Obama ICE
Ex-US-Präsident Barack Obama; Anti-ICE-Demonstration / picture alliance / Anadolu | Kyle Mazza / picture alliance / NurPhoto | Jason Whitman

Selektive Empörung über ICE - Der „Deporter in Chief“ war Barack Obama, nicht Donald Trump

Die US-Behörde ICE gilt jetzt als Inbegriff staatlicher Härte. Doch ihren Abschiebungsrekord erzielte sie unter Barack Obama – dem „Deporter in Chief“. Damals blieb der Aufschrei allerdings aus. Das zeigt: Die ICE-Debatte ist moralisch aufgeladen und analytisch unterkomplex.

Autoreninfo

Lisa Davidson ist Journalistin, freie Autorin und Podcast-Host. Sie lebt in Virginia, USA. 

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Washington, Frühjahr 2015. Im East Room des Weißen Hauses verleiht Präsident Barack Obama einem langjährigen Beamten eine der höchsten Auszeichnungen des Bundesdienstes. Tom Homan, damals Chef der Abschiebeeinheit von ICE, erhält den Presidential Rank Award für „außergewöhnliche Leistungen“. Es ist eine routinierte Zeremonie, fernab von Protesten oder öffentlicher Empörung. Niemand skandiert Parolen, niemand hält Plakate hoch. 

Zehn Jahre später ist derselbe Mann das Gesicht der härtesten Abschiebungspolitik der USA. ICE steht mittlerweile im Zentrum landesweiter Proteste. Homan fungiert nicht mehr als Beamter der Behörde, sondern als politischer Architekt und öffentlicher Vollstrecker von Trumps Abschiebungsagenda – offiziell als dessen „Border Czar“. Die Ironie könnte größer kaum sein.

Wer die heutige Empörung verstehen will, muss sich von der Tagespolitik lösen. Denn ICE ist kein Produkt der Trump-Jahre, sondern ein Kind des amerikanischen Sicherheitsstaats, entstanden als direkte Folge von 9/11. Der Homeland Security Act von 2002 schuf das Department of Homeland Security und zerschlug die alte Einwanderungsbehörde INS. Aus deren Trümmern und einer Fusion mit dem Zoll entstand 2003 ICE als größte Regierungsumstrukturierung seit Gründung des Verteidigungsministeriums. 

Die Logik war sicherheitspolitisch, nicht humanitär: Grenz- und Binnenkontrollen wurden Teil eines umfassenden Kontrollsystems. ICE war von Beginn an Durchsetzungsbehörde, nicht moralischer Akteur. Dieser Ursprung prägt die Institution bis heute.

Expansion ohne Aufschrei

Während der Präsidentschaft Obamas wuchs dieser Apparat erheblich. Das Programm „Secure Communities“, noch unter George W. Bush angestoßen, wurde nicht nur fortgeführt, sondern systematisch ausgeweitet. Ab 2013 wurden Fingerabdrücke aller Verhafteten automatisch mit FBI- und ICE-Datenbanken abgeglichen – Abschiebung als automatisiertes Nebenprodukt der Polizeiarbeit. Das System lief hocheffizient, bürokratisch und weitgehend unsichtbar.

Die Bilanz macht sichtbar, was diese Unsichtbarkeit bedeutete. Unter Obama wurden mehr Menschen abgeschoben als je zuvor in der amerikanischen Geschichte. 2012 erreichten die Deportationen mit 409.849 Fällen einen historischen Höchststand – über 1.100 pro Tag. Trumps erste Amtszeit kam insgesamt auf rund 1,5 Millionen Abschiebungen, deutlich weniger.

Immigrantenrechtsorganisationen tauften Obama damals den „Deporter in Chief“. Eine landesweite Protestbewegung wie heute unter Trump blieb dennoch aus. Diese Diskrepanz ist kein statistisches Randdetail. Sie deutet darauf hin, dass sich moralische Empörung nicht allein aus der Quantität staatlicher Zwangsmaßnahmen speist. Entscheidend scheint nicht die schiere Zahl, sondern die Frage, wer handelt – und wie sichtbar, wie erzählbar, wie politisch aufgeladen staatliches Handeln erscheint.

Priorisierung als Feigenblatt

Personifiziert wurde diese Phase weniger durch politische Rhetorik als durch administrative Effizienz. 2013 ernannte Obama den langjährigen Beamten Tom Homan zum Enforcement-Direktor von ICE. Zwei Jahre später zeichnete ihn der Präsident mit dem Presidential Rank Award für „außergewöhnliche Leistungen bei der Abschiebung“ aus. Die Washington Post schrieb nüchtern: „Thomas Homan deportiert Menschen. Und er ist sehr gut darin.“

Die Ironie dieser Würdigung wurde erst später sichtbar. Bereits 2014 hatte Homan vorgeschlagen, Familien systematisch zu trennen, um Abschreckung zu erzeugen. Obama lehnte ab. Unter Trump wurde exakt diese Idee zur offiziellen Politik, umgesetzt von demselben Mann, der zuvor für seine Effizienz ausgezeichnet worden war.

Offiziell setzte Obama in seiner zweiten Amtszeit auf Priorisierung: Fokus auf schwere Straftäter und kürzlich Eingereiste. Parallel schuf das US-Einwanderungsprogramm DACA, das ebenfalls von Obama eingeführt wurde, Schutzräume für bestimmte Gruppen. Das Bild eines selektiven, vermeintlich „humanen“ Enforcement setzte sich durch. Die Praxis sah anders aus. Von den rund 375.000 unter Secure Communities Abgeschobenen hatten über 70 Prozent keine schweren Straftaten begangen.

Bürgerrechtsorganisationen wie die ACLU kritisierten früh ein System, das Geschwindigkeit über rechtsstaatliche Einzelfallprüfung stellte. Der große Aufschrei blieb dennoch aus. Technokratische Sprache, ein demokratischer Präsident, keine ikonischen Bilder – die Empörungsmaschine kam nicht in Gang. In weiten Teilen der Medien blieb Obamas Abschiebungsrekord nahezu unsichtbar. Abschiebung ohne Spektakel erzeugt eben keine Schlagzeilen.

Behörde ohne Moralauftrag

Mit Trump änderte sich nicht primär das System, sondern seine Inszenierung. Die Abschiebezahlen sanken, die Methoden wurden brutaler und öffentlicher: Zero Tolerance, Familientrennungen an der Grenze, martialische Rhetorik. Prioritäten wurden abgeschafft, jede Form illegalen Aufenthalts galt als gleichrangiges Ziel.

2018 wurde #AbolishICE zum Schlachtruf. Die Bewegung entstand nach der Family-Separation-Krise, obwohl faktisch die Grenzschutzbehörde CBP, nicht ICE, für Trennungen an der Grenze verantwortlich war. ICE wurde zum Symbol für alles Falsche am amerikanischen Immigrationssystem – zum Sündenbock für strukturelle Defizite.

Progressive Politiker griffen die Forderung nach Abschaffung der Behörde auf, Proteste eskalierten. Selbst ICE-Agenten warnten 2018, das Abschiebungsimage beschädige Ermittlungen gegen Menschenhandel und organisierte Kriminalität und lähme die Zusammenarbeit mit Kommunen.

2025 erreichte die Konfrontation eine neue Dimension. Der „One Big Beautiful Bill Act“ bewilligte 75 Milliarden Dollar für ICE – die Behörde wurde zur größten und bestfinanzierten Bundespolizei der US-Geschichte. In Minneapolis starben bei der „Operation Metro Surge“ zwei US-Bürger durch ICE-Agenten. Die Proteste erreichten ein Ausmaß, das 2018 undenkbar schien.

Umfragen von Januar 2026 zeigen: 46 Prozent der Amerikaner befürworten die Abschaffung von ICE. 2018 waren es 24 Prozent. Der Stimmungsumschwung ist dramatisch, doch er folgt weniger einer prinzipiellen Neubewertung als einer Erschöpfung durch Eskalation.

Der vergessene Zwischenakt

Bemerkenswert ist auch, was unter Biden geschah – oder vielmehr nicht geschah. Trotz vollmundiger Wahlkampfversprechen, die Immigrationspolitik zu „humanisieren“ und die Exzesse der Trump-Jahre zu beenden, blieben die institutionellen Strukturen weitgehend intakt. ICE führte weiterhin Abschiebungen durch, wenn auch mit formal engeren Prioritäten und einer weniger konfrontativen Rhetorik.

Die Abolish-ICE-Bewegung, 2018 noch omnipräsent, verstummte fast vollständig. Biden versuchte den moralischen Bruch weniger über eine Reform des Apparats als über Symbolpolitik. Familienzusammenführungen wurden vorangetrieben, Trumps „Zero Tolerance“-Rhetorik verschwand, und die Regierung signalisierte Offenheit gegenüber Asylsuchenden.

Faktisch lief dies auf eine deutlich lockerere Grenzpraxis hinaus. Diese Kursänderung hatte jedoch einen innenpolitischen Preis. Die Zahl irregulärer Grenzübertritte stieg sichtbar an, Städte und Bundesstaaten fühlten sich überfordert, und selbst demokratische Bürgermeister warnten vor Kontrollverlust. Der Versuch, die Härte der Vergangenheit moralisch zu kompensieren, erzeugte neue politische Spannungen.

Empörung folgt Macht, nicht Maß

Vor diesem Hintergrund wird der Kontrast deutlich: Solange ein demokratischer Präsident regiert, akzeptieren weite Teile der progressiven Basis ein System, das sie unter einem Republikaner als autoritär brandmarken würden oder, wie im Fall Trumps, konkret brandmarken. Die Institution bleibt dieselbe, ihre Praxis ebenso – doch die moralische Bewertung verschiebt sich mit dem politischen Absender. Empörung ist hier weniger eine Reaktion auf staatliches Handeln als auf dessen Inszenierung.

Die Gründe, warum Obamas Rekordabschiebungen keine Massen mobilisierten, liegen weniger in der Praxis als in Absender, Methode und Erzählung. Ein demokratischer Präsident mit humanitärer Rhetorik wirkte als politischer Puffer. Technokratische Verfahren, bürokratische Sprache und das Fehlen ikonischer Bilder ließen selbst harte Durchsetzung als notwendiges Übel eines grundsätzlich wohlmeinenden Projekts erscheinen. Parteiloyalität überwog Prinzipientreue.

Eine vergleichbare Gegenerzählung zur Abschiebungspraxis, etwa Obamas DACA, existierte unter Trump nicht. Er machte Härte selbst zum Programm: Kinder in Käfigen, martialische Sprache, öffentliche Demütigung. Sichtbarkeit schlägt Statistik.

Selektive Empörung als politisches Werkzeug

Diese Mechanismen erklären nicht nur die Proteste der Gegenwart, sondern auch ihre zeitliche Verzögerung. ICE ist 22 Jahre alt, aber erst seit wenigen Jahren zum polarisierenden Feindbild einer gespaltenen Nation geworden. Die Behörde erreichte ihren operativen Höhepunkt unter einem demokratischen Präsidenten, der ausgerechnet jenen Beamten auszeichnete, der heute Trumps Deportationsagenda umsetzt. Verändert hat sich nicht die Institution selbst, sondern der politische Kontext, in dem sie operiert, ebenso wie die Art ihrer öffentlichen Wahrnehmung. Die Debatte um ICE ist deshalb moralisch aufgeladen und analytisch unterkomplex.

Wer die Abschaffung der Behörde fordert, muss erklären, warum identische Praktiken unter Obama als tolerabel galten. Wer sie verteidigt, sollte sich fragen, ob Effizienz Legitimität ersetzt. ICE ist das Produkt eines Sicherheitsstaats, der Migration seit zwei Jahrzehnten als Bedrohung definiert. Solange dieser parteiübergreifende Konsens besteht, bleibt jede Reform kosmetisch – und die grundsätzliche Frage wird nur dann gestellt, wenn der falsche Präsident im Amt ist.

 

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 9. Februar 2026 - 09:28

dass ihm auch die "Hadliner" unter den Demokraten die Stange halten, weil die sehr wohl registrieren könnten, dass Trump es ernst meint mit der Sicherheit der USA.
Obama griff hart durch, nicht aber an der Grenze?
Damit blieben dann die USA tendenziell doch offen?
Obamas Stil hätte sich Frau Merkel einmal vornehmen sollen und sie wäre zur "Queen auf Lebenszeit" gewählt worden?
Stattdessen begann sie evtl., "imperativ" ein moralisches Ziel vozugeben?
Es wirkte nicht ökonomisch untermauert und mit innerer Sicherheit wurde schon gar nicht argumentiert? Vielleicht ging es um außenpolitische Ziele?
Aber Trump sollte aufpassen, dass die Menschen nicht aus Erschöpfung durch Eskalation umschwenken, bzw. weil Trump evtl. die ökonomische Dimension von Migration vernachlässigt.
Aber was schreibe ich da?
Dann gewinnen eben die Demokraten:)

Ernst-Günther Konrad | Mo., 9. Februar 2026 - 09:30

Ja, so ist es. Vieles was Tump macht, war auch Politik seiner Vorgänger mit demokratischen Präsidenten im Amt. Das soll das Vorgehen im Einzelfall nicht relativieren und unnötige, überzogene oder gar willkürliche Gewalt im Einzelfall nicht legitimieren. Ja, es gehört jeder Todesfall überprüft. Aber das jetzt einzelne demokratisch geführte Staaten heuchlerisch das Vorgehen Trumps generell kritisieren entlarvt die Opposition im Land. Und gerade wenn man die Regierungszeit Obamas anschaut, der einige Kriege vom Zaun gebrochen und geführt hat, ist Trump auf diesem Sektor wohltuend zurückhaltend. Das macht nicht alles was er macht automatisch nicht gut, aber in vielen Fällen besser. Trump macht sein Ding. Ihn zu verstehen ist gar nicht schwer. Er ist ein unsympathischer Narzisst, ein Deal Maker, kein Politiker und provoziert alles und jeden bis er sein Ziel erreicht hat. Und der Erfolg gibt ihm ja meistens recht. Und glaubt wirklich jemand, er sei der Leader in diesem Spiel?

Karl-Heinz Weiß | Mo., 9. Februar 2026 - 09:50

Eine sehr gute Darstellung der „langen Linien" der amerikanischen Migrationspolitik. Es erstaunt immer wieder, wie Deutschland 2015 mehrheitlich Merkels Politik der "nicht kontrollierbaren Grenzen“ beklatschen konnte. Und auch heute sehen weiterhin Teile der CDU das geeignetste Mittel zur Problemlösung in einem Verbot der AfD. Die USA sind (wieder einmal) einen Schritt weiter.

Thomas Veit | Mo., 9. Februar 2026 - 09:52

Hätte man so wohl im ÖRR nie erfahren... ...

[weil: geht ja auch nicht...!]😉

DANKE! Frau Davidson - Ciceros 'Reporterin vor Ort'; das ist mehr wert als jede Analyse irgendeines Think-Tanks aus sonst woher... ...

Maria Arenz | Mo., 9. Februar 2026 - 10:15

eine Story vom Kaliber : Hund beißt Mann. Daß die Anti- ICE- Aktivisten erst jetzt ihr Herz für abgeschobene Invagranten entdecken, ist genausowenig überraschend wie der Furor, mit dem diesseits und jenseits des Atlantik für die "Palästinenser" krakeelt wird. Eines Volkes, das sich infolge des von den Israelis an ihen begangenen Genozids bekanntlich versechsfachte, aber so schlau war, "die Juden" zum immerwährenden Feind erkoren zu haben. Für die Rechte der von Arabern, Türken oder schiitischen Windelköpfen geschundenen Kurden oder Iraner z.B. rühren unsere an ignoranzbasierter Fernstenliebe leidenden Bestmenschen keinen Finger. Warum? Weil die nicht zu den anerkannten Opfern zählen und anerkannte Opfer können sie nicht werden, weil es dann gegen die Stinkstiefel aufstehen hieße, die die links-grüne Blase heilig gesprochen hat.
So, wie man ja auch Obama heilig gesprochen hatte. Die Vorhersehbarkeit der Aktionen dieses Empörungsgeschwaders ödet einen nur noch an.

Urban Will | Mo., 9. Februar 2026 - 10:32

neues. In so ziemlich allen linksgrün dominierten „westlichen“ Ländern – Deutschland ganz vorne – ist es usus, dass alles, was von links kommt, verharmlost und jede noch so lächerliche Kleinigkeit von „rechts“ zur Katastrophe hoch geschrien wird.

In D wird derzeit die Demokratie von links systematisch ausgehebelt, werden potentielle Mörder („Maja“ T) als Opfer stilisiert, Medienverbote gefordert, linksextreme Angriffe auf eine politische, sogar verpflichtende und voll und ganz demokratische Parteienveranstaltung (AfD in Gießen) mit zig Opfern auf Seiten der Polizei, massivster Gewalt und Nötigungen, etc. als „Kampf für unsere Demokratie“ besungen und von nicht-Linken veranstaltetes, besoffenes Gegröle auf Sylt zur staatsbedrohenden Katastrophe aufgeblasen.
Nur einige Beispiele.
Das hat System und der verschlafene Wähler in D sollte endlich mal aufwachen, sonst tut er dies bald in einem links-totalitären System, denn genau dies streben die Altparteien, die Union ganz vorne dabei, an.

Achim Koester | Mo., 9. Februar 2026 - 10:43

und hat die illegalen Migranten mit Samthandschuhen angefasst, zumindest vor der Öffentlichkeit. Möglicherweise ist es aber auch in den USA so, dass, wenn zwei das Gleiche tun, es unterschiedlich bewertet wird.

Obamas Vater war Migrant, Millionen Menschen vor ihm, er hat schlicht gewußt, dass die USA (noch) ein Einwanderungsland sind.
Von welchen Einwohnerzahlen pro km2 sprechen wir immer noch in Bezug auf Nordamerika? Wieviele Menschen emmigrieren aus den USA und wohin?
Moment, Trumps Vorfahren migrierten auch.
Meine persönliche Meinung ist, dass wir in Europa, abgesehen von Skandinavien eher NICHT MEHR von einem Einwanderungsgebiet sprechen sollten, eher von - da past Frau Merkels Formulierung - Hinzukommenden und gleichermaßen Fortgehenden. -> Balanced States?
Das würde ich bei vielen asiatischen Staaten auch nicht mehr.
Es handelt sich um sehr frühe Siedlungsgebiete, soweit Besiedlung möglich war?
Sehr schön also, wenn es zwischen Asien und Amerika zu einer guten Anäherung kommt.
Aber nur überlegt.
Deshalb kann Europa auch nicht ganz auf fortschrittliche Technologien verzichten.
Wozu auch, Europäer erfinden auch viel...

Heidemarie Heim | Mo., 9. Februar 2026 - 11:14

Wieder ein lesenswerter und informativer Beitrag geehrte Mrs. Davidson von vor Ort,der meine Gedanken Richtung Dinge bzw. Methoden lenkt,welche auch hier bei uns immer mehr um sich greifen was den politischen Vertrieb alter Produkte mittels aggressiverer Reklame einerseits und gelenkter Empörung gepaart mit einer guten Portion Heuchelei angeht.Nehmen wir doch das früher gebräuchliche Beispiel über den Besuch eines Vertreters,welcher Ihnen DEN Staubsauger überhaupt ans Hausfrauenherz legen möchte:).Welcher würde bei Ihnen mehr Erfolg haben?Ein höflich,charmant auftretender Typ wie Mr. Obama oder ein aggressiv ruepelhaft auftretender und mehr von sich selbst als seinem Staubsauger überzeugten Mr. Trump? Ich denke von Ersterem.Umso mehr ärgert man sich hinterher über sich selbst,sollte sich herausstellen,dass man sich geblendet von Verkaufstalent Mr.O. genauso übers Ohr hauen ließ was die Qualität betrifft.Die Firmenpolitik geht indes weiter,nur wie gesagt der Vertrieb ändert sich. MfG

Enka Hein | Mo., 9. Februar 2026 - 14:12

...and Chief of Drones.
The good Guy. What else.

Das sagt allenfalls etwas über die Qualität des Friedensnobelpreises und seine linkslastige Vergabepraxis aus. Wofür Obama den bekam, weiß niemand wirklich.

Gerd Hutschenreuther | Di., 10. Februar 2026 - 10:19

Die historischen Vergleiche sind interessant. Eigenartig, dass dennoch die wichtigsten Unterschiede unerwähnt bleiben oder gar verneint werden.

Denn seit 2025 ist eine Aufenthaltsgenehmigung oder gar Bürgerrecht kein Schutz mehr gegen ICE-Übergriffe. Sie sind keine Rechtsdurchsetzung mehr, sondern Unrecht.

Gleichzeitig bedeutet das Einschüchterung für alle, nicht nur für Illegale. Offensichtlich ist es bereits jetzt lebensgefährlich, als US-Bürger sich überhaupt in der Nähe von ICE aufzuhalten, und Konsequenzen für die Einsatzkräfte gibt es nicht. Wer weiß, wen sie morgen aufs Korn nehmen?

Und die Einschüchterung hat klare Ziele - die Amerikaner verstehen, was Bannon mit ICE-Einsätzen bei den Wahlen meint.

Das alles ist so offensichtlich und offensichtlich alarmierend - und hat mit illegaler Migration kaum noch zu tun.