Nukleardebatte - Atommacht Deutschland? Nein danke!

Braucht Deutschland die Atombombe? Ja, schrieb Christian Hacke bei Cicero Online, denn die USA unter Donald Trump böten keinen nuklearen Schutz mehr. Ex-BND-Vize Rudolf Adam widerspricht ihm vehement. Ein Deutschland mit Atomwaffen wäre ein gefährlicher Dammbruch

Ein französisches Atom-U-Boot
Französisches Atom-U-Boot : Deutsche Atomwaffen dürften auf schärfste Ablehnung stoßen / picture alliance

Autoreninfo

Rudolf Adam war von 2001 bis 2004 Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes. Von 2004 bis 2008 leitete er als Präsident die Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Foto: Bundesakademie für Sicherheitspolitik

So erreichen Sie Rudolf Adam:

Die USA werden noch lange nach Präsident Donald Trump massive Symptome von Trumpismus zeigen. Schon Henry Kissinger hatte die widersprüchlichen Tendenzen in Amerikas Außenpolitik herausgearbeitet: Der internationale Idealismus, der auszieht, um totalitäre Drachen zu erlegen und bedrohte Demokratien zu retten, und der nüchterne Realismus, der dazu neigt, sich auf sich selbst zurückzuziehen, die eigene Sicherheit defensiv und restriktiv zu definieren und den Rest der Welt sich selbst zu überlassen. 

Die US-Bürger sind es leid, die Kosten für eine globale Sicherheit zu tragen, unter deren Schirm militärische Verbündete zu ökonomischen Rivalen werden. Trumps rüdes Auftreten findet bei ihnen Anklang. Die Stimmung unter amerikanischen Wählern verschiebt sich. Selbst wenn Trump nur eine vierjährige Episode bleiben sollte – im Moment spricht leider wenig für diese Annahme –, wird sie dauerhafte Narben im body politic der USA hinterlassen

Deutschland fehlen Konzepte, keine Atomwaffen

Tatsächlich fehlt Deutschland eine strategische Kultur und vor allem ein sicherheitspolitisches Konzept, um weitgehend allein gelassen von der Schutzmacht USA außenpolitisch effizient zu agieren. Das steht im Gegensatz etwa zu Großbritannien, das die Verteidigungs- und Sicherheitslage (Strategic Defence and Strategy Reviews) ständig neu überdenkt. Die Weißbücher der Bundesregierung bestehen weitgehend aus palliativen Versatzstücken. Es macht wenig Sinn, in der Außenpolitik auf moralisch-verbale Empörung zu bauen, aber auf die Mittel zu verzichten, diese Empörung in wirksame Macht zu transformieren. Soweit hat Christian Hacke in seinem Essay Recht.

Aus alledem jedoch zu folgern, Deutschland brauche Atomwaffen, ist ein gravierender logischer Fehler.

Deutschland hat 2011 mit dem Atomausstieg klar gestellt, auf jegliche Nutzung von Kernenergie zu verzichten. Wir haben weder Wissenschaftler noch Ingenieure, die in moderner Nukleartechnologie mithalten könnten. Die wenigen, die noch ausgebildet werden, haben als Berufsziel Rückbau von Anlagen und Sicherung von Zwischenlagern vor Augen, nicht den Neubau oder Betrieb von Atomanlagen. 

Die militärische Nutzung der Kerntechnik setzt aber Beherrschung und die laufende Anwendung ziviler Nukleartechnik voraus. Wer Nuklearwaffen herstellen will, braucht mindestens eine Anreicherungs- und eine Wiederaufbereitungsanlage. Wie und wo man solche Anlagen in Deutschland errichten und betreiben will nach den desaströsen Erfahrungen mit Wackersdorf und Hanau, bleibt ein Rätsel. Deutschland muss seine Nuklearabfälle nach Frankreich zum Abklingen exportieren. Deutschland hat Probleme mit Castor-Transporten und Zwischenlagern. Es gibt immer noch kein Endlager und wird so bald auch keines geben. Linke, Grüne und SPD bilden zusammen eine Mehrheit der Bevölkerung ab. Alle drei Parteien sind dezidiert nuklearfeindlich. 

Eine Pandora-Büchse würde geöffnet

Deutschland hat wiederholt seinen bedingungslosen, einseitigen und unbefristeten Verzicht auf alle Formen von Massenvernichtungswaffen bekräftigt, zuletzt im Zwei-plus-Vier-Vertrag (Art. 3). Diese Erklärungen waren Grundlage für Wiederbewaffnung und Wiedervereinigung. 

Hacke argumentiert im europäischen Rahmen, versäumt jedoch, die Auswirkungen auf eben dieses Europa zu durchdenken. Wenn Deutschland das Recht beansprucht, Nuklearwaffen zu besitzen, was sollen dann andere europäische Länder tun? Wenn Deutschland die Zusicherung aus dem Zwei-plus-Vier Vertrag jetzt in Frage stellt, würde es neues Misstrauen bei allen Nachbarn säen. Zu der ohnehin ausgeprägten ökonomisch-finanziellen Dominanz in Europa käme eine militärische Vormachtstellung, von der niemand wüsste, gegen wen sie sich letztlich wenden würde. Selbst unsere engsten Freunde könnten nicht länger sicher vor Deutschland sein.

Deutsche Atomwaffen dürften in Warschau, Paris, London oder Rom deswegen auf schärfste Ablehnung stoßen. Sie würden eine Pandora-Büchse öffnen, die Ressentiments und altes Misstrauen gegen Deutschland neu aufflammen ließe. Deutschland steht wegen seiner harten Haltung in der europäischen Währungs- und Finanzpolitik ohnehin unter Beschuss. Vorbehalte gegen die deutsche Migrationspolitik haben 2016 zur EU-feindlichen Stimmung in Großbritannien beigetragen. Schweden betreibt Kernkraftwerke und hatte von 1945 bis 1972 ein militärisches Nuklearprogramm. Wird Polen deutsche Nuklearwaffen hinnehmen ohne selbst alles daran zu setzen, die gleichen Waffen zu haben? Wie würde Italien reagieren – immer auf Parität mit Deutschland bedacht –, wie Spanien? Und wenn die Türkei, die zur Zeit ihr erstes Kernkraftwerk von russischen Ingenieuren errichten lässt, nach Atomwaffen strebt, was wird dann der ewige Gegner der Türkei, Griechenland, machen? Und wenn die Türkei, Nachbarstaat von Iran, Irak und Syrien, sich Nuklearwaffen verschafft, wie werden diese Länder reagieren?

Deutschland hätte keine plausible Strategie

Vor allem aber bleibt Hacke die Antwort schuldig, welche Strategie ein atomar bewaffnetes Deutschland verfolgen soll. Wo und wann sollten deutsche Atomwaffen eingesetzt werden? Dann, wenn das Territorium Deutschlands mit Atomwaffen angegriffen wird? Dann ist es längst zu spät! Soll Deutschland seinen Nachbarn nuklearen Schutz garantieren? Weshalb sollte eine solche Garantie von Deutschland glaubhafter sein als eine französische oder britische?

Polen weiß noch zu gut, dass ihm Sicherheitsgarantien Großbritanniens und Frankreichs 1939 bis 1945 nichts genützt haben – weder gegen Deutschland noch gegen Russland. Würde Deutschland Hamburg, Frankfurt und München riskieren, wenn Tallinn, Riga oder Wilnius angegriffen werden? Wer dort das hiesige politische Klima kennt, wird auf eine solche Garantie keine allzu großen Stücke halten. Selbst auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, als Nato-Garantien als unumstößliches Dogma galten, regten sich bei einigen Deutschen Zweifel, ob die USA tatsächlich eine militärische Eskalation wagen würden, die San Francisco, Chicago und New York mit Vernichtung bedrohen könnte, nur um West-Berlin zu retten. Weshalb sollten Esten, Letten oder Litauer den Deutschen mehr zutrauen? 

Die gängige Interpretation der deutschen Verfassung besagt, dass Militäreinsätze vom Bundestag zu beschließen sind. Was für konventionelle Einsätze gilt, müsste erst recht für nukleare Einsätze gelten. Im Ernstfall wird es wenige europäische Nachbarn geben, die die Existenz ihres Landes einem Beschluss des Deutschen Bundestages anvertrauen. 

Fahrlässig, töricht und brandgefährlich

Hacke hat Recht, wenn er die Vorstellung europäischer Nuklearkräfte als irreale Träumerei entlarvt. Ein Nuklearschlag, der von dem einstimmigen Votum eines 27-köpfigen Gremiums abhängt oder gar im Mehrheitsverfahren beschlossen werden muss, ist lächerlich. Zu einem Zeitpunkt, in dem der Brexit dunkle Schatten über die Fähigkeit Europas wirft, einvernehmlich zu handeln, ist es um die autonome Sicherheit Europas schlecht bestellt. Nationale deutsche Atomwaffen sind jedoch nicht der Ausweg aus diesem Dilemma. 

Ein Deutschland, das aus den Nicht-Verbreitungsvertrag verlässt, wäre ein Dammbruch. Weltweit würde dies als Signal aufgefasst, dass nur eigene nationale Nuklearwaffen Sicherheit garantieren. Wie werden die asiatischen Verbündeten der USA reagieren, wenn schon die Europäer dem amerikanischen nuklearen Schutzschirm nicht mehr vertrauen? Japan und Südkorea würden sofort nach Nuklearwaffen streben, Indonesien würde vermutlich bald folgen.

Mit unendlicher Mühe ist es in über 20 Jahren gelungen, dem Nicht-Verbreitungsvertrag von 1970 nahezu universale Geltung zu verschaffen. Deutschland hat den Vertrag nach langwierigen Vorbehalten erst 1975 ratifiziert. Der Nicht-Verbreitungsvertrag ist kein Allheilmittel. Er leidet bereits erkennbar an Erosion. Diese Erosion jetzt aber ohne zwingende Notwendigkeit zu beschleunigen, wäre fahrlässig, töricht und brandgefährlich. 

Christian Hacke hat eine öffentliche Diskussion „ohne Vorbehalte und Scheuklappen“ gefordert. Dies ist ein Beitrag zu dieser Debatte.

Rudolf Adam war von 1995 bis 1998 zuständig für atomare Abrüstung und Rüstungskontrolle

Wilfried Maier | Di, 31. Juli 2018 - 18:20

In Gronau befindet sich eine Urananreicherungsanlage mit 3 - 6% Anreicherungsgrad. Ferner gibt es ein Brennelemente-Werk in Deutschland. Exporte gingen /gehen u.a. in die UdSSR bzw. Rußland, Frankreich und die USA über den Hamburger Hafen.
Solche Tatsachen sollten dem Autor bekannt sein.

Wilhelm Maier | Di, 31. Juli 2018 - 18:24

"Würde Deutschland Hamburg, Frankfurt und München riskieren, wenn Tallinn, Riga oder Wilnius angegriffen werden?" na so was!. Auch Warschau muss man erwähnen in diesem fall... Es ist doch eine (oder auch viel mehr Krankheiten in der > EU-usw verbreitet worden, und infiziert immer mehr Leute und Länder. Paranoia!!- sollte aber doch nicht ansteckend sein?:https://www.therapie.de/psyche/info/index/diagnose/persoenlichkeitsstoe… nur wie auch immer.."Eine Pandora-Büchse würde geöffnet" damals, als die USA aus ABM-Vertrag ausgestiegen sind, und danach- Nato-Abwehrsystem in Polen usw. Es soll vor möglichen Angriffen ?? aus Nahost-Staaten wie dem Iran usw...schützen?- http://www.spiegel.de/politik/ausland/raketenabwehr-usa-kuendigen-abm-v…
Und jetz brauchen wir eine (es sind doch im- https://www.deutschlandfunkkultur.de/waffenlager-in-der-eifel-die-atomb… ) schon welche da. Buuh... Grausammm... leider!..-.ö

Wilhelm Maier | Di, 31. Juli 2018 - 18:36

hat eine öffentliche Diskussion „ohne Vorbehalte und Scheuklappen“ gefordert. Und er leidet bereits? "Nationale deutsche Atomwaffen sind jedoch nicht der Ausweg aus diesem Dilemma."
Ich Danke! Ihnen Herr Adam. Wir brauchen KEINE
Atombomben!.

gerhard hellriegel | Di, 31. Juli 2018 - 18:42

Der Autor ist prima, er erklärt, was alles nicht gehe, was alles unrealistisch sei - und dann ist der Beitrag zu Ende. Ergebnis: Schutzgelderpressung ohne Schutz. Würden sich die Atommächte an ihre Verpflichtungen halten, dann benötigte kein Land Schutz vor atomarer Erpressung, Bedrohung. Wenn er erklärt, dass sich kein Land auf Schutz durch andere verlassen kann, dann gibt es nur zwei Optionen: Selbstschutz oder schutzlos leben. Falls er glaubt, dass die Atommächte auf ihre Waffen verzichten oder sie den UN übergeben, dann ist das noch unrealistischer als eine europäische Atommacht. Sollte jemand glauben, dass ich mich nach Atomwaffen sehne: Irrtum.

Fritz Richter | Do, 2. August 2018 - 09:26

In reply to by gerhard hellriegel

Was mich an der gesamteuropäischen Diskussion stört, sind solche Artikel wie dieser: Auf halben Weg bleiben sie stecken. Wenn ich gegen alles bin, und das mag ja durchaus richtig sein, für was bin ich denn dann? Was ist denn dazu die Alternative? Da bleibt die deutsche Gründlichkeit total stecken! Eine gesamteuropäische Lösung schließt er ja auch aus. Also was dann? Wirklich Kopf einziehen und sich total erpressen lassen? Als europäischer Kleinnationenteppich. Hatten wir doch auch schon mal. Deutschland vor Bismarck...Ist das die Lösung? Jetzt echt????

Markus Müller | Di, 31. Juli 2018 - 19:14

Auch wenn ich dem Autor im Wesentlichen zustimme, dass Deutschland auf Atombomben verzichten sollte - es sind monströse Abschreckungs-, Terror- und Vernichtungswaffen mit winzigem militärischen Nutzen -, enthält der Artikel leider Fehler, welche seine Aussagen ziemlich entwerten:
- "Wir haben weder Wissenschaftler noch Ingenieure, die in moderner Nukleartechnologie mithalten könnten."
Doch, die haben wir. Auch wenn Atomphysik nicht gerade en vogue ist, wären deutsche Ingenieure und Wissenschaflter, aber vor allem deutsche Konzerne, durchaus fähig, Atombomben zu bauen: Chemie, Stahl, Zünder, Zentrifugen, Uran, alles vorhanden.
- "Wer Nuklearwaffen herstellen will, braucht mindestens eine Anreicherungs- und eine Wiederaufbereitungsanlage."
Man braucht dafür keine Wiederaufbereitungsanlage und die Anreicherungsanlage steht bereits in Gronau.
- "Linke, Grüne und SPD bilden zusammen eine Mehrheit der Bevölkerung ab. "
Das ist schlicht falsch.

Freundliche Grüße,
Markus Müller

Per L. Johansson | Di, 31. Juli 2018 - 19:44

1) Von seiner Bevölkerungszahl, seiner Wirtschaftskraft, seiner Technologie und auch seiner politischen Bedeutung ist Deutschland als Atommacht prädestiniert. Der einzige Grund, warum wir es nicht geworden sind, ist der verlorene Zweite Weltkrieg. Aber ist der nicht längst Geschichte?
2) Es ist ethisch sogar geboten, diese wirklich furchtbare Verantwortung mit unseren Verbündeten zu teilen. Warum sollen die ewig für uns die "Drecksarbeit" machen? Wir könnten unsere Hände sowieso nicht in Unschuld waschen, auch wenn auf den Sprengköpfen, die auch in unserem Namen fallen würden, "Made in USA, GB o. France" stehen.
3) Eine Atommacht Deutschland könnte die Nachbarn bis zum Baltikum unter seinen Schutzschild nehmen. Warum bitte müssen sich die fernen USA um diese Region kümmern?
4) Wenn wir unsere eigenen Atomwaffen hätten, würden WIR im Ernstfall über deren Einsatz entscheiden. Trauen wir uns selbst etwa weniger als den USA?

Man schafft kein Vertrauen, wenn man sich selbst mißtraut.

Per L. Johansson | Do, 2. August 2018 - 13:36

In reply to by Peter Raatz

Dann war es wohl ein Fehler Deutschlands, den Beitritt Polens zur NATO zu befürworten?
Und ein Fehler, moderne Kampfpanzer und sonstige Rüstungsgüter der Bundeswehr an die polnischen Streitkräfte abzutreten?

Dort hat man sich übrigens sehr gefreut und die deutschen Waffen dankbar angenommen.
Vielleicht sehen manche Polen die Lage ihres Landes und ihren westlichen Nachbarn ja doch anders...

Vielleicht wären Kernwaffen "Made in EU" die Lösung. Dann könnte das stolze Polen sich beteiligen.
Eine ewige Abhängigkeit von den USA, kann jedenfalls keine Lösung sein.
Weder für Deutschland, noch für Polen.
Die "Nachkriegsordnung" mit ihren "Siegermächten" von anno '45 kann schlicht nicht die Basis für das 21. Jahrhundert sein. Die Welt dreht sich weiter.

Dimitri Gales | Di, 31. Juli 2018 - 20:08

Deutschland würde keine Unterstützer für seine eventuellen Atombomben-Pläne bekommen, aus verschiedenen Gründen. Auch glauben manche Staaten, Deutschland neige immer noch zum Irrationalen, was es in seiner Geschichte bewiesen habe. Deutschland sollte mal lieber seine konventionellen Streitkräfte in Ordnung bringen, da gäbe es viel Arbeit. Was soll das Gerede von einer eignen Atombombe, wenn die Bundeswehr weit von einer Kriegstauglichkeit entfernt ist. Die einzigen europäischen Armeen, denen man Kriegstauglichkeit bescheinigen kann, sind die französische und britische Armee.

Tobias Werner | Di, 31. Juli 2018 - 20:46

Alles gut -und unschön- u. eigentlich auch alles bekannt. Interessant ist doch vor allem, welches Konzept der Autor hier nun selbst hat.
Vergessen hat er hier m.E. die Frage, warum die Großmächte diese A-Waffen nun noch haben dürfen, auch zu erörtern, ob, und unter welchen Bedingungen, auch diese zu dem Verzicht auf A-Waffen zu bringen sind. Deren Weiterverbreitung ist ja nicht etwa wegen deren Handhabung verboten, sondern wegen deren allgemeingefährdenden Hauptwirkungen! Und diese sind ja die gleichen, egal von wem diese auch immer und warum eingesetzt werden. Auch spielt hier die Zahl dieser Waffen dann noch eine Rolle, ein od. zwei kleinere A-Bomben könnten, selbst wenn sie eingesetzt werden würden, zumindest den Fortbestand dieser Welt und der Menschheit ja noch erlauben, die Anzahl der heutigen macht dies nach einem Einsatz auch nur von der Hälfte aber unmöglich. Eigentlich bedenklich auf welchem Niveau (d.Ist-Analyse)sich sogar die Experten hier in 2018(!) noch bewegen.

Heinrich Niklaus | Di, 31. Juli 2018 - 22:22

Berthold Kohler, Herausgeber der FAZ, hat mal die Größenordnung einer deutschen Nuklearstreitmacht aufgezeigt: acht nukleare Träger-U-Boote und 60 Luft-Boden-Raketen mit etwa 360 einsatzbereiten Sprengköpfen.

Haben all jene, die gerne zu Trump auf Distanz gehen würden das bedacht? Ist so etwas politisch mit der SPD den Grünen und der Links-Partei durchsetzbar?
Sind wir völkerrechtlich dazu überhaupt (Zwei-plus-vier-Vertrag) berechtigt?

Das ist doch eine Phantom-Diskussion. Wir schaffen es politisch noch nicht einmal das 2-Prozent-Ziel der Nato zu erfüllen und diskutieren darüber Atommacht zu werden. Das ist absurd.

Martin Lederer | Di, 31. Juli 2018 - 22:24

Die Deutschen würden lieber heute als morgen als "aufrechte Gutmenschen" die Bundeswehr komplett abschaffen. "Grenzen verteidigen" ist sowieso komplett out. Da ist an Atomwaffen noch nicht einmal zu denken.

Silas Loy | Mi, 1. August 2018 - 00:07

Eigentlich sind Atomwaffen Insignien der vollständigen Souveränität und Höchstrangigkeit. So wie auch ein ständiger Sitz im UN-Sicherheitsrat mit Veto das ist. Aber die Deutschen haben ja gerade mal wieder im Zuge der Migrationskatastrophe gezeigt, dass sie leider nicht immer zurechnungsfähig sind. Ein Land mit einer schon immer so kritischen Masse an verwirrten und unfähigen Eliten spielt besser nicht in der Ersten Liga. Merkel, von der Leyen oder die Abnickbude am Roten Knopf? Besser nicht!

Dr. Florian Bode | Mi, 1. August 2018 - 08:34

Die BW sollte erst einmal konventionell "auf Vordermann" gebracht werden, bevor man solche Gedankenspielchen überhaupt ins Auge fasst. Solange Merkel im Amt ist, darf UvdL weiter ministrieren. Also das Thema höchstens auf Wiedervorlage nach der nächsten BT-Wahl oder dem von mir ersehnten Merkel-Rücktritt.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 1. August 2018 - 10:05

bei einem Özdemir/Fischer, welch Letzterer evtl. auch "aggressiven Humanismus" befürwortet, warum dann nicht Atombomben für den Frieden, hat in Japan doch auch funktioniert? Oder einer KGE, die Bienen rettet, vielleicht sogar unter dem Einsatz von Atomwaffen?
Von der Vorstellung gesellschaftlicher oder politischer Vernunft habe ich mich mittlerweile bei den Grünen verabschiedet.
Nur wenn ich ihnen da schon nur wenig zutraue, wie kann dann ihr grünes Denken richtig sein?
Um so mehr bin ich einem Artikel wie diesem dankbar, der politische Zusammenhänge und Folgen aufzeigt und abschätzen kann.
Natürlich traue ich der militärischen Atommacht Frankreich, dafür nicht so sehr in ökonomischen oder staatsrechtlichen Fragen.
Intelligenz kann auch ohne Waffen alles regeln, aber gibt es die überall ausreichend?
Da Deutschland in Europa ein Binnenstaat ist, zudem es unsere Geschichte und Verpflichtungen gibt, denke ich, dass die VERTEIDIGUNG der EU den Aussenstaaten UNTERSTELLT sein sollte.

Yvonne Walden | Mi, 1. August 2018 - 10:19

Den Gedanken und Überlegungen von Herrn Adam werden alle diejenigen folgen können, die das logische Denken noch nicht gänzlich verlernt haben.
Unsere geografischen Nachbarn haben bekanntlich noch lange nicht vergessen, daß Deutschland - in welcher Zusammensetzung auch immer - mehrere Kriege vom Zaume brach, so daß ein unterschwelliges Mißtrauen nach wie vor latent sein dürfte. Deutschland sollte stattdessen immer wieder vehement für sämtliche Initiativen gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen stark machen und sowohl von den eigenen Verbündeten (insbesondere den USA) Abrüstungsschritte fordern. Denn: Warum dürfen Staaten wie Israel, Indien oder Pakistan über atomare Waffen verfügen, Nordkorea jedoch nicht? Diese Logik erschließt sich mir jedenfalls nicht.

Jürgen Lehmann | Mi, 1. August 2018 - 10:46

Die BRD als Atommacht wird es hoffentlich nie geben.
Statt das Thema „Atomabrüstung“ weiter zu thematisieren, wird nun teilweise wieder über eine atomare Aufrüstung diskutiert.
Wir benötigen auch keinen amerikanischen nuklearen Schutzschirm, sondern tatsächlich ein neues sicherheitspolitisches Konzept.

Trotzdem sollte darauf hingewiesen werden, dass „Wir tatsächlich weder Wissenschaftler noch Ingenieure haben, die in moderner Nukleartechnologie mithalten könnten,“ wie im Artikel erwähnt wird.
Dies ist das Ergebnis des Merkel‘schen Atomausstieges und wird noch sehr negative Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Kernenergie haben.
Auch wenn Linke, Grüne und SPD sehr dezidiert nuklearfeindlich sind, kann man eine weitere Entwicklung von Kernenergie (Kernfusion) zur Energiegewinnung nicht ausschließen. Hier liegen wir jedoch in der Entwicklung in einigen Jahren voll daneben.

Tomas Poth | Mi, 1. August 2018 - 12:15

dieser Beitrag trägt nicht gerade dazu bei Konzepte einer wirksamen, unabhängigen Selbstverteidigung zu entwickeln. Hier werden nur Vorbehalte aufsummiert um eine klärende, öffentliche Diskussion zu vermeiden.
Wo soll's langgehen? Deutschland muß sich vom "Rockschlippen" der Nachkriegsordnung emanzipieren und "erwachsen" werden, auf eigenen Füßen stehen.

David Warncke | Mi, 1. August 2018 - 12:24

Mit der Idee einer Europaarmee müssten wir über all diese Dinge nicht mehr nachdenken. Die Wehrausgaben aller europäischen Länder zusammen belaufen sich auf rund 200 Milliarden, damit lässt sich eine europäische Armee sehr gut aufbauen und finanzieren. Die Vorteile liegen auf der Hand, dass Mandat wird Europäisch erteilt, die Gerätschaften würden anders als in Deutschland funktionieren, Grenzschutzaufgaben können ebenfalls übernommen werden und wenn Europa der Meinung ist man müssen eine Atombombe haben, dann hat man zumindest mit seinen Nachbarn keine Probleme.
Das Problem ist, dass es in diesem bevormundenden Europa gar nicht möglich ist. Wir bräuchten Mehrheitsbeschlüsse der europäischen Staaten und Brüssel nur als Umsetzer, nicht wie jetzt umgekehrt.

Heinrich Niklaus | Mi, 1. August 2018 - 15:10

In reply to by David Warncke

Und wer setzt die Euro-Armee denn ein? Die 28 Regierungschefs im Einvernehmen oder Schonklod Junker nach dem dritten Cognac?

Wie sieht es mit der Atommacht Frankreich aus? Welche Staaten geben ihre Souveränität auf diesem Sektor auf? Griechenland vielleicht, dass sich gerade in der Ägäis aufkommenden Begehrlichkeiten eines Diktators Erdogan gegenübersieht?

So einfach ist das nicht!

1946 hätte auch niemand gedacht, dass wir mal ein solch stabiles Europa haben, auch wenn es gerade unter dem Einfluss der Flüchtlingskrise mächtig wankt. Es wäre auch eine Aufgabe von Jahrzehnten so etwas zu schaffen. Aber wie schon gesagt, die Vorzeichen dazu sind denkbar schlecht.

Dr. Klaus Eckhard | Mi, 1. August 2018 - 15:27

In reply to by David Warncke

die Franzosen würden auch nur die Mitsprache über die Angelegenheiten der Force de frappe Europäern (Deutschen) anvertrauen?

Jacqueline Gafner | Mi, 1. August 2018 - 12:27

was es aber dringend bräuchte, ist eine halbwegs realistische Einschätzung seiner Mitverantwortung dafür, dass die militärische Wehrfähigkeit in und von Europa, wenn nicht steigt, so doch zumindest nicht weiter sinkt. Pazifismus als Reaktion auf die Vorgänge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist zwar verständlich, aber angesichts sich ändernder Kräfteverhältnisse in der Welt von 2018 nicht nur blauäugig, sondern auch unredlich und billig. Wer sich selber verbal gerne als Exportweltmeister feiert, müsste eigentlich realisieren, dass dies nur unter Friedensbedingungen möglich ist und auch eigene geldwerte Investitionen in die Sicherung dieses Friedens bedingt. Dritte werden nicht ewig stellvertretend für den militärischen Schutz auch von Deutschland und seiner Wirtschaft sorgen können und wollen, zumal sie die dafür erforderlichen Mittel auch nur einmal ausgeben können und es mutmasslich ebenfalls vorziehen würden, sie zur Stärkung der eigenen Volkswirtschaft einzusetzen.

wolfgang spremberg | Mi, 1. August 2018 - 12:37

sind nur zur Abschreckung geeignet. Wer glaubt der dekadenten deutschen Gesellschaft das sie bereit wäre zu ihrem Schutz, zum Schutz ihrer wichtigsten Interessen, Atomwaffen einzusetzen ?
Wer es wagt darüber nachzudenken , dass seit langem bestehende Gesetz über den unmittelbaren Zwang §§ 11 & 12 (Schusswaffengebrauch an der Grenze.) anzuwenden, wird von der Gesellschaft erbarmungslos niedergemacht. Wer also nicht bereit ist, völlig risikolos, die Grenzen nach Recht und Gesetz zu schützen, sollte glaubhaft machen in einem Konfliktfall diese Grenzen in einem Atomkrieg schützen zu wollen ? Das erscheint mir völlig lächerlich. Deutschland ist schlapp und dekadent. Wer Deutschland droht bekommt was er will......Geld...Bleiberecht....etc...

Thomas Radl | Mi, 1. August 2018 - 12:41

Wenn die deutsche "Atombombe" nicht eine Weltvernichtungsmaschine wie bei Kubricks Dr. Seltsam werden soll, müsste sie im Einsatzfall vom Lagerort zum Einsatzort transportiert werden. Wer soll das machen? Das THW? Der ADAC mit einem Hubschrauber? Die Bundeswehr fällt als Transportleister mangels Einsatzfähigkeit (zumindest nach derzeitigem Stand) mit der für Nuklearpotenzial notwendigen Zuverlässigkeit doch wohl eher aus!
Allein bei dieser Überlegung, wie das praktisch durchgeführt werden soll, wird die ganze Debatte, bevor sie eigentlich startet, zur Farce.
Ein Staat, der sich eine einsatzfähige Armee leistet, kann sich ggf. Gedanken machen, ob er eine Nuklearstrategie entwickeln und diese dann u.U. umsetzen möchte. Ein Staat, der sich in militärischen Belangen hauptsächlich um Wickeltische in Kasernen und Feldlagern und Schwangerschaftsbekleidung für die Soldatinnen kümmert, sollte um solche Ideen einen weiten Bogen schlagen!

... die Kindersitze im Leo II und den Anspruch auf Halbtagsjobs im Offiziers-Chor vergessen. Das sind die wirklich wichtigen Dinge. Und wozu braucht die BW eine funktionierende Marine, Luftwaffe und Heer? Kann man ja alles bei einem großen Internet-Versandhändler bestellen - Lieferung innerhalb 24 Stunden ohne Versandkosten./Ironie off. Aber mal ernsthaft: Ich kann mich an Zeitungsberichte von vor mindestens 20 oder 25 Jahren erinnern (könnte Stern oder Spiegel gewesen sein), nach denen BW-Soldaten im Manöver "Bumm" oder "Peng" rufen mussten, weil das Geld für Übungsmunition fehlte. Der Niedergang der BW ist also nicht allein UvdL anzulasten, sie hat diesem Oberförster-Verein nur noch den Rest gegeben. Die Wurzeln liegen viel weiter zurück. Fazit: Die BRD als Atommacht ist einfach eine lächerliche Vorstellung - jedenfalls zur Zeit.

Karin Zeitz | Mi, 1. August 2018 - 15:03

denn in Deutschland lagern bereits genügend Atomwaffen. Im Kriegsfalle wird niemand danach fragen, wer tatsächlich darüber die Verfügungsgewalt besitzt, sondern das deutsche Territorium nachhaltig mit atomaren Waffen angreifen. Die große Chance, mit der Wiedervereinigung in Deutschland eine atomwaffenfreie Zone zu schaffen wurde vertan. Jetzt ein genügend großes Arsenal zur Abschreckung anderer Atommächte wäre unrealistisch. Es geht nur noch darum, der Rüstungsindustrie noch mehr Aufträge zu verschaffen und noch mehr Geld für noch mehr nicht benötigte Waffensysteme auszugeben, während sich die Bundeswehr mit ihren nicht einsatzbereiten Flugzeugen, Panzern, Schiffen und nicht vorhandenen Bekleidungsstücken herumärgern muss.

Tobias Werner | Mi, 1. August 2018 - 16:03

"Uno-Plan zum Verbot von Kernwaffen Die Ächtung der Atombombe
Die Mehrheit der Staaten in der Uno will ein Verbot nuklearer Waffen beschließen, gegen den Widerstand der USA und der anderen Atommächte. Das ist heikel.... "Sofortige Auswirkungen gäbe es zwar nicht, weder auf die fünf offiziellen Atommächte USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich, noch auf die nuklearen Start-ups Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea. Aber das UNO-Atomwaffenverbot würde ein starkes Signal senden u. hätte Folgen: Wenn nukleare Waffen grundsätzlich geächtet sind, dann sind sie nicht einmal mehr als Mittel der Selbstverteidigung legitim. Die jahrzehntelang gepflegte Logik der Abschreckung bräche langsam in sich zusammen. Jede Modernisierung von Kernwaffen stieße auf weit größeren Widerstand als heute."
Zitat Spiegelbeitrag v. D. Pieper v. 27. 09. 17 http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-plan-zum-verbot-von-atomwaffe…

Hat die BRD dies unterzeichnet?

Tobias Werner | Mi, 1. August 2018 - 16:23

Das ist es doch, und wenn dem so ist, dann erübrigt sich auch die DIskussion über deutsche A-Waffen. Warum sollen denn B- und C-Waffen auch bei den Großmächten verboten sein, nur die A-Waffen nicht!? (Ja, der Grund ist, dass B- und C-Waffen die Massenvernichtungswaffen der kleinen und armen Länder wären/sind, damit diese Länder diese Waffen nicht haben, haben auch die A-Waffen-Besitzer diese mit getroffen..., das hört man hierzulande auch fast nie, trotz all der Meinungsvielfalt!) Dann aber bomben und laut nach Vergeltungs-Krieg schreien, wenn einer der kleineren solche doch mal einsetzt.

Nochmal zu der A-Waffenfähigkeit d. BRD (was in einem Kommentar ja ganz konkret auch kritisiert worden ist). Wenn Nordkorea dies kann, und wenn der Autor dies sogar den Polen zutraut, dann sollte das schon auch d. BRD möglich sein.
Im Prinzip sind A-Waffen ja das Mittel zur Herrschaft d. technologisch überlegenen über weniger entwickelte Gesellschaften, mit vielen Menschen u. einfacheren Waffen.

Alfred Simon | Mi, 1. August 2018 - 19:18

Als stärkster Verbündeter droht Trump mit dem Austritt aus der Nato.Eine logische Folgerung wäre dann der Abzug der bei uns gelagerten amerikanischen Atomwaffen.Deren Einsatz wäre aber im Ernstfall mit deutschen Tornados vorgesehen.Ob diese funktions-bzw.einsatzfähig
wären, weiß sicherlich nicht unsere naive Vertei-
digungsministerin.
Deutschland hat also das Recht auf Selbstvertei-
digung.
Mit unserer Schrott-Armee sind wir blamiert und
verteidigungsunfähig.Es muß kurz-und langfris-
tig atomar gedacht und gehandelt werden.
Mit Konzepten und Kompetenzen und der vor-
handenen Bundestagsmehrheit.

Hans Heppner | Mi, 1. August 2018 - 21:01

Die Diskussion ist müßig. In Wirklichkeit wären diese Atomwaffen so wenig einsatzbereit, wie die Eurofighter, Eurocopter oder die U-Boote der Bundeswehr, wenn sie überhaupt je fertiggestellt und eingeführt würden, wie BER, A400M oder die Flugdrohnen.

Rudolf Adam | Do, 2. August 2018 - 09:11

Einige Kommentatoren verweisen auf die Anreicherungsanlage in Gronau.
Gronau untersteht Urenco, einem deutsch-britisch-niederländischen Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Grossbritannien. Dort wird schwach angereichert, ausschliesslich für zivile Zwecke. Die Anlage wird von der IAEO streng überwacht.
Für Atombomben benötigt man hochangereichertes (weapon grade)Uran (HEU, >90% U 235). Das darf dort nicht hergestellt werden.
Wer die Probleme mit HEU in Deutschland näher kennen lernen will, mag die Debatte um den Forschungsreaktor II in Garching verfolgen.
Moderne Nuklearsprengköpfe bestehen hauptsächlich aus Plutonium. Dafür braucht man eine Wiederaufbereitungsanlage.
Soviel zu den Fakten.

Tobias Werner | Do, 2. August 2018 - 15:56

Der Vorteil der A-Waffen: Hohes Zerstörungspotential für Mensch u. Anlagen, aufgrund d. geringen Gräße in Kombination mit modernen Trägersystemen sehr flexible Lagerungs- u. Einsatzorte. Das kann so keine Panzer- od. Luftarmee. Von daher die hohe Schutzwirkung - aber auch das hohe Gefahrenpotential. Verzichtbar sind solche Waffen in diesem Sinne - und für den Verteidigungszweck - also nur, wenn man größere Angriffe mit Panzerarmeen oder Flugzeugen mit höchster Wahrscheinlichkeit, also sicher, auch anders verhindern kann. In Deutschland können wir z.B. sagen, dass uns kein Einmarsch einer preußischen Armee mehr bedroht, was bis zur Gründung des deutschen Reiches ja möglich und der Fall war. Wenn man also einen funktionierenden Weltstaat hat, eine globale suffiziente Übergewalt, dann wären diese Waffen überflüssig. Das zu organisieren ist nicht einfach u. nicht sofort machbar - gleichwohl möglich. Unmöglich hingegen wäre der EInsatz all dieser Waffen - worüber ja Konsens herrscht!

Brigitte Simon | Do, 2. August 2018 - 17:14

Dieser Artikel ist so ernst und verträgt keinen
Zynismus. Dennoch:
Es fehlt Geld für eine kampffähige Bundeswehr.
Wie soll eine Atommacht Deutschland finanziert
werden. Viel Spott erntet Deutschland innerhalb
der EU, weltweit. In Spanien hörte ich nach-
stehen Zynismus: "Frau von der Leyen hat mehr
Kinder als kampffähige Panzer". So gelacht habe
ich schon lange nicht mehr. Auch wenn es bitte-
rer Ernst ist.

Rudolf Stein | Do, 2. August 2018 - 18:20

Ich bin mit tausendfach sicher: im Absegnungsvertrag der USA, der UdSSR, des UK und Frankreichs zur Wiedervereinigung der BRD mit der DDR gibt es einen Passus hierzu. Glaubt man ernsthaft, man bekommt vom Rechtsnachfolger der UdSSR, nämlich Russland, hierfür ein Plazet, von Frankreich und dem UK mal ganz abgesehen? Glaubt jemand ensthaft, D könnte den 4 plus 2 Vertrag einfach unterlaufen?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 2. August 2018 - 18:38

Nicht-Angriffs-Pakten?
Hat das Trump nicht Nordkorea angeboten?

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 2. August 2018 - 18:39

dass die Atombombe das Problem ist und nicht die Antwort.

Gerhard Krohmer | Do, 2. August 2018 - 21:08

Jahrtausende lang waren immer die die Stärkeren, die die meisten Reiter, die meisten Speere und die dicksten Mauern hatte.
Dann diejenigen, die die größten Kanonen, die meisten Bomben, die meisten Jagdflugzeuge, die besten Panzer hatten ..... und dann die, die meinten, die besten Atombomben und Wasserstoffbomben zu haben, die " aller - neuesten" Cyberwaffen nicht zu vergessen.
Und was hat es bisher gebracht ? Nichts ! Letzten Endes null Sicherheit. Unsere Superwaffen lassen gewalttätige "Lösungen" nicht mehr zu. Wie wäre es, wenn wir mal unsere Denkweisen auf den Prüfstand stellten ? Warum ist Sozialisation unserer Spezies überhaupt möglich. Auf was baut sich jegliches soziale Leben auf ? Wodurch kann ein Kleinkind überhaupt erwachsen werden ? Meiner Ansicht nach nur durch Vertrauen. Ohne Vertrauen geht gar nichts. Auch nicht im Zusammenleben der Völker. Wir werden lange und ausdauernd üben müssen. Die Auseinandersetzungen werden nicht weniger. Aber Atomwaffen ? Überholt !