Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Weltklimakonferenz COP30 in Belém, 07.11.2025 / picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Brasilianer sind empört über den Kanzler - Das Amazonas-Debakel des Friedrich Merz

Der Bundeskanzler hat mit einer abschätzigen Bemerkung über den Austragungsort der COP30 im brasilianischen Belém versucht, in Deutschland zu punkten. In Brasilien löste er damit eine Welle der Empörung aus. Für den deutschen Steuerzahler könnte es nun teuer werden

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Tobias Käufer ist Auslandskorrespondent in Lateinamerika. 

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Er hat es schon wieder getan. Und wieder ohne große Not. Bei einem Handelskongress versuchte Friedrich Merz, mit einem Kommentar über die brasilianische Metropole Belém die Vorteile des Standorts Deutschlands hervorzuheben. Herausgekommen ist aber ein überhebliches Abkanzeln des Austragungsortes der COP30. 

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Walter Buehler | Mi., 19. November 2025 - 17:52

ja, ein ganz gewöhnlicher, provinzieller deutscher Parteifunktionär mit großer Klappe, der nassforsch und unvorsichtig durch das Spiegelkabinett der Weltpolitik marschiert.

Unserem Land nützt das sicher nichts, aber Merz selbst wird das gar nicht merken und auch nichts daraus lernen können. Ein männlicher Anna-Lenus.

Manchmal wünsche ich mir schon Scholz oder Merkel zurück!

Ulrich Sprenger | Do., 20. November 2025 - 07:31

Gerhard Schröder beim Amtsantritt von Angela Merkel "Sie kann es nicht" übertagen auf Friedrich Merz ER KANN ES NICHT!!

Ferdinand Schulze | Do., 20. November 2025 - 08:34

...Außenpolitiker in Deutschland, möchte man sich fragen, F. Merkel oder J. What-a-fool? Beide sind offenbar jetzt auch Weltmeister im Porzellanzerschlagen, nicht nur im Wunschdenken bei ALLEN anderen Politikfeldern.

Ich dachte immer er heißt Entenpfuhl, aber ich habe mich geirrt

Achim Koester | Do., 20. November 2025 - 08:41

in Brasilien möchte ich nicht einmal "tot über dem Zaun hängen" wie man so schön sagt.
Ein Land das nacheinander von verurteilten Verbrechern regiert wurde und wird, das wirtschaftlich systematisch zugrunde gerichtet ist, wo Kriminalität die Städte fest im Griff hat, kann auch von Copacabana, Samba und Carneval nicht attraktiv werden.

es geht um die Mißachtung international gültiger Gepflogenheiten, es ist unanständig sowas vom Stapel zu lassen, so einfach ist das! Und es tut nichts zur Sache, was bringen Vergleiche mit dem sozialistisch regierten Brasilien? Gar nichts! Wir sollten besser in unserem eigenen Hof Ordnung machen, da gibt es unglaublich viel zu tun, mehr als einem lieb sein kann!!

Und den Schaden den man mit sinnlosen Aussagen angerichtet hat dann auch noch mit dem Transfer von hier dringend benötigter Steuergelder wieder gut machen zu wollen, auch darum geht es! Dazu noch für Projekte die zwar gut gemeint sind, dank des Hauptverursachers China aber keinerlei Wirkung haben dürften!

Maria Arenz | Do., 20. November 2025 - 09:26

Die Strafe für seinen Fauxpas darf natürrlich der deutsche Steuerzahler begleichen. Durch Erhöhung unseres Beitrags zu diesem Nonsens-Fond und durch weitgehenden Verzicht auf dessen Zweckerreichung sichernde Bedingungen, unter den das Geld fließt. Wer so beleidigt wurde, braucht sich nicht auch noch mit Kontrollen demütigen zu lassen. Bis vor 2 Wochen habe ich gewettet, daß Merz in einem halben Jahr weg ist vom Fenster. Inzwischen wette ich auf ein Vierteljahr. Auf jeden Fall wird er nach cm zwar der längste (3 cm mehr als Kohl), nach Amtsdauer aber der kürzeste Bundeskanzler der deutschen Geschichte sein. Und die böse alte Frau aus der Uckermark freut sich vielleicht tot darüber. Dann hätte er wenigstens insoweit noch "gewonnen".

befürchte aber, daß es nicht so kommen wird, Merz wird seine 4 Amtsjahre absitzen! Ihm ist doch alles wurscht, mitbekommen tut er auch nicht viel so wie es scheint.

Aus Sicht des allesbestimmenden ÖRR macht er alles richtig: er hält die konservative Fassade aufrecht läßt dabei aber dem Antifa-Lars und seiner tiefroten Truppe freie Hand, das leichte Murren immer mal wieder kann man getrost ignorieren.

Mir stellt sich zudem die Frage, was wäre, wenn Ende des Jahres Neuwahlen wären. Ich kann nicht erkennen, daß sich am Status quo irgend etwas ändern würde. Wenn man sich die Stimmverteilung ansieht, dann läuft es auf genau das hinaus, was wir aktuell haben, nämlich schwarz-rot, vermutl. noch mit grün was erheblich schlimmer wäre denn es würde das Kräfteverhältnis zu Ungunsten der Union weit nach links verschieben!

Einzig die Frage zum potentiellen Kanzler stellt sich, aber so wie ich die CDU einschätze wird es Wüst oder einer seiner „Genossen“!

Christa Wallau | Do., 20. November 2025 - 09:37

Jedes Volk in einem demokratischen Land hat die Regierung, die es verdient!

Friedrich Merz ist der Prototyp des Blenders.
Aber Millionen von Deutschen haben ihn als
"Retter" gewählt, obwohl jeder von vornherein wissen konnte, daß er nichts von dem würde einhalten können, was er versprach, o h n e die AfD einzubeziehen.

In seiner offensichtlichen Panik vor dem bevorstehenden Gau seiner Regierung greift Merz nun zu spontanen Phrasen, welche die Leute beruhigen sollen, aber a l l e nach hinten losgehen. Sie machen seine Auftritte noch schlimmer! Der Ruf Deutschlands in der Welt wird mit jedem Tag mehr ruiniert.
Immer öfter kommt mir die bittere Feststellung in den Sinn: "Die Welt will betrogen sein."
Nein, ganz so pauschal gilt das wohl nicht.
Ich möchte diese Aussage präzisieren, weil sie dann zu 100% zutrifft:
"Das deutsche Volk will betrogen sein!"
Und ich füge hinzu: Jeden bitteren Kelch trinken die Deutschen bis zur Neige aus. Erst d a n n fangen sie bei Null neu an.

Karl-Heinz Weiß | Do., 20. November 2025 - 10:37

Friedrich Merz führt seine "Fettnäpfchen-Tournee" unbeirrt fort. Zweifel zu seiner Eignung kamen mir erstmals, als das angebliche "Rhetorik-Talent" zwei seiner Bewerbungsreden für den CDU-Vorsitz grandios versemmelte. Sein Beraterstab müsste eine Brandmauer gegen rhetorische Fehlleistungen konstruieren, um weiteren Schaden, vor allem für Deutschland, zu verhindern. Eine solche wäre wichtiger als die gebetsmühlenhaft vorgetragene zur AfD

S. Kaiser | Do., 20. November 2025 - 10:47

Um mal aus einer SpOn-Kolumne von Nikolaus Blome (von dem ich idR nichts halte) aus 2020 zu zitieren:
„Friedrich Merz stellt sich selbst bloß, weil ihm eine konservative Urtugend abgeht: sein Unbehagen an einem Stück Fortschritt zu artikulieren, ohne die Fortschrittlichen zu verletzen.“
Man streiche den Ausdruck „Fortschritt“ und ersetze ihn hier durch das neue Wieselwort „Vielfalt“. Denn für das, was Merz fremd ist und nicht zu seiner Welt gehört, findet er schlicht keine angemessenen Worte, da ihm die Fähigkeit dazu völlig abgeht. Er ist in Stereotypen gefangen.
Das mag in den homogenen, unvernetzten 90ern und 00er Jahren noch funktioniert haben, aber in modernen, globalisierten Zeiten mit weltumspannender Kommunikation und sozialen Medien ist diese Unfähigkeit zu einer Ursünde schlechthin geraten.
Man muss seinen linken Widersachern Recht geben, er stellt immer wieder unter Beweis, dass er ein Mann von gestern ist, der nicht in der Lage ist Konservatismus zeitgemäß zu interpretieren

A. Brand | Do., 20. November 2025 - 11:29

das schafft Merz auch ganz allein ohne jegliche Hilfe von außen!

Merzens Einstellung bzw. Aussagen zu Milei zeigt sein wahres Gesicht, er ist weder liberal noch konservativ, sondern beliebig und er hatte nie vor etwas zu verändern!

Unsere Damen und Herren Politiker sollten sich an Schmidt halten: Einmischung in andere Länder ist inakzeptabel! Wenn man schon nicht im positiven Sinne von anderen lernen kann/will, dann sollte man wenigstens den Mund halten! Aber so viel Größe haben sie nicht…..

Ich bin gespannt wer oder was als nächstes dran ist, es bleibt spannend.

C. Schnörr | Do., 20. November 2025 - 12:14

toppt den "Respekt-Exkanzler" Scholz als Witzfigur auf internationaler Bühne. Dies und das routinierte Lecken des SPD-Speichels sind das Ergebnis des "Herbst der Reformen".

Ernst-Günther Konrad | Do., 20. November 2025 - 14:40

Dieser Mann hat null, aber wirklich null Empathie und sprachliche Diplomatie. Man kann alles denken, aber eben nicht alles sagen. Ich habe inzwischen den Eindruck, das Merz völlig losgelöst von Anstandsformen, völlig außer Kontrolle, scheinbar auch unkontrolliert und beratungsresistent, ohne nachzudenken los plappert. Es ist einfach nicht mehr zu glauben. Ob Baerbock, Habeck, Scholz, Wadephul, Klingbeil oder jetzt auch Merz, sie alle haben eine Sprachintelligenz, deren man sich schämen muss. Und so etwas vertritt Deutschland? Nein, das tuen diese Sprachakrobaten nicht. Und auch wenn der Bürgermeister grobschlächtig über das Ziel hinaus schießt. Aber die Kritik der Brasilianer ist mehr als berechtigt. Inzwischen vergeht nicht ein Tag an dem Merz eine Wortrakete zündet oder andere durch unsägliche Vergleiche das Niveau so senken, dass sie unter dem Teppich Schlittschuhlaufen könnten. Wer lädt sich so etwas noch ein? Wer will mit so etwas noch politische Gespräche führen?