Dodik
Milorad Dodik während eines Interviews / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Borislav Zdrinja

Donald Trumps „serbische Connection“ - Vollzieht Trump eine Kehrtwende in der amerikanischen Balkan-Politik?

Donald Trump hebt überraschend die US-Sanktionen gegen den bosnischen Serbenführer Milorad Dodik auf – ein Signal an serbische Nationalisten und alte Verbündete. Hinter den Kulissen mischen auch frühere Weggefährten Trumps mit.

Autoreninfo

Alexander Rhotert forscht als Politikwissenschaftler zum ehemaligen Jugoslawien seit 1991. Er war 20 Jahre für UN, Nato, OSZE, OHR und EU tätig, zumeist zur Friedensumsetzung auf dem Westbalkan. Als Oberstleutnant und Interkultureller Einsatzberater der Bundeswehr arbeitete er zu Kosovo und Bosnien und Herzegowina. 
 

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Es ist merklich still geworden um den loyalsten Trump-Mitstreiter außerhalb der Familie des US-Präsidenten. Gemeint ist der ehemalige amerikanische Botschafter in Deutschland, Richard „Ric“ Grenell, der sich während seines Mandats in Berlin wegen seiner undiplomatischen Art wenig Freunde gemacht hat, um es diplomatisch auszudrücken. Donald Trump Junior hatte diesen nach dem Wahlerfolg seines Vaters als Favoriten für das Amt des Außenministers ins Spiel gebracht. Als Trump den kubanischstämmigen Senator Marco Rubio aus Florida vorzog, musste sich Grenell mit der neu geschaffenen Position des „Gesandten für Spezialmissionen“ begnügen.

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Walter Buehler | Mo., 17. November 2025 - 13:33

... bei der "Neugestaltung" (oder Chaotisierung?) des Balkans zwar vielleicht sachkundig, aber (ähnlich wie Herr Urban im Falle der Ukraine) auch extrem parteiisch.

Insofern haben für mich seine erwartbaren Äußerungen keine wirkliche Bedeutung.
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Amüsant ist, dass ich Grenell als bekennenden Homosexuellen in Erinnerung habe, der von Trump nach langer Vakanz ins "schwule" Berlin geschickt wurde, wobei er gemeinsam mit Jens Spahn an entsprechenden Paraden teilnahm.
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Gibt es überhaupt gegenwärtig einen US-Botschafter in Berlin? Nach Wikipedia ist wie schon so oft nur ein "Geschäftsträger ad interim" in Berlin präsent.
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Na ja, ist bei der engen West- und NATO-Bindung unseres Landes ja auch gar nicht nötig.

Die USA sparen halt, wo sie können, ist ja klar.

Und wo wir Europäer brav und unentgeltlich in die Bresche springen, da stimmen auch die USA im Sicherheitsrat zu. Warum aber auch der erzböse Russe Putin zugestimmt hat, wird uns Experte Rhotert sicher auch noch erklären.