Zohran Mamdani
Zohran Mamdani (r.) / picture alliance / AP Photo/Pamela Smith | Pamela Smith

Erinnerung an 9/11 - Selbst Mamdani ist differenzierter als der deutsche ÖRR

Mehr als 100.000 Menschen wollten Zohran Mamdani vom 9/11-Jahrestag ausschließen. Die Tagesschau und der SWR deuten die Kontroverse vor allem als Zeichen antimuslimischer Diskriminierung. Selbst Mamdanis Rede war am Ende versöhnlicher als dieser deutsche Haltungsjournalismus.

Autoreninfo

Jan Uphoff studiert Politikwissenschaft in Bremen.

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Damit hat der ÖRR den Nagel wieder einmal auf den Kopf getroffen: Eine Petition gegen die Teilnahme des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani an der Gedenkfeier zum 11. September wird bei der Tagesschau zum Beleg dafür, dass die Islamophobie der Jahre nach 9/11 bis heute fortwirke. Mehr als 100.000 Menschen hatten zuvor gefordert, Mamdani von der Gedenkzeremonie auszuschließen. Begründet wurde die Petition unter anderem mit einer früheren Weigerung beziehungsweise ausweichenden Erklärung Mamdanis, den Slogan „Globalize the Intifada“ eindeutig zu verurteilen, sowie mit dem Vorwurf seiner zu großen Nähe zu radikalen pro-palästinensischen und linksantisemitischen Milieus.

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Chris Groll | Mo., 14. September 2026 - 17:47

11.09.2026 auf Achgut:
"Was Mohamed Atta uns sagen wollte"
Von Ayaan Hirsi Ali • Nach 25 Jahren ist es an der Zeit, dass sich der Westen der wahren Ursache des 11. September stellt.
Dieses Essay von Frau Hirsi Ali ist sehr lesenwert. Kann es jedem nur empfehlen.
Frau Hirsi Ali war in jungen Jahren selbst eine mohammedanische Fanatikerin wie Sie in ihrer
Autobiographie "Mein Leben, meine Freiheit" geschrieben hat.

Walter Bühler | Mo., 14. September 2026 - 18:06

Lieber Herr Uphoff, ich habe die fraglichen Sendungen nicht gesehen.

Handelt es sich um den Bericht "Was New Yorks Muslime nach 9/11 durchmachen mussten" von Giselle Ucar?
Jedenfalls wäre es besser, die eigentlichen Texte genauer zu lokalisieren.
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Die Terrorgruppe, die den Anschlag durchführte, kam bekanntlich aus Hamburg. Insofern würde ich von der "Tagesschau" erwarten, dass sie die Hintergründe analysiert, die die (offenbar risikolose?) Vorbereitung der Anschläge in HH möglich gemacht haben.
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Aber natürlich, Islamogauchisme gibt es heute dezidiert auch bei den deutschen Linken, und die haben ja einen direkten Draht zum ÖRR.
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Beim SWR kann man ebenfalls voraussetzen, dass auch dort der deutsche Islamogauchisme vertreten ist. Außerdem wird es dort ohnehin eine interessengeleitete Affinität zu einem Landeschef geben, der zwar prima Schwäbisch und Deutsch spricht, aber sich doch auch einmal als "säkularen Moslem" bezeichnet hat (Wikipedia).

Brigitte Miller | Mo., 14. September 2026 - 19:00

Die Ethnologin Susanne Schröter schreibt dazu in ihrem Buch „Global gescheitert“:
„Der Begriff der Islamophobie wird in westlichen Ländern mittlerweile wie ein wissenschaftlicher Terminus technicus verwendet, doch was ist genau damit gemeint?

Pascal Bruckner, einer der bekanntesten Vertreter der französischen Nouvelle Philosophie, hält ihn für eine Erfindung iranischer Islamisten, die ihn 1979 als diskursives Bollwerk gegen kritische Stimmen zur iranischen Revolution im Iran aufzubauen gedachten.
Darauf hatte bereits Salman Rushdie hingewiesen, der von Khomeini wegen eines angeblich ketzerischen Buches in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde. Rushdie beklagte eine neue globale Verdrehung der Debatte um den islamischen Extremismus. Nicht die Verfechter eines mörderischen Islamismus wie Khomeini, die andere mit dem Tode bedrohen, stünden am Pranger der Weltöffentlichkeit, sondern ihre Kritiker, deren Positionen als Phobien, also als krankhafte Wahnvorstellungen, verunglimpft würden.“

Ingbert Jüdt | Di., 15. September 2026 - 08:03

Prof. Ruppert, Baustatiker, zu »9/11« bei Langemann Medien, Youtube, 12.11.2023. Da ist idealtypisch alles drin:

- Ein Fachmann für Baustatik, der den Einsturz der Türme spontan und auch nach reiflicher Überlegung als zweifellose Sprengung bewertet.

- Derselbe Fachmann lernt, seine Überzeugung nicht auszusprechen, nicht weil sie sachlich widerlegt wäre, sondern weil sie politisch nicht opportun ist, und er nicht stigmatisiert werden will.

- Die nächsten zweiundzwanzig Jahre schweigt er.

- Erst dann, als er keine beruflichen Nachteile mehr fürchtet, äußert er sich öffentlich.

Nach 25 Jahren fährt der ÖRR auf dem »Islamophobie«-Ticket, aber die eine reale Argumentation, die sich vorbringen ließe, um das offizielle Narrativ ernsthaft anzugreifen, wird weiter als Tabu behandelt. Das ist manifest schizophren.

Nicht, dass ich was anderes erwartet hätte. Aber auch 25 Jahren nach der Ursünde des investigativen Journalismus ist »9/11« weiterhin die Eichgröße für journalistische Feigheit.