- Ein Symbol ukrainischer Staatlichkeit in Flammen
Der Angriff auf das Höhlenkloster ist mehr als die Zerstörung eines Weltkulturerbes. Der historisch aufgeladene Ort steht im Zentrum des Streits um die Identität der Ukraine und ihre Abgrenzung von Russland. Für viele Ukrainer ist der Beschuss ein bewusstes Signal im Propagandakrieg.
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat nicht Recht mit seiner Erklärung, der Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster sei genauso schlimm, wie es ein Bombardement der Notre-Dame wäre. Er hat nicht Recht, weil die gotische Kathedrale auf einer der Inseln in der Seine in der politischen Geschichte Frankreichs keine Rolle gespielt hat. Die französischen Könige wurden in der Kathedrale von Reims gesalbt.
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so wie man es von Herrn Urban gewohnt ist.
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Er hat recht: Moskau war zu Beginn der Mongoleneinfälle bestenfalls ein Kuhdorf, wie Nowgorod ein Außenposten der Kiewer Rus, des russischen Reichs, das von Kiew aus beherrscht und von Konstantinopel aus religiös geprägt wurde.
Der Aufstiegs Moskaus erfolgte erst im Mongolensturm, der das reiche Kiew viel stärker traf. In der Folgezeit war aber Russland und die orthodoxe Kirche in Moskau weniger gefährdet als in Kiew, das wie Galizien und Weiß-Russland lange Zeit vom Großfürstentum Litauen und damit von Polen-Litauen beherrscht wurde.
Die Masse der Bevölkerung blieb jedoch bei der orthodoxen Konfession, beim Moskauer Patriarchat und bei der kyrillischen Schrift, obwohl sie dem starken Druck der Katholisierung und Polonisierung ausgesetzt war.
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Der Satz "Seit 2024 ist wieder Ukrainisch die Predigtsprache" des Klosters legt die Frage nahe, wann zuvor schon in diesem Kloster "ukrainisch" gesprochen worden ist. Urban sagt uns das nicht.
„Urban sagt uns das nicht.“
Doch. Herr Urban sagt es.
... aber nicht für die langen Zeiten seit dem Hlg. Wladimir.
NB: Nicht nur Herr Putin, sondern auch Herr Selenski wurden als Säuglinge auf den Namen Wladimir getauft.
Ist das nicht wunderbar! Die beiden Wladimire oder Wolodymyre oder Waldemare sollten sich mal treffen. Vielleicht können sie ihre abgrundtiefen Abneigungen gegeneinander im Sinne eines höheren Ziels mal hintanstellen. Bei dem ukrainischen Waldemar könnte ich mir das vorstellen, beim russischen Waldemar habe ich so meine Zweifel. Wenn man so viel Propaganda macht, daß man irgendwann einmal sogar seiner eigenen Propaganda verfällt...
... unter Putin im Moskauer Staatsfernsehen gemacht. Er ist der Medienprofi, der den Wert der Propaganda von der Pike auf gelernt hat, und auch der Boxunternehmer Klitschko kennt auch aus Deutschland und den USA die Gesetze der medialen Märkte.
Also, das sind schon Propaganda-Fachleute, die mich und auch Herrn Urban bei weitem schlagen, Herr Hechinger.
Die beiden Wladimire oder Wolodymyre oder Waldemare sollten sich endlich mal wieder treffen.
Nix für ungut!
nun verbindet beide feidliche "Brüder" nicht nur die Abneigung, sondern auch die Sorge um das eigene politische Überleben, und das steht den Willen zur Beendigung des Krieges im Wege.
Mehr Druck von außen tut Not, um beide Herren zu Vernunft zu zwingen.
Die Ukraine möchte schnell in die EU, aber lässt sich zuvor wegen einer Provinz kapputbomben?
Dass der Treffer auf das Höhlenkloster nur ein Versehen war, will auch Herr Urban nicht ausschließen. Aber »die Ukrainer« sind angeblich von russischem Vorsatz überzeugt. Es bleibt aber bei der bloßen Behauptung, denn es geht sogleich zur historischen Plauderstunde: es streiten sich die Kirchen, man streitet sich um Wladimir, die Rote Sonne von Kiew, und Ilja Muromez schießt die goldenen Spitzen von den Türmen von Kiew ... ach, halt, anderes Märchen!
Der russische Patriarch erklärt sich für den Moskauer Wladimir, worauf der Kiewer Wladimir dem Höhlenkloster die Sprache verbietet – das sind schon drei Wladimire mit zwei Statuen, eine größer als die andere, man kommt ganz durcheinander!
Das Zweite Rom streitet sich zudem mit dem Dritten Rom, bloß Kiew hat versäumt, eine römische Nummer zu ziehen, und das Pfeifen des Räubers Nachtigall … Halt, anderes Märchen! Am Ende ist die Verwirrung so groß, dass man sich wünschen möchte, nicht nur die Verwirrung, sondern sogar der Krieg möge enden!
Ein "Versehen". So wie 2022 der entsetzliche russische Marschflugkörper auf den Kuppelbau des Staatstheaters in Mariopol, in das 300-500 Männer, Frauen und Kinder vor dem Luftalarm geflüchtet waren, weil sie die Kuppel aus Sowjetzeiten für einen Bunker hielten. Die Zerstörung war so gründlich, dass sich die genaue Zahl der Ermordeten bis heute nicht feststellen ließ.
Und wozu führt Putinrussland solche Mordaktionen durch? Zur Verfolgung "geopolitischer Interessen". Ein euphemistischer Begriff für brutalste Revierkämpfe ohne Rücksicht auf das höchste aller Rechtsgüter, nämlich das menschliche Leben.
Und die Täter stellen sich in die Blitzlichtgewitter und wagen es, von "Versehen" oder von fehlgegangenem Abwehrfeuer zu faseln. Ohne jedes Unrechtsbewusstsein und ohne jede Scham.
... bei der die Wertung (»Mordaktion«) immer schon vorher feststeht und dann die Wahrnehmung der Informationen leitet. Ukrainische Kriegsverbrechen dagegen fallen bei uns generell durchs mediale Raster oder werden a priori ausgeschlossen, weil die Ukraine ja »die Guten« sind.
Sollen wir uns mal über die Verwicklungen ukrainischer Einheiten mit der Organhandelsmafia unterhalten, über die Codeworte, mit denen »Orkfleisch« angeboten wird, über die gruseligen Entdeckungen russischer Militärärzte? Über die von Tulsi Gabbard genannten Biolaboren in der Ukraine? Ach so. »Verschwörungstheorie zur Freude der russischen Propaganda« (NZZ). Dürfte auch mit Ihnen zwecklos sein, weil Sie immer schon im Voraus wissen, dass das alles selbstverständlich nichts anderes sein könne als »Propaganda«.
Der Westen lügt sich seit 2014 zum Thema in die eigene Tasche, brüllt von Propaganda und nach Siegfrieden, aber hat das Elend von heute selbst herbeieskaliert.
Ich ziehe mir Ihren Schuh nicht an!
„weil die Ukraine ja »die Guten« sind“
Selbstverständlich ist das so. Meine Sympathie jedenfalls gilt immer dem Opfer. Ich gestehe ihm zu, sich mit allen Mitteln zu wehren, die nicht zum Exzeß führen. Auch wenn eine „Fachkraft“ mit seinem Messer oder seiner Machete auf einen Unschuldigen einsticht, rufe ich nicht erst zur Demo gegen rechts auf, sondern halte zum Opfer. Das sollten Sie auch tun.
... wie im Westen üblich die gesamte Vorgeschichte des Konflikts seit 2014 auszublenden, und die Länge eines Cicero-Kommentars ist bei weitem nicht ausreichend, um dem abzuhelfen. Deswegen muss ich mich mit dem Hinweis begnügen, dass meine Selbstverständlichkeiten nicht die Ihren sind.
Vielleicht nur so viel, dass sich die ganz überwiegende Mehrheit der Quellenbelege, um die es hier geht, in westlichen Quellen finden lassen. Es mag sich heute nur niemand mehr daran erinnern, wenn er früher Nazis in der Ukraine sehr wohl gesehen und beschrieben hat.
Die Vorgeschichte kenne ich wohl. Und ich habe mich hier immer wieder dazu geäußert, daß der Westen einen Fehler gemacht hat, die Psychose des Wladimir Putin, das große russische Imperium endgültig zu verlieren und vom Westen eingeschlossen zu werden, unterschätzt hat. Vielleicht hätte man mit einem vorsichtigeren Vorgehen verhindern können, daß der Seelenkranke im Kreml zum Äußersten greift. Aber wie jede alternative Geschichte muß auch das Spekulation bleiben. Denn seine grausame Entschlossenheit hat Putin zuvor immer wieder bewiesen, etwa im Tschetschenienkrieg. Er hat die Unabhängigkeit der Ukraine nie wirklich anerkannt, sondern hält sie in Wahrheit für ein abtrünniges russisches Gebiet. Er sieht Rußland als eine Nation mit einer besonderen Mission, die vor anderen slawischen Nationen Vorrang hat. Wie ein Patriarch in einem Clan duldet er nicht, daß die Tochter Ukraine mit dem Schnösel aus dem Westen herummacht. Sie gehorcht nicht. Er vollzieht den Ehrenmord.
... für Kreml-Astrologie. Putin zu psychologisieren (in Ihrem Fall sogar zu »psychotisieren«) ist so wohlfeil wie irrelevant. Mit demselben Recht könnte man die aggressiven außenpolitischen Doktrinen der amerikanischen Neocons von Wolfowitz bis Nuland oder die kriminelle Selbstgefälligkeit von ideologischen Hetzern wie Lindsay Graham im Besonderen und die anscheinend unheilbare politische Profilneurose der USA im Allgemeinen psychologisieren.
Weiter kommt man in meinen Augen, wenn man die Ursachen in den neoimperialen geopolitischen Bestrebungen der USA ab 1990 sucht, Russland aktiv und vorsätzlich an die Wand zu drängen (»Extending Russia« ist eine RAND-Studie, die die Frage abhandelt wie man Russland zum Krieg provozieren kann). US-orchestrierte Scharfschützenmorde auf dem Maidan, Minsk-II als vorgetäuschte Friedensabsicht, Scharfmacherbesuche von US-Senatoren in Kiew, Sabotage des NATO-Russland-Rats – alles das fügt sich ins Bild. Und nein, nichts davon habe ich aus »Russia Today«.
"Mit demselben Recht könnte man die aggressiven außenpolitischen Doktrinen der amerikanischen Neocons von Wolfowitz bis Nuland oder die kriminelle Selbstgefälligkeit von ideologischen Hetzern wie Lindsay Graham im Besonderen und die anscheinend unheilbare politische Profilneurose der USA im Allgemeinen psychologisieren."
Natürlich kann man das... -- muss man sogar, weil's genau so ist..., und bei Putin eben auch... ...!! 🤔
Ganz trivial 7 großen Ganzen..., die Welt ist ein überdimensionierter 'Sandspielkasten' in welchem u Sandburgen und Förmchen gestritten wird - ohne Rücksicht auf Verludte..., in diesem Fall Menschenleben. - WER? hat die/den/das größte... ?!?
Nicht alle dürfen mitspielen..., aber die Großen schon... ... /🤔🤣🤣
Ich war erregt... ... 😉
Von einer „Plauderstunde“ merke ich nichts. Ich finde, Herr Urban hat den Konflikt um die „wahre orthodoxe Kirche“ verständlich dargestellt. Würde in der Ukraine kein Krieg toben, könnte man über die Absurditäten dieses Konflikts lachen. Aber in der Geschichte sind Statusfragen nun mal von Bedeutung. Man denke an das Theater, das die verschiedenen christlichen Konfessionen in der Grabeskirche in Jerusalem veranstalten. Als Adenauer 1949 den Antrittsbesuch bei den Hohen Kommissaren machte, sollte er artig warten, während die Hohen Kommissare auf dem roten Teppich standen. Beherzt aber ging Adenauer über den roten Teppich auf die Hohen Kommissare zu. Lächerliche Machtspielchen oder hohe Politik?
Natürlich haben Sie mit den Statusfragen recht.
Sie sind trotz ihrer Absurdität wichtig, und müssen respektiert werden.
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Aber was den Hass im Krieg angeht: mit am schlimmsten waren immer Kämpfe zwischen ehemaligen Nachbarn. Der 30jährige Krieg war nicht nur deswegen so furchtbar, weil er von den Nachbarstaaten aus befeuert wurde. Er wurde so grausam, weil sich auch die Deutschen untereinander bis aufs Messer bekämpft haben.
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NB: Man kann es als eine politische Meisterleistung ansehen, dass es der Regierung Selenski gelungen ist, die Rüstungskosten und die sozialen Folgelasten des eigenen Krieges anderen Ländern aufzubürden. Wenn sie aber den Verbündeten, die die sozialen Lasten des Krieges von übernehmen, die Energieversorgung abschneiden, verlieren sie damit mein Vertrauen, auch wenn ihre Propagandamaschine hier im Lande alles überrollt.
Ich rechne nicht damit, dass die ukrainischen Nationalisten jemals Dank für die von Deutschland erbrachten Leistungen zeigen werden.
aktuell nicht den schlechtesten Stand, bei der Gesamtbevölkerung und bei den Nationalisten, welche ja per se keine schlechten Menschen sein müssen, genau wie bei uns..., nur eben für IHR Land.
Durch die Länge des Krieges ist vor Ort allen! mittklerweile bewusst, dass sie ohne massive Hilfe niemals so weit durchgehalten hätten..., insbesondere auch die (nationslistischen) Kämpfer an der Front, wenn sie fast ausschließlich nur noch ausländische Munition verschieben..., und Musks Starlink flächendeckend benutzen, bezahlt von der EU/Deutschen... - das wissen die ganz genau... (sie sind ja nicht dumm... ... 🤔)
Nicht verschieben...
Nicht das meine Küchenaussage hier falschgedeutet wird..., von Herrn Funke zum Beispiel... ... /😉🤣
in Europa, in dem dem ein aggressiver Nationalismus stärker ausgeprägt ist als in der Ukraine.
Na ja, in Polen und Ungarn vielleicht.
Umso unverständlicher ist es für mich, daß sich ausgerechnet Deutschland, das sich doch angeblich auf ewig jeglichem "Nationalismus" abgeschworen hat (so wie kein anderes Land auf der Welt), in den nationalistischen Streit zweier Bruder-Völker nicht nur hat hineinziehen lassen, sondern sogar der größte Geldgeber für die eine Partei in diesem unsinnigen Krieg darstellt.
In Deutschland wird ein Björn Höcke für die bloße Aussage "Alles für Deutschland" vor Gericht gestellt und bestraft, während in der Ukraine
jeder glühende Nationalist seinen Haß auf jeden Russen praktisch ausleben darf.
Irgendetwas stimmt da nicht in der deutschen Wahrnehmung des Phänomens "Nationalismus".
Oder irre ich mich da?
Von Rußland und seinem bestialischen Krieg gegen die Ukraine sprechen Sie gar nicht? War vor dem Angriff die ukrainische Nation ein fragiles Gebilde mit unklaren und unsicheren Loyalitäten, so hat Wladimir Putin die ukrainische Nation erst geschaffen. Manche Nationen entstehen erst im Krieg, im Abwehrkampf gegen einen Feind. Vor den napoleonischen Kriegen gab es zwar deutsche Stämme und Menschen deutscher Sprache, aber keine deutsche Nation. Diese ist eine unfreiwillige Schöpfung Napoleons, entstanden im Abwehrkampf 1812 bis 1815 gegen das napoleonische Frankreich.
Und wer die Hitliste der aggressiven Nationalisten anführt, will ich mich nicht festlegen. Aber auch hier ist auffällig, daß Sie den Kandidaten Rußland wieder völlig vergessen haben.
ist nicht mein Thema, sondern der Nationalismus der Ukraine.
Zweifellos gibt es in Rußland auch Nationalisten.
Das bestreite ich nicht. Und ein Putin-Fan bin ich auch nicht.
Ich frage mich nur, warum der aggressive ukrainische Nationalismus in der offiziellen deutschen Politik nie Erwähnung findet.
Wenn Sie schreiben, daß dieser erst durch den Angriff Putins so richtig Fahrt aufgenommen habe - quasi als eine Art von Abwehrhaltung und Selbstschutz - , so ist dies absolut falsch!!!
Der glühende Faschist u. Anti-Semit Stepan Bandera, der unseren Nazis in seiner Radikalität in nichts nachstand, wird seit seiner Ermordung 1959 von sehr vielen Ukrainern als Held und Märtyrer verehrt - bis heute! Niemand wird deswegen behelligt.
Und einen solchen Staat, der zudem zu den korruptesten der Welt zählt,
will Friedrich Merz möglichst schnell in die EU aufnehmen?
Und die Deutschen dürfen für diesen Staat u. seine Bürger größte finanzielle
Opfer bringen?
Finden Sie das richtig?
haben das geschnallt. Das ficht aber die Russophoben nicht an. So wie ich es empfinde, würden die am liebsten selbst noch die Waffen in die Hand nehmen. Wenn es nicht gefährlicher wäre, als den Hass hier schriftlich auszuleben. Liebe Frau Wallau, es wird kommen wie es kommen muss, weil so gewollt. Im Sportpalast würden wieder viele "JA" krähen. Ich werde mich zum Thema Russland-Ukraine zurückziehen, alles wurde gesagt.
Haben Sie schon einmal überlegt, warum niemand seiner Nachbarn Rußland mag? Deutschland und Rußland sind wegen ihrer Arroganz im christlichen Kulturkreis die unbeliebtesten Nationen. Es sind allerdings unterschiedliche Formen der Arroganz. Bei Deutschland ist es die Überheblichkeit, aufgrund einer überlegenen Moral andern Vorschriften machen zu dürfen, die sich im 1000- oder 10000- oder weiß ich wieviel Elefantengeschenk des früheren botswanischen Präsidenten so wunderbar spiegelt. Bei Rußland ist es die Überheblichkeit, vor anderen Nationen Vorrang zu haben, so daß jeder den Platz freimachen muß, wenn ein Russe kommt. Natürlich sind nicht alle Deutschen moral-überheblich und beanspruchen nicht alle Russen, diesen Vorrang zu haben. Aber es reicht, wenn zwei von zehn sich so verhalten. Das prägt das Bild. Und Banderas Bündnis mit dem national-sozialistischen Deutschland können Sie ohne Stalins Grausamkeiten nicht verstehen. Die Ukrainer haben dieses Bündnis bitter bereut.
Der Georgier Stalin hat dafür gesorgt, dass jede noch so kleine Nationalität in der Sowjetunion eine kulturelle Autonomie erhalten hat. In diesem Sinne war die UdSSR völlig anders als die USA, GB und F, die ihre Weltreiche auf Einsprachigkeit gegründet haben.
Ihre Frage, ob Stalin ein Russe war, beantworte ich mit einer Gegenfrage: War Trajan ein Römer? Oder war Napoleon ein Franzose? Oder war Che Guevara Kubaner? Oder vielleicht Bolivianer? Ich denke, Sie verstehen, worauf ich hinauswill.
Ja, im rassischen oder "ethnischen" oder "völkischen" Sinne gibt es keine "reine" Nationen, keine Ukrainer, Russen, Deutsche, Polen usw.
Aber es gab und gibt schon immer nicht-biologische Nationen, nämlich regionale Sprach- und Kulturgemeinschaften.
Bemerkung zur deutschen Nation:
Zu der alten Bezeichnung "Heiliges Römisches Reich" (=HRR) für den supranationalen Nachfolger des Römischen Imperiums kam noch vor der Reformation für Deutschland noch der Begriff "HRR deutscher Nation" hinzu.
Es ist also irreführend, den Begriff der "deutschen Nation" erst auf Napoleon zurückzuführen. Der Begriff "Nation" hatte aber im supranationalen HRR eine ganz andere Bedeutung als heute.
Nix für ungut.
Sie haben recht, den Begriff „Nation“ gab es schon vor 1815. Aber er hatte nicht die vor allem auf der Ethnie beruhende Bedeutung wie im 19. Jahrhundert. Das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ umfaßte anfänglich im Westen auch Menschen französischer Sprache (oder einer Vorform des Französischen), im Osten, vor allem im Königreich Böhmen, Menschen slawischer Abkunft. Ich weiß, das haben Sie in Ihrem Kommentar durch den Begriff „supranational“ bereits zum Ausdruck gebracht. Aber Sie wissen ja: Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem...
... Perspektive einen Sachverhalt dennoch richtig beurteilen können. Jeder Mensch braucht allerdings jeweils für sich den Mut und die Ehrlichkeit, sich das einzugestehen. Das nenne ich die seltene Tugend der Toleranz.
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Die Welt ist nicht so monochrom oder so gefärbt, wie es uns irgend eine Ideologie oder irgendeine Propaganda einer solchen Ideologie vorschreiben will. Wir sind für uns selbst verantwortlich, auch dafür, ob wir Patrioten sind oder nicht.
wird nicht zwischen gesunden Patriotismus und toxischen Nationalismus unterschieden,
was leider auch bei Ihnen Frau Wallau festzustellen ist.
Wann bei diesem Thema hierzulande endlich die Vernunft einkehrt, das ist sehr fraglich, um so mehr, wenn man bestrebt ist, den Titel "Nazi" großzügig zu "wergeben".
Somit wird bewusst Das verharmlost, was einem gesunden Patriotismus bis dato im Wege stand, ein "Teufelskreis" tat sich auf, schade für Deutschland und Europa.
unterscheiden kann, so bin ich das, liebe Frau Lubig.
Schon vor vielen Jahren ist mir bewußt geworden, wie sehr uns Deutschen der fehlende Patriotismus schadet. Natürliche Heimatliebe u. ein gewisser Stolz auf das eigene Land wurden wegen unserer Nazi-Vergangenheit von wütenden Selbsthassern u. arroganten Moralisten ("Gutmenschen") unter unseren Mitbürgern in einen Topf geworfen mit aggressivem Nationalismus.
Bis heute ist dies der Fall, aber immer mehr Deutsche spüren, wie unnatürlich u. schädlich diese Haltung ist und wehren sich - endlich - vehement dagegen.
So lange über dieses immens wichtige Thema keine ergebnisoffene u. sachliche Diskussion zwischen a l l e n Parteien stattfindet, bleibt die Lage in Deutschland vergiftet, und es wird permanent Schaden angerichtet, weil keine
vernünftige Politik unter diesen Umständen stattfinden kann.
In der "Brandmauer" der Altparteien gegen die AfD wurde die pathologische Ablehnung einer gesunden Eigenliebe der Deutschen quasi zementiert!
wenn Sie unterscheiden, warum dann unterstellen Sie Polen und Ungarn einen (aggressiven) Nationalismus, wenn es sich eindeutig um Patriotismus handelt? Beide Völker erheben sich nicht über andere, sondern sie lieben ihr Land, und sie möchten die wichtigsten Anliegen ihrer Länder auch innerhalb der EU berücksichtigt wissen, genau so wie alle andere Mitgliedsländer auch.
Ich kenne weder Ungarn noch Polen gut genug, um ein begründetes, endgültiges Urteil über deren Art des Nationalismus abgeben zu können.
Sie haben wahrscheinlich recht: Es handelt sich in beiden Ländern wohl eher um einen ausgeprägten Patriotismus als um toxischen Nationalismus, so wie er in der Ukraine weiterhin existiert. Jedenfalls ist dies heutzutage der Fall.
In der Vergangenheit gab es den aggressiven Nationalismus auch in Polen und Ungarn, ähnlich wie in den allermeisten anderen europäischen Ländern.
Deutschland war in dieser Hinsicht nur ein Land unter vielen. Allerdings ab es nirgendwo eine derart teuflische Partei wie die NSDAP bei uns, die es schaffte, jegliche Menschlichkeit abzulegen im Namen eines absoluten Nationalismus.
Weder in Spanien noch in Italien erreichte der Faschismus (toxischer Nationalismus) einen derartige Negativ-Entwicklungs-Höchststand wie in unserem Land.
Leider Gottes.
auch diese "Diagnose", dass es früher in den meisten Ländern Europas den (aggressiven) Nationalismus gab, dass ist eine Unwahreit, die sich die Deutschen als Schutzbehauptung für ihre aggressive rassistisch geleitete zugelegt haben, um zu relativieren.
Schon damals waren es lediglich Patrioten, die während des I. Weltkriegs für ihre Slbstbestimmung eingetreten sind, mehr wollten sie nicht!
Nicht um sonst wurde nach 1918 von diesen Ländern der Völkerbund angesterbt und gegründet, der bis Hitlers Machtergreifung einvernehmlich funktionierte, aber Deutschland hat danach alles getan um ihn zu zerschlagen.
n a c h dem 1. Weltkrieg, liebe Frau Lubig.
Gab es da etwa nicht den Abessinienkrieg Italiens?
Gab es nicht Franco in Spanien, der ein glühender Vertreter des Kolonialismus war?
Hat Großbritannien nicht den Freiheitswillen der Iren gnadenlos ignoriert und
den Aufstand blutig niedergeschlagen?
Waren die großen Kolonialmächte Frankreich und das Vereinigte Königreich
keine aggressiven Nationalisten, wenn sie ihre Kolonien erst nach blutigen Auseinandersetzungen in die Unabhängigkeit entließen?
Sie können doch nicht allen Ernstes behaupten, daß es n u r in Deutschland
aggressiven Nationalismus gab. liebe Frau Lubig.
Wie gesagt: Der deutsche war der schrecklichste Auswuchs eines toxischen Nationalismus.
Aber das Grundgefühl der arroganten Überlegenheit über andere Völker, aus dem heraus dieser Nationalismus erwächst, gab es in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg in vielen Staaten.
in einigen Ländern gab es ihn.
Aber, Sie schrieben doch, dass es in der Vergangenheit den aggressiven Nationalismus auch in Polen und Ungarn, ähnlich wie in den allermeisten anderen europäischen Ländern gab, und diese Behauptung stimmt nicht.
Warum unterstellen Sie zu wiederholten male den Polen und Ungarn einen aggressiven Nationalismus? Da es für mich unverständlich ist, würde ich gerne Ihre Gründe wissen.
Polnische Politiker haben nicht nur versucht, ihr Land von der preußischen, russischen und habsburgischen Herrschaft zu befreien. Sie haben gleichzeitig versucht, Litauen, Weißrussland, Wolhynien, Galizien und eben auch Kiew - letztlich das ganze Land zwischen Ostsee und Schwarzem Meer - in die römisch-katholische Form ihrer Herrschaft einzufügen.
Nach dem ersten Weltkrieg wurden unter Pilsudski mit Unterstützung Englands und Frankreichs und angesichts der bolschewistischen Revolution diese alten Bemühungen wieder reaktiviert.
Das war wohl der Grund, warum der ukrainische Nationalismus der OUN sich mit dem deutschen Nationalismus gegen den Nationalismus der Polen verbündet hat (Ermordung des polnischen Innenministers Pieracki durch die OUN).
Sie haben mir die Antwort erspart.
wenn ich die polnische Geschichte nachlese, dann erfahre ich dass es zwischen 1795 und 1918 gar keinen souveränen polnichen Staat gab , und auch ansonsten war bereits das 17. und 18, Jahrhundert von Angriffen gegen polniche Gebiete geprägt.
Zugegeben nach 1918, nach Neugründung eigener Republik, da hatte Polen mit seinen Nachbarn Schwierigkeiten, auch mit der CSR, aber dies würde ich nicht so hochhängen, dies gebietet mir meine Empathie mit enem über viele Generationen untedrückten Volk.
Übrigens, der Begriff "Nationalismus" tauchte erst gegen Ende des 19. Jahrhundert auf, es war die Konsequenz von sprachliche, religiöse und kulturelle Untedrückung durch den herrschenden Adel.
