Fentanylkrise
Drogenkonsumenten in Los Angeles, USA, und British Columbia, Kanada / picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jae C. Hong; picture alliance / ZUMAPRESS.com | David Tesinsky

Amerikas neuer Drogenkrieg - Fentanyl war erst der Anfang

In den USA gelten Gefängnisse als Orte maximaler Kontrolle. Und genau deshalb sind sie zum Seismographen einer neuen Drogenwirklichkeit geworden. Diese ist schneller als das Gesetz – und kostet jährlich zehntausende Menschenleben.

Lisa Davidson

Autoreninfo

Lisa Davidson ist Journalistin, freie Autorin und Podcast-Host. Sie lebt in der Nähe von Austin, Texas. 

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Neben dem toten Körper, der zusammengekrümmt auf dem Boden einer Gefängniszelle im Cook County Jail in Chicago lag, fanden Ermittler keine Waffe, keine Nadel, kein klassisches Rauschmittel. Nur ein paar Fetzen verbrannten Papiers – Asche und Reste, die aussahen wie harmloser Abfall. Erst später wurde klar, dass das Papier selbst es war, das Eric Gunn getötet hatte. Getränkt mit synthetischen Substanzen, so neu, dass sie weder eindeutig identifizierbar noch zum Zeitpunkt ihres Konsums verboten waren.

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soistes | So., 26. April 2026 - 06:33

Wir sind eine hochzivilisierte Gesellschaft, die zum Teil mit sich selbst nicht mehr zurecht kommt. Da kommt ein sehr großes Elend auf uns zu. Denn Sie wissen nicht was Sie tun

Meine Devise heißt: Keine Macht den Drogen. Ich halte mich konsequent daran.

Wie es andere handhaben, entscheidet jeder für sich selbst.

Wolfgang Dubbel | So., 26. April 2026 - 07:20

„der sich in Windeseile und scheinbar unaufhaltsam verändert“
scheinbar ist das Gegenteil von anscheinend

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 26. April 2026 - 09:51

Der Zusammenhang zwischen Gefängnis und Drogen scheint mir ein anderer.
Teils "überschiessende" Mitglieder der Gesellschaft werden auf kleinstem Raum zusammengepfercht, strengstens bewacht.
Wohin bitte sollen die "ausbrechen" und sind als solche "Überschiessende" evtl. schon "Produkte" von Drogenkonsum?
Ich setze aber noch höher an und gesellschaftlich geduldet, der Text erwähnt die Mittel beiläufig.
Zweite Amerkung betrifft die psychaktiven Medikamente, wie Ritalin, Antidepressiva etc.
Die werden doch sicher weltweit verschrieben?
Ich schreibe aus langjähriger Erfahrung mit Antidepressiva, sehr schwach nur, aber ich glaubte die Scheidung nicht anders überstehen zu können.
Deshalb kann ich auch nicht von ihnen abraten.
Das können nur Mediziner.
Ich wollte das Zeug unbedingt, bekam aber dazu wertvollste psychiatrische Beratung.
Was machen die Medikamente?
Sie erweitern evtl. die neuronalen Räume über NORMALE EIGENE Grenzen?
Medizin kann wirkungsvoll Grenzen setzen, "ANTAGONISTEN"?
Nu

Dorothee Sehrt-Irrek | So., 26. April 2026 - 09:52

Antwort auf von Dorothee Sehrt-Irrek

wieder ein sehr guter und informativer Artikel der Autorin.
Danke

Achim Koester | So., 26. April 2026 - 09:59

haben amerikanische Gefängnisse schon Konsequenzen gezogen und geben Briefe an die Strafgefangenen nur noch als Kopien weiter. Damit kann wenigstens ein Teil abgefangen werden.