- Da rollen die Köpfe
Die Minister der Übergangsregierung von Regierungschef Stefan Janev erheben Vorwürfe von Machtmissbrauch und Korruption gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Boiko Borissov. Am schwersten wiegt der Vorwurf, vor der Parlamentswahl habe der Inlandsgeheimdienst Oppositionspolitiker abgehört.
Im Juni 2013 verursachte der Crash der bulgarischen Korporativna Targovska Banka (KTB) einen für das arme Bulgarien kolossalen wirtschaftlichen Schaden von rund fünf Milliarden BGN (rund 2,5 Milliarden Euro). Die Aufklärung der Pleite oblag dem damaligem stellvertretenden Generalstaatsanwalt Ivan Geschev. Er legte schließlich eine mehr als 5.000 Seiten umfassende Anklageschrift vor. Sie identifizierte den KTB-Chef Tsvetan Vassilev als Anführer einer kriminellen Vereinigung und Hauptschuldigen. Als Journalisten Staatsanwalt Geschev aber fragten, warum in seiner Anklageschrift der Name von Vassilevs langjährigem Kompagnon Deljan Peevski keine Erwähnung finde, antwortete er, „auch Putin und Obama kommen in ihr nicht vor“.
-
Monatsabo (im 1. Monat) 2,00 €
Das Abo kann jederzeit mit einer Frist von 7 Tagen zum Ende des Bezugzeitraums gekündigt werden.
Der erste Monat kostet 2,00 €, danach 9,80 €/Monat.
Ohne Abo Lesen
Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.
es fällt schwer, dieses schöne Land nicht einen gescheiterten Staat zu nennen. Es hat die Transformation eigentlich nicht geschafft. So viele Bürger haben das Land verlassen, die Wirtschaft ist bedeutungslos, der Staat eine Beute von zwielichtigen Gestalten. Was den USA noch lange kein Recht gibt, irgendwelche extraterritorialen Sanktionen zu verhängen. Das könnte nach hinten losgehen. Man könnte sich andere "Freunde" suchen...
Bulgarien ein wunderschönes Land mit liebenswerten Menschen.
Bin nur etwas verwundert über die politischen Zustände denn Bulgarien ist seit 2004 Natoland und seit 2007 EU Land wie konnte das Land mit diesen korrupten Oligarchenregierungen vollkommen unsanktioniert bleiben. Ist es doch der Markenkern der EU bei nicht demokratischen Gegebenheiten gerne die Sanktionskeule zu schwingen und Strafen anzudrohen diplomatische Beziehungen auf Eis zu legen usw. Ich kann mich nicht erinnern, dass medienwirksame Aktionen statt gefunden hätte um dem Land "Demokratie" zu verordnen. Selbst als wochenlang große Demonstrationen in Bulgarien gegen die Regierung stattfanden gab es kaum Reaktionen und in unseren Medien war davon kaum was zu lesen. Obwohl es ging ja auch nicht, zu der Zeit waren die Medien und EU Granden/innnen damit beschäftigt und ausgelastet den Belarusen die Demokratie zu bringen (also Nato- u. EU - tauglich zu machen). (Beitrag kann Spuren von Ironie beinhalten).
