Lee Jae-myung
Südkoreas linksliberaler Präsident Lee Jae-myung will das Land auch wirtschaftlich voranbringen / picture alliance / NurPhoto | Chris Jung

Der Ausstieg vom Ausstieg - Südkorea entdeckt die Atomkraft neu

Vor einem knappen Jahrzehnt leitete Südkoreas damaliger liberaler Präsident den Ausstieg aus der Atomkraft ein, ehe sein rechtsgerichteter Nachfolger diesen stoppte. Jetzt regieren die Liberalen wieder – und ebnen der Atomkraft eine neue Zukunft im Land.

Autoreninfo

Dr. Felix Lill ist Buchautor und berichtet für rund 50 deutschsprachige Medien über Ost- und Südostasien. Zudem ist er Co-Host des Podcast „Asien-Copy-Paste: Die Vorbilder und Nachahmer dieser Welt“.

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Der Nachricht, die Mitte Juni in der linksliberalen Zeitung Hankyoreh zu lesen war, schien ein leises Bedauern innezuwohnen: „Dies ist das erste Mal seit 14 Jahren, dass eine völlig neue Region als Standort für einen Atomreaktor ausgewählt wurde“, hieß es darin, gefolgt von dem Hinweis: „Die Gruppierung ‚No Nukes Korea‘, die sich gegen den Bau neuer Atomkraftwerke ausspricht, protestierte in einer Stellungnahme gegen die Entscheidung.“ Der Schritt sei gefährlich und daher unverantwortlich. 

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Theodor Lanck | Do., 25. Juni 2026 - 11:54

Derweil ist in Deutschland offizielle Regierungspolitik, den Energieverbrauch - absolut, nicht nur pro BIP-Einheit oder pro Person - uu senken und den Bedarf "naturnah", nämlich wetterabhängig zu bedienen. Das Land als Schrebergartenkolonie. Die Zukunft findet in Südkorea statt.

Walter Bühler | Do., 25. Juni 2026 - 12:14

... es Politiker gibt, die an die Zukunft des eigenen Landes und Volkes denken.

Leider ist das bei uns - wenigstens hinter der Brandmauer - nicht mehr der Fall.

Traurig, aber wahr.

Rainer Köthe | Do., 25. Juni 2026 - 12:39

Ein Endlager für hochradioaktiven Müll ist unnötig. Die Strahlung nimmt so rasch ab, dass ein Zwischenlager ausreicht, meist nahe beim Kraftwerk. Dann kann man den Rest, der nur noch wenig strahlt, entweder lagern, oder besser noch in modernen Reaktoren als Brennstoff nutzen. Denn er enthält noch rund 96 Prozent der nutzbaren Energie. Diese ganze Endlager-Diskussion in Deutschland geht längst an der technischen Entwicklung vorbei und wird samt anderen Lügen aus politischen Gründen weiter gepflegt.

Achim Koester | Do., 25. Juni 2026 - 18:55

Antwort auf von Rainer Köthe

👍👍👍👍👍

Achim Koester | Do., 25. Juni 2026 - 18:52

Vom Atomunfall in Fukushima, wie auch das links unterwanderte Wikipedia, das von einer „nuklearen Katastrophe“ fabuliert. Dabei diente diese Desinformation ausschließlich Merkel und den Grünen als Vorwand für ihre destruktive Energiepolitik sowie die Deindustrialisierung Deutschlands. Die Katastrophe in Fukushima war ein Tsunami, welcher auch ursächlich die vielen Toten verursacht hat.

Übersetzt: Fukushima Daiichi Genshiryoku Hatsudensho Jiko, auf deutsch „Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi“. Die Freisetzung von Radioaktivität geschah gewollt (um das AKW nicht in die Luft fliegen zu lassen, die Detonationen waren Wasserstoffexplosionen nach Kontakt mit Sauerstoff, verursacht durch Überhitzung der Brennstäbe) und ungewollt (Beschädigung der Reaktoren). Die gemessene Strahlenbelastung veranlasste Japan ca. 145000 Menschen um das AKW Fukushima zu evakuieren. Die Folgen kommen später per Krebsdiagnosen. Die knappe Woche der Versuche das AKW nicht explodieren zu lassen, kann man Unfall nennen, je nachdem, wie man gerade mental drauf ist.

... haben bisher echte Erfahrungen mit den drei nuklearen Katastrophen (Atombombe, Tschernobyl, Fukoshima) gemacht. Alle diese Länder betreiben weiterhin Kernkraftwerke, wie außerdem auch Franzosen, Engländer, US-Amerikaner usw.

Sind diese Völker und ihre Ärzte im Vergleich mit Deutschland alle blöd, dumm und barbarisch, Herr Jüdt?

Ist es konsequent, bei Nachbarländern Atomstrom zu kaufen, ihn aber dennoch zu verteufeln?

Die alte deutsche Arroganz zeigt manchmal schon sehr skurrile Züge.