Belfast
Lendrick Street in Belfast, 10.06.2026 / picture alliance/KEYSTONE | ANDREAS BECKER

Die Attacke von Belfast - Eine Insel von Fremden

In Belfast eskalierte nach einem Gewaltverbrechen die rasende Wut einheimischer Briten gegen Migranten in schweren Ausschreitungen. Ein friedlicher Meinungsstreit scheint immer schwieriger zu werden ausgerechnet in dem Land, das ihn früher wie kein anderes kultiviert hat.

Autoreninfo

Christian Schnee studierte Geschichte, Politik und Public Relations in England und Schottland. Bis 2019 war er zunächst Senior Lecturer an der Universität von Worcester und übernahm später die Leitung des MA-Studiengangs in Public Relations an der Business School der Universität Greenwich. Seit 2015 ist er britischer Staatsbürger und arbeitet als Dozent für Politik in London.

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Der Mann attackiert mit einem Küchenmesser. Sein Opfer liegt wehrlos auf der Straße, erleidet schwere Verletzungen an Hals und Gesicht, verliert ein Auge. Bürger eilen herbei, überwältigen den Angreifer. Später wird die Polizei mitteilen, der Täter ist der 30jährige Sudanese Hadi Alodid, der seit 2023 in der britischen Provinz Nordirland als anerkannter Asylant lebt. Das Video des barbarischen Angriffs vom Montagabend auf den Straßen von Belfast kursiert im Internet. 

Tags darauf wieder Gewalt. Diesmal ist es die rasende Wut, die sich auf den Straßen der nordirischen Hauptstadt entlädt. Männer, schwarz gekleidet mit Balaklavas setzen Autos in Flammen. Das Feuer greift auf Wohnhäuser über. Passanten werden zum Ziel von Attacken. Die Polizei ist überfordert. Southport, Southampton, jetzt Belfast – die Szenen wiederholen sich: Eine Attacke. Der Täter ein Migrant. Krawalle auf den Straßen. Es brennen Reifen, Müllcontainer und Autos. Bilder der Zerstörung. In Nordirland fühlen sich nicht wenige an die Tage der Straßenschlachten zwischen Nationalisten und Unionisten erinnert, die für Jahrzehnte die Provinz traumatisierten. 

Mahnung zur Gemeinsamkeit und Warnung vor fremden Kulturen

Auch die Reaktionen ähneln sich. Familien der Opfer und Nachbarn, die zur Ruhe aufrufen, um Respekt für die Trauernden bitten und keine Instrumentalisierung der Tragödie wollen. Eine Regierung, die Ruhe empfiehlt. Man solle der Polizei Zeit zur Ermittlung geben, heißt es. Erst müssten die Hintergründe ermittelt werden. Nordirlandminister Hilary Benn mahnte am Mittwoch Vertrauen in die Ordnungskräfte an und beschwor das geregelte Rechtsverfahren bei der Flüchtlingsaufnahme. Auf der anderen Seite stehen die Provokateure. Ihr Geschäftsmodell sind die Ängste der Menschen, die sie schüren im Wettbewerb um Klicks und Follower. Die Privatsender Talk TV und GB News machen seit Dienstag wieder Meinung am harten Rand politischer Respektabilität, wenn ihre Talk-Gäste mit dem Publikum über die Bedrohung durch eine Invasion krimineller Ausländer diskutieren und den Verweis auf internationale Verpflichtungen der Menschenrechtskonvention als diktatoriale Anmaßung der Regierung brandmarken. Die Debatte in den Medien wird auch im Parlament geführt, wo die einen an Vesöhnung und Gemeinsamkeit appellieren, während Stimmen der Opposition vor den Gefahren fremder Kulturen warnen.

Das Publikum erlebt einen Glaubenskampf über die Identität dieses Landes. Es ist ein seit Jahren schwelender Streit, der mit jedem Angriff, mit jeder Gewaltnacht erneut aufflammt, an Intensität gewinnt und einer rasch wachsenden Minderheit wie ein nationaler Überlebenskampf erscheint. Die eine Seite sagt immer deutlicher, dass es keine Demokratie mehr geben könne, wo gegen den Willen der Menschen eine Regierung nach der anderen die Grenzen für massenhaftes Asyl öffne. Ihr krudes Argument: Wenn Politiker nicht reagierten und der Ruf friedlicher Demonstrationen ungehört bleibe, dann sei die Gewalt auf den Straßen das einzige, was den Menschen bleibe, um sich gegen das Diktat des Regimes in Westminster zu wehren. Darauf reagieren mit unverhohlener Empörung die liberalen Milieus, die in den multiethnischen Stadtzentren von London, Birmingham und Manchester ebenso dominieren wie in wohlhabenden Vororten, wo die Wähler der Liberaldemokraten den Wert kulturell und ethnisch heterogener Gesellschaften nicht in Zweifel ziehen. Unterschiedlichkeit gilt ihnen immer als Bereicherung. Diese Nachbarschaften sind weit weg von den wachsenden Konflikten in den Vierteln, wo das englische Prekariat zu Hause ist, das der hohen Mietpreise wegen in die Außenbezirke der Großstädte verdrängt wurde.

Glaubensgrundsätze an Stelle von Argumenten

Es ist kein offener Meinungsstreit mehr möglich, wo die Überzeugungen zu Glaubensgrundsätzen werden, die resistent sind gegenüber Argumenten. Wie sehr politische Haltungen zur Persönlichkeits-DNA gehören, hat der britische Autor David Goodhart vor einigen Jahren erklärt. Er sehe eine Spaltung seines Landes in die „Somewheres“ und die „Anywheres“. Die erste Gruppe, Menschen ohne formale Bildung und mit geringen beruflichen Chancen, sei angewiesen auf die Stabilität und Vertrautheit ihres gesellschaftlichen Umfeldes. Veränderung durch Digitalisierung, internationale Konkurrenz und den Wettbewerb durch Fremde am Arbeitsmarkt sowie der radikale Wandel der Nachbarschaft – das Zeichen der Einwanderungsgesellschaft – empfinden sie als Bedrohung. Die „Anywheres“ hingegen hätten eine gute Ausbildung, die ihnen Sicheherheit und Selbstewusstsein verleihe, es überall zu schaffen. Sie seien mobil und sähen Wandel als Chance. 

Es sind die Gefühle dieser beiden Gruppen, die aufeinanderprallen. Da hat es Rationalität schwer. Die Beteuerungen der Regierung, sowohl legale als auch irreguläre Migration gehe stark zurück, reicht nicht mehr. Dafür ist die Frustration zu groß. Ein Abgeordneter fasst die Stimmung in der Debatte am Mittwoch so zusammen: „Es geht nicht um die Zahlen, es geht um die Empfindungen der Menschen.“

Es sind Indizien dafür, dass die Mitte zerbröselt, während die Extreme ihre jeweilige Position so deutlich machen wie lange nicht mehr. „Niederknien“ aus Respekt vor den Opfern: Die Symbolik der Black-Lives-Matter-Bewegung machen sich jetzt die Anhänger Tommy Robinsons zueigen. Als Verräter wird beschimpft, wer am Dienstag vor dem Parlament nicht das Knie beugt beim Gedenken an Henry Nowak, der im Dezember an den Stichwunden starb, die ihm ein Sikh mit einem zeremoniellen Messer zugefügt hatte. Die Demonstranten glauben, für ihr Anliegen Loyalität einfordern zu müssen. Denn es seht ihrer Ansicht nach so viel auf dem Spiel. Es gehe um die Rettung des Landes, sagen sie. Sich die Heimat zurückzuerobern – dazu fordert Robinson seine Anhänger auf. Bis zu 150.000 Menschen sind in den vergangenen Monaten seinen Aufrufen gefolgt. Sie halten sich für Kämpfer einer gerechten Sache, die alle Mittel rechtfertigt. Das erklärt den Slogan „versenkt die Boote“, den einige in der Menge skandieren. Erst wenn die Boote der Flüchtlinge den Ärmelkanal nicht mehr überquerten, könnten ihre Frauen und Töchter wieder sicher leben. 

Verlust der Idylle

Dass Migranten die Gewalt nach England getragen haben, ist ein Mythos den die politische Rechte, auch einige Stimmen in der konservativen Partei, in den vergangenen Jahren immer wieder bemühten. Sie berufen sich auf die gute alte Zeit, die Chimäre eines friedlichen Landes mit rechtschaffenen Bürgern. So zeichnete in den 1990er Jahren Premierminister John Major die britischen Inseln, in dem er Jungfern auf dem Fahrrad zum Gottesdienst radeln sah und das warme Bier beim Cricket am Nachmittag genoss. Kommentatoren, die in den konservativen Blättern wie dem Spectator, dem Daily Telegraph und verschiedenen Boulevardzeitungen ihr Land beschreiben, beklagen den Verlust der Idylle und verorten den Bruch in den Jahren nach Margaret Thatchers Abschied von der Politik. In den 1980er Jahren habe die Eiserne Lady für dichte Grenzen, ein starkes Pfund sowie Recht und Ordnung gesorgt.

Dieser Blick auf die jüngste Geschichte bedient die Stereotype heutiger Debatten, wird der Realität aber nich gerecht. Gewalt und Terror und kulturelle Konftlikte gehörten zur britischen Gesellschaft zu einer Zeit, als die Zahl der Auswanderer die Zahl der Flüchtlinge und Arbeitszuwanderer noch jedes Jahr überstieg. Die Bombenattentate der IRA an den Bahnhöfen und Einkaufszentren, wochenlange Straßenschlachten, die sich die Arbeiterschaft mit berittenen Polizeistaffeln in den 1980er Jahren lieferte, die Terrorangriffe auf Downing Street und der Anschlag auf den Parteitag der Konservativen in Brighton, der Thatcher galt und fünf Leben fordete gehören ebenso zur unangenehmen Wahrheit des Landes wie der Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten auf den Straßen von Belfast und Londonderry, der erst Ende der 1990er Jahren ein Ende fand. Die Briten haben es ertragen, oft mit einer demütigen Leidensfähigkeit. Das ist heute anders. Und darin liegt der eigentliche Unterschied zwischen damals und heute: Die Aufregung in der Debatte, die Wut, das Misstrauen gegenüber der Regierung, die den Willen speist, das Recht nun in die eigene hand zu nehmen.

Jeder Mann über 18 solle rausgehen und kämpfen, hieß es in Aufrufen in den sozialen Medien, die an diesem Montag auf die Messerattacke in Belfast folgten. An mehr als sechzig Stellen in der Stadt gab es Angriffe des Mobs. Das koordiniert war, um die Polizei zu überfordern. Von robustem Widerstand reden verharmlosend Kommentatoren, die darin die Chance sehen, die Regierung endlich in die Knie zu zwingen. Aber es würde dem Thema nicht gerecht, es auf die maßlosen Reaktionen extremistischer Agitatoren wie Robinson und überdrehter Blogger und Kommentatoren zu verkürzen. Viel mehr über die Gefühle der Menschen verrät ein Politiker wie Robet Jenrick, einst Mitarbeiter von Premierminister David Cameron und Minister in der Regierung von Rishi Sunak, bis er sich der Partei Farages anschloss. Kein weißes Gesicht habe er gesehen auf einem Spaziergang durch die Vororte Birminghams, klagte er. Rassismus, schallte ihm die Kritik entgegen. Die Vermutung ist nicht abwegig, dass seine Boabachtung die wachsende Frustration im Königreich beschreibt. 

Ein Land, das es so nicht mehr gibt

In Reaktion auf Jenricks Schilderung kursierten bald historische Aufnahmen in den sozialen Meiden. Fotos von englischen Stränden und Einfkaufsstraßen aus den frühen 1980er Jahren. Man sah Bilder eines europäischen Landes, das es so nicht mehr gibt. Wer heute vom äußersten Osten von London mit dem Bus ins historisch Eastend fährt, ist eine Stunde lang unterwegs. Die Straßen sind voller Menschen, die Einzelhändler bieten ihre Ware auf ausladenden Ständen. Der Besucher finden sich in einem lebendiger Basar wieder, umgeben von schwarzen Gesichtern, indischen Tuchen, Lebensmittel aus dem Mittleren Osten. In Southall, im tiefen Westen der Stadt, ist die Sammlung in der lokalen Bücherei nach Sprachen geordnet. Hier die Bände in Urdu, rechts vor dem Fenster Bücher in Punjabi und wer einen Band in Tamil ausleihen möchte, findet ihn hinten im Regal. Der alte Mann mit dem orangenen Turban auf dem Gehweg kann dem Passanten den Weg nicht weisen. Er spricht kein Englisch. Ein weißes Gesicht findet sich in der Menge doch noch. An der Ecke kehrt jemand den Müll zusammen, er kommt aus Rumänien. Der Bürgermeister der britischen Hauptstadt Sadiq Khan war gerade auf Wallfahrt in Mekka. Auf der Rückreise preist er die Vielfalt der Stadt. Er meint London.

Liberale Stimmen haben längst Zweifel angemeldet, ob Demokratie sich verträgt mit heterogenen Gesellschaften. Der Politikwissenschaftler Yascha Muonk nennt multikulturelle Demokratien ein Experiment mit offenem Ausgang. Heterogenität führe zu brutalen Verteilungskämpfen und zu gewaltsamen Konflikten. Das lehre die Geschichte vom Balkan bis zum Libanon. Dass das Experiment in Großbritannien zu scheitern droht, davon ist Amerikas Vizepräsident J.D. Vance überzeugt. Das Königreich sei das erste islamische Land mit Nuklearwaffen, bemerkte er. Tech-Billionäre Elon Musk lässt keine Chance aus, die Briten zum Kampf anzustacheln gegen das, was er die kulturelle Landnahme durch fremde Kulturen hält. Es sind Zweifel an einem Land, das schon immer mit Vielfalt, Liberalität und Demokratie experimentiert hat und sich darin weiter wagte als andere Länder in Europa. 

Die Engländer trauten sich im 18. Jahrhundert Wahlen und freie Rede zu, ohne in Anarchie und Revolution abzudriften. Den Radikalen Europas, die im 19. Jahrhundert als Reakionäre oder Kommunisten vom Kontinent fliehen mussten, fanden hier eine Heimat. Radikalität war ein Risiko, Bürgerkrieg von den Schwarzsehern ihrer Zeit immer wieder prognostiziert.  Aber bei aller politischer Konfrontation zerriss der Streit über die Identität des Landes die Gesellschaft nicht. Selbst als anderswo in Europa die Faschisten die Macht an sich rissen, blieben die Briten ihrer offenen Gesellschaft und liberalen Überzeugungen treu. Dann erst recht, mochte man meinen. Kollektive Schmerzen durchlitt das Land schon damals. Der Abstieg und Verlust des Empires war für einige eine nationale Niederlage. Daher stammte ein Wunsch nach Rückkehr zur guten alten Zeit. Aber selbst mit dem Brexit haben heute beide Seiten ihren Frieden gemacht. 

Nun auf einmal scheint es, die Fähigkeit zum Ausgleich, die Toleranz scheinen verlorengegangen und die Gesellschaft überfordert. Die Angst vor den Fremden und die Furcht, die Heimat zu verlieren, sind neue Phänomene. Das Land plagt sich mit Zweifeln, nicht nur am rechen Rand der politischen Arena. Vor einigen Monaten sagte Premierminister Sir Keir Starmer, dessen Bemühen um Ausgleich und Versöhnung niemand anzweifelt, man müsse aufpassen, dass „wir keine Insel von Fremden“ werden. Wenige Tage später hieß es, der Regierungschef entschuldige sich für seine Worte. 

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Jens Böhme | Mi., 10. Juni 2026 - 19:01

Alles auf diesem Planeten hat Vor- und Nachteile. Irgendwann überwiegen die Nachteile und in diesem Fall geht das freiheitlich westliche System zu Ende. Inflationäre Informationsfreiheit nährt ständige Anspannung. Als ich 1998 ins Internet ging, trafen wir uns bei AOL und flirteten um die Wette. Gesellschaftspolitischer Kram und Informationsmedien waren noch äonenweit weg.

Pamina | Mi., 10. Juni 2026 - 19:28

„Wenn Politiker nicht reagierten und der Ruf friedlicher Demonstrationen ungehört bleibe, ....“

Werter Autor, was sollen die Menschen dann Ihrer Meinung nach tun, wenn Sie die eingewanderte Barbarei nicht mehr ertragen können und wollen? Die Frage ist ernst gemeint. Die Verantwortlichen für diese Ausschreitungen in Belfast sitzen in der Regierung, die ihre Bürger nicht vor den gewalttätigen Auswirkungen einer unkontrollierten Migration schützt und diese noch zulassen und befördern. Der Staat kommt seiner zuvordersten Pflicht nicht nach.

In einer funktionierende Gemeinschaft, einem funktionierenden System müsste sich ja niemand extra lautstark erheben und sich wie auch immer Gehör verschaffen. Die blutigen Tatsachen, die Gefahren begegnen uns jeden Tag , an jeder Ecke, in jedem Parkhaus, auf der Straße, in jeder Schule, im Supermarkt, im Büro, überall. Aber statt das Offensichtliche, inzwischen mit Blut getränkte Dilemma beim Namen zu nennen, verkriecht sich die feige Klientel aus Berufspolitikern hinter rhetorischen Glanzleistungen wie „Stadtbild“. Glückwunsch zu so viel rhetorischer Finesse und Glückwunsch zu so viel Feigheit, Ignoranz und Unfähigkeit.
Wir leben wirklich ganz u. gar in einem dysfunktionalen System.
Denn was sich da jetzt erhebt auf den Straßen Belfasts ist ganz und gar unpolitisch, es ist auch weder links noch rechtsradikal, es ist schlicht Gegenwehr hilfloser, ungehörter Bürger, die um ihr Leben fürchten, das ihrer Kinder und Familien. Illegal? Sicher. Zielführend? Sicher nicht. Verständlich? Ja.

Chris Groll | Do., 11. Juni 2026 - 16:46

Antwort auf von Sabine Lehmann

Liebe Frau Lehmann, da ich selbst keine Kommentare mehr schreibe, ist es mir ein Bedürfnis, Ihrem Kommentar zu 100% zuzustimmen.
Das gilt auch für @Pamina

Christa Wallau | Mi., 10. Juni 2026 - 19:31

aber es gibt Grenzen, an denen Toleranz u. Leidensfähigkeit an ihr Ende gelangen und umschlagen in einen derart unerträglichen Schmerz, daß sich dieser mit Gewalt Ausdruck verschafft.
Die französische Philosophin u. Mystikerin Simone Weil (1909 -1943) hat in Worte gefaßt, was sich jetzt in Belfast - wie in vielen anderen Orten in Europa auch - in aller Deutlichkeit zeigt.
Sie sagt: "Die Entwurzelung ist bei weitem die gefährlichste Krankheit der menschlichen Gesellschaft."
Damit trifft sie meines Erachtens den Kern des Problems.
Menschen, die "verpflanzt" werden in einen fremden Boden, auf dem schon andere "wachsen", so daß sie deren Biotop (= Heimat) total verändern, verlieren ihre Orientierung und zerstören gleichzeitig die gesunde seelische Struktur der Menschen, in deren Bereich sie eindringen.
Die menschliche Psyche verlangt nach Heimat (= Verwurzelung). Migration bietet daher - so wie es der UNO-Migrationspakt behauptet - keine Lösung v. Problemen, sondern schafft schlimmere.

Angelika Sehnert | Mi., 10. Juni 2026 - 19:54

ganz wichtige Aspekte fehlen und ich vermute, dass dies der Tätigkeit des Autors an einer Universität geschuldet ist: die woke Linke hat auch in Großbritannien die Diskurshoheit übernommen, vor allem an den Universitäten. Erinnert sei an Kate Stock, die mit ihrer Familie von einem „non- binären“ Mob brachial von der Universität Sussex vertrieben worden ist-nachdem die Polizei erklärte, man könne sie nicht schützen.Erinnert sei auch an die grooming gangs in Birmingham.Der schreckliche Tod des jungen Henry Nowak ist der verordneten Haltung geschuldet, dass Weiße grundsätzlich Rassisten seien und ethnische Minderheiten grundsätzlich zu schützen seien.Gekniet hat Starmer anschließend nicht. Gerade diejenigen Briten, die nicht auf der Sonnenseite leben, fühlen sich im eigenen Land diskriminiert- und das leider oft zurecht. Nirgendwo sonst wird „hate speech“ so hart und unnachgiebig bestraft, oft genug handelt es sich um Bagatellen.

Wolfgang Z. Keller | Mi., 10. Juni 2026 - 21:14

Antwort auf von Angelika Sehnert

... leider so viele Schreib- und/oder Flüchtigkeitsfehler im Text, wie ich sie während meines ca. 12-jährigen Cicero-Newsletterabos in noch keinem Artikel gesehen habe. Vielleicht ist das der nun schon langjährigen Auslandstätigkeit des Autors geschuldet, einem überforderten Übersetzungsprogramm oder einem schlampigen Korrekturlesen, von wem auch immer.
Mögen SOLCHE Unzulänglichkeiten neben den vielen auf Sparkurs werkelnden Tageszeitungen nicht auch noch im Cicero Einzug halten!

Michael Kaufmann | Mi., 10. Juni 2026 - 19:54

In der Vergangenheit haben Veränderungen und auch Kämpfe letztlich zu einem besseren geführt.
Bitte schreiben sie mir mal einen Bericht wo wir das besser wahrnehmen können. Ich erkenne es nicht.

Rainer Mrochen | Mi., 10. Juni 2026 - 20:00

"Ein friedlicher Meinungsstreit scheint immer schwieriger zu werden ausgerechnet in dem Land, das ihn früher wie kein anderes kultiviert hat."
Frankreich, England, Deutschland, EU, Europa kultivieren als Einziges ihre eigene Dummheit, gegenüber ihrer ach so schlimmen Vergangenheit durch eine vermeintliche Gutmachung ? eben dieser Vergangenheit. Geht man in der Historie sehr weit zurück, hat sich Europa gar nichts vorzuwerfen. Zynismus: Mehr von diesen Bildern um sich seiner Dummheit bestens gewiss zu werden. Mir ist schon klar, daß eine sachliche Einordnung historischer Entwicklungen (Kolonialismus, Kriege, Vergangenheitsbewältigung) und wie verschiedene Länder damit umgegangen sind nicht einfach ist. Solche Themen berühren Wissen, Werte und Perspektiven. Allerdings Europa muss sich seinen selbstgeschaffenen Problemen der jüngeren Vergangenheit, ( 30 Jahre), stellen. Hoffentlich begreift das, irgendwann, die junge, indoktrinierte Generation, der sich alle liebenden auf dem Planeten.

Thomas Veit | Mi., 10. Juni 2026 - 20:31

"Liberale Stimmen haben längst Zweifel angemeldet, ob Demokratie sich verträgt mit heterogenen Gesellschaften. Der Politikwissenschaftler Yascha Muonk nennt multikulturelle Demokratien ein Experiment mit offenem Ausgang."

NEIN! Der Ausgang ist nicht mehr offen..., er zeichnet sich im Gegenteil immer deutlicher ab... ... - auch in Deutschland!..., in Frankreich sowieso.

Angelika Sehnert | Mi., 10. Juni 2026 - 20:33

Es ist wichtig zu wissen, dass die britische Gesellschaft nach wie vor eine Kassengesellschaft ist, die relativ undurchlässig ist. Es gibt tatsächlich ein zahlenmäßig großes Prekariat, ein Aufstieg aus diesem Milieu ist schwer. Die sozioökonomische Kluft zwischen Anywheres und Somewheres ist kaum zu überbrücken. Es sind wie überall in Europa die Abgehängten, die Perspektivlosen, die Globalisierungsverlierer, die den Rechten Zulauf bescheren. Weil die Politik sie und ihre berechtigten Interessen nicht ernst nimmt. Jetzt kommen noch viele Fremde mit all den Problemen in ihre ohnehin nicht besonders idyllischen Wohnviertel und schlechten Schulen und verändern deren Charakter von Grund auf. Fremd im eigenen Land zu sein ist für stolze Briten nicht hinnehmbar.
Politik muss eben auch für die Mehrheit und nicht nur für Minderheiten gemacht werden. Z.B. Sikhs zu erlauben ein großes Messer ständig und offen bei sich zu tragen, nur weil sie Sikhs sind. Sie sollten normale Briten sein.

vor allem mit der Undurchlässigkeit.
Wer seinen Kindern den Aufstieg ermöglichen will, schickt sie auf Privatschulen?
Ist das nicht auch das Erbe von Frau Thatcher, "There is no such thing as society"?

Angelika Sehnert | Do., 11. Juni 2026 - 07:34

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

Thatcher hat sicher auch Fehler gemacht, aber ihre Politik hat geholfen , die verkrusteten wirtschaftlichen Strukturen, getragen durch übermächtige Gewerkschaften , punktuell aufzubrechen. Großbritannien war damals in schwerem Wasser.
Das System der exorbitant teuren Privatschulen ist Teil der von mir angesprochenen Klassengesellschaft, die sich in England bis in die Gegenwart gehalten hat. Das Land hat gesellschaftliche Probleme, die durch die massenhafte, überwiegend illegale Migration in die Unterschicht noch verschärft werden. War alles absehbar, aber die Politik hat die Entwicklung ignoriert bzw. verleugnet.

denn sie war in jeder Hinsicht das Gegenteil von links. Für mich gehört sie eindeutig zu den großen Staatslenkern Europas und zu einem leider fast extinkten Politikertyp. GB hat ihr viel zu verdanken.

Rainer Gebhardt | Mi., 10. Juni 2026 - 20:36

Riesige Bevölkerungsmassen verschieben sich gerade mit der Wucht einer Kontinentaldrift. Die Wut, der Zorn, haben eine Ursache. Und deren Darstellung und Analyse hat der Autor leider links liegen lassen. Schade. Was die Liberalen und Linksliberalen nicht begreifen: An einem bestimmten Punkt eines jeden Entwicklungsprozesses schlägt die Anhäufung von Quantität in eine neue Qualität um. Und es ist dies nicht in allen Fällen eine Entwicklung zum Guten. An diesem Punkt sind wir (wenn wir ihn nicht schon überschritten haben).

Armin Latell | Mi., 10. Juni 2026 - 20:54

was da in UK schon seit längerer Zeit geschieht, ist also alles nur Einbildung, von Rechten und Rechtsradikalen instrumentalisierte Einzelfälle, Stereotypen werden angewendet. Nachdem ich diesen für mich schwer erträglichen Artikel gelesen habe, kann ich nur konstatieren, dass Sie es sind, die die linken, woken Stereotypen bedienen. Es kann mir niemand erklären, warum oder wie so eine Massenflutung mit absolut Kulturfremden für die einheimische Bevölkerung vorteilhaft sein soll. Das gilt für alle westeurop. Staaten! Im Übrigen: warum nur gibt es solche Zustände nicht in Polen, Kroatien, Ungarn oder den anderen osteuropäischen Staaten? Auf die Antwort von Ihnen wäre ich gespannt. Die wird aber nicht kommen. Es ist eine böse Laune des Schicksals, dass immer andere die Opfer des Gutmenschentums werden, niemals die Gutmenschen selbst. Multiethnisch, man kann es nicht mehr ertragen. Ich jedenfalls kann die Wut gut verstehen! Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis...

Armin Latell | Mi., 10. Juni 2026 - 20:58

was da in UK schon seit längerer Zeit geschieht, ist also alles nur Einbildung, von Rechten und Rechtsradikalen instrumentalisierte Einzelfälle, Stereotypen werden angewendet. Nachdem ich diesen für mich schwer erträglichen Artikel gelesen habe, kann ich nur konstatieren, dass Sie es sind, die die linken, woken Stereotypen bedienen.

Armin Latell | Mi., 10. Juni 2026 - 21:01

Antwort auf von Armin Latell

Es kann mir niemand erklären, warum solch eine Invasion für die einheimische Bevölkerung vorteilhaft sein soll. Das gilt für alle westeurop. Staaten! Im Übrigen: warum nur gibt es solche Zustände nicht in Polen, Kroatien, Ungarn oder den anderen osteuropäischen Staaten? Auf die Antwort von Ihnen wäre ich gespannt. Die wird aber nicht kommen.

des Schicksals, dass immer andere die Opfer des Gutmenschentums werden, niemals die Gutmenschen selbst. Multiethnisch, man kann es nicht mehr ertragen. Ich jedenfalls kann die Wut gut verstehen! Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis...

Wer seine Bürger den Wölfen wie Schafe zum Fraß vorwirft, darf sich nicht wundern, wenn die Schafe selbst zu Wölfen werden, Herr Latell. Das Experiment der heterogenen Gemeinschaft ist gescheitert, der Ausgang stand ohnehin von vornherein fest. Denn was erwartet denn eine ehemals homogene Gesellschaft mit gemeinsamen Werten wie Freiheit u. Gleichberechtigung von einem Zusammenleben mit zum Teil martialischen Steinzeitkulturen, deren Verständnis von Islam, Scharia und Haram so freundlich u. versöhnlich daher kommt wie eine Zombie-Invasion?
Warum sehen denn all deren Herkunftsländer so aus wie sie aussehen, fragt sich das niemand? Trump hat dieses Länder zutreffend wie ich finde als "Dreckslochländer" bezeichnet. Und dass dies so ist, haben weder Aliens noch ausländische Invasoren verschuldet, sondern die Menschen die dort leben. Jetzt leben genau die unter uns, also was genau soll da unsere Zukunftsperspektive sein? Dass jedes Land irgendwann zu Kalkutta wird, auch unseres? Vermutlich.

Armin Latell | Mi., 10. Juni 2026 - 21:13

"ganz böse" deutsche Wörter identifizieren, die die Zensur KI blockt. Schreiben wie der Schnabel gewachsen ist, ist eben nicht erwünscht. Dann eben anders!

Sabine Lehmann | Fr., 12. Juni 2026 - 16:26

Antwort auf von Armin Latell

Die meisten meiner Kommentare hier können Sie heute nur deshalb lesen, weil ich sie kopiert an die Redaktion geschickt habe und um Überprüfung bzw. Freischaltung gebeten hatte, lieber Herr Latell. Meine Texte wurden von der KI aussortiert und waren in der sogenannten Warteschleife gelandet. Ich dachte erst gar nicht, dass dies zum Erfolg führen würde, aber ich habe mich getäuscht.

Markus Michaelis | Mi., 10. Juni 2026 - 21:54

Herr Schnee schildert die Aspekte gut. Herr Schnee gehört auch zu dem Teil der Gesellschaft, der mir persönlich/privat nahe steht - mit denen ich "eigentlich" leben will. Politisch kann ich aber nicht mehr folgen, auch wenn hier (dankenswerter Weise) mehr Phänomene geschildert als Urteile abgegeben werden. Ich bin wahrscheinlich eher untypisch: eigentlich Anywhere, aber mit einigem Verständnis für die "kruden Argumente". Ich habe auch weniger Zweifel, dass bei weiteren Eskalationen die "rechte Seite" es so übertreiben wird, dass wir alle in die Ordnung der Anywhere- oder sonstigen "Mitte" streben werden.

Politisch kann ich trotzdem nicht folgen. Ich empfinde die Sichtweisen, was krude ist, was eine "dumme" Verklärung der Vergangenheit sei als zu selektiv. Bei der dagegengestellten Offenheit sehe ich mehr die Hilflosigkeit mit realen Strömungen/Menschen umzugehen. Was nicht ins eigene Weltbild passt ist radikal oder dumm, weiter weiß man dann auch nicht. Mich überzeugt das nicht.

Sabine Lehmann | Do., 11. Juni 2026 - 02:23

Ich dachte, ich hätte mich verlesen! Wie kann man auf die Idee kommen, es ginge hier um einen "Meinungsstreit"? Grad so, als ginge es um eine Debatte über Steuererhöhung oder wie viele neue Parkplätze im nächsten Neubaugebiet entstehen. Der blanke Zynismus, betrachtet man ganz objektiv den Kontext. Der Kontext heißt Überleben. Das Stadtbild, welches hier vom Autor Herrn Schnee so pittoresk beschrieben wird, kenne ich. Ich wohne im Herzen NRW's u. ich bin alt u. intelligent genug, um die Verwerfungen zu erkennen, die dieses ach so pittoreske "bunte" Stadtbild so mit sich bringt. Diese Verwerfungen heißen Gewaltkriminalität un. das tägliche Unbehagen, vor allem als Frau, sich an jeder x-beliebigen Ecke an Männerhorden vorbei zu lavieren, deren Sprache(n) ich zwar nicht kenne, aber deren Gestik, Mimik und Lautstärke mir eindrücklich deren Absichten vermitteln. Heil u. unversehrt heim zu kommen: ein reines Glücksspiel. Das Zusammenleben wird täglich neu ausgehandelt, DAS ist die neue Welt!

IH | Do., 11. Juni 2026 - 07:26

Gewalt gegen Menschen wegen ihrer Herkunft darf nicht ausgeübt werden. Allerdings hat die Politik mit ihrer Migrationsagenda genau den Boden bereitet, auf dem diese Gewalt gedeiht. Die Wut der Bürger sollte gegen die Politik gerichtet sein. Und nicht gegen Menschen wegen ihrer Herkunft.

S. Kaiser | Do., 11. Juni 2026 - 10:05

„ ... sowie der radikale Wandel der Nachbarschaft – das Zeichen der Einwanderungsgesellschaft – EMPFINDEN sie als Bedrohung.“
So, So … heißt das, sie bilden sich die Bedrohung nur ein? Sprechen die Gewaltvorfälle (und nicht nur die, die es in die internationalen Medien geschafft haben) nicht eine eindeutige Sprache?
Und dann der Relativierungsversuch durch Auflistung vergangener Konflikte innerhalb der britischen Bevölkerung.
Die ethnische Heterogenität, die der Autor als Vertreter der „Anywheres“ im eigenen akademischen Umfeld erlebt, abgeschottet von den prekären Umständen, in denen die „Somewheres“ verharren (müssen), mit deren Erleben gleichzusetzen spricht Hohn.
Es ist diese ignorante, selbstverliebte und unempathische Klasse, die sich die Verantwortung für die jetzigen Unruhen zuschreiben lassen muss und einen womöglich neu aufflackernden Rassismus, der Unschuldige treffen wird. Die Downing Street No. 10 wird das Versailles des 21 Jahrhunderts ....

Herr B. | Do., 11. Juni 2026 - 12:38

Die Probleme sind real, sie sind hausgemacht, sie sind das Ergebnis einer von einer grünslinkswoken Ideologie getriebenen Politik die seit Jahrzehnten, auch hierzulande, die Interessen und das Wohl der eigenen Bevölkerung hinter ihre Ideologie stellt! Es wird auf Kosten und zu Lasten der eigenen Bevölkerung eine Ideologie umgesetzt, hinter der eine absolute Minderheit steht. Und gerade diese Minderheit ist es, die am wenigsten unter den Folgen der eigenen Politik leidet, denn sie schützt sich und ihresgleichen! Deswegen fällt es ihr auch leicht, mit dem Finger auf die „bösen“ anderen zu zeigen! Der Autor macht das auch.

Die Wut ist verständlich, sie staut sich seit Jahrzehnten auf. Ein linker Verwandter sagte mir vor vielen Jahren in Bezug auf einen anderen Kontinent und eine andere Zeit, „man kann ein Volk nicht ewig unterdrücken“! Genau das passiert jetzt, das unterdrückte Volk beginnt sich zu wehren und es wird nicht bei diesem Volk bleiben!

Gisela Hachenberg | Do., 11. Juni 2026 - 13:11

Ein sehr verstörender Artikel. Beim Lesen einiger Passagen dachte ich, ich bin im falschen Film. Herr Schnee ist ganz, ganz weit weg von den Problemen der Menschen. Er lebt und wohnt wahrscheinlich weit weg und privilegiert irgendwo im schönen London. Wie kann man echte Probleme von Menschen so negieren, wegreden, wegschauen. In unserem Land wird es irgendwann auch so kommen. Aber wir haben ja die tolle Migrationswende. Oder habe ich das falsch verstanden??? 🥺🥺

An Tagen wie heute wünsche ich mir die Artikel von Dr. Jens Peter Paul zurück, liebe Frau Hachenberg. Er hätte unmissverständlich und mit offenem Visier berichtet, Fakten zusammen getragen, analysiert was nicht zu übersehen ist, es sei denn man ist blind, verantwortungslos oder borniert, und hätte daraus die richtigen Schlüsse gezogen.
Aber heute wird das blutige Geschehen mit viel rein waschenden Substanzen und ideologischem Fleckentferner in die Waschtrommel der guten Haltung gestopft und in mehreren Waschgängen so blütenweiß sauber gewaschen, bis am Ende nur noch ein intellektueller fleckenfreier Diskurs über abstrakte, juristische, soziologische oder pathologische Theorien übrig bleibt. Die schöne neue Welt der aufrechten Diplomtheoretiker, welche die Praxis auf der Straße vermeiden wie der Teufel das Weihwasser.

Auszug aus der Rede von Pete Hegseth zum 82. Jahrestag der Landung der Alliiertenin der Normandie:
„Leider werden heute verschiedene europäische Strände von verschiedenen gefährlichen Ideologien gestürmt“, sagte Hegseth am Samstag auf dem US-Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer. Und: „An den Stränden Spaniens, Italiens, Griechenlands und Bulgariens landen Boote und Menschen.“ Dann stellte er die Frage, die an sämtliche Regierungen der EU-Nationen gerichtet war: „Wann werden die europäischen Hauptstädte etwas gegen diese Invasion unternehmen, oder ist es bereits zu spät? Ich bete, dass es nicht so ist, und ich glaube, dass es nicht so ist.“ - „Die erkämpfte Freiheit muss bewahrt werden“

Michael Ulrich Kahl | Do., 11. Juni 2026 - 13:26

"Familien der Opfer und Nachbarn, die zur Ruhe aufrufen, um Respekt für die Trauernden bitten und keine Instrumentalisierung der Tragödie wollen"....
Eins steht fest, sollte sich jemand, woher auch immer stammend, an einer oder einem aus meiner Familie vergreifen, werde ich alles tun, aber niemals zur Ruhe aufrufen,......niemals

Wolfgang Balzer | Do., 11. Juni 2026 - 16:54

Ein Meinungsstreit wäre es, würde vor einer Entscheidung darüber debattiert. Migration findet aber bereits seit geraumer Zeit statt, es wurden also bereits Fakten geschaffen, und solange die Migration anhält, findet dies weiterhin statt. Ich stimme dem Autor zu, wenn er sagt, die Briten seien offener und experimentierfreudiger als andere Nationen. Die tatsächliche Frage sollte also lauten: Wenn selbst hier massive Zweifel aufkommen - und das ist ja auch nicht erst seit gestern der Fall - welche Gründe gibt es noch, das nicht ernst zu nehmen? Daß Integration, wenn überhaupt, nur bei sehr niedrigem Zustrom funktioniert, sollte doch auch längst offensichtlich sein. Andere Staaten, als Positivbeispiel würde mir Dänemark einfallen, haben sich schon länger zum aktiven Gegensteuern entschieden.

christoph ernst | Do., 11. Juni 2026 - 17:11

Müssen die Westeuropäer es sich wegen der vermeintlichen Gräuel ihrer Vorfahren gefallen lassen, dass die Eliten Menschen aus Kulturen, die sie und ihre Lebensweise zutiefst verachten, zu Millionen in ihre Lebensräume importieren, um sie langfristig zu verdrängen?
Sind Islam und Christentum kompatibel?Bereichert der Islam Europa, oder will er endlich das Abendland erobern und einen 1400 Jahre alten Krieg gegen Ungläubige gewinnen?
Ist es Rassismus, wenn man sich wünscht, dass die eigenen Enkel noch Weihnachten und Ostern feiern? In Großbritannien werden ab 2064 mehr Abkömmlinge von muslimischen Immigranten leben als von indigenen Briten. In den großen Städten Deutschlands, Belgiens und den Niederlanden ist der am häufigsten vergebene männliche Vorname bei Neugeborenen längst eine Variation von Muhammed.
Das Ende des 'westlichen, liberalen, aufgeklärten Europas' ist längst absehbar. Nur wer wünscht sich das? Außer denen, die ihre eigene Kultur zutiefst verabscheuen?

Sabine Lehmann | Fr., 12. Juni 2026 - 02:31

Jetzt auch in Ihrem Bundestag. Falls Herr Schnee Interesse hat sich das statt in beschaulichen Londoner Vororten anzuschauen, wie das geht mit dem friedlichen Meinungsstreit, könnte er das heute live im deutschen Bundestag besichtigen. Als Frau Weidel die Vorzüge ungebremster Migration aus der Dritten Welt(für mich tut es auch die Zweite Welt übrigens) anhand eines Beispiels aus Nürnberg anführte, wo minderjährige Mädchen von Migranten-Banden über Drogen zur Prostitution gezwungen werden, und das Alles vor den Augen der örtlichen Polizei(weil da kann man halt nichts machen, gell) gab es im Plenarsaal lautes Gelächter. Die üblichen Verdächtigen linker Spezialdemokraten, die unter Demokratie die Abschaffung des freien Westens verstehen und alles was mit Scharia zu tun hat für orientalische Folklore von höchstem Kulturgut halten, finden diese Abgründe menschlicher Zivilisation als Folge katastrophaler Migrationspolitik amüsant. DAS und genau das ist unser einziges Problem, diese Klientel!