Bondi Beach
Rettungssanitäter und ein Verletzter am Bondi Beach, 14.12.2025 / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Mark Baker

Australien unter Schock - Mindestens zwölf Tote bei Anschlag am jüdischen Chanukka-Fest

Wo sonst Touristen flanieren, herrscht plötzlich Panik. Am Bondi Beach in Sydney wurden zwölf Menschen erschossen, viele weitere wurden verletzt. Augenzeugen berichten von Szenen wie aus einem Albtraum, während Rettungskräfte vor Ort um Leben kämpften.

Autoreninfo

Barbara Barkhausen arbeitet als Australien-Korrespondentin für TV-Sender, Radiosender und Zeitungen in Sydney. 

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Zwölf Menschen, darunter einer der mutmaßlichen Täter, sind bei einem Angriff am Bondi Beach in Sydney ums Leben gekommen. Ein zweiter mutmaßlicher Schütze befindet sich in Polizeigewahrsam, sein Zustand ist bislang unklar. Zwölf weitere Menschen wurden verletzt, darunter zwei Polizeibeamte. Zudem wurde am Tatort ein mutmaßlicher improvisierter Sprengsatz (IED) entdeckt, der derzeit vom Bombenentschärfungsdienst untersucht wird.

Was sich in diesen nüchternen Zahlen zusammenfasst, begann an einem Sommerabend, der kaum australischer hätte sein können. Bondi Beach, einer der beliebtesten Strände Sydneys war an diesem Sonntag – bei rund 30 Grad und schon tiefstehender Sonne – eigentlich ein Bild der Idylle. Familien saßen im Sand, Kinder spielten am Wasser, Touristen schlenderten entlang der Promenade, als Schüsse die Strandidylle zerrissen.

Inzwischen kursiert ein Video, das zeigt, wie ein mutiger Mann einem der Attentäter das Gewehr aus der Hand reißt und ihn so vorerst außer Gefecht setzt. In sozialen Netzwerken verbreiten sich Videos vom Tatort: Menschen rennen vom Strand weg, andere liegen am Boden, Ersthelfer knien neben Verletzten. Szenen, die sonst eher mit den USA als mit Australien verbunden werden – einem Land mit strengen Waffengesetzen und vergleichsweise wenig Schusswaffengewalt.

Der NSW-Rettungsdienst (NSW Ambulance) wurde nach eigenen Angaben um 18.45 Uhr (Ortszeit) alarmiert. Zunächst bestätigte der Dienst, dass sechs Menschen mit Schussverletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden seien. Später folgte die Korrektur und die Zahlen der Toten und Verletzten stiegen dramatisch an. 25 Rettungseinheiten waren im Einsatz, darunter Hubschrauber.

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IngoFrank | So., 14. Dezember 2025 - 14:05

Zuerst einmal mein Beileid gegenüber den Angehörigen der Toten verbunden mit besten Genesungswünschen an die Verletzten.

Aber diese globale Eskalation hat doch Ursachen !
Ich sehe die in der „Salonfähigkeit“ des Judenhasses durch den extremistischen Islam, der auch oder gerade deshalb in Europa und der restlichen Welt Einzug gehalten hat wie der jüngst vereitelte Terroranschlag in Bayern beweist .In ihrem Hass geht es den Islamisten nicht „nur“ um Juden, sonder generell gegen Andersdenkende.
Das das so ist, liegt nach meinem Dafürhalten in der „falschen Toleranz“ gegenüber dem extremistischen Islam der nichts in der zivilisierten Welt, auch nichts in Deutschland, zu suchen hat.
Das der Jüdische Staat & seine Bürger sich eine Massenerschießung seiner friedlich feiernden Menschen nicht bieten lässt und Gaza in Schutt und Asche legt, gegen die Hamas vorgeht die Kommandozentralen unter Schulen & Krankenhäuser baut, kann ich mehr als nachvollziehen.
MfG a d Erfurter Republik

Christa Wallau | So., 14. Dezember 2025 - 15:05

auf der Welt - außer vielleicht Nord-Korea oder China. Überall kann sich der Haß von Fanatikern auf Andere, welche nicht denselben (Un-)Geist (religiöser oder anderer Art) in sich tragen wie sie selbst, beliebig austoben.

Menschen, die sich für eine Idee (so blödsinnig sie auch sein mag) opfern, sind hochgefährlich und unberechenbar.
Deshalb ist es so enorm wichtig für jede Volksgemeinschaft bzw. jeden Nationalstaat, daß er nur Leute aufnimmt bzw. sogar mit einem Paß ausstattet, die ihre Ungefährlichkeit in dieser Hinsicht und ihren Nutzen für die Gemeinschaft nachgewiesen haben.
Aller andere ist ein unverantwortliches Spiel mit dem Leben der Bürger - quasi "Russisches Roulette".
Die Parteien, welche in Deutschland bisher regiert haben, waren ausnahmslos bereit, ihren Bürgern dieses tödliche Spiel zuzumuten.
Und es sieht nicht so aus, als würde sich daran etwas ändern.
Ich bin gespannt auf die Konsequenzen, die in Australien aus diesem schrecklichen Geschehen gezogen werden.

H. Stellbrink | So., 14. Dezember 2025 - 17:04

Juden, die sich als Bürger des Landes empfinden, in dem sie leben, müssen immer wieder feststellen, dass der auch bei uns wieder salonfähige widerwärtige Hass gegen Israel nicht zwischen deutschen und israelischen Juden differenziert. Alle Juden sind mitgemeint, und die Wurzel liegt nicht nur im Palästina-Konflikt, sondern in der Judenfeindlichkeit des Islam. Er ruft alle Muslime zur Ermordung von Juden auf. Auch wenn der Hass auf Juden unter Muslimen weit verbreitet ist, folgen gottseidank nur wenige diesem Ruf. Sie zeigen aber, wie schwer es ist, in Zeiten einer muslimischen Massenimmigration, über die der Westen längst die Kontrolle verloren hat, die Wölfe unter den Schafen rechtzeitig am Morden zu hindern, auch wenn dies wie bei dem geplanten Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt gelingen kann. Wir müssen uns in der Migrationspolitik endlich ehrlich machen und den Fehdehandschuh endlich aufheben, der vor unseren Füßen liegt.

Der Islam ruft auch zur Ermordung von Christen auf. Das fatale ist, die gesamte Linke arbeitet mit diesen Terroristen zusammen. Viele Bürger haben sich niemals mit dem Islam beschäftigt und man kann ihnen noch weismachen, Islam bedeutet Frieden.

Sabine Lehmann | So., 14. Dezember 2025 - 18:18

Es "nur" einen Anschlag zu nennen, diese Minus-Rhetorik zur Vermeidung kausaler Zusammenhänge samt Totschweigen der brutalen Realität, ist eigentlich Standard der Öffentlich Rechtlichen. Dass hier im Cicero ein Artikel erscheint, der weder Ross & Reiter nennt, noch mit irgendeiner Silbe das Wort Terror u. Islamisten, sprich Muslime, erwähnt, zeugt von einer fatalistischen westlichen Haltung, die in Gänze verantwortlich zeichnet für genau solche Zustände, den täglichen islamischen Terror, dem die westliche Zivilgesellschaft seit rund zehn Jahren ohnmächtig ausgesetzt wird.
Dass genau eben diese Zivilgesellschaft sich selbst zur Wehr setzen muss, weil Staaten nicht mehr willens u. in der Lage sind Schutz & Sicherheit zu bieten, sieht man eindrucksvoll in diesem kursierenden Video, in dem ein unfassbar mutiger Held mit dem Attentäter so lange kämpft bis er ihm die Schusswaffe entreißen kann. Diese Bilder werden um die Welt gehen: NICHTS illustriert das Versagen westlicher Staaten besser!

Nachdem ein Tag vergangen ist und damit auch die stereotypischen journalistischen, politischen und von der Seele der sozialromantischen Bahnhofsklatscherkulturen durchdrungenen Reaktionen auf diesen blutigen islamistischen Terror quer durch die ganze Welt über uns ausgeschüttet wurden wie schmutziges Abwasser, habe ich mir meine Überschrift nochmal durch den Kopf gehen lassen und bin zu dem Schluss gekommen diese dahingehend zu revidieren bzw. umzuformulieren:
„Die Urheber der Hölle auf Erden & der Islam“
DAS ist exakt die korrekte Kausalität!

Angelika Sehnert | So., 14. Dezember 2025 - 18:54

Es fehlt die Information, dass Australien vor kurzem den (nicht existierenden) palästinensischen Staat anerkannt hat. Es ist diese Appeasement- Politik, die mitverantwortlich ist für die steigende Anzahl von Anschlägen, vor allem gegen jüdisches Leben. Diese Politik trägt nicht zur Befriedung bei, im Gegenteil, sie wird als Zeichen der Schwäche verstanden. Aus völlig falsch verstandene Toleranz subsumiert man den politischen Islam immer noch unter dem Begriff „Religion“, deren Ausübung ja frei sei. Er ist aber die allumfassende Staatsdoktrin der Islamisten. Wesentlicher Teil dieser Doktrin ist es, den jüdischen Stadt Israel, seine Bewohner und Juden auf aller Welt auszulöschen. In zweiter Linie kämpft der Islamismus ganz allgemein gegen westliche Freiheit und Werte, wie auch wir immer öfter leidvoll erfahren.
Bei uns kann jüdisches Leben nur hinter schwer bewachten Mauern stattfinden, ein fröhliches Fest am Strand wäre in Deutschland ein nicht kalkulierbares Risiko.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 15. Dezember 2025 - 09:43

Auch wenn es keinen einzigen Menschen wieder lebendig macht. Aber man muss klar aussprechen, was Realität ist. Ob Australien oder Europa und vor Trump auch Amerika, hat man sich den Terror durch unkontrollierte Migration gerade aus muslimischen Ländern ins Land geholt. Wann wacht die Welt auf? Der Islam kennt nur eine Religion. Due eigene, andere sind Ungläubige und müssen/sollen/können vernichtet werden. Und Fanatiker und vermeintliche Märtyrer hat gerade diese Religion in rauen Mengen. Wir müssen endlich gegen den Islamismus tun, nein nicht gegen den braven Muslimen der integriert und unauffällig in den Ländern lebt, sondern den fanatischen Mördern und Verbrechern. Mein tief empfundenes Beileid mit den Angehörigen und Opfern. Mal sehen wann es in Deutschland wieder zu solchen Taten kommt.

Ich widerspreche Ihnen nur ungern, lieber Herr Konrad, aber die angeblich „unauffälligen und gut integrierten“ sind oftmals die schlimmsten. Tickende Zeitbomben zum einen, oder in aller Stille doch eben Teil einer Parallelgesellschaft, die nicht einfach nur andere Sitten & Gebräuche pflegt, nur die eigene Muttersprache pflegt u. mit der Aufnahmegesellschaft nichts zu tun haben möchte, sondern einer Ideologie anhängt, die nichts anderes zulässt als die eigene zum Teil menschenverachtende Doktrin, die weder etwas mit Religion zu tun hat, noch mit der Würde anderer Menschen in Einklang zu bringen ist.
Um in diese Welt einzutauchen, braucht es allerdings deren Sprachkenntnisse, den Zugang in ihre eigenen digitalen Medien u. ganz wichtig: in ihre Moscheen. Denn was dort gepredigt wird, ist der Abgrund zivilisierten Zusammenlebens, keine Ausnahme, sondern die Regel. Dazu gibt es einschlägige Literatur in Form von Dokumentationen. Aber gegen die Ignoranz des Westens ist kein Kraut gewachsen!