Zack Polanski
Green-Party-Chef Zack Polanski (2.v.l.) beim Parteitag, 04.10.2025 / picture alliance / Photoshot

Britischer Grünen-Chef Zack Polanski - Radikal und ahnungslos zum Umfragehoch

Die britischen Grünen wirken wie die deutschen vor einigen Jahren: moralisch selbstverliebt, finanzpolitisch weltfremd, strategisch unbedarft und vom eigenen historischen Auftrag beseelt – doch unfähig zu erkennen, dass ihr deutsches Vorbild längst an seinen Träumen gescheitert ist.

Autoreninfo

Shantanu Patni studiert Osteuropa-Studien an der Freien Universität Berlin. 

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Die britischen Grünen erleben ihren politischen Frühling. Seit der Wahl von Zack Polanski zum Parteichef im September 2025 ist die Mitgliedschaft explosionsartig gewachsen. Mitte Oktober meldete die Partei erstmals über 100.000 Mitglieder. Damit zählen die Grünen nach eigenen Angaben zu den drei größten Parteien Großbritanniens. Umfragen sehen sie landesweit bei rund 15 Prozent – nahe an etablierten Kräften wie Labour und den Konservativen.

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Markus Michaelis | Fr., 12. Dezember 2025 - 13:28

Ich glaube weniger als früher, dass Menschen in der Lage sind rational Massengesellschaften zu führen. Millionen Menschen zu einer halbwegs gemeinsamen Weltsicht zu bekommen, ist wahrscheinlich immer ein Herumgestolpere - es funktioniert mal was, dann wieder nicht. Man kann wahrscheinlich nicht mehr erwarten, als dass auf einer längeren Zeitskala halbwegs realistisch korrigiert wird.

"Gesellschaftliche Konflikte sind für seine Anhänger nur als Ausdruck falscher Einstellungen zu verstehen, nicht als reale Interessengegensätze." Das ist glaube ich generell eine verbreitete politische Einstellung. Letztlich glauben viele an DAS EINE Richtige, von dem alle überzeugt sein müssten, wenn sie nur zuhören würden oder nicht böswillig wären. Von daher wahrscheinlich auch all die tiefen Erschütterungen, wie soviele andere so anders denken und handeln können.

Thomas Veit | Fr., 12. Dezember 2025 - 13:52

Ob Kinderbuchautor, praktizierende feministische Völkerrechtlerin oder Hypnotherapeut... - jede(r) kann heute berufen sein im Glauben die Welt retten zu müssen bzw. zu können... ...

Wenn's nicht so gut laufen sollte mit der feministisch-moealischen Weltenrettung - Frau Baerbock weiß was ich meine... - der kann evtl. zur UNO (so sie schlau genug ist...) oder in den propalestinensischen Widerstand (Greta u.a.).

Lasst uns ein neues linksgrünwokes EXPERIMENT starten - dieses Mal auf einer Insel... ... 👍🤣 /Ironie

Thomas Veit | Fr., 12. Dezember 2025 - 14:03

Wollen diese neuen britischen Grünen denn wieder 'zu uns stoßen'... ...? Ernst gemeinte Frage.

Walter Wissenbach | Fr., 12. Dezember 2025 - 15:00

Schon der Name weist darauf hin. Zack. Und (Roman) Polanski. Der Nebenstrang mit der Vergrößerung weiblicher Brüste durch Hypnose (der Frauen, nicht der männlichen Betrachter!) sollte es eigentlich auch dem letzten Adressaten klarmachen: Das ist eine neue Monty-Python-Figur!

Karl-Heinz Weiß | Fr., 12. Dezember 2025 - 16:40

Dank des britischen Mehrheitswahlsystem dürften die dortigen GRÜNEN trotz der hypnotischen Fähigkeiten ihres Vorsitzenden eine Randerscheinung bleiben. Interessant ist eher, dass immer mehr Wähler mit fundierter politischer Argumentation nichts mehr anfangen können. Deshalb ist der Ärger von Sahra Wagenknecht, insbesondere bei Jungwählern gegen die Video-Cliperin Reichinnek nicht durchgedrungen zu sein, durchaus verständlich.