Delegation nach Moskau reist, um mit Putin über mögliche Bedingungen eines Waffenstillstands u. anschließ. Friedensverhandlungen zu sprechen - auf Augenhöhe u. mit dem Angebot, keine Waffen mehr an die Ukraine zu liefern, wenn er alle Kampfhandlungen einstellt.
Ich will nicht, daß wir unsere kaputte Wirtschaft jetzt durch Rüstungsunternehmen retten, die für nichts anderes produzieren als für weiteren Krieg.
"’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,
Und rede Du darein!
’s ist leider Krieg – und ich begehre,
Nicht schuld daran zu sein!" ( M. Claudius)
Seit wann verhandeln russische Regierungen im Kriegszustand? 2022/2023 waren allerlei Europäer bei Putin, um Verhandlungsangebote zu machen. Alle kamen als begossene Pudel zurück.
Krieg ist für die betroffenen Menschen immer eine Katastrophe. Trotzdem gibt es Grade des Schreckens. Während Rußland mitten nach Kiew Raketen hineinschießt, ohne unmittelbaren militärischen Nutzen, sondern um direkt zivile Menschenleben zu vernichten oder ein altes Kloster, das ein Identifikationspunkt der Ukraine (übrigens auch Rußlands) ist, zu zerstören, weil man die Existenzberechtigung der ukrainischen Nation damit auslöschen will, hält sich die Ukraine zurück. Sie greift nicht die Basilius-Kathedrale oder Erlöserkirche an und schießt nicht auf dem Roten Platz in eine Menschenmenge, sondern konzentriert sich auf militärische Objekte oder solche der Versorgung. Fast hätte ich von „ziviler“ Kriegsführung gesprochen, aber beim Krieg paßt dieses Wort nicht. Und für einen Ölarbeiter, der vielleicht beim Angriff auf die Ölraffinerie bei Moskau ums Leben kommt, gibt es keinen „zivilen“ Tod, sondern nur Tod. Daß Sie, werte Frau Wallau, aber alles in einen Topf werfen, enttäuscht mich.
lieber Herr Hechinger, und ich bin auch nicht empathielos.
Mir ist nur bewußt, daß es nichts Schlimmeres gibt als Krieg und daß man ihn mit allen Mitteln vermeiden bzw. beenden muß, wenn er bereits stattfindet.
"Zivile" Kriegsführung und "gerechten" Krieg gibt es nicht in der Realität.
Das sind nur wohlfeile Argumente für alle, die sich auf der "richtigen Seite" dünken.
Die Engländer hielten sich auch immer noch für die besseren Menschen, als sie Dresden bombardierten, und viele Engländer verehren Harris bis heute.
Opfer sind Opfer - egal auf welcher Seite!
Glauben Sie ernsthaft, daß die Ukraine irgendwann als "Sieger" aus dieser mörderischen Auseinandersetzung hervorgehen bzw. daß Putin sich militärisch
"besiegen´" läßt?
Was sehen Sie als konkretes Ziel in dieser kriegerischen Auseinandersetzung an, das man nicht schon jetzt bei gutem Willen erreichen könnte?
Wo ist bei Ihnen der Punkt erreicht, an dem Sie sagen: Diese Ausweitung des Krieges geht mir nun endgültig zu weit?
die Engländer hielten sich keineswegs für bessere Menschen als sie deutsche Städte bombardieren ließen, weil, nach der Rede von Goebells in Februar 43, wo er die jubelde Masse für den totalen Krieg begeisterte, und Hitler dies für eine psychologische Meisterleistung hielt, erst danach erschien es den Engländern als das geiegnetste Mittel diesem Wahnsinn zu beenden,
in dem die Deutschen auf eigener Haut erfahren was ein totaler Krieg bedeutet!!!
Mal sehen, wie lange die Russen noch brauchen, um zu begreifen, dass mit derzeitiger Kreml-Regierung nichts mehr los ist.
Putin ist gewiss in schwieriger Lage und er muss einen tüchtigen Spagat machen. Aber hat er deswegen den Krieg verloren? Das glauben nur arme irregeleitete Deutsche. Niemals verliert Putin diesen Krieg, er hat ja noch nicht einmal alle seine Waffen ausgepackt. Wie geht der Spruch? "Manchen hat es schon gereut, dass er sich zu früh gefreut!" Putin scheut noch davor zurück, seine Oreschniks oder gar Atomwaffen einzusetzen. Aber, es kommt die Zeit, da er dies tun wird. Der Westen und sein Boxhandschuh Ukraine werden ihn solange reizen, bis er es macht. Putin ist ein Menschenfreund und er schätzt die Westeuropäer, auch Deutschland, aber wenn es ums Ganze geht, wird er nicht zögern die große Keule zu nehmen. Oder er tritt in die zweite Reihe, setzt sich auf die Trainerbank und überlässt seinem Medwedjew das Spielfeld, damit der die Drecksarbeit macht. Und der wird sie machen und ein paar andere noch, die wir jetzt noch nicht kennen. Wer glaubt, der Russe ginge in die Knie, der irrt sich.
Menschenfreunde, die mal so 'ne Atomwaffe rüberballern. Ist ja lustig, nicht wahr?
Herr Funke, merken Sie eigentlich überhaupt noch, was Sie da sagen?
Es ist nicht von Deiner Zustimmung abhängig, klar? Im Übrigen sind Dene sonstigen Einlassungen, die eines Kriegsbefürworters und Putinhassers, ganz im Stile unseres Kanzlers. Das kannst Du halten wie Du willst, Putin wird sich nicht nach Dir richten.
Hochverehrter Herr Poetissimus per saecula saeculorum Funke, Sie sagen, was Sie wollen. Und ich sage, was ich will. Eigentlich nicht schwer zu verstehen, Allerwertester!
Und im Unterschied zu anderen bin ich ein äußerst bescheidener Menschen. Das haben Sie ja schon oft erfahren dürfen. Ich weiß daher, daß weder Herr Bundeskanzler Friedrich Merz noch Herr Staatspräsident Putin sich nach mir richten werden. Das ist zwar nicht gut für den Fortgang der Geschichte, wie ich in aller Zurückhaltung hier zum Ausdruck bringen will, läßt sich unter den gegebenen Umständen aber nicht ändern.
Danke, daß Sie mir so aufmerksam und vertrauensvoll zugehört haben. Ich bin immer für Sie da.
Mensch natürlich, nicht Menschen! Da könnte doch fast jemand glauben, ich sei unbescheiden, wenn ich hier dermaßen übertreibe.
Herr Funke, Sie schreiben wie die Helden Deutschlands, die im April 1945 an die Wunderwaffe und den Endsieg glaubten. Keine Atommacht wird Atomwaffen als Kriegswaffe einsetzen. Ein Russe, der einen Atomkrieg ins eigene Land reinholt, spielt mit der russischen Seele und wird von den Russen am nächsten Tag per "tödlichen Unfall" aus dem Fenster geworfen.
Sie scheinen Bescheid zu wissen? Kennen Sie die Russen? Ich kenne sie ein wenig, und ich hatte Gelegenheit, Herrn Putin kennenzulernen. Ein kultivierter Mensch mit großer Selbstbeherrschung. Aber wenn es bei den Russen um ihr Mütterchen Russland geht, dann lassen sie lieber die Welt untergehen, als aufzugeben. Sie sagen, keine Atommacht würde Atomwaffen als Kriegswaffe einsetzen??? So, so. Und was taten die US-Amerikaner 1945 in Japan? Das war der Sündenfall der Menschheit. Und dass es Amerikaner waren, verwundert nicht. Nein, im absoluten Ernstfall, wenn Mütterchen Russland bedroht ist, werden die Russen ihre Atomwaffen (oder Oreschniks, die ähnliche Verheerungen anrichten können) anwenden. Nun glauben Sie bitte nicht, ich wünschte das. Aber der Kapitalismus wie er sich derzeit darstellt, hat jede Hemmung verloren. Der spielt mit dem Tode, wenn er eine Gewinnchance sieht. Selensky? Der ist dumm genug, das Zündhütchen zu spielen. Nein, Herr Böhme, Sie irren. Das ist Pfeifen im Walde.
... und niemand hat den US-Präsidenten aus dem Fenster geworfen, auch nicht bei den zahllosen "gezielten Tötungen" in fremden Ländern.
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Aus Ihren Kommentaren entnehme ich ohnehin, dass Sie die NATO und die USA für die Vollstrecker von Gottes Willen auf Erden halten, die menschlichen Gesetzen und menschlicher Moral nicht unterworfen sind.
Nun ja, gegen religiöse Überzeugungen kann man schlecht argumentieren. Das sieht man ja am Islamismus.
Das wäre neu, dass mit dem Atomwaffeneinsatz 1945 über Japan ein weltweiter Atomkrieg begann. Die USA haben sicherlich allerlei Unfug nach 1945 in der Welt angestellt. Aber zu keiner Zeit wurde dabei die USA angegriffen, dass die Amerikaner den US-Präsidenten hätte aus dem Fenster werfen müssen. Die USA und Russland sind schlau genug keine Atomwaffen einzusetzen.
Jetzt geht es darum soviel Infrastruktur wie möglich zu zerstören und dass dabei die UA am längeren Hebel sitzt bezweifele ich. Die logische Folge der Eskalation ist der Einsatz von A-Waffen.
Da ist mir Donald lieber, mit dem Iran hat nicht es nicht geklappt, dann machen wir einfach Schluss. Aber so ein Typ ist Putin nicht.
Selenski in Evian: Papa Trump würdigte in keines Blickes, wie man es mit einen bockigen Kind so macht, aber Mama Uschi hat ihn gedrückt. Ist ihr Liebling.
