Russische Polizei
Die russische Polizei trägten einen jungen Demonstranten weg, der sich gegen die Mobilisierung ausspricht. / picture alliance

Asyl für russische Deserteure - Lieber Volksaufstand in Moskau als Dolce Vita im Westen

In der deutschen Politik gibt es eine große Bereitschaft Menschen aufzunehmen, die sich ihrer bevorstehenden Einberufung zur russischen Armee durch Flucht entziehen wollen. Doch dies könnte Putins Machtposition im eigenen Land befördern.

Porträt Mathias Brodkorb

Autoreninfo

Mathias Brodkorb war Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern und gehört der SPD an.

So erreichen Sie Mathias Brodkorb:

Kaum hatte die Teilmobilmachung in Russland begonnen, setzten in Russland zaghafte öffentliche Proteste ein. Von Beginn an gelten dabei nicht nur die militärische Unterstützung der Ukraine und diplomatische Bemühungen als mögliche Hebel zur Einhegung oder gar Beendigung des Krieges, sondern auch die innenpolitische Destabilisierung Russlands.

Vor allem die Sanktionen des Westens zählten von Anfang an genau hierauf ab. In Russland sollten die wirtschaftlichen Schwierigkeiten möglichst so groß werden, dass Putin für seinen Kriegskurs öffentlichen Rückhalt verliert – oder der Mut seiner innenpolitischen Gegner im gleichen Takt steigt wie die wirtschaftlichen Probleme. Mit der Teilmobilmachung dürfte Putin nun selbst einen gewichtigen Faktor zur innenpolitischen Destabilisierung geschaffen haben, zumindest steigt dafür die Chance.

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Christoph Kuhlmann | Sa., 24. September 2022 - 18:39

Das Problem ist doch, wir haben so viele Menschen aus weit entfernten Ländern aufgenommen, dass es jetzt nicht mehr für Europäer reicht. Länder und Kommunen sind bereits überlastet. Eine gerechte Lastenverteilung wird es nicht geben. Skandinavien sagt nein. In Italien gewinnt diesen Sonntag eine Rechtskoalition. Polen, Ungarn und etliche andere Staaten Osteuropas sind auch nicht bereit, Menschen aus fernen Ländern aufzunehmen. Macron aus Frankreich hat Le Pen im Nacken, in Holland sitzen inzwischen drei rechte Parteien im Parlament und Spanien setzt weiterhin auf eine restriktive Flüchtlingspolitik. Zurzeit leben dort ganze 495 von ihnen. Das Flüchtlings- und Asylrecht muss praktikabel sein. Das ist es zurzeit keineswegs. Deutschland steht in der EU in dieser Frage weitgehend isoliert da. England ist bereits ausgetreten. Wer ist nun radikal? Die Mehrheit der europäischen Regierungen oder die deutschen Machthaber?

Auch wenn die meisten hier das anders sehen - aus weichem Herzen wird zu leicht "weich in der Birne". Und der Zynismusvorwurf stimmt wohl, ist aber unproblematisch, wenn man Zynismus nicht per se für verwerflich hält, sondern ihn aus der Gesamtsituation beurteilt. Der "Westen" hat es irgendwie verlernt, in Kategorien der Brutalität zu denken, die zur Realität aber nun einmal gehören. Man mag das besch.... finden, es auszublenden ist leichtfertig und kann tödlich enden.
Wir hätten schon bei Eritreern, die vor dem Wehrdienst davon laufen, nicht so großzügig sein dürfen, nur weil wir selbst von Wehrpflicht nichts mehr halten. Die immer argumentieren, Deutschland ginge verhängnisvolle Sonderwege, sollen begreifen, dass es das in dieser Frage auch wieder tut. Aber hier geht es ja um uns inzwischen ach so lieb gewordenen Russen. Spart Euch Eure verlogenen Krokodilstränen - ich glaube Euch eure Mitmenschlichkeit nicht.

ob man sein Land verteidigt, z.B. die Schweiz, oder ob man sich für irgendwelche Bonzen oder Wahnsinnige verwursten lassen soll. Wer da weich in der Birne ist, zeigt unsere eigene Geschichte,

Putin besudelt auch das Andenken an den "großen vaterländischen Krieg", in dem Russen und Ukrainer gemeinsam den deutschen Faschismus bekämpften, der hier und da wieder auftaucht.

Martin Falter | Sa., 24. September 2022 - 18:55

Ist die Argumentation durchaus nachvollziehbar, auf der anderen Seite aber wäre es fatal die Männer in Russland auszuliefern.

Machen wir uns nichts vor, sie werden zur Waffe gezwungen werden wenn sie in Russland bleiben.

Das Argument mit den Patrioten ( Idioten ) ist absolut lächerlich, denn die sind so oder so da und werden begeistert in den Krieg ziehen.

Wichtig ist doch jetzt das den Russen die Waffen und die Soldaten ausgehen.

Hier wäre das Asyl mal sowas von Interesse von Deutschland/ EU und nützlich.

Karl-Heinz Weiß | Sa., 24. September 2022 - 19:00

Wer einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg nicht unterstützen will, kann sich durchaus auf das Asylrecht berufen. In Deutschland leben Hunderttausende, die sich nachweislich zu Unrecht auf dieses Recht berufen haben.

Keppelen Juliana | So., 25. September 2022 - 10:49

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

Zu unrecht? Die Flüchtlinge die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind, waren das nicht die Kolateralschäden aus den völkerrechtswidrigen Kriegen unserer Freund in Übersee die jetzt mit der UN Charta herumwedeln die sie bis jetzt nie interessiert hat?

Hans Jürgen Wienroth | Sa., 24. September 2022 - 19:29

„Wie viele Flüchtlinge kann sich Deutschland noch leisten?“ Das ist die entscheidende Frage. In unserer Region platzen die Flüchtlingsunterkünfte aus allen Nähten, die vorhandenen können derzeit nicht auf Wohnungen verteilt werden, weil es keine gibt. Mit den Neubauvorhaben hinkt die Ampel eigenen Zielen weit hinterher. Dank der politischen Ankündigungen und den hohen Energiepreisen wird das Geld von den professionellen Vermietern für mögl. Ausfälle bei den Mietern zurückgelegt, um nicht in die Insolvenz zu geraten. Da bleibt für Neubau nichts übrig, zumal die Politiker ihnen Raffgier vorwerfen.
Kommen weitere „Flüchtlinge“ ins Land, wird es absehbar „Einquartierungen“ geben, damit Menschen im Winter nicht im Freien campieren müssen. Da werden ggf. Kriegsgegner zusammen untergebracht. In dieser Zeit, in der berühmten Russen das Auftreten verboten wurde, die gestern von denselben Parteien noch als Feinde verschrien wurden. Wie soll da die Aufnahme dieser „Feinde“ gerechtfertigt werden?

Gerhard Lenz | Sa., 24. September 2022 - 20:59

finde ich im Moment die Frage, was gerade in Russland passiert, viel spannender.

Bislang hat sich die russische Bevölkerung nicht großartig um den Krieg gekümmert; zugedröhnt von Kreml-Propaganda hat man ihn wohl hingenommen und sah keinen besonderen Grund, sich näher damit zu befassen.

Das ist jetzt anders. Jetzt müssen Söhne und Ehemänner an eine Front. In einen Krieg, der angeblich keiner ist. Der doch, nach all den täglichen Erfolgsmeldungen, längst zugunsten Russlands entschieden sein müsste.

Je länger sich der Krieg hinzieht, je mehr russische Soldaten in Särgen nach Hause kommen, desto lauter dürften die Kritik am bislang unantastbaren Putin werden.

Der neue Sonnengott im Kreml verirrt sich in eine gefährliche Situation. Seine Kraftmaierei verträgt sich nicht mit dem tatsächlichen Kriegsverlauf. Putin aber muss gewinnen, sonst ist sein selbst-gezimmertes Image vom unbezwingbaren Feldherrn keine Leberwurst mehr wert.

Fritz Elvers | Sa., 24. September 2022 - 22:11

An der Front Dienst nach Vorschrift, statt Fleischwolf und Stahlgewitter? Um Putin zu stürzen? Was für eine abstruse Phantasie.

Russische Desateure werden nicht lange auf Stütze angewiesen sein, es kommen ja nicht wieder nur Hirnchirurgen, sondern auch junge Männer mit einer abgeschlossener Berufsausbildung. Aber wenn man sich einem verbrecherischen Angiffskrieg verweigert und deshalb schlecht angesehen oder abgewiesen wird, weiß man ja, was die Glocke geschlagen
hat.

Kai Hügle | Sa., 24. September 2022 - 23:45

Da Sie die Reaktion der baltischen Staaten erwähnen: Litauens Ministerpräsidentin Šimonytė (zitiert in der SZ von heute) begründet ihre ablehnende Haltung auch mit einem anderen Apekt. Sie kann "sich nicht vorstellen, Menschen aus humanitären Gründen einreisen zu lassen, die es bislang 'für in Ordnung hielten, auf dem Sofa zu liegen und den Krieg im Fernsehen zu verfolgen' und die erst in dem Moment ihre Probleme mit dem Überfall auf die Ukraine entdeckten, 'als ihre Regierung sie zwingt, selbst in den Krieg zu ziehen'."
Nachvollziehbar, aber tatsächlich auch irgendwie zynisch.
Was sich z. Zt. in Russland abspielt, hat schon den Charakter von Auflösungserscheinungen. Der stellvertretende Verteidigungsminister wurde entlassen - und durch einen Hardliner ersetzt. Die Machthaber in Moskau stehen mit dem Rücken zur Wand. Das Beste wäre, der russische Angriffskrieg würde durch die russische Zivilgesellschaft beendet - bzw das, was davon noch übrig ist.

Jörg Karstens | Sa., 24. September 2022 - 23:54

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet ein Vertreter der Partei, die den Terrorgnom in Moskau jahrzehntelang angefüttert hat, jetzt jungen Männern aus Rußland, die nicht Teil des verbrecherischen Überfalls auf ihre Nachbarn werden wollen, die Tür vor der Nase zuschlägt. Es gehört schon ein gerüttelt Maß an Empathielosigkeit dazu, einen derartigen Zynismus als Realpolitik zu verklären. Man stelle sich vor, 1939 hätten kriegsunwillige junge Deutsche zu Zehntausenden das Land verlassen. Der Welt wäre einiges erspart geblieben. Nach Brodkorbs Logik hätten England, Niderlande, Belgien etc. die Tür zu knallen sollen.

Sabine Lehmann | So., 25. September 2022 - 04:07

An manchen Tagen könnte man meinen Deutschland sei der Nabel der Welt. Und Manche glauben das tatsächlich jeden Tag. Das ist die Fraktion der Bahnhofsklatscher, Teelichter-Aufsteller, Berufsbetroffene, Merkelianer und Selbstklebende. Deren Reaktionen ähneln einem Pawlowschen Reflex, jeden, aber wirklich jeden Einzelnen auf diesem Planeten zu „retten“. Der Satz von P. Scholl-Latour mit Kalkutta ist zwar abgedroschen, aber er trifft den Kern des Problems. Das pathologische Helfersyndrom findet immer dann ein tragisches Ende, wenn der Helfende sich selbst ruiniert hat und deshalb nie wieder irgendjemandem helfen kann und wird! Diesen Punkt hat Deutschland längst überschritten. Nur leider ist das bei den links-grünen Matrixbewohnern im Teil zwischen den Ohren noch nicht angekommen. Wenn‘s da im Winter die ersten Frostbeulen wachsen, bekommt das „Teil“ hoffentlich einen Schockfrost und erhält eine Erleuchtung! Wir können faktisch überhaupt niemanden mehr aufnehmen, egal wen u. warum. Punkt.

Gisela Hachenberg | So., 25. September 2022 - 13:12

Antwort auf von Sabine Lehmann

Ich bin ganz bei Ihnen, Herrn Heyer und Herrn Konrad, liebe Frau Lehmann. In unserem Land wird sofort „aufnehmen“ geschrieen, sobald sich Flüchtlingsströme, egal aus welchen Gründen auch immer, abzeichnen. Frau Faeser ist immer sofort dabei! Ich fasse es langsam nicht mehr! Gerade haben wir über eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen, die hier vollversorgt werden, die Flüchtlingsströme über‘s Mittelmeer nehmen zu, die Aufnahmezentren, vor allem in Bayern sind voll, aber es reicht immer noch nicht! Ich sehe hier in meiner Umgebung, wie Ukrainer (mitnichten nur Frauen und Kinder) sich benehmen. Mir reicht es langsam! Ich denke dann immer an unsere Landsleute im Ahrtal, die z.T. immer noch kein Geld bekommen haben, trotz vollmundigen Ankündigungen z.B. von Malu Dreyer. Flüchtlingen wird sofort geholfen. Die brauchen nur den Mund aufzumachen. Ich glaube, ein Problem ist auch, dass die „Flüchtlingsindustrie“ zu stark ist und viel, viel Geld daran verdient! Es ist zum ko…

Christa Wallau | So., 25. September 2022 - 13:45

Antwort auf von Sabine Lehmann

An manchen Tagen hat man den Eindruck, Deutschland halte sich nicht nur für den Nabel der Welt, sondern auch für den Esel aus dem Märchen "Tischlein-deck- dich ... ", der jederzeit beliebig viel Gold auszusch..ßen konnte.
Daß dies nicht der Fall ist, scheinen viele unserer Mitbürger nicht zu begreifen; denn sonst könnten sie nicht weiterhin die Tore unseres Landes offenhalten für jeden X-Beliebigen, der irgendwie u. irgendwo in der Bredouille steckt.
Jeder von diesen "Hilfsbedürftigen" mag gute Gründe dafür haben, nach Deutschland zu wollen, um hier versorgt zu werden, a b e r das ändert nichts daran, daß unsere Hilfs-Kapazitäten längst nicht nur ausgeschöpft, sondern bereits weit überschritten sind. Faktisch heißt das: Wir verschenken unsere Reserven bzw. unsere Substanz an diese Leute. Wie lange kann das gutgehen? Jahre? Nur noch e i n Jahr? in jedem Falle sind wir danach s e l b e r alle hilfsbedürftig, u. die "Asylanten" müssen sich andere Dumme suchen, die sie
ruinieren können.

Norbert Heyer | So., 25. September 2022 - 07:51

Moral ist die Monstranz eines völlig planlosen Landes, dass angeblich nur das Gute will und in Wirklichkeit das Schlechte produziert. Sanktionen treffen uns härter als Russland und mit immer stärkerer Migration schaffen wir uns zu allen anderen Problemen immer weitere dazu. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass wir erst innere Unruhen brauchen, in der Wohnung frieren und hungern müssen, finanziell komplett abstürzen und von „ unseren Freunden“ verachtet werden, um endlich zu erkennen, in welcher Katastrophe wir uns befinden. Wir haben total unfähige oder bewusst menschenfeindlich agierende Politiker, die unser Land in atemberaubenden Thema komplett an die Wand fahren. Wir sitzen nicht nur zwischen allen Stühlen, wir sind auf dem Weg in die totale Isolation. Es scheint zu unserer Geschichte zu gehören, nach guten und erfolgreichen Jahren alles wieder auf den Kopf zu stellen und für unsere Nachbarn eine Gefahr zu werden. Es ist nur noch alles sehr traurig und deprimierend, was passiert

Ja Herr Heyer, das sehe ich genauso. Es ist im Grund ein selbstgeschaffenes Dilemma. Einerseits mag man durchaus dem emotionalen Grundgedanken folgen, jedem zu helfen, der irgendwie in Not gerät. Dies ist ja grundsätzlich auch richtig. Nur wenn man sich die Probleme der Welt zu eigenen macht und sich dabei derart übernimmt, das man selbst dabei zugrunde geht, wird auf dem Grabstein Deutschlands vielleicht einmal stehen. " Sie haben sich bemüht".
Da meine Frau und ich ob der Politik im Lande kurz mal ans auswandern dachten, haben wir uns aus überwiegend gewichtigeren Gründen dagegen entschieden. Gewaltfreier Widerstand im Rahmen des GG ist unsere Bürgerpflicht und auch unser Recht. Das kann man nur, wenn man eben nicht flüchtet. Würden die zwangsrekrutierten sich zusammen schließen und dagegen protestieren und dagegen halten, sind sie dort nicht allein. Würden wir auch ukrainische Deserteure aufnehmen? Und was wäre, wenn das geschickte "Schläfer" wären? Erst Sippenhaft, jetzt Asyl?

Keppelen Juliana | So., 25. September 2022 - 12:13

ja die ukrainischen und russischen Desserteure in Cafes zum Plausch treffen und ihre Erfahrungen auf russisch austauschen. Wenns dumm läuft kommen noch die Uiguren dazu die wir ja auch retten wollen und alle Iraner die wegen ihrer sexuellen Neigung verfolgt werden. Ach und haben wir schon alle Ortskräfte aus Afghanistan gerettet wie siehts da aus wie ist da der Stand. Libyer und Iraker nicht vergessen die so liebevoll demokratiesiert wurden und nun bei uns nachschauen wollen ob ihre Demokratie die gleiche Demokratie wie bei uns ist. Nur die Jemeniten haben die A.....karte gezogen die werden von unseren Freunden ins Elend gebombt und niemand kümmert sich um die Deserteure und Frauen und Kinder geschweige denn es drohen dem Aggressor Sanktionen noch bekommen sie Waffen zur Verteitgung von uns. Irgendwie scheint das mit den Werten doch sehr flexibel gehandhabt zu werden anders ausgedrückt es ist Heuchelei und Bigotterie die uns als Moral verkauft wird.

Helmut Bachmann | So., 25. September 2022 - 12:45

Die entscheidende Frage sollte man schlicht nicht ausblenden: wir können uns weiteren Zuzug nicht leisten. Vielleicht kommt das irgendwann auch bei allen an. Unsere Hosen sind vielleicht voll, aber nicht mit Geld und Möglichkeiten. Dicke Hose is nich mehr.

Walter Bühler | So., 25. September 2022 - 15:59

Dass LT, LV, EST, PL, CZ und UA (!) keine russische Wehrdienstverweigerer aufnehmen wollen, liegt wohl an dem dort herrschenden Nationalismus, der sich nicht nur gegen jede Zuwanderung fremder Ethnien wehrt, sondern sich besonders über die Abgrenzung von der russischen Bevölkerung im eigenen Land definiert, durchaus im Sinne einer rassisch verstandenen Apartheid. Das ist zwar im Falle der slawischen Völker in PL, CZ und UA total absurd, aber doch fatale politische Realität: ob gut oder böse - kein Russe darf rein.

Das kaum verheimlichte Ziel dieser Nationalisten ist es ja, die russische Minderheit in ihren Ländern "loszuwerden" bzw. eine ethnische Säuberung zu erreichen.

Soweit ukrainische Flüchtlinge ebenfalls diesem radikalen Nationalismus verpflichtet sind, kann es in Deutschland zu Auseinandersetzungen zwischen Ukrainern und und Russen kommen, auch wenn es sich bei letzteren um Putin-Gegner handeln sollte.

Im Übrigen stimme ich am ehesten Herrn Falter und Herrn Weiß zu.