- „Europa wird sich auf dauerhafte Probleme einstellen müssen“
Die Waffenstillstandsgespräche zwischen den USA und dem Iran stehen auf der Kippe. Im Interview warnt Sicherheitsexperte Hans-Jakob Schindler vor einem festgefahrenen Prozess, in dem Detailfragen zur Urananreicherung über politische Stabilität entscheiden.
Hans-Jakob Schindler ist Senior Director des Counter Extremism Project und ehemaliger Koordinator des ISIL-, Al-Qaida- und Taliban-Beobachtungsteams des UN-Sicherheitsrats. Darüber hinaus gehört er dem Beraterkreis des Bundesinnenministeriums zur Prävention und Bekämpfung von Islamismus an.
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Es ist die Moral, die sich in einer Unfähigkeit des Westens und der UN zeigt. Damit und den Menschenrechten (und dem Völkerrecht) schützt man totalitäre Terrorregime. Man lässt es zu, dass ein Land wie der Iran mit seinem Geld Terrorgruppen in anderen Ländern finanziert und damit den Welthandel gefährdet. Das gilt für die Straße von Hormus wie für die Straße von Bab al-Mandab, bei der die Durchfahrt von den Huthis bedroht wird. Wird die Hamas in Gaza von der UNHCR unterstützt und treibt die Hisbollah trotz der UN-Friedenstruppen, welche die Terrortruppen von Israels Grenzen fernhalten soll, ihre Angriffe aus genau diesem Gebiet, oft versteckt hinter den UN-Stellungen?
Duldet die „Weltgemeinschaft“ den Terror? Man überlässt es der „Weltpolizei“ USA, die man für jeden Angriff verurteilt. Will man dem Terror freien Lauf lassen, obwohl der in Europa glücklicherweise oft verhindert werden kann? Wie bindet die UN Russland, China und Indien in den Kampf dagegen ein?
wie werden Dritte, insbesondere China, mit der Blockade umgehen? Schon im Falle Venezuelas ist gegen den Lieferanten Chinas vorgegangen worden. Man kann sich auch eine gezielte Provokation der Chinesen vorstellen, z.B. einen chinesischen Tanker zu entern auf dem dem Bewaffnete sind.
