- Liliput statt Gulliver
Deutschlands Scheitern im UN-Sicherheitsrat ist die Quittung für eine Außenpolitik der Selbstüberschätzung. Es offenbart die wachsende Kluft zwischen dem deutschen Selbstbild als globale Führungsmacht und der tatsächlichen Wahrnehmung durch die Weltgemeinschaft.
Deutschland ist nicht in den UN-Sicherheitsrat gewählt worden. Das kann man natürlich als diplomatische Panne behandeln, als unglückliche Abstimmung oder als Betriebsunfall in New York. Man kann es aber auch ernst nehmen – und dann wird daraus ein Symbol für den Zustand deutscher Außenpolitik: Ein Land, das sich selbst für unverzichtbar hält, muss plötzlich zur Kenntnis nehmen, dass andere Staaten diese Selbsteinschätzung nicht teilen.
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Westerwelle, Steinmeier, Gabriel, Maas, Baerbock: eine stetige Steigerung hin zur Bedeutungslosigkeit deutscher Außenpolitik. Ob das Auftreten von Frau Baerbock, auch während ihrer einjährigen Dauerpräsenz in NYC, der deutschen Bewerbung genutzt hat - zweifelhaft. In den vergangenen Jahren (nicht erst seit Trump) ist die UNO zu einem Papiertiger geschrumpft. Das ist das eigentliche Drama, nicht die gescheiterte deutsche Bewerbung.
macht …..
Wohl war ! Nicht nur wirtschaftlich verarmt und dennoch mit Spendierhosen deutsches Steuergeld verteilend, gesellschaftlich gespalten in einem Linksblock & eine einzige Oppositionspartei außerhalb der Brandmauer vorweisen hat und die eingeforderte Demokratie selbst mit Füßen tritt.
Mit freundlichen Grüßen a d Erf. Rep.
gute Beschreibung der Bundesrepublik Deutschland.
Nun orientiere ich mich schon immer stärker an England als an Süd/Osteuropa.
Die Engländer haben m.E. nie Jemanden gefragt, wie sie sich entwickeln sollten.
So gesehen ist das Ergebnis für mich eher eine Bestandsaufnahme, als ein Wegweiser.
Es ist meiner Meinung nach der verkehrte Weg, von der ganzen Welt beklatscht werden zu wollen und störte mich sehr an Frau Merkel.
M.E. keine Gradlinigkeit.
Momentan weiss man nicht, wohin sich Deutschland entwickelt?
Für mich ist es nach England ein weiteres liebevolles "Auenland" und das muss sich für mich nicht ändern.
Europa will keine Weltmacht sein, sie ist eine und dann kann die Welt gerne kommen und Europa kennenlernen.
"Wie hätten Sie es denn gerne" wird man hoffentlich hier nicht hören.
Portugal eine ehemalige Weltmacht, Österreich eine ehemalige starke europäische Macht.
Deutschland pendelt zwischen "Auenland" und "Adlern".
Es als "satt" zu bezeichnen, finde ich einigermaßen haarsträubend.
"Der Herr der Ringe" von Tolkien ist m.E. ein wunderbares Kompendium europäischer Traditionen, Werte und Geschichte.
Das sieht m.E. Herr Prof. Ganteför viel zu dramatisch, wenn er evtl. so oft gegen Frau Herrmann, aber freundlich ""wettert"" und das als Schweizer?
Es gibt eine starke "Auenland"-Identität in Deutschland, wenn man mich fragt und erkärt z.B. die Vorliebe hier für umweltfreundliche und nachhaltige Energie etc.
Das tippe ich für Polen nicht viel anders.
Vielleicht auch eine gute Linie: England,Deutschland, Polen?
Es gibt viele gewachsene Verbindungen in Europa, gewachsene und auch neue...
Übrigens, Gratulation nach Österreich und Portugal.
Europa ist bestimmt in guten Händen.
"Vielleicht auch eine gute Linie: England,Deutschland, Polen?" -- Sorry, NEIN! England (GB) ist nach wie vor vor allem in den Eliten zu 100% selbstzentriert.., gut okay sagen wir 98%... Sie halten sich immer noch für 'Das Empire!' - Punkt! (bzw. Ausrufezeichen)
Die wirklich sinnvolle strategische Linie läuft Frankreich-Deutschland-Polen (geographisch von links-nach-rechts; keine politische Wertung!)
'Das Weimarer Dreieck' ist/wäre der Schlüssel für ein sicheres und d global anerkanntes Europa und damit auch Deutschlands...
GB könnte(!) dazu stoßen..., aber erst wenn sie auch wieder in der EU wären..., nach jetzigem Stand der Dinge.
... war das doch zu erwarten!
Wo gibt es ein Anzeichen dafür, dass deutsche Politiker leistungsfähiger wären als Pop-Stars und Fußballer oder als die übrigen Kreaturen der deutschen Medienwelt?
Deutsche Politiker glauben immer noch an den, die blinde und bedingungslose Unterstützung der NATO und des osteuropäischen Nationalismus mit unzähligen deutschen Steuermilliarden würde irgend eine Art Dankbarkeit produzieren.
Das ist ein gewaltiger Irrtum, für den alle Deutschen noch viel bezahlen werden.
Ob im UN-Sicherheitsrat die Nichtanwesenheit Deutschlands bzw. die Präsenz Portugals und Österreichs aber wirklich wichtig ist, das wage ich doch zu bezweifeln. Vielleicht ist Professor Hartlebs Sympathie für europäische Zwergstaaten (Estland usw.) eben auch nur eine sentimentale Polit-Träumerei in einer schwierigen Realität.
"Deutsche Politiker glauben immer noch an den TRAUM, die blinde und bedingungslose Unterstützung ..."
ich vollständig zu... In Ihren anderen Ausführungen laufen Sie glaube ich der Realität hinterher, um mindestens 1,5+ viele Jahre, also bis VOR Trumps zweite Amtszeit. Bis sahen war das vielleicht so wie Sie angeben..., danach nicht mehr - und das ist in Berlin auch zu großen Teilen angekommen..., nur steckt man halt fest im Rektum 'des Hegemon' aus jahrzehntelanger devoter Grundhaltung - gebückt... - DA kommt man/Frau nicht sooo schnell wieder raus, nach 70 Jahren... ... /😉🤣
Die Erkenntnis ist aber mittlerweile da..., glaube ich.
des Beitrags zur UN-Finanzierung finde ich nachvollziehbar.
Denn wenn dir BRD eine Sache nicht macht ist es konsequent zu handeln. Die Brücken gehen überall kaputt, darüber wird aber Buch geführt, nicht gehandelt, nicht renoviert oder ersetzt. Wüst meinte wohl erst er habe die Brücken in NRW so übernommen, mag sein, dann hätte er sie ja insbesondere als Verkehrsminister renovieren oder ersetzen lassen können bzw. müssen.
Die Zeitenwende wird verkündet und es dauert Jahre bis überhaupt irgendetwas passiert außer REDEN.
Die Entwicklungshilfe bringt wenig bis nichts, finanziert unter anderem Terror in der Welt, wird diese gekürzt? Nein, sie wird nach wie vor in praktisch vollem Ausmaß gezahlt während den Bürgerinnen und Bürgern neue Steuern aufgebrummt und zusätzliche Schulden aufgenommen werden.
Es gibt keine Konsequenzen, niemand fühlt sich verantwortlich. Verantwortungsdiffusion und Mitnahmementalität.
Die Energiewende vertreibt die Wirtschaft und Klaus Müller wird nicht entlassen
an den Autor.
Offensichtlich waren Mehrfachnominierungen oder Abstimmungen möglich. Denn in Summe haben die Delegierten ~400 Stimmen bei 200 möglichen Stimmberechtigten abgegeben. Also wurde um den Platz konkurriert, um die Anzahl an Stimme und nicht primär um die Stimme.
und zwar aus Zwang zur Anpassung bei Realisierung der eigenen Möglichkeiten, müsste das Finazierungssgebaren der Bundesrepublik auf den Prüfstand. Wie will man dem eigenen Volk vermitteln, es hätte sich auf Verzicht einzustellen, wenn China immer noch eine halbe Milliarde "Entwicklungshilfe" von der BRD bekommt (nur ein Beispiel). Wir gefallen uns zu sehr in der Rolle des Zahlmeisters.
Aber ganz unabhängig davon ist eine neue Bewertung der UN, ihrer Rolle, ihrer Struktur, ihres Agierens überfällig. Ist sie überhaupt noch zeitgemäß? Wem nützt und wem schadet sie eher? Sicher, in Ermangelung eines funktionierenden Substitutes kann man sie nicht kurzerhand abschaffen. Aber ein Anfang bei dysfunktionalen Unterorganisationen (z.B. UNRWA) wäre sinnvoll.
Und dass es bis heute nicht gelungen ist, aus diesem Zwei-Klassen-Gremium, genannt "Sicherheitsrat" etwas zu schaffen, das sich nicht stets und ständig selbst blockiert, zeigt doch, was dieser Verein für einen Wert hat.
Deutschland "als wohlhabender, belehrender, selektiv empörter Staat, der gern Prinzipien predigt, bei Exporten, Energie, Migration oder Bündnisloyalität aber sehr realpolitisch wird"
+ feministische Außenpolitik 3 Jahre... ... - das ist ganz einfach die natürliche Quittung..., von der gern aus Deutschland belehrten Weltgemeinschaft... ... 🤔
Und dann darf man sich nicht vergessen/unterschätzen welche Auswirkungen die Tatsache, dass man dem Gremium die oberste deutsche Belehrerin (feministische) direkt vor die Nase gesetzt hat, trotz erträglicherer Alternativen... 🤔 >> vorzeichenverkehrte Imagepflege vielleicht...??
>> richtig: "darf man auch nicht vergessen/..."
...die alten Probleme...
eines Herrn Merz wurde ein Riegel vorgeschoben und das ist gut so.
sie wären die gleiche 'Weltmacht' wie noch vor 30 Jahren... ..., dabei sollten bzw. müssen sie ersteinmal zu Hause 'den Laden wieder in Ordnung bringen...', welcher sich seit Merkel im fortlaufenden Abschwung befindet - mal mehr, mal weniger... - aber die letzten Jahre seit 2015 eine unverkennbar deutliche Abwärtstendenz zeigt, wirtschaftlich!! wie auch (innen-) politisch.
Das Land ist seit 10 Jahren auf Talfahrt..., ohne ein Ende in Sicht...☝, will aber genau! jetzt! im Weltsicherheitsrat mitreden... ... /🤔🤪
Das Abstimmungsergebnis ist nur folgerichtig... - "Sowas kommt von so was..." ✔
Ich finde zur Abwechslung mal nichts im Text, das man als Framing bloßstellen müsste. Der zentrale, zutreffende Satz lautet »Deutschland ist nicht an der Weltpolitik gescheitert, sondern an der eigenen Selbstverliebtheit.« Das trifft auf viele Politikfelder zu, nicht nur auf die Außenpolitik. Aber in der Außenpolitik liegt die größte Gefahr, zu Instabilität und Krise beizutragen.
Das moralisch überhöhte Selbstbild, die selbstgewählte Rolle als »Gewissen der Welt« bei gleichzeitiger geopolitischer Orientierungslosigkeit, Pfusch im politischen Handwerk – auf alles das legt der Artikel punktgenau den Finger. So ist auch die Forderung nach politischem Realismus zwingend. Man kann nun diskutieren, was die Kriterien sind, an denen sich solcher Realismus messen ließe. Dankenswerterweise erspart es uns Herr Hartleb, sogleich zum betreuten Denken überzugehen und auf eine Marschrichtung einzuschwören.
Es wäre schon ein Fortschritt, wenn die blinde Idealisierung der USA endlich enden würde.
Nicht nur. Eine Mehrheit der Menschen würde wohl sagen, dass es die letzten 10-20 Jahre aufwärts ging. ZB weil man endlich auch dem Westen eigene Kräfte entgegensetzen kann. Ich stimme dem Artikel sehr zu, aber ein wenig schwimmt immer noch mit, dass es eine absolute Moral gäbe, dass man nur eben auch in der realen Welt leben müsse. Oft ist es aber so, dass das, was wir für Moral halten, eine gute Portion Selbstzentriertheit und Selbstüberhöhung ist.
Ich würde auch das Völkerrecht nicht so hoch hängen: da gibt es viele Staaten, viele Interessen, vieles, dem wir sicher nicht folgen wollten. Warum soll daraus auf einmal ein höchstes Recht entstehen? Was wäre daran gut?
In den UN nehmen wir die Interessen anderer Staaten zur Kenntnis, man sucht Kompromisse, weil man Kriege vermeiden will. Höher sollte man es aber auch nicht hängen: auch wenn Mehrheiten eher auf Russlands oder Irans Seite sind, heißt das doch nicht, dass wir das als unantastbare Wahrheit akzeptieren.
Da m.E. deutsche Regierungen seit Jahrzehnten bedingungsloser Zahlmeister der UN und deren vielen Institutionen und Anliegen sind und dieses Wadephul auch auf der Generalversammlung stolz bestätigte, verbunden mit dem Hinweis auf Zahlungen für Klimafolgen und die notwendige Einbindung der Frauen und Jugendlichen in die Aussenpolitik, war das Notwendige für die Stimmabgabe gesagt: Geld wird weiter fliessen.
militärische, wirtschaftliche oder strategische Größe eines der beiden Länder kann ich nicht erkennen und sehe daher diesen Beitrag als verfehlt.
Was nicht heißt, dass ich diese diplomatische Blamage nicht voll und ganz verstehe.
Ich sehe nur andere Gründe. Und jetzt wird es ein wenig „direkt“.
Deutschland ist zum Deppen der Welt mutiert. Kein Land hat sich willentlich und mit einer solchen Konsequenz selbst abgeschossen wie Deutschland, sich seiner Kultur beraubt, Massen an Menschen die es nur ausnutzen wollen herein gewunken und bis heute übervorteilt.
Deutschland fährt eine Klimapolitik, die mit selbstmörderisch oder dumm noch milde beschrieben ist und jetzt möchte man in wenigen Jahren den Energieverbrauch auch noch so senken, dass die Schrumpfung zum Kollaps übergeht.
Weil... man glaubt, man könne das Weltklima retten.
Deutschland wurde deshalb nicht gewählt, weil man es in ALLEN Bereichen nicht mehr ernst nimmt. Nicht mehr ernst nehmen kann.
So meine felsenfeste Überzeugung.
... besonders, was Ihre letzten drei Sätze angeht.
Eine sich im Glanze des von der Presse verliehenen Prädikats "mächtigste Frau der Welt" sonnende und herumscharwenzelnde Kanzlerin, die im eigenen Land KEINE der existenten oder sich deutlichst anbahnenden Aufgaben auch nur angepackt, geschweige denn erledigt hat.
Eine unscheinbare Gestalt wie der völlig farblose Herr Maas, eine den behaupteten Feminismus unsäglich vor sich hertragende Aussenministerin, die eine nominierte Diplomatin ad hoc abservieren ließ und nun wie zum Hohn die geschurigelten Länder in der Vollversammlung "direktiert". Dazwischen die regenbogenbindetragende Ministerin neben Scheichs im WM-Stadion Katars. Und zuletzt der nicht gerade brillante Herr Wadephul, der sich auch Muttis Staatsräson beugen muss, während viele Länder die israelischen Regierungsambitionen nach Dauerbesetzung des Gazastreifens UND der schrittweisen Voll-Annektion der Westbank massivst kritisieren - wer will denn so ein Land mit am Tisch haben?
Was ich indes noch immer nicht verstehe: sind unsere Leute im Außenamt so dumm oder so verblendet oder beides? Seit Jahren geht diese lächerliche Show nun schon. Mit Westerwelle fing es an, mit Maas und Baerbock ging es weiter und nun der Westfriese Wadephul. Wir haben uns über Jahre im Außenamt "zum Obst gemacht" - dümmliches auf Ideologie getrimmtes Daherreden und immer das Falsche getan. Das muss doch dem Dümmsten und Unbedarftesten selbst in entferntesten Weltteilen auffallen. Aber, es könnte auch Grünes Denken sein "Deutschland, du mieses Stück Sch..." - endlich haben sie uns abserviert, die Grünen. Das ist die Essenz der Alt- 68 ´iger, Deutschland muss abgeschafft werden. Und Merz begreift es nicht "Die Russen waren es!" So billig und einfach gestrickt sind diese Leutchen, die uns Schritt für Schritt ins Unglück und Elend führen. Und ich wiederhole es: Es sind nur noch wenige Schritte bis zum Abgrund. Sind wir erst einmal reingefallen, gibt es keine Rückkehr.
des Patienten Deutschland!
Das Vetorecht ist nicht der einzige Geburtsfehler der UNO. Der UN-Sicherheitsrat ist infolge dessen ein Unsicherheitsrat. Der „demokratische“ Einfluss der unzähligen unfähigen, korrupten Regierungen oder Militärregime dieser Welt macht die Durchsetzung der einst hehren Ziele der UNO zur Illusion. Gibt es eine einzige UN-Mission, die von Erfolg gekrönt war? Gegenteiliges zuhauf, Paradebeispiel war Srebrenica. China massiv seinen Einfluss in den UN-Organisationen ausweitet, gehört konsequenterweise zu dessen langfristiger Strategie. Apropos China: Die UNO hat bereits 1971 ihre eigenen Ziele verraten, als sie auf Druck Pekings Taiwan de facto aus der Uno ausgeschlossen hat. Fazit: Die Mächtigen und Despoten tun, was sie wollen, weil sie es ungehindert können. Amerika ist auf dem Rückzug, die „Europäische Union“ ein handlungsunfähiger, zerstrittener Hühnerhaufen. Wer soll da etwas zum Besseren richten? Die UNO ? Eine Beendigung dieses gescheiterten Projekts wäre kein großer Verlust.
