Collage mit zerbrochenem Fenster, zerstörtem Fahrrad und Café-Terrasse; keine Personen erkennbar.
Das Haus der Familie Buyum am 7.10.23 (l.) und zwei Jahre danach (r.u.); zerstörtes Fahrrad im Kibbuz / privat, picture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand, picture alliance / dts-Agentur | -

Cicero-Serie „7 Gespräche zum 7. Oktober“, Teil 6 - „Ich habe mich für die Lebenden entschieden“

Der 7. Oktober hat Ayelet Buyums Familie zerstört: Ihr Mann und ihr ältester Sohn wurden von Hamas-Terroristen ermordet, weitere Angehörige entführt. Sie überlebte mit ihrem 16-jährigen Sohn Adi 17 Stunden im Schutzraum. Im Interview erzählt sie von diesem Tag und ihrem Weg zurück ins Leben.

Autoreninfo

Adi Kaslasy-Way ist Schriftstellerin und lebt in Berlin. Sie stammt aus Sderot im Süden Israels. 2023 erschien ihr Roman „Bisdot Chita“ (In Weizenfeldern). (Foto: Marko Bußmann)

So erreichen Sie Adi Kaslasy-Way:

Am 7. Oktober 2023 fand das größte Massaker an Juden seit dem Holocaust statt, als Terroristen der Hamas nach Israel eindrangen, mehr als 1200 Menschen ermordeten und 251 in den Gazastreifen entführten. Im Oktober jährt sich das Massaker zum dritten Mal. In dieser Serie sprechen wir mit Überlebenden, Angehörigen von Entführten und Ermordeten, Polizisten, die an jenem Tag Menschenleben retteten oder später bei der Identifizierung der Leichen mithalfen. Sämtliche Gesprächspartner sind unserer Autorin Adi Kaslasy-Way persönlich bekannt – Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte. (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5)

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Herbert Schultz-Gora | Do., 1. Oktober 2026 - 18:36

Meine Lehre daraus: Menschen und Tiere per se mobil, Pflanzen verwurzelt.
Meine Mutter erlebte das Ende des WK II auf dem Gut der Eltern meines Vaters in Westpreussen während mein Vater gerade noch rechtzeitig von Stalingrad nach Frankreich abkommandiert worden war.
Sie glaubte an den "Endsieg" und harrte aus, ging zu spät auf die Flucht, wurde von der Front überrollt, kam in Russ. Gefangenschaft, büxte aus, ging zurück auf's Gut und überwinterte mit ihrem Schwiegervater und einer Schwester meines Vaters bis 1946 dann das Rote Kreuz eine Ausreise nach Westdeutschland (Familienzusammenführung)organisierte.
Ihre Schwiegermutter dagegen machte sich per Bahn rechtzeitig auf den Weg nach Westen und landete mit einer Verwandten über Thüringen in Oberfranken... während ihr Mann, mein Opa, sagte: "Hier bringt mich niemand weg."
Israel/Palästina ist eine der Regionen der Erde, wo ein Menschenleben nicht viel Wert ist.
Was läßt manche Leute sagen "Nichts wie weg hier" und andere ausharren...?