Wladimir Putin und Xi Jinping
Wladimir Putin und der chinesische Präsident Xi Jinping bei ihrem Treffen in Peking am 4. Februar / picture alliance

Chinas Rolle im Ukrainekrieg - Peking hat sich verzockt

Schon Wochen vor Kriegsbeginn suchte China einen Pakt mit Russland, weil es angesichts der massiven US-Bündnisstruktur, die von Japan bis Indien reicht, Freunde braucht. Doch die Rechnung ging nicht auf, und jetzt ist Putin für den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Belastung geworden. Deswegen muss Peking seine Beziehungen zu den USA überdenken.

Autoreninfo

George Friedman, 73, ist einer der bekanntesten geopolitischen Analysten der Vereinigten Staaten. Er leitet die von ihm gegründete Denkfabrik   Geopolitical Futures und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien „Der Sturm vor der Ruhe: Amerikas Spaltung, die heraufziehende Krise und der folgende Triumph“ im Plassen-Verlag.

So erreichen Sie George Friedman:

Der Krieg in der Ukraine ist zweifellos eine humanitäre Tragödie, aber das ist nicht der Grund, warum er die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zieht. Schließlich gibt es humanitäre Krisen auch im Jemen, in Syrien und in anderen Ländern. Aber aus geopolitischer Sicht ist der Krieg möglicherweise ein Wendepunkt – weil ein neues Modell für Europa entstehen und die Funktionsweise des globalen Systems neu definiert werden könnte. Eine sekundäre Frage ist, ob sich auch Chinas Sicht auf die Welt ändern wird, da es entweder eine neue Verständigung mit den Vereinigten Staaten anstrebt oder sich von ihnen weiter entfremdet.

Die Russen haben in der Ukraine bisher einen erstaunlich schwachen Krieg geführt, vor allem wenn man ihre Ziele bedenkt: die Ukraine als Puffer zum Westen zu sichern und die russische Macht als einen Faktor zu präsentieren, mit dem man rechnen muss. Bislang hat der Krieg das Gegenteil bewirkt. In einigen Fällen ist dies überwindbar: In Afghanistan, im Irak und in Vietnam beispielsweise konnten die Vereinigten Staaten ihren Willen nicht durchsetzen und wurden deshalb von einigen als eine im Niedergang befindliche Nation angesehen. Doch diese Länder waren für die amerikanische Sicherheit nicht entscheidend. Die Ukraine hingegen ist für die Sicherheit Russlands lebenswichtig.

Deshalb sucht Russland jetzt nach Verstärkung aus Syrien, Weißrussland, von der Wagner-Söldnergruppe und so weiter. Doch selbst wenn Moskau willige Teilnehmer findet, braucht es Zeit, um Truppen zu transportieren, sie mit dem Schlachtfeld vertraut zu machen und sie in die Kampfstruktur einzugliedern. Und sogar, wenn das alles Moskau gelingt, ist ein langwieriger Konflikt programmiert. Für viele Beobachter deutet die Notwendigkeit, ausländische Truppen zu rekrutieren, auf ein Versagen der russischen Befehlshaber hin, auf eine Schwäche bei der Ausbildung und der Motivation der Truppen sowie auf logistische Probleme.

Schlechte Wirtschaft, schlechtes Militär

Wenn Russland in Europa den Eindruck erwecken wollte, dass es nach Belieben einmarschieren kann, dann ist es gescheitert. Zumindest für den Moment hat es die Vereinigten Staaten und Europa näher zusammengebracht als zuvor. Die fortgesetzten Kämpfe und die Brutalität, die Russland nun offenbar für erforderlich hält, um die Ukraine zu besiegen, werden es aber nur noch mehr anspornen. Es ist schwer vorstellbar, dass Russland ohne den Einsatz von Massenvernichtungswaffen seine ursprünglichen Kriegsziele erreicht.

Und das liegt nicht nur an der schlechten Leistung Russlands auf dem Schlachtfeld. Der Status einer Großmacht ist teilweise militärisch und teilweise wirtschaftlich bedingt. Russlands Bruttoinlandsprodukt lag 2001 bei 1,6 Billionen Dollar und damit auf Platz 11 der Welt, gleich hinter Südkorea. Seitdem hat Russland unter schwankenden Energiepreisen, der Finanzkrise von 2008, der Corona-Pandemie und den lähmenden Sanktionen als Reaktion auf seine Invasion gelitten. Mit anderen Worten: Russland kann auch nicht mehr als Wirtschaftsmacht angesehen werden. Und das verändert unser Weltbild, in dem Russland aufgrund seiner militärischen Stärke als Großmacht galt, die eine schwache Wirtschaft akzeptiert.

Schon Wochen vor Kriegsbeginn suchte China ein Bündnis mit Russland, weil es angesichts der massiven US-Bündnisstruktur, die von Japan bis Indien reicht, Freunde braucht. Wie ich bereits erwähnt habe, hat China mit Ausnahme von Pakistan keine nennenswerten Verbündeten. China wusste, dass es Russland nicht wirtschaftlich unterstützen konnte (es hat seine eigenen Probleme zu bewältigen), aber es brauchte zumindest eine gewisse Entlastung, die es zu erreichen hoffte, indem Peking sich die militärische Macht Russlands zunutze macht, um die Vereinigten Staaten und Europa dazu zu bringen, mögliche Sanktionen neu zu bewerten. Das Bündnis hätte denjenigen Angst einjagen sollen, von denen man wollte, dass sie es fürchten.

Keine Unterstützung in Aussicht

Das Bündnis ist zwar rhetorisch immer noch vorhanden, aber die Möglichkeit einer tatsächlichen Unterstützung ist nicht gegeben. Russland ist bereits durch die wirtschaftlichen Maßnahmen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten geschädigt worden, und China kann es sich in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation nicht leisten, in die gleiche Falle zu geraten wie Russland. Jegliche militärische Unterstützung würde entsprechende Sanktionen nach sich ziehen. Einfach ausgedrückt: Russland ist für China eine Belastung.

Ich vermute, dass Peking zum Zeitpunkt der Ankündigung eines Bündnisses mit Russland von der bevorstehende russische Invasion wusste. Der Pakt schien aus chinesischer Sicht attraktiv, weil man glaubte, dass Russland zu einem schnellen und unkomplizierten Sieg fähig ist. Einem Sieg, der den Westen theoretisch dazu veranlassen würde, seine Haltung gegenüber China zu überdenken (weil China die russische Strategie ebenfalls anwenden könnte).

Russlands Unfähigkeit hat China dazu gezwungen, alles zu tun, um wieder auf die Beine zu kommen – und deshalb muss es seine Beziehungen zu den USA überdenken. Das Bündnis mit Russland hat keine Früchte getragen und wird es wohl auch nicht tun. Die Vereinigten Staaten und Europa haben ein Modell der wirtschaftlichen Kriegsführung entwickelt, das, wenn es auf China angewandt wird, äußerst schädlich sein dürfte. Chinas kurzfristige Strategie besteht also darin, selbstbewusst aufzutreten, seine rhetorische Unterstützung für Russland aufrechtzuerhalten und die USA zu kritisieren, während es seinen nächsten Schritt überlegt. Vor allem dürfte Taiwan nicht das Ziel dieses nächsten Schritts sein. Denn China hat aus erster Hand erfahren, dass Kriege schiefgehen können und dass eine Invasion Taiwans vorerst zu vermeiden ist.

Wenn wir über die Großmächte der Welt nachdenken, zählen wir normalerweise die Vereinigten Staaten, Europa und Russland auf. Russland wird ein Problem damit haben, so etwas künftig noch für sich zu beanspruchen – es sei denn, es unternimmt etwas verblüffend Effektives. Europa ist eine Großmacht, wenn es militärisch und wirtschaftlich zusammenhält. Das tut es im Moment, aber wenn die Angst vor Russland nachlässt, werden alte Spannungen wieder auftauchen. China ist immer noch eine Großmacht, wenn auch eine mit einem unerprobten Militär und einer angeschlagenen Wirtschaft. Im Moment sind die Vereinigten Staaten offensichtlich die einzige wirtschaftliche und militärische Großmacht auf der Welt.

In Kooperation mit

GPF

Gerhard Lenz | Mi, 23. März 2022 - 09:10

Richtig ist: Putin und Xi sind vereint in ihrem Hass auf die USA. Wobei die chinesische Position stark von den Attacken des Donald Trump geprägt sein dürfte - der sah in den Chinesen einen signifikanten wirtschaftlichen Konkurrenten, welcher ihn daran hinderte, die für seine Wiederwahl notwendigen Arbeitsplätze zu schaffen. Aber jetzt ist Trump weg vom Fenster, und unter Biden sind Umstände und Möglichkeiten einer Wiederannäherung völlig andere.

Wie sollte China von Russland profitieren, einem Land, das einer gigantischen Militärmaschine gleicht, aber politisch-wirtschaftlich höchst marode ist?

Vermutlich prüft China jetzt die Reaktion auf den russischen Vernichtungsfeldzug. Vielleicht sieht XI die Zeit für die Annexion Taiwans gekommen, auch um sich seinen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern.
Putin darf gefälligst Xi den Rücken freihalten - und brav Rohstoffe und Energie liefern.

Ansonsten ist Putin für Xi in der Tat völlig nutzlos, ja eine Belastung.

Martin Falter | Mi, 23. März 2022 - 09:45

wankt, den neben der militärischen Schwäche
(ist relativ) kommt die wirtschaftliche Schwäche und vor allem die Ächtung und Isolation, dass kann eine Nation mit so einem Wahnsinnigen an der einsamen Spitze nicht lange durchhalten.

Deshalb ist der Kampf der Ukrainer so wichtig und sollte mit fast allen Mitteln unterstützt werden.

Europa macht das gut und zeigt doch, dass es zusammenhält, wenn es darauf ankommt.

Armin Latell | Mi, 23. März 2022 - 11:50

In reply to by Martin Falter

dann warten wir einfach ab, wie wir im nächsten Winter heizen und wo die benötigten Lebensmittel herkommen, wo die Inflation steht...Ich vermute, dass Sie die EU meinen (die wenigsten, die da so vollmundig von Europa sprechen, kennen scheinbar den Unterschied). Warten wir ab, bis in Buntland der Strom aus eigener Dummheit großflächig ausfällt, wer dann noch Strom liefert (so wegen der "europäischen Werte" und so...). Warten wir ab, bis die Grenzen zu Buntland geschlossen werden (vor allem durch die Osteuropäer), weil niemand am deutschen Wesen genesen und mit Goldstücken jeglicher Herkunft bereichert werden will. Dann können Sie "Zusammenhalt" so richtig erleben.

Joachim Kopic | Mi, 23. März 2022 - 14:33

In reply to by Armin Latell

... denn in meinem Zimmer unterm Dach, das lediglich eine Presspappe als Dämmschicht zu den Ziegeln hatte, gab es keinen Ofen.
Bin mal gespannt, was die in der Mehrzahl verwöhnten "Freitags-ProtestlerInnen" sagen werden, wenn man, sollte man den Versuch wagen, mit der Zunge an einem Stahlteil im Zimmer zu lecken, dann kleben bleibt ...
Aber wir opfern uns sicherlich alle freiwillig dem Konsum-Verzicht ;)

Annette Seliger | Mi, 23. März 2022 - 09:47

.....und wer kommt nach Biden, Herr Friedman? Als Trump Europa wegen des Handelsdefizits sanktionierte, da waren die Europäer froh China zu haben, dass die Umsatzausfälle kompensierte und jetzt ist Biden da und benötigt "Alliierte", da die U.S.A. ihre Vormachtstellung ansonsten nicht mehr aufrecht erhalten können. China hat sich nicht verzockt. Sie erwarten eine diplomatische Lösung des Konfliktes, den die Amerikaner nie angestrebt haben. Wer hat der Ukraine den NATO Beitritt eingeflüstert? Wer hat seine Militärberater samt Ausrüstung nach der Ukraine geschickt? Warum wurde das Minsker Abkommen in 8 Jahren nicht umgesetzt? Den Amerikanern geht es nur um ihre wirtschaftliche und militärische Vormachtstellung in der Welt und den freien und billigen Zugang zu Rohstoffen. China verhält sich richtig und wie gesagt Herr Friedman, was wenn Trump in drei Jahren wieder zurück ist und das Spiel der Sanktionen gegen Europa neu beginnt? Die Amerikaner sind nicht mehr berechenbar.

Norbert Heyer | Mi, 23. März 2022 - 10:05

Putin musste diesen Krieg gegen die Ukraine jetzt führen: Der Westen stellt so oder so seine Energieversorgung um. Nur mit Windmühlen und Solar wird die Grundsicherung nicht möglich sein, AKW werden Puffer-Energie. Das bedeutet, Russland brechen mittelfristig Einnahmen weg, die seine Wirtschaftsschwäche übertünchten. Die „blanke“ BW, deutsche Traumtänzer, europäische Uneinigkeit - alles das hat Putin richtig eingeschätzt. Das EU und USA sofort strikte Sanktionen durchsetzen, dass die Ukraine sich bis jetzt erfolgreich gegen die Invasion wehrt, damit hat er nicht gerechnet. Aber angeschlagene Gegner sind oft die gefährlichsten: Wenn Putin chemische Waffen und Atombomben einsetzt, wird aus diesem Krieg ein Weltkrieg im gleichen Schema wie WK II: Die USA und GB kommen als große Befreier, wenn hier alles in Schutt und Asche liegt und erhält für die USA den Status als Weltmacht Nr. 1. Die Chinesen werden versuchen, sich neutral zu verhalten und wirtschaftlicher Kriegsgewinner zu werden.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 23. März 2022 - 10:32

überhebliche Überschrift, Herr Friedmann.
Peking hat sich ganz sicher nicht verzockt, da zockt hoffentlich niemand, aber vielleicht kennt Herr Friemann so etwas aus anderen Teilen der Welt.
Ich weiss nicht, wie weit China gehen wird, "angesichts der massiven US-Bündnisstruktur".
Danke für die deutlichen Worte, für deren freundliche Formulierung ich nicht wenig Energie hätte aufwenden müßte.
Ich verstehe aber die Sicherheitsinteressen Südasiens gegenüber China, obwohl ja auch mal die Japaner in China waren, denke dann aber immer einmal daran, dass sie auch vor Pearl Harbour waren und z.B. Japaner nicht dafür bekannt sind, sich den USA unterzuordnen, deshalb vielleicht auch die Figur des Godzilla.
Kurz ich hoffe für die nächste Zeit noch für ein Gleichgewicht des Schreckens für diese Region,
aber so wie sich Europa den USA entzog durch die Schaffung der EU, wünsche ich das auch Südasien.
Die USA könnten allerdings auch einmal überlegen, "eine andere Platte aufzulegen", salopp gesprochen.

gabriele bondzio | Mi, 23. März 2022 - 10:36

„Im Moment sind die Vereinigten Staaten offensichtlich die einzige wirtschaftliche und militärische Großmacht auf der Welt.“

Und das Image von Biden aufpoliert, dass ja unter dem überstürzten Abzug aus Afganistan ganz schön Schlagseite bekommen hat.

Kein Wort vom Freiheitskampf in der Ukraine.

Biden hat ja gleich am Anfang Soforthilfen über 350 Millionen Dollar für die ukrainischen Streitkräfte bewilligt. Vor ein paar Tagen die Freigabe von Waffenlieferungen und Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von 200 Millionen Dollar. Alles in allem summiert sich die Militär- Hilfe derzeit auf rund 1,2 Milliarden Dollar, wie aus einer Aufstellung des Außenministeriums hervorgeht.

Das Geld möchte Biden und die Geldgeber... sicherlich mal wieder sehen, oder ist es ein Geschenk an das ukrainische Volk?

"Geschichte wird von Siegern geschrieben, von Helden gelebt, jedoch nur von den Toten ertragen." @Marcell Jähner

Martin Falter | Mi, 23. März 2022 - 10:54

dann rechnen sie weiterhin auf Putin den Schlächter....

Christoph Kuhlmann | Mi, 23. März 2022 - 11:18

dass der Freihandel die USA in existenzielle Abhängigkeit von China brachte. Er war der erste Präsident seit 40 Jahren, der wenigstens versuchte etwas gegen das Handelsbilanzdefizit zu tun. Biden setzt diese Politik diplomatisch wesentlich geschickter fort und ich bin sehr froh über ihn. Wir können jetzt wirklich keinen Elephant im Porzellanladen gebrauchen in der NATO. Deutschland hat die Abhängigkeit Russlands von Energieexporten nach Deutschland offenbar überschätzt. Die Fragen ist nun: Wie groß ist die Abhängigkeit Chinas vom amerikanischen Markt? Können die USA, Europa und andere Demokratien gemeinsame Positionen bei der Eindämmung aggressiver Diktaturen entwickeln und umsetzen. Ohne eine sehr gekonnte Diplomatie geht das nicht. Diese Fähigkeit ist auch für die Supermacht USA unverzichtbar. Denn zur Supermacht gehört ein globaler Horizont mit zahlreichen demokratischen Verbündeten um Konflikte effektiv zu geringen Kosten operationalisieren zu können.

Juliana Keppelen | Mi, 23. März 2022 - 11:28

Wir sind die Größten, Schönsten, Schlauesten, Reichsten, Stärksten und alle anderen die das nicht anerkennen wollen oder überhaupt sind Loser und doof.
Nur damit wir wieder auf den Boden kommen empfehle ich ein Beitrag von Wolfram Weimer auf NTV.

Armin Latell | Mi, 23. März 2022 - 11:33

Das glaubt doch der Autor selbst nicht. Schon gar nicht durch die duckmäuserische EU. Das würde die eigene Wirtschaft noch wesentlich härter treffen als jetzt die Sanktionen gegen Russland. Gründe für Sanktionen gegen China gäbe es jetzt schon genug, die Uiguren, die in der Region Xinjiang eingesperrt und umerzogen werden, Tibet, der Versuch, Australien einzuschüchtern, Hongkong, die Unterdrückung der eigenen Bevölkerung... Die geniale Band Rammstein hat es auf den Punkt gebracht:
Wenn getanzt wird, will ich führen
Auch wenn ihr euch alleine dreht
Lässt euch ein wenig kontrollieren
Ich zeige euch wie´s richtig geht.
Ich kenne Schritte, die sehr nützen,
Und werde euch vor Fehltritt schützen,
Und wer nicht tanzen will am Schluss,
Weiß noch nicht das er Tanzen muss!
We're all living in America
America is wunderbar
We're all living in America
Amerika, Amerika
We're all living in America
Coca-Cola, sometimes war
We're all living in America
Amerika, Amerika.
Genau so sieht es nämlich aus.

Tomas Poth | Mi, 23. März 2022 - 12:09

Alle Kommentare in westlichen Kreisen haben mit einer Art 6-Tagekrieg gerechnet. Das war und ist die Erwartungshaltung in westlichen Kreisen.
War das auch so von Russland geplant und erwartet?
Alles Spekulation auch hinsichtlich des Verzockens.
Wer diesen Krieg beenden möchte muß nach Kompromissen suchen und sie anbieten, statt daran zu arbeiten, daß er sich in die Länge zieht.
Den Blutzoll zahlen Ukrainer und Russen für Machteliten, die geschützt auf ihren Sofas sitzen, zuschauen und ihre "Kampfhunde" antreiben.

Klaus Funke | Mi, 23. März 2022 - 13:47

Das ist Pfeifen im Walde, Her Friedman. Warten wir es ab. Die Küken werden im Herbst gezählt. Russland ist noch lange nicht am Ende. Wenn die Presse und das TV weiter vorgeht als hätte sie bei Goebbels gelernt, dann werden wir dieselbe Überraschung erleben wie damals unsere Eltern und Großeltern. Volkssturm? Panzerfäuste für Frauen und Schulkinder? Jedes Haus eine Festung? Kennen wir das nicht aus den letzten Wochen von WK II? Putin macht erst Frieden, wenn Selensky darum winselt, wenn die Ukraine nicht mehr kampffähig ist. Ein hoher US-vier-Sterne-General sagte kürzlich: Wenn der Selensky nicht jetzt um Frieden verhandelt, wird er in wenigen Wochen die Kapitulationsurkunde unterschreiben... Ich schrieb das auch hier kürzlich. Warum werden solche Stimmen wie die meine nicht veröffentlicht? Nur noch Kriegspropaganda kommt durch. Schade... um die Wahrheit.

nämlich gerne und das geht gut mit intelligenten, aber auch kontroversen Ansichten.
Wie wahrscheinlich deutlich geworden, lehne ich den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ab, ja, ich sehe in dem Treiben fast Parallelen zum militärischen Auftreten des 3. Reiches, im Sinne einer Restitution massiven Machtverlustes gegen die Siegermächte, nicht im Sinne Hitlerschen Wahnwitzes.
Das war sicher ein Hauptgrund des Sieges der Faschisten in Deutschland, dass die Siegermächte das Deutsche Reich abgeschafft hatten. Es stellt sich nicht jede/r hin und feiert seine teils unrechtmäßige Niederlage.
Der andere Grund war sicher das Entstehen der Sovjetunion, ohne dabei zu beachten, dass dies auch als Reaktion auf den Krieg des Deutschen Reiches gegen Russland geschah.
Die Russen und andere sind zuerst Russen und andere und dann vielleicht Kommunisten.
Das ist weltverbreitet.
Mein dringender Rat an Russland lautet daher, die Kampfhandlungen sofort einzustellen: Wahrung des Gesichtes der Ukraine!

Was wollen Sie denn noch, Herr Funke? Ihre „Stimme“ (Kommentare) werden doch ständig veröffentlicht. Und jedem Kommentar kann man sehr klar entnehmen, auf welcher Seite Sie stehen!
Und dass Herr Selenski irgendwann um Frieden „winselt“, wie Sie es brutal ausdrücken, sagt doch alles. Man kann ja Verständnis für Putin aufbringen, aber muss man dann die andere Seite mit solch‘ verächtlichen Worten abtun? Herr Selenski versucht, sein Land gegen einen Aggressor zu verteidigen, mit allen Mitteln. Ich finde, er und Klitschko sind überaus mutige Männer. Auch, wenn Putin den Krieg gewinnen sollte, werden die Männer, wie auch Herr Gathmann, der ins Kriegsgebiet fährt, um zu helfen, in Erinnerung bleiben! Nach Corona ist unser Land leider wieder gespalten. Uns stehen harte Zeiten bevor!

Romuald Veselic | Mi, 23. März 2022 - 15:25

sah ich in Medien vor Ort, eine geografische Karikatur, unter dem Titel: Neue chinesische Landkarte. Und sehe da: die neuen chinesischen Gebiete streckten sich von Urals Ostseite bis nach Kamtschatka. Wie sagt man auf Chinesisch - Sibirien?
Was die Chinesen sehr gut verstehen, ist Business. Und zwar ungestört zu eigenem Vorteil. Putins Gräuelkrieg in der Ukraine, ist genau das, was chinesischen Merkantilismus schwer stört oder behindert. Die CHN Mega/Giga-Investitionen im "Westen", sind dadurch bedroht o. im Umsetzung reduziert. Abgesehen davon, dass RUS, wirtschaftlich (gesellschaftlich/sozial) nichts zu bieten hat. Keine "God own country". Siehe Pro Kopf Einkommen im Vergleich zw. China vs Russland. Unter der Berücksichtigung der Population: 1,4 Mld. u. 145 Mio. Einwohner.

Freundlieb, Dieter | Fr, 25. März 2022 - 10:47

Ich erinnere mich noch lebhaft an eine Autofahrt mit meiner australischen Frau von Berlin nach Rostock in den frühen 1990er Jahren. Ich lebte damals in Australien und war für einige Wochen zu Besuch zurück in Deutschland.

Das war die Zeit (1991 - 1994), in der das in Ostdeutschland noch stationierte russische Militär über Rostock nach Russland überführt wurde. Es war gar nicht so leicht, mit unserem Leihwagen Richtung Rostock zu fahren. Alle ein bis zweihundert Meter stand ein liegengebliebenes russisches Militärfahrzeug am Straßenrand.

Ich dachte damals bei mir: Wenn das die berühmte Rote Armee ist, dann hätte Russland bzw. die Sowjetunion (ohne seine/ihre Atomwaffen) niemals Westeuropa in kurzer Zeit überrennen können.

So ähnlich scheint es noch heute einigen russischen Truppen in der Ukraine zu gehen.