Deutsche Entwicklungshilfe - Egoistische Helfer

Der Etat von Entwicklungsministers Gerd Müller beläuft sich auf 8,5 Milliarden Euro. Doch wird dieses Geld effizient eingesetzt? Das bezweifeln viele Wissenschaftler. Die Maßnahmen sind oft zu kleinteilig. So wird höchstens die deutsche Wirtschaft angekurbelt

Schüler verfolgen am 10.10.2016 in Niamey im Niger den Unterricht in der Grundschule Goudell II.
Schüler einer Grundschule im Niger / picture alliance

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Dr. Tobias Volpert Ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Hamm-Lippstadt und beschäftigt sich in Forschung und Lehre u. a. mit dem Thema Entwicklungsökonomie. 

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Marcel Riepe ist an der Hochschule Hamm-Lippstadt studentischer Mitarbeiter im Bereich Volkswirtschaftslehre.

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Marcel Riepe

Herr Makamba freut sich. Durch den Bau der Schule, eine Art Schuppen aus groben Balken und Brettern, hat er nicht nur Arbeit als Lehrer gefunden. Auch die Kinder aus den Dörfern im Umkreis von 20 Kilometern können nun täglich unterrichtet werden. Selbst im Frühjahr, wenn die große Regenzeit den Unterricht im Freien unmöglich macht, steht Makamba jetzt an der Tafel. Einen Bus gibt es nicht. Die Kinder kommen zu Fuß zur Schule – wenn sie kommen, denn die Teilnahme am Unterricht ist unregelmäßig. Herr Makamba weiß, woran das liegt: „Es gibt viele Gründe dafür, dass die Kinder nicht täglich in meiner Schule sitzen. Ist die Mutter krank, muss Jamila die kleineren Geschwister versorgen. Findet der Vater von Abasi mal keine Arbeit als Tagelöhner auf einer der Plantagen, fehlt das Schulgeld.“

Trotzdem ist Herr Makamba glücklich, denn seit dem Bau der Schule und der Festeinstellung des Lehrers hat sich die Situation mitten in der Savanne im Osten Afrikas spürbar verbessert. Und Herr Makamba ist auch dankbar, denn er weiß, dass die Schule mit deutscher Entwicklungshilfe gebaut wurde. „Die Deutschen“, sagt er anerkennend, „sind nicht nur behilflich, sie sind auch sehr effizient.“ Gerade einmal sechs Monate hat es gedauert von der ersten Ortsbesichtigung zur Festlegung des Standorts bis zur Fertigstellung der Schule. 

Bekämpfung der Bildungsarmut besonders wichtig

Ob die deutsche Entwicklungszusammenarbeit aber tatsächlich das Prädikat „effizient“ verdient, kann angezweifelt werden. Hiermit beschäftigen sich Experten weit ab von der afrikanischen Savanne. In Washington, im Center for Global Development (CGD), einem der bedeutendsten unabhängigen US-amerikanischen Think Tanks, beurteilen Wissenschaftler regelmäßig die Entwicklungshilfe der weltweit wichtigsten Geberländer. 

Der deutsche Beitrag, der dabei unter die Lupe genommen wird, beläuft sich immerhin auf 8,5 Milliarden Euro. So hoch ist der Etat, mit dem der alte und neue Entwicklungsminister Gerd Müller schwerpunktmäßig in Afrika und Südostasien Projekte wie die Schule von Herrn Makamba möglich macht. Für die deutsche Bundesregierung ist dabei die Bekämpfung der Bildungsarmut besonders wichtig. Die Arbeit des BMZ, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, findet in der deutschen Öffentlichkeit allerdings wenig Beachtung. In den gerade abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen wurde sie kaum erwähnt – obwohl die Arbeit des Hauses Müller erhebliche Schwächen aufweist. Zumindest ist dies die Auffassung der Experten vom CGD. 

Gerd Müllers Bedeutung könnte steigen

Mit Hilfe des QuODA-Modells (Quality of Official Development Assistance) bewerten die Wissenschaftler aus Washington die Entwicklungshilfe von 31 OECD-Mitgliedern und multilaterale Entwicklungshilfebehörden. 30 Indikatoren spiegeln die Qualität wider. Ein Kriterium ist dabei die Effizienz der Entwicklungshilfe eines Landes. Deutschland belegt hier vor den Niederlanden den vorletzten Platz. Aus dem Modell geht hervor, dass Entwicklungshilfe in Deutschland im Vergleich zu anderen OECD-Ländern ineffizient organisiert wird. Deutschland besitzt zu viele Behörden, die die Entwicklungsprojekte parallel verwalten: Zwar koordiniert das BMZ als oberste Bundesbehörde die entwicklungspolitische Arbeit, es existieren aber zahlreiche weitere staatliche Organisationen, die nicht einmal alle dem federführenden Bundesministerium untergeordnet sind. Andere Länder, wie beispielsweise Dänemark, konzentrieren hingegen ihre Entwicklungshilfe in einer Behörde. Die Autoren des QuODA-Modells halten dies für effizienter als die deutsche Zergliederung. 

Doch hebt der Bericht auch Positives hervor: Das BMZ hat 2011 einen Prozess zur Umstrukturierung angeschoben, durch den verschiedene Organisationen fusionieren und damit eine transparentere Unterteilung der Aufgaben entsteht. Das Ministerium von Gerd Müller könnte laut QuODA-Bericht durch eine konsequente Neuorganisation zum weltweit größten Entwicklungshilfeministerium avancieren – mit dann 17.000 Mitarbeitern. Die Bedeutung des verantwortlichen Bundesministers würde damit nicht nur in internationalen Fachkreisen steigen, sondern auch innerhalb der Bundesregierung. Aber auch diese deutliche Aufwertung der deutschen Entwicklungspolitik wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Ob die Neustrukturierung konsequent abgeschlossen wird, ist überdies offen. 

Entwicklungshilfeprogramme sind zu kleinteilig

Ein weiterer Schwachpunkt der deutschen Entwicklungshilfe ist ihre geringe Fokussierung und Spezialisierung. Nach QuODA sind die Projekte des BMZ über zu viele Länder fragmentiert und in zu viele und zu kleine Aktivitäten zersetzt. Nur die USA führen mehr Entwicklungshilfeprojekte zeitgleich durch. Die große Fragmentierung führt dazu, dass die Größe einzelner Entwicklungshilfeprogramme so weit sinkt, dass sie keine nachhaltige Wirkung mehr erzielen können. Deutsche Steuergelder versickern in den Regionen Afrikas, weil sich aus den Kleinstprojekten keine Wachstumseffekte ergeben. Dabei ist die Erkenntnis, dass nur relativ große Entwicklungshilfeprojekte im Empfängerland einen Entwicklungsschub auslösen können, in Fachkreisen schon lange bekannt. Experten sprechen vom so genannten „Big Push“, einem kräftigen Anschub, der dann zu einer eigenständigen Weiterentwicklung führt. Durch die im QuODA-Bericht bemängelte Fragmentierung der deutschen Entwicklungshilfe wird ein solcher „Big Push“ jedoch verhindert. Deutsche Projekte erreichen nicht die notwendige Mindestgröße und haben daher meist nur temporäre Auswirkungen. Das Empfängerland bleibt dauerhaft in der Abhängigkeit ausländischer Hilfen. 

Egoismus nicht von der Hand zu weisen

Kritik erfährt die Arbeit des BMZ nicht nur von den Autoren des QuODA-Berichts. Wissenschaftler des Kieler Instituts für Weltwirtschaft weisen in einer Untersuchung darauf hin, dass deutsche Entwicklungshilfe schwerpunktmäßig in solche Länder fließt, die in der UN-Generalversammlung eher wie Deutschland abstimmen. Auch enge Handelspartner Deutschlands erhalten in der Regel überdurchschnittlich viel Unterstützung. Ganz offensichtlich werden Empfängerländer nicht allein anhand einer objektiven Beurteilung der Bedarfssituation vor Ort ausgewählt. Vielmehr spielen auch geostrategischen Motive der deutschen Außenpolitik eine wichtige Rolle. Ein gewisser Egoismus der deutschen Entwicklungspolitik ist damit nicht von der Hand zu weisen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie des „Ibero American Institute for Economic Research“ der Universität Göttingen. Sie belegt, dass die deutschen Exporte für jeden zusätzlichen US-Dollar, der von Deutschland an Entwicklungshilfe ausgegeben wird, um 0,83 US-Dollar steigen. Auch wenn der „Big Push“ im Empfängerland ausbleibt, Entwicklungshilfe kurbelt damit immerhin die deutsche Wirtschaft an und schafft hierzulande Arbeitsplätze. In den Leitlinien des BMZ sind solche Ziele allerdings nicht verankert. 

Immerhin oberes Mittelfeld im OECD-Vergleich

Der Globalisierungsethiker Werner Lachmann bestätigt den Egoismus in der deutschen Entwicklungspolitik. Allerdings vermutet er, dass die immerhin 17.000 Mitarbeiter staatlicher Entwicklungshilfeorganisationen in Deutschland eine zu erfolgreiche Entwicklungshilfe vermeiden müssen, da sie ansonsten Gefahr laufen, sich selbst überflüssig zu machen. 

Trotz aller Kritik an der deutschen Entwicklungshilfe und dem sicherlich bestehenden Optimierungspotenzial im Hause von Entwicklungsminister Gerd Müller darf eines nicht übersehen werden: Im QuODA-Gesamtranking befindet sich Deutschland mit dem achten von 31 Plätzen immerhin im oberen Mittelfeld der OECD-Staaten. Und auch wenn die Experten den Bau eines einzelnen Schulschuppens in der Savanne Afrikas für wenig effizient halten: Die Schülerinnen und Schüler von Herrn Makamba erhalten durch den nun täglich stattfindenden Unterricht zumindest einen „Little Push“ in Schreiben und Rechnen. Von dem werden sie ihr Leben lang profitieren. 

Wolfgang Raub | Do, 22. März 2018 - 11:13

Warum nicht egoistisch? Sollen wir die fördern, die dann noch versuchen, von uns riesige Reparationssumme einzutreiben. Da bin ich schon der Meinung, daß wir vorzugsweise uns freundlich gesinnte Staaten unterstützen. Uneigennützig sind wir genug, lassen genügend Leute ins Land, die sich benehmen wie S... .

Peter Lieser | Do, 22. März 2018 - 11:19

Klassisches Beispiel der Ö/R Rundfunk ca. 8.5 Milliarden auf XXX Sender verteilt und nichts Gescheites kommt dabei raus ;-)
Aber im Ernst, funktionieren kann auch nur Hilfe zu Selbsthilfe irgendwo in der Savanne verrotten aktuell 50 Traktoren, mangels Ersatzteile und weil sie keiner reparieren kann. Man will ja nicht immer über alles meckern - aber das ist zum Teil blinder Aktionismus und halbherzig gehandelt. Aber es gibt halt immer schöne Bilder im TV für die Politiker und dann noch kurz vor dem Abflug ins heimische Berlin noch ein schwarzes Baby herzen und Afrika ist gerettet. Nur nebenbei, China baut Strassen und komplette Fabriken, dass bringt den Menschen Mehrwert, Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Das sie nebenbei die Bodenschätze abbauen steht auf einem "anderen Blatt".

Wo immer auf der Welt (vorzugsweise Afrika) etwas gebaut wird, dient es nicht nur den chinesischen Interessen, sondern sie bringen bis zum letzten HiWi ihre eigenen Leute mit. Auch in Algerien stehen die Einheimischen am Zaun und dürfen (immerhin!) zuschauen, wie man Infrastruktur baut.

Die nächste Frage wäre dann, welche Gründe das hat. Die Antwort auf diese Frage würde sicher das Verstehen der Probleme dieses an sich reichen Kontinents fördern. Die Chinesen könnten den Afrikanern im Übrigen mal erklären, welcher Zusammenhang zwischen Bevölkerungsexplosion und Armut besteht. Die westlichen Helfer sind dazu ja offenbar nicht in der Lage.

Wolfgang Tröbner | Do, 22. März 2018 - 12:35

Entwicklungshilfe nicht so effizient ist, wie es möglich wäre. Die Erfahrung, dass deutsche Behörden ineffizient agieren, kann man auch hierzulande machen. Zum Teil ist das dem deutschen Behördenwirrwarr geschuldet, bei dem die linke Hand nicht weiß, was die rechte macht (z.B. die Geschehnisse rund um das Amri-Attentat). Einerseits. Andererseits muss aber auch die Frage erlaubt sein, ob es nur an der deutschen Seite liegt oder ob die Länder, denen geholfen werden soll, nicht auch das Ihrige beitragen. Diese Frage stellt sich auch deshalb, weil es sich um einen gehörigen Batzen Geld handelt, der vom deutschen Steuerzahler aufgebracht wird. Eine effizientere Kontrolle der Verwendung scheint mehr als angebracht. "Deutsche Steuergelder versickern ..., weil sich ... keine Wachstumseffekte ergeben" - oder liegt das an der Tatsache, dass sich einige wenige die Taschen vollstopfen? So ist bekannt, dass Kameruns Präsident Biya internationale Gelder für sein luxuriöses Leben in Europa ausgibt

Mathias Trostdorf | Do, 22. März 2018 - 13:10

Spannend wäre- als eine unter vielen Fragen-, ob die Absolventen des "Schulschuppens in der Savanne" dadurch danach in der Savanne irgendwo einen Job finden. Also, ob diese Entwicklungshilfe auch einen konkreten Erfolg zeigt.

claudie cotet | Do, 22. März 2018 - 13:42

diese leute handeln aus den gleiche motiven, die man trump vorwirft.
materialistisches eigeninteresse
oben zu viel geld
unten werden plastikflaschen gesammelt

Willy Ehrlich | Do, 22. März 2018 - 14:36

Das BMZ hat 2011 einen Prozess zur Umstrukturierung angeschoben? Und das wird vom CGD positiv beurteilt? Aber das hat doch ein gewisser Herr Niebel von der FDP unter lautem Gepöbel der politischen Gegner gemacht; der kann doch unmöglich etwas richtig gemacht haben, oder?

Dieter Battenfeld | Do, 22. März 2018 - 14:45

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte gerne etwas los werden, was mich schon lange beschäftigt. Wenn diese grausamen Kriege im Nahen Osten, egal wo dort, einmal beendet sind, bin ich ich unbedingt dafür, an das jeweilige Regime keinen, aber auch keinen einzigen Cent für den Wiederaufbau zu geben. Ich sehe bereits vor meinem geistigen Auge die Schlagzeile, dass Deutschland einer der ersten Zahler sein wird. Doch hat uns irgend jemand von denen gefragt, ob sie die Kriege beginnen dürfen? Hat es irgend jemanden interessiert, wie die Bevölkerung litt? Nein, unsere Vetos waren ihnen egal. Und jetzt muss uns der Wiederaufbau egal sein. Die Bevölkerung unterstützen ja, doch fürs Regime NICHTS

Mathias Trostdorf | Do, 22. März 2018 - 19:35

In reply to by Dieter Battenfeld

Herr Battenfeld, Sie haben das System noch nicht verstanden.
Auch der Wiederaufbau stärkt die westliche Wirtschaft, die sich nach Kriegen ja immer um die lukrativen Projekte reißt. Der Westen verdient also vielfach zweimal an den Kriegen: Zuerst an den Waffenlieferungen, danach durch den, ach so humanistischen, Wiederaufbau.

Christian Bauer | Do, 22. März 2018 - 15:07

Erst lehnte er das E-Ministerium als überflüssig ab. Dann war die FDP wieder in der Regierung- und schwupp, wer sass auf dem Ministerstuhl? unser Dirk. Schön für ihn, konnte er doch von da aus bestens seine Zukunft gestalten: Als alles Geld verteilt war, und er auch nicht wieder in der Regierung sass, brauchte er einen neuen Job: Jetzt reist er als Lobbyist für Rüstungsfirmen, und wo wohl? Richtig, jetzt sammelt er de facto das Geld wieder ein. Und wir wundern uns, woher bestimmte Potentaten die vielen Waffen haben?

Romuald Veselic | Do, 22. März 2018 - 16:45

in der deutschen Entwicklungspolitik. Allerdings vermutet er, dass die immerhin 17.000 Mitarbeiter staatlicher Entwicklungshilfeorganisationen in Deutschland eine zu erfolgreiche Entwicklungshilfe vermeiden müssen, da sie ansonsten Gefahr laufen, sich selbst überflüssig zu machen.

Globalisierungsethiker - was für ein (Traum) - Beruf.

Den möchte ich selber machen.
Ich hätte allerdings die Weltlage erforscht, bevor man die Entwicklungshilfe erfunden hatte. Wie es möglich wurde, dass bestimmte Gesellschaften (Skandinavier/Westslawen) es ohne E-Hilfe schafften, sich auf den Vordermann zu bringen, ohne mit dem "klassischen Kolonialismus" etwas zu tun haben. Wie haben die die Katastrophen/Widrigkeiten (Pest/Cholera; 30-Jähriger Krieg, Nomaden-Völker-Expansion, kaltes Klima) und Rückständigkeit/Tribalismus überwunden.

Bernd Wollmann | Do, 22. März 2018 - 17:29

Natürlich ist es wichtig eine Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, solange sie auch bei den Bedürftigen ankommt, und nicht bei den korrupten Politikern. Aber solange in ganz Afrika totales Chaos herrscht u. die afrikanische Frau ca. 6 Kinder gebärt, ist eine nachhaltige Entwicklungshilfe zum Scheitern verurteilt. Laut einem Bericht in der „Welt“ wollen ca. 110 Mio junge Afrikaner nach Europa u. den USA. Nach Amerika werden sie nicht kommen...

Konrad Perfeud | Do, 22. März 2018 - 19:47

...die wollten unbedingt, dass ihr erstes Kind in Afrika geboren wird und einen tollen exotischen Namen bekommen sollte. Über Beziehungen wurde eine bequeme "Beratertätigkeit" in Ost-Afrka organisisiert, mit passendem Haus, SUV und Dienern. Am "Familienabenteuer" durften die Bekannten über eine Web-Seite teilhaben.
Ähnliche Belustigungen zeigte eine ARD-Doku über deutsche Sozial-Praktikanten in Afrika. Da zahlten die deutschen Studentinnen gerne tausende Euros an Agenturen, um für 3 Wochen ein bisschen mit afrikanischen Kindern zu spielen, mit denen sie nicht mal reden konnten. In wessen Interesse soll das sein?

Jürgen Winzig | Do, 22. März 2018 - 20:20

immerhin lösen wir mit kompetenten Fachkräften zumindest in Benin die drängendsten Probleme dieses Landes*Sarkasmus off*https://i0.wp.com/sciencefiles.org/wp-content/uploads/2014/12/giz.jpg?s…
Auch unsere Autoindustrie, zumindest die Nobelmarken darunter, sowie diverse schweizer Banken sollen ganz angetan sein, über die Geldspritzen unserer Entwicklungshilfe, die manchmal dank örtliche afrikanischer Potentaten und deren Grucci Graces leicht zweckentfremdet werden.

Joost Verveen | Do, 22. März 2018 - 20:54

Keinen Cent ohne Gegenleistung. Kein Kredit ohne Sicherheit. Kein Infrastrukturprojekt ohne Beteiligung. Last not least: Keine Geschenke. Der Erfolg spricht für sich. Inzwischen fliessen westliche Entwicklungshilfegelder direkt weiter nach China. Der Westen zahlt. China profitiert. So sieht Entwicklungshilfe in Afrika heute aus. Herr Müller und seine europäischen Kollegen, könnten die Schecks auch gleich in Chongqing ausstellen. (Oder besser doch in Duisburg-Marxloh?).

Helmut Sandmann | Fr, 23. März 2018 - 11:16

Waren die Verfasser der Studie jemals in afrikanischen Entwicklungslaender, und zwar vor z.B. 10 oder 20 Jahren und jetzt? Egal wie hoch der Zufluss von Mittel in diese Laender ist, es wird sich wenig aendern. Wenn man bedenkt wieviele Milliarden in ostafrikanische Laender geflossen sind dann muesste es aufwaerts gegangen sein, ist es aber nicht. Es fehlt der Wille der Politiker vor Ort, denen es egal ist wie die Bevoelkerung lebt, denn fuer Stromausfall haben diese Personen ein Dieselaggregat, fuer Bildung werden die Kinder auf Privatschulen oder in das Ausland geschickt, fuer medizinische Versorgung reist man nach Johannesburg oder Europa, der Zustand der Strassen spielt keine Rolle, denn man bekommt jedes Jahr ein neues komfortables Fahrzeug, etc. Erst gestern (ich bin z.Zt. in Ostafrika) hat mir ein gebildeter Einheimischer gesagt, dass es noch 100 Jahre dauern wird bis die Infrastruktur europaeisches Niveau erreichen wird.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 23. März 2018 - 12:52

Einblick in die größeren Zusammenhänge des CGD - laut Internet/Wikipedia - eher auf die Idee komme, das CGD von Herrn Müller überprüfen zu lassen.
Nicht alles, Regierungen Betreffende kann organisiert werden wie eine "open society" in der doch eher alles aus einer Hand käme.
Was genau möchte mir der Cicero damit sagen?
Steht die Gründung einer WWS - WorldWelfareSociety - auf der Agenda, Vositzende Angela Merkel?