Gedenkstätte für den Beschuss von Zagreb
Gedenkstätte für den Beschuss von Zagreb 1991–1995 / picture alliance / PIXSELL | Sanjin Strukic/PIXSELL

Angriffe auf Journalisten in Jugoslawienkriegen - Die Wahrheit starb zuerst

Bilder können Kriege verändern – ihr Fehlen aber ebenso. In den Jugoslawienkriegen wurden ganze Regionen von jeder unabhängigen Berichterstattung abgeschnitten. Mit weitreichenden Folgen für die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger.

Autoreninfo

Alexander Rhotert forscht als Politikwissenschaftler zum ehemaligen Jugoslawien seit 1991. Er war 20 Jahre für UN, Nato, OSZE, OHR und EU tätig, zumeist zur Friedensumsetzung auf dem Westbalkan. Als Oberstleutnant und Interkultureller Einsatzberater der Bundeswehr arbeitete er zu Kosovo und Bosnien und Herzegowina. 
 

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Der Journalist Kjasif Smailovic der Tageszeitung Oslobođenje (Befreiung) aus der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt Sarajevo war der erste von über 80 Journalisten, die während des Krieges in Bosnien und Herzegowina umkamen. Während des serbischen Angriffs auf die ostbosnische Stadt Zvornik war er der einzige dort verbliebene Journalist. Als am 9. April 1992 Kämpfer der paramilitärischen „Serbischen Freiwilligengarde“ des berüchtigten Kriminellen Željko Ražnatović, genannt „Arkan“, unter Feuerschutz der Jugoslawischen Armee ins Zentrum Zvorniks eindrangen, war Smailovic in seinem Büro und diktierte über das Telefon einer Kollegin in Sarajevo seinen letzten Bericht über den serbischen Ansturm. 

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Walter Bühler | Di., 11. August 2026 - 08:42

... ja, ja - und natürlich die süße, liebe NATO.

Die Greuelpropagaanda war in Jugoslawien und ist in der Ukraine nach wie vor Standard, und Sie gehören zu den Menschen, die das gut finden.

Ich nicht.

"In der Ukraine waren seit Beginn unzählige Journalisten auf beiden Seiten präsent und berichteten umgehend über Gräueltaten. Die Bilder erschossener Zivilisten auf den Straßen von Butscha gingen Ende März 2022, direkt nach dem russischen Abzug, um die Welt. Die dortigen Massaker russischer Einheiten an fast 500 unbewaffneten Ukrainern haben sicherlich dazu beigetragen, westliche Sanktionen gegen Russland zu verschärfen und – noch viel wichtiger – die westliche Militärhilfe wesentlich zu erhöhen. Davon konnte die Regierung Bosnien und Herzegowinas, die als Aggressionsopfer obendrein noch mit einem Waffenembargo (!) belegt war, nur träumen."

Wer so etwas schreibt, betreibt in meinen Augen selbst wie die "unzähligen Journalisten" Kriegspropaganda, und zwar von der primitivsten Art.

Thomas Veit | Di., 11. August 2026 - 10:14

was die Hintergründe und oft auch die Entstehung betrifft.

Die Berichterstattung ist idR um so einfacher..., egal von welcher Seite... - was nicht heißt, 'das alles gelogen ist', nur extrem einseitig verkürzt...

>> bestes Beispiel aktuell: ...drei mal dürfen sie raten... ...!? (Tipp: '🇺🇦')

Ernst-Günther Konrad | Di., 11. August 2026 - 10:21

Wer sich die Vita des Autors anschaut, für wen er tätig war und ist braucht keine weiteren Informationen mehr darüber, warum der Artikel so verfasst wurde. Wie heißt das alte deutsche Sprichwort: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“

werden Ihre/unsere vereinfachte und höchstwahrscheinlich ihrer Meinung nach flache und unreflektierte Aussage, also 'Brot bewirkt Einstellung'..., wohl NICHT akzeptieren... - WARUM?

Weil sie nicht erkennen, daß dieses ich nenne es mal 'ideologische Gift' schon seit vielleicht 30+ Jahren langsam aber stetig in ihr Gehirn (Bewußtsein) getröpfelt ist: WIR/NATO/Westen sind!!! 'Die Guten'..., per se. >> Genau deshalb glaubt mMn z.B. eine Fr. UvdL auch, sie tue das einzig Richtige/Gute für Europa..., bzw. die Menschheit. 🤔

Als Ost-Sozialisirter und 'Republickflüchtender' 😉 behaupte ich mit dem Hintergrund dieser Erfahrungen - mein Vater war selbst strenger SED-Genosse! -, dass diese vorgenannten Leute wie auch der Autor mit ca. 98,5%-iger Wahrscheinlichkeit in jedem anderen System spiegelgleich das selbe oder was ähnliches geworden wären wie sie es jetzt hier sind. Der Autor wohl NVA-Offizier im politischen Auftrag (für die Partei - selbstredend).

(Das! ist Erfahrung, behaupte ich)