Tucker Carlson Donald Trump
Donald Trump und Tucker Carlson während einer Live-Show im Oktober 2024 / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Julia Demaree Nikhinson

Angekündigter Austritt bei den Republikanern - Tucker Carlson schließt keine Türen, er lässt sie angelehnt

Über Jahrzehnte galt Tucker Carlson als erster Cheerleader der Republikaner. Nun hat er wegen Donald Trumps außenpolitischem Kurs seinen Austritt erklärt. Trump und die Partei hätten die Bewegung verlassen, nicht er, findet Carlson. Und nun?

Lisa Davidson

Autoreninfo

Lisa Davidson ist Journalistin, freie Autorin und Podcast-Host. Sie lebt in der Nähe von Austin, Texas. 

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Es war kein Donnerschlag, sondern ein Kommentar, der erst Tage später wie ein Sturm über die amerikanische Politiklandschaft zog. Als Tucker Carlson an einem Donnerstagabend im Juni in einem Podcast betonte, er würde der Republikanischen Partei den Rücken kehren, hörte kaum jemand hin. Einige Tage später verdichteten sich die Spekulationen, ob der eigentliche Austritt vielleicht doch eher eine Pose und eine ausgeklügelte Taktik für eine mögliche Präsidentschaftskandidatur sei.

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Karl-Heinz Weiß | Mo., 29. Juni 2026 - 17:40

Es ehrt Tucker Carlson, dass er
(wie US-Generalstabschef Dan Caine) trotz massiver Beschimpfungen bei der Bewertung der "Sinnhaftigkeit" des Iran-Militärschlags standhaft geblieben ist. Im 250-Jahre-Jubiläum sind solche, früher als "typisch amerikanisch" glorifizierten Persönlichkeiten selten. Die US-Republikaner sind ein feiger, hinter Trump herlaufender Hühnerhaufen und die US-Demokraten haben sich mit der Clinton-Obama-Biden-Clique ins Abseits geschossen. JD Vance hat sich schon einmal politisch gehäutet. Mit Tucker Carlson verbindet ihn mit ziemlicher Sicherheit mehr als mit Donald Trump. Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein.

Herbert Schultz-Gora | Mo., 29. Juni 2026 - 22:13

...und folgt dann einer Linie, die ohne Krieg auskommt.
Respekt...!
Die meisten Leute biegen sich die Dinge in einer "Täter-/Opfer"-Logik viceversa zurecht... und dann wird der Feind vernichtet, weil "Feinde" eben keine Menschen sind.
Wenn er wirklich zum Präsidenten gewählt würde, könnte er diese den Krieg ablehnende Haltung wohl kaum durchhalten, denn die Menschen "brauchen" den Krieg eher als daß sie auf ihn verzichten könnten.