Hunderte Kaulquappen in einem Teich
Wie die Kaulquappen: Der Westen zerstört sich selbst / picture alliance

Das Ende des Westens - Wir gegen uns

Ein Blick in einen Kaulquappenteich ist wie ein Blick in die Zukunft des Westens. Donald Trump und der Brexit machen derzeit vor, wie der Gemeinsinn schwindet und sich jeder nur noch selbst der Nächste ist

Autoreninfo

Christoph Schwennicke war bis 2020 Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Vielleicht sollte man einfach nicht die falschen Bücher im falschen Augenblick lesen. Das macht so schwermütig. Drei Tage vor der Amtseinführung Donald Trumps als 45. Präsident der USA und am Tag der Hard-Brexit-Rede der britischen Premierministerin Theresa May sind zum Beispiel Walter Laqueurs „Letzte Tage von Europa“ aus dem Jahre 2006 und Niall Fergusons  „Der Westen und der Rest der Welt“ von 2011 keine Erbauungsliteratur für die morgendliche Fahrt in der S-Bahn.

Der Historiker Laqueur hat ein reichlich unkorrektes, aber aus heutiger Sicht weitsichtiges Buch über den europäischen Kontinent und den Migrationsdruck aus der islamischen Welt geschrieben. Er nimmt den Leser an die Hand und führt ihn mit einer Fülle an Details und Literaturhinweisen durch die einschlägigen Viertel von Paris, London und Berlin, macht in Neukölln und La Courneuve Entwicklungen fest, an denen sich zeige, „wie es bald in vielen Teilen Europas aussehen wird“. Es werde ein langsamer Prozess sein, sagte Laqueur vor elf Jahren voraus, „und am Ende wird ein Europa stehen, das sich von dem, das wir kennen und schätzen, stark unterscheiden wird“.

Die europäische Solidarität bröckelt

Laqueurs britischer Kollege Ferguson wird fünf Jahre nach diesem Befund sein mit die „Geschichte vom Wettstreit der Kulturen“ untertiteltes Buch vorlegen und dem Westen attestieren, mit seiner globalen Hegemonie an ein Ende gekommen zu sein. Diese Überlegenheit hätte sich in 500 Jahren auf sechs „Killerapplikationen“ gegründet. Als da sind oder waren: Wettbewerb, Wissenschaft, Eigentum, Medizin, Konsum und Arbeitsmoral.

„Zusammenhalt!“, hätte man Ferguson noch zurufen können: Zusammenhalt gehört zu dem, was den Westen ausmacht, oder besser: bisher ausmachte. Denn genau der beginnt nun zu bröckeln. Unter dem Druck des globalen Wettbewerbs und der Massenmigration beginnt der Westen, sich selbst zu zerlegen.

Trumps Botschaft: „America first!“

Der neue amerikanische Präsident trumpelt wie eine Herde Büffel über die beiden westlichen Bündnisse, Europäische Union und Nato, hinweg. Er weiß, wie viele Follower er bei Twitter hat, kennt aber nicht die Zahl der Mitglieder im transatlantischen Sicherheitsbündnis. Und ganz genau weiß er, dass die USA für die gemeinsame Sicherheit zu viel zahlen und die anderen zu wenig (was stimmt), weshalb die Nato „obsolet“ sei (was nicht stimmt). „Amerika zuerst!“, das ist seine Botschaft, wenn er droht, dass Autobauer und andere Firmen ihre Fabriken gefälligst in den USA zu bauen hätten, wenn sie ihre Waren ohne Strafzölle verkaufen wollen.

„Rette sich, wer kann!“, das ist das Signal, das der Westen in diesen Tagen und Wochen aussendet. Jeder ist sich jetzt selbst der nächste, Solidarität ein altmodischer und kostspieliger Luxus.

Mays Botschaft: „Britain first!“

Auf der britischen Insel kündigt die Brexit-Premierministerin Theresa May trotzig-selbstbewusst an, eine Art kapitalistisches Kuba zu errichten, das lieber auf Privilegien wie Zollfreiheit im Binnenmarkt und eine weitere Anbindung an die Europäische Union verzichtet, als sich dem Zustrom europäischer und außereuropäischer Arbeitssuchenden weiter auszusetzen. „Britain first!“, das ist der Schlachtruf, mit dem sich May in die Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens stürzt.

Der amerikanische Präsident hat Europa längst totgesagt. Wenn ihn von dort „freundliche Menschen“ (Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker) anrufen, lohnt es sich für ihn nicht einmal, sich deren Namen zu merken. Dass sich das Europäische Parlament just in den Tagen der Trumpelei und der eindeutigen Festlegung auf den harten Brexit der bisherigen „Misses Maybe“ nun über den neuen Präsidenten und Nachfolger von Martin Schulz streitet, rundet das unschöne Bild ab.

Es geht in Europa, es geht im Westen zu wie in einem Kaulquappenteich. Kaulquappen sind possierliche und friedfertige Wesen, solange das Wasser und das Futter für alle reicht. Fängt aber der Teich an zu schrumpfen, dann gehen sie dazu über, sich gegenseitig aufzufressen. Weil nicht mehr alle Frösche werden können. Im Kaulquappenteich des Westens hat das große Fressen begonnen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 17. Januar 2017 - 13:08

Zuerst sehe ich in dem Gewimmel Nähe und Bewegung im Einklang.
Dann sehen wir noch zu, dass es immer ausreichend Wasser gibt und ich sehe die Probleme nicht ganz so düster, wie Sie sie malen.
Niedlich die Wortschöpfung "Misses Maybe" und zutreffend, denn sie spricht erst einmal den worst case an bzw. die Optionen, die England haben wird oder haben muss, je nachdem.
D!as hängt auch von der Weltgroßwetterlage ab.
Deshalb sind evtl. zu festgezurrte Größen Unsinn.
Das war schon die 3% Verschuldung, die Schröder bei Strafe durch die EU-Kommission zu rigider Haushaltspolitik und Vertragsbruch zwang.
Da war noch nicht abzusehen, dass Deutschlands Haushaltsprobleme vor allem hervorgerufen durch die Wiedervereinigung im Zuge der Finanzkrise gleich alle Haushalte betreffen könnte.
Der ökonomische Sachverstand liegt am Boden, wenn er nur rechnet, nicht politischen Weitblick wagt.
Wenn er das tut muss es in belastbaren Absprachen geschehen und nicht nach dem Motto "Piep, Piep, ..(Merkel)"

Christa Wallau | Di, 17. Januar 2017 - 13:11

Dieses "große Fressen" im "Kaulquappenteich EU" habe ich prognostiziert, als der Euro eingeführt wurde. Das "Friedensprojekt Eruopäische Union"
bekam d a m a l s den entscheidenden Todesstoß.

Wie kann man bloß glauben, ausgerechnet über eine gemeinsame Währung (die z w i n g e n d eine gemeinsame Finanz- und Haushaltspolitik
vorausgesetzt hätte, welche bis heute nicht besteht) könne man auf Dauer m e h r Einigkeit
in Europa herstellen? Im Gegenteil! Jeder Mensch
weiß doch: Wenn es um Geld und Gut geht, entsteht der erbittertste Streit, selbst in bis dahin
friedvollen Familien.
Nun ist also genau das eingetreten, was ich (und viele andere), die man fälschlich als Europa-GEGNER bezeichnete, während wir in Wahrheit nur den status quo der erfolgreichen, jedem Land seine Eigenart u. Souveränität belassende und friedenssichernde EG beibehalten wollten, sorgenvoll vorausgesagt haben:
Manche Staaten scheiden ganz aus und die übriggebliebenen entdecken ihre alten Antagonismen. TOLL!

Nicht nur die Einführung des Euros als Zwangswährung (der ECU als Verrechnungseinheit hätte nach wie vor ausgereicht), auch das überhastete Aufnehmen von Staaten, die wirtschaftlich und korruptionsmäßig auf dem Stand von 3. Welt-Ländern standen und teilweise noch stehen, hat dem Europa-Gedanken den Rest gegeben. Es wurde ja jedes Land aufgenommen, "das nicht rechtzeitig auf den Baum kam".

Die Aufnahme von viel zu vielen und völlig inkompatibeln Staaten
war nach der Euro-Einführung der z w e i t e, große Fehler, der über kurz oder lang zum Aueinanderbrechen der EU in der jetzigen Form führen wird.
Es sei denn: Deutschland spielt weiterhin den Bürgen für alle
Schuldnerstaaten und ruiniert sich total bis zu einer Inflation im Euro-Raum. Danach dürften dann endgültig Bürgerkriegszustände in unserem einst so wohlhabenden und friedlichen Land ausbrechen.

schon vor dem Euro und der Aufnahme osteuropäischer und südosteuropäischer Staaten wurde in der EU doch überwiegend Politik mit dem Scheckbuch gemacht. Der Kuhhandel war letztlich die teilweise Abgabe nationalstaatlicher Souveränität gegen Geld bzw. Handelsvorteile und jeder versuchte, bei diesen "Deals" das meiste für sich bzw. sein Land herauszuholen. Kompromisse wurden oft genug durch ein weiteres Aufblähen des Haushaltes und des bürokratischen Apparates erzielt. Geld und die die Verheißung stetig steigenden Wohlstandes war es, was den Laden zusammengehalten hat. Dieses Konstrukt war niemals wirklich krisenfest, auch wenn noch so gebetsmühlenhaft die großartige europäische Idee besungen wurde. Euro, die überhastete Erweiterung und die jetzt absehbaren weiteren Krisen beschleunigen nun der Verfall, der schon im Keim angelegt war.

Bernd Eifländer | Di, 17. Januar 2017 - 13:17

Die kräftigsten Kaulquappen werden schöne große Frösche und verschwinden aus dem Teich........

Wilhelm Maier | Mi, 18. Januar 2017 - 15:30

In reply to by Bernd Eifländer

Und landen eventuell auf dem Meißner Tellern mit Goldrand als
„Cuisses de grenouilles sautées à la sauce à l'ail? « 
Dort geht“s bestimmt viel besser für manche. Ist es aber eine -lösung auf dauern ?

Stefan Urban | Di, 17. Januar 2017 - 13:18

Im Grunde stimme ich Ihnen zu, allerdings finde ich Ihre Perspektive extrem pessimistisch. Es ist richtig, das die derzeitigen und zukünftigen Migrationsströme lange vorhersehbar waren und oft vorausgesagt wurden. Allerdings gehe ich optimistischerweise davon aus, dass sich unsere Politik früher oder später dieses Problems annehmen wird - zumindest nach einer leider sehr langen Latenzzeit.

ich dachte auch lange Zeit das Frau Merkel Ihre Position ändern wird und klare Signale sendet aber je länger es dauerte desto verbissener wurde sie. Spätestens als sie verkündete, dass Sie keine Plan B benötige und dass sie keinen Einfluss darauf habe wie viele Mensch zu uns kommen, verstand ich, dass nun wirklich Hopfen und Malz verloren ist. Ja, es ist halbvoll, denn bis die Herrschaften das erst mal verstehen wird es sicher noch eine ganze Zeit dauern und bis sie sich dann, so Gott will, einigen und dann auch noch reagieren ... möchte ich mir nicht ausmalen.

Norman Joesting | Di, 17. Januar 2017 - 13:49

... dass der Westen politisch so gespalten ist?

Wenn ich internationale Zeitungen lesen, so haben alle westlichen Gesellschaften doch die gleichen Probleme (zu viele Militärbasen im Ausland, illegale Einwanderung, politische Korrektheit, zu hohe Steuern, instabiles Geldsystem)

Sicher dass das westliche Establishment so gespalten ist?

Alle führenden Mitglieder der deutschen Parteien gehören der Atlantik-Brücke an. Internationale Regierungschefs tauschen nach wie vor die Posten mit internationalen Großkonzernen und bilden somit nach wie vor ein Kartell. Und deutsche Redakteure wechseln von der Bild zum Spiegel als wäre es nichts.

Offensichtlich wissen die Technokraten, was sie wollen. Auf der Strecke bleibt der Rest, der sich entweder über die Vorteile einer freien Marktwirtschaft nicht im Klaren ist, oder gar eine gewissen Führung braucht, wozu aber ebenfalls private Organisationen besser sind.

Die Situation hat sich nie geändert.
Wir haben Chaos.
Wir brauchen Freiheit.

Wilhelm Maier | Di, 17. Januar 2017 - 17:20

In reply to by Norman Joesting

Ludwig Börne:
„Freiheit geht nur aus Anarchie hervor - das ist unsere Meinung, so haben wir die Lehren der Geschichte verstanden.“
Synonyme zu Anarchie sind Chaos, Durcheinander, usw.
Dass, was wir da in der EU haben, kann man, „im Glaube“, auch als Anomie bezeichnen:
„Zustand mangelhafter gesellschaftlicher Integration innerhalb eines sozialen Gebildes, der besonders durch Normabweichung und Nichtbeachtung bisher gültiger Verhaltensweisen gekennzeichnet ist.“
Oder auch
„Anomie bezeichnet in der Soziologie einen Zustand fehlender oder schwacher sozialer Normen, Regeln und Ordnung. Mit dem Wort Anomie wird eine gesamtgesellschaftliche Situation beschrieben, in welcher herrschende Normen auf breiter Front ins Wanken geraten, bestehende Werte und Orientierungen an Verbindlichkeit verlieren, die Gruppenmoral eine starke Erschütterung erfährt und die soziale Kontrolle weitgehend unterminiert wird.“
http://soziales-wissen.de.tl/Anomie.htm

Norman Joesting | Do, 19. Januar 2017 - 17:08

In reply to by Wilhelm Maier

Nach ihrer Logik hat es also im Kommunismus und im Nationalsozialismus besonders viel "Ordnung" gegeben?

Hans Jürgen Wienroth | Di, 17. Januar 2017 - 14:13

Das „wir gegen uns“ wird von der Politik und dem Druck des globalen Freihandels zwischen Nationalstaaten hervorgerufen. Nationale unterschiedliche Lösungen für Steuern, Umwelt, Währungsparitäten, Sozialstandards und der Kampf um Arbeitsplätze schaffen keinen fairen Wettbewerb.
Die EU-Führer haben den Briten unverzüglich nach dem Votum mitgeteilt, einen Freihandel gäbe es nur in der EU, Verträge wie mit anderen Ländern wolle man mit dem Austrittsland nicht abschließen (um Nachahmer zu vermeiden). Jetzt wird May dafür gerügt, genau das zu wollen, wohl wissend, dass die EU mindestens genauso viel nach GB exportiert wie importiert.
Ähnlich kann man die Ankündigungen Trumps sehen. Nur wer mit Forderungen in Verhandlungen geht, kann etwas erreichen. Unsere Politiker gehen ohne Forderungen in Verhandlungen und kommen mit einem schlechten Ergebnis heraus. Oder sie spielen Elefant im Porzellanladen (wie beim Brexit) bevor sie den Verhandlungsraum betreten.

Bernhard Jasper | Di, 17. Januar 2017 - 14:23

Wenn der gewählte US-Präsident in 140 Zeichen seine politischen Absichten „twittert“, dann wird es ganz bitter für den politischen Journalismus. Und sonst?

Heute gibt es keine fixierten Leitbilder mehr. Denn auch die Gesellschaft hat sich aufgelöst in einzelnen Gruppen mit verschiedenen Lebensstilen. Selbst eine Stadt zeichnet sich durch nebeneinander existierende Lebensformen aus. Sie genügt keiner einheitlichen Bildvorstellung mehr- schon gar nicht etwa in einem darstellbaren Bild. Und diese Pluralität müssen wir aushalten. Was bleibt? Es sind die Qualitäten, von der Geschichte geliefert- das europäische Erbe.

In diesem Sinne ist „Identität“ auch immer der zukunftsorientierte Entwurf. Und sollte der „große Bruder“ uns jetzt „verlassen“, müssen wir halt erwachsen werden.

Peter Wagner | Di, 17. Januar 2017 - 14:26

Für kein westliches Land passt dieser Satz besser als zu Deutschland! Unsere schon länger in Deutschland ihr Unwesen treibenden Politiker, bekommen bei dem Gedanken Deutsche Interessen zu vertreten, panikartige Gewissensbisse und rote Flecken im Gesicht. Dies gilt im Besonderen für Merkel & Co, und ihre unverantwortliche Migrationspolitik. Unser Selbsterhaltungstrieb ist uns durch jahrzehntelange linksliberale Gehirnwäsche, in Kombination mit permanent verordneten Schuldkomplexen durch Politik und Medien, aberzogen worden! Deutschland ist sich jedenfalls nicht selbst der Nächste! Das ist genau wie mit unserer Zuwanderungspolitik, oberflächlich betrachtet hochmoralisch, bedeutet aber, dass wir uns langfristig abschaffen!

Christiane Bohm | Di, 17. Januar 2017 - 16:09

In reply to by Peter Wagner

Danke, danke für diesen sehr zutreffenden und zugleich witzig geschriebenen Kommentar. Musste leider in der Familie böse Kommentare anhören, die vor Selbsthass nur so trieften. Traurig, kann aber besser werden.

Jürgen Möller | Di, 17. Januar 2017 - 22:14

In reply to by Peter Wagner

Mittlerweile gibt es ja Vorschläge, die deutsche Fahne bei WM's etc nicht mehr zu schwingen. Was müssen bestimmte Leute krank sein.

Georg Dallmann | Di, 17. Januar 2017 - 14:32

Schwennicke hat im Grunde Recht. Zu viele Kaulquappen im schwindenden Teich sind der Kaulquappen Tod.
Das KERNproblem ist die fehlende Ehrlichkeit der "Politik".
1. Der EURO funktioniert NICHT. Im Gegenteil. Er ist der TOD jedes vernünftigen Miteinanders. Man kann nicht Rumänien, Griechenland und Zypern in einen wirtschaftlichen Wettbewerb mit der BRD schicken. Was soll der Schwachsinn?
2. Wer - im Gegensatz zu allen anderen EU-Staaten - wie die BRD weiterhin unkontrollierte Migration aus aller Herren Länder zuläßt, spaltet und VERGIFTET nachhaltig die Gesellschaft, ganz zu schweigen von Sicherheit, Kosten, etc.
3. Der ungebremste und UNGEFILTERTE Zuzug von (auch vielen radikalen) Muslimen in unsere Gesellschaften verändert diese nicht nur nachhaltig, sondern wird diese auf Dauer unterwandern und zerstören. Wo HASSprediger ungestört ihr Unwesen treiben können, macht sich der "Rechtsstaat" nur noch lächerlich.
Die Grünen und die Linken haben das noch nicht kapiert. Kommt Zeit...

Niemand hat die Absicht, Rumänien, Griechenland und Zypern in einen wirtschaftlichen Wettbewerb mit der BRD zu schicken. Man benötigt die BRD als Zahlmeister und wenn dann die BRD auf dem Niveau der genannten Südländer angelangt ist, tritt große Ruhe und FRiedfertigkeit in der EU ein, weil jeder verstehen wird, dass aus einem runtergewirtschafteten islamischen Land wie D nichts mehr zu holen ist. Oder glauben heute Rumänen, Griechen oder Zyprioten, sie könnten aus dem Irak, Tunesien, Lybien, Ägypten oder dem Sudan irgend etwas bekommen?

Torsten Knecht | Di, 17. Januar 2017 - 14:33

Eine Hungerrevolte wird es in D. nicht geben. Eine Obdachlosenrevolte - ohne kritische Masse - auch nicht. Der untere Rand, die Niedriglöhner, H4 Bezieher ... sind mit dem Überleben u. weiterkommen beschäftigt. Teile der Mitte rutschen ab. Dort wächst die Wut n. oben u. Endsolidarisierung n. unten.

Mal ehrlich, Agenda 2010 ist doch Armut per Gesetz. Die Endsolidarisierung ist politisch verordnet u. gewollt u. Sanktionen das Druckmittel. Die Langzeitwirkung ist Kastenbildung, die systemrelevant die Wirts. u. Bürokratie am Laufen hält.

Die Re-Nationalisierung verstehe ich eher als Pro-Solidarisierung mit der eigenen Nation. Inwiefern das wirksam ist, ist eine andere Frage. Das genaue Gegenteil in D.: offene u. unkontrollierte Grenze plus Sozialmissbrauch .... jeder Privathaushalt wäre längst fremdbewohnt u. ausgeraubt bzw. in die Klapse eingewiesen worden.

Insofern müsste es heissen: Oben gg. unten. (vgl. Steuer auf Arbeit vs. Vermögen)

. . . ich stimme Ihnen in teilen zu, doch wieso ist die Agenda 2010 "Armut per Gesetz"? So etwas gibt es in keinem anderen Land: Freies Wohnen & freie Heizung und Geld für Grundnahrungsmittel? Danach sehnt sich 3/4 der Welt - auch ein Grund,an unseren Grenzen Schlange zu stehen. Ganz im Gegenteil: Nicht Armut per Gesetz ist das, es ist eine Garantie gegen Erfrieren & gegen Verhungern! Schauen Sie man nach Südosteuropa, da erfrieren die Menschen, weil sie sich keine Wohnung leisten können und kein Geld für Lebensmittel haben - das nennen Sie "Armut per Gesetz"? So viele Leute, wie hier vom Sozialstaat ausgehalten werden, gibt's nirgendwo. Also, lieber Herr Knecht, ein wenig Relativieren wäre angebracht.

Und nur, wenn wir die "Sozialvorsorge" in die richtige Größenordnung versetzen, werden wir den Zustrom von außen in eben diese "soziale" Schicht ändern können.

Armut ist relativ zum sozialen Umfeld in dem man lebt. Klar, kann man sich mit einem Südeuropäer vergleichen, ist jedoch irrelevant bzgl. hiesiger A-definition.

A-2010 war ein Wunschgesetz des BDI, das die Ausweitung der Leih-u. Zeitarbeit zum Ziel hatte. "Armut per Gesetz" meint, dass Arbeitslose per Gesetz (Prinzip des Fordern) auch Arbeit in dieser Branche annehmen müssen obwohl man weiter als "Aufstocker" H4 bezieht. Sonst droht Sanktion sprich Hungern! Dies geht primär zu Lasten derjenigen die in die Sozialsysteme einzahlen u. ist Subvention von Untern..

Eine Lösung (auch ggü. der südeuropäischen Wirts.) wäre in D. eine Mindestlohn-erhöhung. Den größten Niedriglohnsektor Europas hat D. Demzufolge sind auch die Sozialausgaben sehr hoch. Allerdings pro Kopf gibt Österreich z.B. mehr als D. aus. Die Sozialpolitik ist nur die Kehrseite der Wirtschaftspolitik.

1) ... gibt es in keinem anderen Land: doch gibt es.
2) ... freies Wohnen etc... : Größe vorgegeben 45qm/Single
3) .... Garantie gegen Erfrieren ...: ja/nein (Sanktionen auch hier mgl.)
4) .... Schauen Sie nach Südeuropa ...: Nicht nötig, in D. gibt es 300 000 Obdachlose.
5) .... vom Sozialstaat ausgehalten: Prinzip Fordern u. Fördern zielt auf Beendigung der eigenen Hilfebedürftigkeit. Im Übrigen werden die ca. 5-6 Mio. Mitarbeiter in den JC u. AfA ebenso vom Steuerzahler 100% bezahlt wie die Hilfebedürftigen. Soviel zum Punkt Relativieren.

Armut bedeutet 40-50% Nettoeink. vom Durchschnittseink. zu haben. Die A-grenze sind 60% vom mittleren Eink. - hier leben ca. 12 Mio. in D. Jeder 5 Arbeitnehmer arbeitet im Niedriglohnbereich - sprich kurz über o. unter der Armutsgrenze.

Defacto, kann die Vermittlung in Arbeit in diesen Bereich als Armut per Gesetz aufgefasst werden. Mindestlohn plus VZ ergibt +/- Armutsgrenze. Deshalb Lohn rauf in D.

helmut armbruster | Di, 17. Januar 2017 - 14:41

sie war von Anfang an nur Wunschdenken und stand nur auf dem Papier - wie so vieles in der EU.
Offiziell redet man davon, doch praktizieren will und wollte man sie nie.
Möglicherweise ist mir im Laufe der Zeit etwas entgangen u. es gibt doch irgendwo europäische Solidarität. Falls ja, kann mir jemand ein Beispiel nennen? Eines wo die Mitglieder ihren Egoismus und ihre Eigeninteressen zurückgesteckt haben hinter das Interesse aller?
Falls es ein solches Beispiel gibt oder ggf sogar mehrere, lasse ich mich gerne überzeugen.

Herr Schwennicke ist noch relativ jung (so um die 50, glaube ich). Da kann er sich vielleicht nicht an das erinnern, was in Europa früher (50iger, 60iger, 70iger Jahre, ... man erinnere sich an die Panik mancher Nachbarn vor unserer Wiedervereinigung!) so "abgegangen ist", wie man heute sagen würde. Jeder gegen jeden, unter der Decke der allgemeinen Freundlichkeit, Freundschaft und Solidarität. Die EU als Institution hat dies zeitweise etwas verbessert, aber nicht abgeschafft. Jetzt tritt - unter dem Trommelfeuer des fehlkonstruierten Euro und von geistigen Dekadenz-Erscheinungen wie dem einseitig linksgrün dogmatisierten Zeitgeist, der politischen Korrektheit, völligem Irrationalismus (Schutz vor "Mikro-Aggressionen" an den Universitäten, etc.) und Selbstüberdruss eine Endzeitstimmung hervor. Da ist es natürlich, wenn das Prinzip "Rette-sich-wer-kann" wieder in den Vordergrund tritt. Zudem gibt es die Sowjetunion nicht mehr, deren Bedrohlichkeit den Westen zusammenschweisste.

Ernst Seler | Di, 17. Januar 2017 - 14:43

Der zukünftige Präsident Herr Trump hat eine richtige Analyse getroffen, als er feststellte, ohne den drohenden Zwang Flüchtlinge aufzunehmen (Staaten sollten laut deutscher Politiker "bestraft" werden), hätte sich "Brexit" nicht ereignet. Dies zeigt, Herr Trump beherrscht neben der Kunst der Provokation durchaus die Fähigkeit der politischen Analyse.
Wer die Nachrichten aus Schweden kennt, weiß wie dieses Land sich verändert. -
Dieser Tage formulierte der Erzbischof Carlo Liberato: „In zehn Jahren werden wir alle Moslems sein, wegen unserer eigenen Dummheit.“
Wer wie der Papst in jedem aufgenommen Flüchtling "Gott" erblickt - und wer würde "den" nicht aufnehmen - signalisiert, die eigentlichen gesellschaftlichen Fragen Europas und der Welt wurden in den letzten Jahren - im materiellen Überfluß - verschlafen.
Die gegenwärtige politische, geistige Krise ist jedoch auch eine Chance für die Menschen. Sie erkennen, sie müssen den Mut aufbringen, selbst zu denken und zu handeln... .

Michaela Diederichs | Mi, 18. Januar 2017 - 00:15

In reply to by Ernst Seler

Der südafrikanische Islamwissenschaftler Farid Esack kritisierte, dass Deutschland den Muslimen bestimmte Vorgaben mache. Es gelte aber Meinungsfreiheit. „Die Idee eines islamischen Staates in Deutschland muss vertreten werden dürfen“, forderte er.
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article161206311/Islamfeindlichk…
Die Idee, den Islam aus Europa zu vertreiben, darf aber auch vertreten werden. Gleiches Recht für alle. Die Islamverbände sind bestimmt damit einverstanden, weil sie demokratisch sind. Was in die eine Richtung geht, geht auch in die andere Richtung. Wieso regen sich Buddhisten, Hindus, Christen, Juden nicht auf über solche Aussagen? Ich bin platt. Da muss sich doch mal Widerstand regen!!!? gegen Menschen, die immer nur fordern, aber nichts geben. Moslems raus - wird irgendwann die logische Konsequenz sein. Das trifft dann alle - auch den netten türkischen Gemüsehöker. Schade!

Wilhelm Gebken | Di, 17. Januar 2017 - 15:04

Das ist die Frage die mir sofort eingefallen ist und genau das war die wichtigste Frage die sich die Eliten des Byzant. Reiches gestellt haben, bevor 1453 mit der Eroberung Konstantinopels der Vorhang fiel. Dieser Teil des christl. Abendlandes, der alle heutigen islam. Staaten rund um das Mittelmeer umfasst hat, muss nicht weiter über Engel nachdenken. Die Sendung "hart aber fair" von Montag Abend wirkt da bsplhaft wie ein grausames deja vu, wenn eine Wagenknecht und eine KGE darüber fabulieren, warum es gerecht ist, den "Superreichen" (die sich dann als "Normalbürger ohne Weglaufpotenzial" entpuppen) einen noch größeren Teil ihres persönlich erwirtschafteten Anteils am volkswirtschaftl. Mehrwert wegzunehmen und warum es noch gerechter ist, sie zusätzl. um 5% ihres erspartenVermögens zu enteignen -jährlich! Ich glaube es passt nicht mehr viel auf diese Nadelspitze. "Realitätsverschiebung", das ist die treffende psychatrische Diagnose sowohl für die Engel als auch für die Steuer.

Robert Müller | Di, 17. Januar 2017 - 15:04

Die USA ist auf dem Weg zur globalen Nummer Zwei und deshalb versuchen sie den Weg für China an die Spitze zu verbauen. Für die meisten Europäer dürft das kein Problem sein, nur die Deutschen sind letztlich kleine "Chinesen", weshalb Merkel auch die europäische Solidarität entdeckt. Genau wie bei der Flüchtlingskrise wird da aber keiner zur Hilfe eilen. Wobei, die Osteuropäer, als wichtiger Produktionsstandort der deutschen Industrie, schon Angst bekommen dürften, aber die USA als wichtigster Garant für Sicherheit dürfte wichtiger sein. Es ist nach der Eurokrise der nächste Umbruch im Gange und wir werden sehen, wer an der Spitze bleibt und wer untergeht. Von den Topländern sind Japan, GB und FR schon abgehängt, nur bei USA, China und DE geht es noch nach oben, wobei jedes der drei Länder eigene Stärken und Schwächen hat.

claudie cotet | Di, 17. Januar 2017 - 15:04

bewundernswertes britannien
bewundernswerte frau. may
wenn man der heutigen rede von may zugehoert hat, erkennt man die unterschiedliche politische intelligenz: GB - D
ich wuenschte mir ein tolerantes verstaendnis
dt politiker ggueber einem land, dass sich wie ein
ueberlebenwollender in hoechster not von einem untergehenden schiff retten will und muss.
lernen zu lernen fr nietzsche

StefanKeller | Di, 17. Januar 2017 - 15:19

Die meisten Politiker und Journalisten verstehen nicht, dass es bei der Solidarität nicht primär um finanzielle und schon gar nicht um moralische Werte und Vorteile geht. Die Menschen sind nur solidarisch, wenn sie in einer Gemeinschaft leben, der sie vertrauen. Und so eine muss immer kulturell homogen sein. Was die "Kultur" genau umfasst ändert sich natürlich ständig, aber "Solidarität" gibt es nur unter Gleichen. Das ist genau der Sprengsatz durch Massenmigration und Rettungspakete.

Michaela Diederichs | Di, 17. Januar 2017 - 15:32

Lieber Schwennicke, Sie sollten sich nicht so triste Literatur mit auf die Fahrt nehmen. Ihr Artikel macht ja ganz trübe. Noch, denke ich, muss die EU nicht untergehen. Allerdings fehlt eine kluge, weitsichtige Führungsfigur, die das Heft des Handelns in die Hand nimmt mit einem Plan, der möglichst ALLE in der EU mitnimmt. Alte Pfadfinderregel: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Rette Dich selbst, dann kannst du auch andere retten. Ist im Flieger mit der Sauerstoffmaske auch so, oder? Allerdings, so wie es jetzt läuft, wird aus dem Zusammenhalt ein Zusammen? Halt!

Ja, unser lieber Herr Schwennike braucht Zuspruch und Trost. Und ein paar Korrekturen. 1. Das Trumpeln, schönes Wortspiel, ist ja vielleicht ein suchendes Justieren der neuen Politik Amerikas. Und ich bin da ganz hoffnungsvoll. Das linksliberale Trumpbashing geht mit am A.... vorbei und ich finde den Mann spannend und fähig. Sonst wäre er nicht Präsident geworden. Die 2. Korrektur: Wir leben in einer Demokratie, die im September eine neue Kanzlerin präsentieren wird. Wetten? Das Ende der selbstzerstörenden Politik steht zwangsläufig bevor. Und dann wird alles wieder gut. Die falschen Flüchtlinge reisen wieder aus und auf der morgendlichen Fahrt in der U Bahn wird unser Land dann auch wieder freundlicher aussehen.
Mit hoffnungsvollen grüßen johannes luig

Guten Tag Herr Luig,

ich hoffe, daß sie recht haben. Leider glaube ich nicht daran, daß unsere schreckliche Kanzlerin und all ihre Vasallen im September die Segel streichen werden. Eher vermute ich, daß man sich um des lieben Machterhalts willen großkoalitionär zusammenfinden wird. Leider wurde einem Großteil unserer Bevölkerung das eigene kritische Denken abgewöhnt, Beispiele dafür ließen sich en masse aufführen.

Herr Fischer und guten Tag. Nun, Sie sehen doch an uns, an den vielen Kommentar in dieser frischen Zeitung, dass sich etwas regt in unserem Land. Ich gestehe hiermit, dass ich anfangs von der Willkommenskultur fasziniert war. Auch Familie,Freunde, auch etwa in Frankreich. Ich habe innerlich gerungen und meine Meinung geändert. Das tun gerade viele Menschen . Denn es handelt sich bei der Massenimmigration um ein Faktum, das, anders als Euro Griechenland und Bankenrettung, nicht verdrängt und vertuscht werden kann. Die Probleme der real erlebten Einwanderer, Kosten, Kriminalität, Terrorgefahr u.a. brechen sich jetzt schon Bahn. Die Menschen realisieren, langsam aber sicher, welch fataler Fehler gemacht wurde.
Dazu die weiteren Millionen Migranten, die u.a.in Afrika sich bereit machen zur Überfahrt.
Die Einsicht zur Kehrtwende wird sich noch vor dem 24. September durchsetzten.
Kopf hoch und lieber Gruss Johannes Luig

Rudolf PAUL | Di, 17. Januar 2017 - 16:01

Der Affenfrosch-Effekt: Wir bleiben Teil der schweigenden und daher unsichtbaren Mehrheit und wissen tief in uns selbst, dass wir eine Lüge leben, aber wir haben Angst, vorzutreten und das zu sagen. Eine alte Legende hilft zu illustrieren, was uns passieren kann, wenn wir nicht den Mut aufbringen, den Status quo oder die herrschenden Haltungen und Meinungen in Frage zustellen. Nach dieser Legende wird ein Frosch, wenn man ihn in einen Topf mit heißem Wasser fallen lässt, sofort herausspringen. Wenn man ihn aber in einen Topf mit kaltem Wasser setzt und die Temperatur langsam erhöht, wird er nicht reagieren und sich schließlich zu Tode kochen lassen. Der Frosch ist entweder zu unentschlossen, um zu handeln, oder er merkt gar nicht, dass die Umwelt sich verändert, bis es zu spät ist. Ein anderes metaphorisches Tier ist der Nachäffer: jem., der die Worte od. das Verhalten anderer kopiert. Man füge die Eigenschaften dieser zwei Kreaturen zusammen, und bekommt den Affenfrosch. (L.Secretan)

Caroline Schwarz | Mi, 18. Januar 2017 - 14:54

In reply to by Rudolf PAUL

im Wasser knne ich auch schon lange. Meiner Meinung nach sitzt der deutsche Frosch schon ein ige Zeit im Wasser, das langsam aber sicher immer wärmer wird. Und er wird sicher nicht rausspringen, leider. Die Chanc zum Rausspringen hat er längst verpaßt....

Dimitri Gales | Di, 17. Januar 2017 - 16:08

ist eine schlechte Übersetzung des originalen "every man for himself", das Kapitäne der Mannschaft eines sinkenden Schiffen zuriefen. Tatsächlich gehen wir einem neuen Realismus entgegen. Die alten Ideen von einem vereinten Europa, einer splendiden, für alle segensreichen Globalisierung, ungehemtes Wachstum etc. haben sich als Illusion, zumindest als Irrweg erwiesen. Nur Deutschland scheint noch daran festzuhalten, vor allem wegen des Exportgeschäfts. England hat nun daraus die Konsequenzen gezogen, die USA werden es schrittweise tun. Frankreich möglicherweise nach den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr.
Sie werden Europa mit seinen Widersprüchen und Irrwegen konfrontieren und damit allein lassen.

Till Festenberg | Di, 17. Januar 2017 - 16:18

Die These des Autors, der Westen sei in den letzten 500 Jahren auch durch "Zusammenarbeit" groß geworden, halte ich angesichts der Geschichte seit Beginn der Renaissance doch für sehr gewagt. Für die letzten paar Jahrzehnte mag das stimmen. Aber davor?

Kostas Aslanidis | Do, 26. Januar 2017 - 12:29

In reply to by Till Festenberg

Bis zum ungerechtfertigten Angriffskrieg gegen Serbien. Ab da War das Experiment EU am Ende.

Christiane Bohm | Di, 17. Januar 2017 - 16:39

Herr Trump ist kein Diplomat, nicht präsidial und nicht intellektuell, soll heißen er schwebt nicht in Sphären und drückt sich nicht schwurbelig und nichtssagend aus. Aber er ist der gewählte Präsident. Üblicherweise gibt man einer neuen Regierung 3 Monate Schonfrist. Hier versucht man mit allen Mitteln, schon im vornherein, Meinungskartelle aufzurichten. Was ist das Ziel?
Warum wartet man nicht erst mal in aller Ruhe ab? Was Trump zum Syrienkrieg sagt, ist richtig, ebenso seine Bemerkungen zu Afghanistan. Das haben die Russen schon gesagt, als sie dort abzogen. Zu Mexico: man darf nicht zulassen, dass Unternehmen unser Land verlassen, alle Mitarbeiter entlassen, nach Mexico ziehen und ihre dort (billigst) produzierten Produkte steuerfrei nach USA produzieren. Für mich klingt das logisch.
Und Einwanderung führt bei entsprechender Dosis bei uns zu eben den Verhältnissen, wegen derer die Menschen ihre Heimat verlassen haben. Daher hat England in meinen Augen richtig gehandelt.

Svenja Gerwing | Di, 17. Januar 2017 - 16:41

War das Argument dieser "alternativlosen" Politik nicht der eigentliche Anfang vom Ende? Ist Frau Merkel mit diesem Zitat nicht sogar die Begründerin des modernen postfaktischen Populismus?! Warum schweift der deutsche Journalist immer in die Ferne, wenn man doch den geistigen Ursprung dieser Entwicklung auch im Bundeskanzleramt finden kann.

istvan polgar | Di, 17. Januar 2017 - 16:53

Alles war ein Krieg.Wirtschaftskrieg,und die kleinen hatten nichts zu sagen!Jetzt ist die Zeit denen zuhören,oder es geht alles verloren!Es ist gut,das Der Trump trampelt,und Theresa zeigt!

Tomas Poth | Di, 17. Januar 2017 - 17:35

Obsolete - wie von Trump gesprochen kann übersetzt heißen - überholt, veraltet, außer Gebrauch. Im deutschen Fremdwörterduden steht unter obsolet - ungebräuchlich, veraltet. Die Nato ist sehr alt, veraltet und gehört auf den Prüfstand. Etwas Neues wird dabei herauskommen. Nichts bleibt so wie es ist! Warum soll die Nato davon ausgenommen werden?

Matthias Eberbach | Di, 17. Januar 2017 - 18:31

Das ist der Widerstreit aktuell. Putin, Erdogan, Trump, Le Pen stehen für Stärkung der Nationalstaaten, Obama, Merkel, Junckers für Überwindung der Nationalstaaten durch Staatenbünde. Das Porblem Migranten (Balkanroute) und Aleppo haben Nationalstaaten gelöst, EU und die UNO versagen regelmäßig. Die EU wurde zum ersten Mal durch das Brechen der Stabilitätskriterien durch Deutschland geschwächt. Weitere Schwächungen der EU waren u.a. das eigenmächtige und hegemoniale Verhalten von Frau Merkel nach Fukushima, in der Finanzkrise und bei den Flüchtlingen. Frau Merkel versucht die EU mit ihrer Politik zu beherrschen und handelt damit selbst nach Nationalstaats-Prinzipien. Dass die Briten dazu keine Lust mehr haben und sich lieber in Freihandelsabkommen mit der EU und den USA stürzen ist logisch. In diese Richtung weiter vorzugehen ist auch die einzige vernünftige Chance: Souveräne Nationalstaaten treffen unter Berücksichtigung der Globalisierung und Beachtung von Grundrechten Verträge.

Waldemar Wolkenbruch | Di, 17. Januar 2017 - 21:10

Die westliche Kultur hat die Saat zu ihrem Untergang damit gelegt, dass seit der Aufklärung Gleichheit, Toleranz u.ä. als Tugenden angesehen werden, von denen man gar nicht genug haben könne. Es fehlt das Gegengewicht der Einsicht in Abstammungsgemeinschaften, die - wie Familien - sich durch durchschnittliche gruppenbezogene Merkmale unterscheiden. Diese Realitätsverleugnung ist Ausdruck eines Willens zum Untergang, der in erschöpften Kulturen ohne starke Visionen vermutlich unbewusst wirkt und als Idealismus daher kommt.

Ruth Müller | Di, 17. Januar 2017 - 21:23

Antwort:
Damit diese ausgewählte Person Ihre Interessen vertritt. Das scheint 80% der heutigen deutschen Politiker in nicht wirklich klar zu sein. Daran müssen Sie vor der Wahl erinnert werden - falls Sie das nach der Wahl wieder vorhaben zu vergessen.

Die Angelsachsen haben das anscheinend erkannt.

Peter Scholl - Labour:
"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta."

Wolfgang Lang | Di, 17. Januar 2017 - 21:33

Wenn die EU und der Euro Geschichte sind, wird man weiter sehen. Wo Untergang ist, ist Neubeginn. Was falsch ist kann auch durch Luegen nicht am Leben erhalten werden.

Kathrin Mehlitz | Di, 17. Januar 2017 - 21:35

Nun sehr schöner Artikel.Einzig ein Aspekt bleibt unbeachtet: Ich galube noch nie hat eine Zivilisation und gleichzeitig ihre Religion gemeinsam am Untergang gearbeitet.Das Andienen der Kirchen an den Islam ist nicht mehr zu überbieten.
Gemeinhin sagt man, Ratten sind sehr intelligente Tiere.Sie verließen ihren mittelalterlichen Unter Deck Verstecke in höchster Not,erschienen auf Deck und sprangen ins Wasser.Oft kündeten große Lecks und die eindringenden Wassermaßen vom bevorstehenden Untergang des Schiffes.Daraus entstand eine bekannte Redensart, die mich fatal an die heutige Situation erinnert:
" Die Ratten verlassen das sinkende Schiff" Und Europa wird untergehen.Ich bin da wohl auch nicht so ganz allein mit meiner Meinung.

Michaela Diederichs | Di, 17. Januar 2017 - 22:00

in der Flüchtlingspolitik. Wir haben die Flüchtlinge hereingelassen - unüberlegt, unabgestimmt, unkontrolliert und massenhaft. Dass das europäisch und international gut angekommen ist, wage ich trotz des Lobes zu bezweifeln. Wer hat angefangen mit Sonderwegen und wollte dem Rest der EU diesen Weg aufzwingen? "Mit der Entscheidung der Bundesregierung, das europäische Grenzregime auszuhebeln, ist auch ein halbes Jahrhundert europäischer Nachkriegsordnung überholt", schrieb der SPIEGEL am 15.09.15. Heute schreibt die SZ im Titel: "Trump stellt Nachkriegsordnung in Frage". Was war zuerst: die Henne oder das Ei? Darüber lässt sich streiten, lieber Herr Schwennicke. Unabgestimmte Sonderwege mit drastischen Folgen führen zu Konsequenzen. Führt dieser Sonderweg DE in die Isolation? Warten wir es ab. Dagegen ist der Brexit dann vielleicht nur ein Witz.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlingskrise-die-rueckke…

Wolfgang Seifert | Di, 17. Januar 2017 - 22:35

Jeder Bruch ist ein Problem, weil er in der Regel nicht das Übel bei der Wurzel packt, sondern es nur anders interpretiert.
Richtige, fortschrittliche Veränderungen gehen langsam. Die Engländer wollen sich nicht vom Europäischen Parlament bevormunden lassen. Völlig verständlich, weil dort nur geregelt wird was nicht geregelt werden muss. Da muss viel verändert werden. Aber wenn man dem Verbraucher nun vorschreiben will, welche Autos, Maschinen oder Mobiltelefone er kaufen soll – nämlich nur die „Made in England bzw. USA“, dann ist das eine Bevormundung, die keinen Deut besser ist. Wollte Apple seine Telefone in den USA bauen und die gleichen Profite machen, so wären die doppelt so teuer. Dass die Einführung des Euro mehr als blauäugig war, ist eine Sache, aber dass sich die Europäischen Statten – alle Staaten – annähern (nicht vollständig durchmischen!), ist das Beste was passieren kann. Wir sitzen alle in einem (Flüchtlings-?)Boot. Untergegangen wird gemeinsam -ohne Kannibalismus.

Hab mir gerade die Inhaltsangabe angeschaut. Hol ich mir. Super Literaturtipp! Dankeschön. VG MD

Gerdi Franke | Mi, 18. Januar 2017 - 08:50

Wer oder was gehört denn dazu? Das wird doch nur gefordert wenn es um die Interessen Einzelner geht. Und die "Gemeinschaft" dafür einstehen soll. Das ist so mit der Wirtschaft und auch mit der EU.

Ralf Müller | Mi, 18. Januar 2017 - 09:35

Gut, dass CICERO grundsätzliche Themen erörtert. Unzutreffend sind westliche Selbstüberhöhung und Fortschrittsverklärung. Ein Beispiel: Obama wurde seit Amtsantritt zum neuen "Messias" verklärt. Völlig irrwitzig dieser Reflex. Wofür diese leistungslose Überhöhung? Das ist wie bei einem Schüler, der schon zum Schulanfang ein Geschenk für sein künftiges Abschlusszeugnis erhält. Was gab den Ausschlag für dieses absurde Verhalten? Obama war einer der erfolglosesten Präsidenten in der Geschichte. Außenpolitisch unterirdisch, innenpolitisch desaströs. Die Folge: TRUMP. Warum wurde Trump gewählt? Auch wegen Obama. Niemand erwähnt das. Traut sich das keiner? Seine Gesundheitsreform war ein Schlag ins Kontor. Seine Globalisierungsagenda entzog vielen Amerikanern die wirtschaftliche Grundlage. Was hat er überhaupt erreicht, außer einen für nichts geschenkten Nobelpreis? Der Westen täte gut daran, endlich wieder tatsachenbezogen Politik zu machen. Für seine eigenen Bürger. Nicht für andere.

Albert Schabert | Mi, 18. Januar 2017 - 10:15

Herr Schwennige,das ist ein Traum.Schon den Deutschen ist nur eines gemeinsam(gewesen!),ihre Sprache.Ansonsten ist ein Schwabe,wie ich kein gefühlter Bayer,wir können uns doch gegenseitig nicht "verputzen".Wie soll das dann mit Europa klappen?

Wilhelm Maier | Mi, 18. Januar 2017 - 16:43

In reply to by Albert Schabert

"Ich wünsche mir, dass die Schwaben begreifen, dass sie jetzt in Berlin sind – und nicht mehr in ihrer Kleinstadt mit Kehrwoche".
Denn Satz konnte man doch auch wieder! anwenden, dieses mal nicht aber gegen Gelbfüßler.
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article112310168/Wolfgang-Thier…
Na ja, wenn man sich an Dreck und Schmutz gewöhnt hat?, dann braucht man auch keine Kehrwoche.
Der Fall( und unzählige weitere in der Geschichte) zeigt aber, wie das Nachbar-Verhältnis zu anderen auch immer noch ist.
Wie soll es weiter gehen mit z viel größeren unterschieden in der EU?. Eine EU Armee? In welchen Sprache?, Englisch? Französisch? Deutsch? Oder vielleicht Esperanto? Auch da ist es mit sonder -regelungen und Schwierigkeiten zu rechnen. Und wer ist dann der Black Hawk ?
Der „Kapitän“ hat das Schiff auf Anweisungen? in die enge gefahren, und der Ausweg aus solch einer Situation ist gar nicht einfach.

Wolfgang Tröbner | Mi, 18. Januar 2017 - 10:48

Der Westen, insbesondere die herrschende Politik und hier an herausragender Stelle die bundesdeutsche Politik der Grünen (hier schließe ich A.M. ausdrücklich mit ein), Roten und Linken, hat in den letzten Jahren versucht, uns "Solidarität" mit allen in der ganzen Welt einzutrichtern, und zwar ohne an uns selbst zu denken. Also eine "Solidarität" um den Preis der Selbstaufgabe. Dass das auf Dauer nicht funktionieren kann, war vielen von Anfang an klar. Jetzt fangen immer mehr Länder des Westens an, an sich und ihre Bevölkerungen zu denken. Was ist daran falsch? Auch wir Deutschen sollten langsam anfangen, auch an uns selbst zu denken. Sonst macht es ja wohl keiner. Da unsere Politiker das nicht tun (und es gibt mittlerweile mehr als genug Beispiele), müssen wir das von ihnen auch sehr deutlich fordern.

Arndt Schuster | Mi, 18. Januar 2017 - 11:00

Frau Merkel hat mit ihrer grenzenlosen und ungesetzlichen Willkommenskultur Europa tief gespalten und letztendlich den Brexit verursacht (Die Briten steigen lieber aus dem Binnenmarkt aus, um die Einwanderung selbst steuern zu können.). Die Folgen der Masseneinwanderung in Deutschland sind langsam absehbar. In bestimmten jüngeren Alterskohorten ist der Anteil mit Migrationshintergrund jetzt schon bei mindestens 20%. Terrorgefahr und explodierende Kosten sind weitere Folgen. Das Verhalten von Ungarn, Polen, Tschechien, ... zeigt die Weitsicht der dortigen Regierungen. Sie handeln verantwortungsvoll im Sinne ihrer eigenen Bevölkerung. Die autochthone deutsche Bevölkerung wurde auf dem Altar eines vollkommen falsch verstandenen und angewendeten Asyl- bzw. Flüchtlingsbegriffs geopfert, und das ausgerechnet von einer CDU-Kanzlerin. An uns Wählern liegt es, diesem Spuk endlich ein Ende zu bereiten.

Ursula Schneider | Mi, 18. Januar 2017 - 12:05

Und Sie vergessen vor allem die Völker selbst. Die Jugend Europas - und sie ist die Zukunft - versteht sich prächtig. Sie wird sich dank Globalisierung und Demokratie, dank Netzwerken und Reisefreiheit und nicht zuletzt nach der Katastrophe zweier Weltkriege nie mehr, davon bin ich fest überzeugt, in einen Krieg gegeneinander hineinziehen lassen.

Europa war im Übrigen in der Geschichte nie ein Kontinent des Zusammenhalts, zum Glück sind jedoch in jüngster Zeit gewaltige Fortschritte gemacht worden und die werden weder Trump noch der Brexit nachhaltig stoppen können.

Die Massenmigration halte ich auch zurzeit für die größte Gefahr im "Kaulquappenteich". Sie muss dringend beendet werden!!! Ebenso sollten Junckier & Co. von einem Superstaat Europa Abschied nehmen und den Völkern ihre Eigenart und ihr gesundes Eigeninteresse lassen.

Dann kann man in der U-Bahn auch wieder Erfreuliches lesen ...

Ralf Grünewald | Mi, 18. Januar 2017 - 15:41

Deutschlands und der USA.

Auch ohne Trump hätte Europa schon genügend Probleme und die meisten sind hausgemacht. Anstatt kompromissbereit auf andere Länder zuzugehen um pragmatisch zu verhandeln wird regelmäßig diktiert ohne Bedürfnisse oder Probleme der jeweils anderen Nationalstaaten zu berücksichtigen. Bestes Beispiel hierfür ist leider wieder mal die Flüchtlingskrise, insbesondere dann wenn mit aller Gewalt versucht wird anderen Ländern Flüchtlinge aufzudrängen obwohl deren eigenen Bürger ohnehin schon scharenweise auswandern um der Perspektivlosigkeit und Armut zu entkommen. In 2016 waren es alleine 519.000 Menschen die aus anderen EU-Ländern nach Deutschlamd migrierten. Der Löwenanteil kam aus osteuropäischen Ländern. Da müsste doch alleine schon der gesunde Menschverstand reichen um zu verstehen dass man das nicht machen kann, zumal die Flüchtlinge sowieso, sobald sie dürfen, nach Deutschland übersiedeln. t.b.c.

"gesunden" Menschenverstand habe ich persönlich bei Merkel noch nie gesehen.
Und der hätte ausgereicht für das Amt.
Auch aufrichtig empfundener Humanismus und religiöse Zugewandtheit.
Dann hätte sie sich aber m.E. stärker um die Verhältnisse in der DDR kümmern müssen, gerade als der SED Zugeordnete und dann vor allem nicht gegen Stasi-Leute dann im vereinigten Deutschland "vorgehen" dürfen.
Die haben sich das doch nicht ausgedacht, sondern verantwortlich zeichnete Honecker.
Weder in Bezug auf Macht ein politisches Gewissen, noch Zugehen auf die einstigen Wegbegleiter, laut Reuth/Lachmann.
Wenn ich dagegen die politische, literarische und menschliche Qualität einer Christa Wolf erinnere.
Hat Merkel etwas gesagt, als die Feuilletons über Christa Wolf herfielen, jedenfalls muss es ihr so vorgekommen sein?
Aber ihr Lächeln hat lange ausgereicht, bei Walser immer noch.
Bei den meisten Foristen auch lange?
Göring-Eckardt blieb gleich bei Prof. Flimmerich und erzählt schöne! Märchen

Ralf Grünewald | Mi, 18. Januar 2017 - 15:43

Selbst in Deutschland ist es für Zuwanderer unglaublich schwer sich eine Existenz aufzubauen, an einen auskömmlichen Rentenanspruch ist schon mal überhaupt nicht zu denken, so dass fast alle dieser Menschen früher oder später bei den Sozialämtern landen. Jetzt ist Deutschland ein starkes Land das das schon irgendwie schultern kann aber so was von Ungarn, Polen oder anderen Ländern zu verlangen ist schlicht absurd. Sorry aber wie blind muss man sein um zu verstehen dass das so nicht funktioniert? Das Problem ist dass es viele der Verantwortlichen einfach nicht schaffen über den Tellerrand hinauszuschauen. Fatal ist aber auch dass Alle davon sprechen, dass der Nationalstaat ein überholtes Konstrukt sei, gehandelt wird aber ausschließlich aus staatlichen Interessen. So geht's definitiv nicht.

Sabine Zöckler-Ullrich | Do, 19. Januar 2017 - 15:23

als ehemalige Grünenwählerin bin ich doch einigermassen entsetzt Aussagen von Frau Göring Eckart zu hören wie gestern geschehen:" vielleicht steht in nicht allzu ferner Zukunft ein syrisches Flüchtlingskind an der Spitze einer Partei und wird evtl Bundeskanzlerin"...nicht dass das per se schlimm wäre, aber Frau Göring- Eckart( die Grünen) streben das ja sogar forciert an offensichtlich...???

gehe ich einmal davon aus, dass Göring-Eckardt bei ihrem Namen evtl. der deutschen Geschichte entkommen möchte.
Ich kenne die Haltung, habe sie selbst jahrzehntelang praktiziert, bis ich mich einmal mehr auf die Menschen eingelassen habe und auch auf die im Westen Hinzugekommenen aus NahOst.
Ich sage einfach mal, so entkommen Sie Deutschland nicht Frau Göring-Eckardt und sollten vielleicht besser dann auch keine Politik für Deutschland machen, sondern in der Kirche oder bei UNCHR? Sei auch Merkel empfohlen.
Ich hätte doch allein wegen der Bildung bei Herrn Navid Kermani geglaubt auf der sicheren Seite zu sein, bis ich seine Äußerung über Betrunkene in Deutschland las.
Ein Bundespräsident sollte sein Volk ( Alle ) annehmen können und nicht im muslimischen? Gelehrtentempel weilen.
Ich bin froh, wenn es Steinmeier wird, wäre aber gespannt auf Vorschläge, wenn die Bevölkerung darüber bestimmen dürfte, Jauch?
Nicht die schlechteste Wahl.
Syrien führt nicht aus Deutschland heraus!

Torsten Knecht | Di, 24. Januar 2017 - 12:39

.... das Prinzip gilt zw. Ländern ebenso wie innerhalb von Ländern.

Eine Demokratie beweist sich gerade darin, wie stark der obere u. untere Rand einer Gesell. partizipieren.

Teile der Mitte (als Wir gegen uns) werden abrutschen. Politiker können u. wollen das nicht aufhalten. Nicht Freiheit ist das konkrete polit. Ziel sondern Kontrolle u. Einfluss.

Merkel u. Schröder haben mit ihrem Handeln gezeigt, wie sie Demokratie interpretieren. Das Problem sehe ich weniger im Daseinskampf Alle gegen jeden, sondern in der Unvollständigkeit der repräsentativen Demokratie.

Die Migrationspolitik der Regierung ist ein trojanisches Pferd. Merkels Weitsicht sieht man ja an ihrem permanenten Risikomanagement. Gut, das sich die Welt so schnell ändert, dass sie nix mehr aussitzen kann.

Stefan Adler | Di, 24. Januar 2017 - 22:09

CSU will christliche Flüchtlinge bevorzugen.
Ich bin voll dafür.
"Christen First und Zuerst"