Amerikaner feiern die Rückkehr der Geisel Edan Alexander
Eine Szene, wie man sie in Deutschland nicht zu sehen bekommt: Amerikaner feiern die Rückkehr der Geisel Edan Alexander / picture alliance / Anadolu | Lokman Vural Elibol

Deutsche Geiseln in Gaza - Die Bundesregierung hat andere Prioritäten

Es müsste immer die höchste Priorität haben, eigene Staatsbürger aus einer Geiselnahme zu befreien. Noch immer sind sieben deutsche Geiseln in der Hand der Hamas. Doch weder die alte noch die neue Bundesregierung zeigt großes Engagement, diese Geiseln freizubekommen.

Autoreninfo

Gideon Böss ist Roman- und Sachbuchautor und hat unter anderem über Religionen in Deutschland und Glücksversprechen im Kapitalismus geschrieben.

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Donald Trump wütete und drohte, und am Ende bekam er, was er wollte. Die Geisel Edan Alexander, die sowohl israelischer als auch amerikanischer Staatsbürger ist, wurde im Mai von der Hamas freigelassen. Trump lud Alexander daraufhin ins Weiße Haus ein und stellte sich mit ihm zusammen demonstrativ vor die Kameras. Die Aussage war klar: Wir lassen unsere Staatsbürger nicht im Stich.

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Ingofrank | Di., 15. Juli 2025 - 07:34

mit doppelter Staatsbürgerschaft an die Hilfslieferungen nach Gaza koppeln können.
Das zu tun, mit einer nicht gerade „israelfreundlichen“ AM unter Scholz einleuchtend ! Aber jetzt ? Läßt man die Anti Israelischen Demonstrationen an Hochschulen und auf deutschen Straßen immer noch zu !
Ich merkte es zu einem anderen Artikel bereits an. Der Islamismus ist keine Gefahr mehr für Deutschland, wir sind schon islamisiert weil wir den Judenhass importiert haben. Und das seit mehr als 20 Jahren, wobei ein Ende, nicht abzusehen ist.
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Andreas Turnwald | Di., 15. Juli 2025 - 08:10

...für den Hinweis auf deutsche Staatsbürger in Geiselhaft der Hamas! Das war mir in der Tat nicht bekannt und setzt damit ein weiteres schmähliches Licht auf die deutsche Regierung und ihre assoziierten Medien. Mögen die Geiseln bald befreit werden!

Walter Bühler | Di., 15. Juli 2025 - 12:19

Antwort auf von Andreas Turnwald

Unsere Obrigkeit fühlt sich der EU, der NATO, den Scheichs und dem Medien-Helden Wladimir Selenski verpflichtet, aber nicht ihrem eigenen Land und Volk.

Diese Katzbuckelei vor ideologisch oder medial aufgeblasenen ausländischen Führern ist offenbar zur bequemen und faulen Gewohnheit geworden.

Frau Baerbock musste aber unbedingt den Posten an der UNO kriegen, wobei wir deutschen Steuerzahler weiter Baerbocks Luxusleben in NY und Dubai samt Friseur zahlen dürfen.

Zum Dank beschimpft sie uns, weil wir Steuerzahler ihre Spießgesell*innen nicht im BVerfG haben wollen. Man kann sich sicher sein, dass diese Frau niemals an die Interessen der Menschen in Deutschland denken wird.

So sind sie halt, die links-grünen deutschen Funktionär*innen

Müssten wir die vielen jetzt blitzschnell eingebürgerten Neubürger nicht warnen? In den meisten Ländern sind sie viel sicherer als bei uns!

Urban Will | Di., 15. Juli 2025 - 08:55

CDU/CSU gehört, bemüht sich nicht mal mehr, seine Verachtung für alle Deutschen zu verbergen.
Das Leben dieser Menschen, ich denke allesamt Juden, sind diesen Widerlingen schlicht egal.
Das einzige, was zählt, ist die moralisch aufgeblasene, lächerliche, einseitig pro-palästinensische Propaganda.
Damit all die Goldstücke, die man sich aus diesem Lager ins Land gewunken hat, auch wohl gestimmt sind.
Baerbock und Konsorten haben nur Sympathie für die Steinzeit-Islamisten der Hamas. Dorthin verpulverten sie unser Steuergeld. Und die Fritzel-Regierung macht da weiter.
Aber die Wahlschafgemeinde, die Lemminge, all die sich zu den „Guten“ zählenden: sie machen mit, sie schauen blöde zu und somit kann man den noch immer verschleppten Deutschen nur wünschen, dass die israelische Armee sie heraus holt. Und dass sie merken, dass Deutschland nicht mehr das Land ist, wo Juden noch in Frieden leben können. Ich schäme mich für dieses Land.

Alexander J. Schabries | Di., 15. Juli 2025 - 09:59

Das passive Verhalten der deutschen Regierung ist durch nichts zu rechtfertigen. Setzt man dazu die Bemühungen um die Rückführung eines deutschen Straftäters aus Ungarn zum Vergleich, verschlägt es einem vollends die Sprache. Bin gespannt zu was diese Irrsinnspolitik im „besten aller Deutschlands“ noch führen wird. Die USA lässt ihre Staatsbürger nicht im Regen stehen: „Nobody left behind!“ Hierzulande gilt: „Wer sich auf diese Regierung verlässt, der ist verlassen“ Chapeau, Herr Böss zu diesem Artikel.

Sebastian Habel | Di., 15. Juli 2025 - 10:54

Guter Artikel, wie immer Herr Bös. Wäre Edan Alexander nicht freigekommen, hätte Trump sicherlich die Navy SEALs geschickt, um für eine unbürokratische Lösung zu sorgen. Genauso wie jeder andere Präsident, egal ob Republikaner oder Demokrat. Kaum vorzustellen, was die Geiseln, aber auch ihre Angehörigen durchmachen. Falls erstere überhaupt noch leben. Wozu haben wir eigentlich einen Auslandsgeheimdienst und ein KSK?

Bettina Jung | Di., 15. Juli 2025 - 10:55

Die Regierung (AA) setzt alle Kraft ein, Afghanen - gerne auch ohne oder gefälschte Papiere - nach Deutschland einzufliegen (Legal, Illegal, scheixxegal). Wenn Israel und der Schutz jüdischen Lebens "Staatsräson" wäre, müsste man zunächst die Gelder für die Hamas streichen und alles dafür tun, die Geiseln - ob mit oder ohne Deutsche Staatsbürgerschaft - rauszuholen. Deutschland gedenkt lieber den toten Juden als sich für die lebenden einzusetzen.

Und die, die den Juden gedenken sind die die nach 45 geboren sind und nicht die, die das muslimische MultiKulti begrüßen
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Heidemarie Heim | Di., 15. Juli 2025 - 13:45

Manchmal ist das so eine Sache mit dem Langzeitgedächtnis geehrter Herr Böss und liebe Mitkommentatoren/innen. Es geschah im Jahre 1977 wo die deutsche Fußball-Nation inklusive der damaligen Regierung vor den Bildschirmen saß und bester Laune sowie zumindest was die breite Bevölkerung betraf, ohne Wissen über das Schicksal und Martyrium einer deutschen jungen Frau namens Elisabeth Käsemann ,König Fußball frönte. Welche zusammen mit z.B. einer von ihrer Regierung befreiten britischen Staatsbürgerin in Sichtnähe des Stadions in einem Folterkeller der damaligen Militärjunta Argentiniens gebrochen und dann ermordet wurde. Der fast unerträglich anzuschauende Dokumentarfilm von Gerhard Fiedler aus 2014, in dem übrigens u.a. einer der "Folterer" zu Wort kommt, lässt für mich keine der oben genannten Fragen nach einem warum offen!
MfG

Ernst-Günther Konrad | Di., 15. Juli 2025 - 14:16

Dann müssten ja selbst linksgrüne Politiker, täglich an die Entführungen erinnert, ja durchaus mal anerkennen, warum Israel überhaupt so gegen die Palästinenser vorgeht. Verschweigt man die Geiseln, versucht das ganze verdeckt zu halten, läßt es sich leichter Israel Schuld zu geben und die -armen- Kämpfer gegen die israelische Vorherrschaft zu entschuldigen. Wir sehen ja täglich, wie antiisraelische Demos und Judenverfolgung die Medien bestimmen. Und Wadepul ist halt auch ein guten Nachfolger von Baerbock, Er bläst ins gleiche Horn und Merz blendet nur mit seinen Aussagen zu Israel. Ich betone immer wieder, man muss nicht alles gut heißen was Netanjahu da macht. Aber so, wie mit bei Ukraine verschleiert, wie es angefangen hat, so tut man das im Fall Israel auch. Die Anfänge verschweigen und die Reaktionen verurteilen. So einfach machen es sich linksgrüne Ideologen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di., 15. Juli 2025 - 14:40

recht/Recht geben, die Situation ist schrecklich, auch wenn wir keine Amis oder Israelis sind.
Es hilft auch nicht wirklich, sich zu überlegen, ob man die Staatsangehörigkeiten splittet in 1. und 2. Staatsangehörigkeit.
Gleichwohl habe ich zunächst den Eindruck, dass sich Probleme durch die verschiedenen Staatstangehörigkeiten erweitern.
ALLERDINGS ist das Phänomen nicht neu und ich gehe einmal davon aus, dass es mittlerweile ein Procedere dafür gibt.
Ich denke, dass für die Bundesrepublik das Procedere für deutsche Staatsbürger maßgeblich ist.
Schön, dass Herr Böss die Namen nennt.
Ich gehe davon aus, dass es Extremsituationen schon gab, an denen man sich orientieren könnte.
Das tastet die bislang präferierte Zweistaatenlösung evtl. nicht an, vielleicht aber die Vergabe von Hilfe an bestimmte Organisationen, bzw. die Form der Hilfe.
Ich bin sicher, dass die Koalition ihr Äußerstes tut und glaube nicht daran, dass es andere soviel besser könnten.
Mir fehlt die FDP und ihre Expertise...

Frau Dorothee Sehrt-Irrek, "Ich bin sicher, dass die Koalition ihr Äußerstes tut und glaube nicht daran, dass es andere soviel besser könnten."
Woher nehmen Sie Ihre Sicherheit? Nein, die Koalition tut nicht ihr Aeusserstes, die sind viel zu viel mit selbstverursachten Problemen beschaeftigt, ein Kanzler mit dem Rueckgrat eines Gummibaerchens, ein Aussenminister der sich um die Haftbedingungen fuer eine zu Recht verurteilte Person einsetzt, ein Verteidigungsminister der nur Ukraine kennt.....