Ahnume Guerios - Der Märchenprinz

Der gebürtige Brasilianer und frühere Kampfsportler Ahnume Guerios behauptet, er sei Thronfolger des ältesten Königshauses der Welt – und eine Art Schutzpatron der Christen im Nahen Osten. Damit hat er es bis in den Vatikan und in den Bundestag geschafft

Die britische Kronjuwelen, die im Londoner Tower aufbewahrt werden, werden 1969 in einer Ausstellung gezeigt. Vorn das Zepter und die Krone, mit der die derzeitige Königin Elizabeth II. 1953 gekrönt wurde. Dahinter die aus dem Jahre 1661 stammenden "Krönungskrone", die zuerst von Charles III. und dann von seinen Nachfolgern je einmal getragen wurde. Rechts der Reichsapfel.
Seine folgende Prinzwerdung begründet Geurios so: Seine Familie stamme von den Scheichs El Chemor im Libanon ab / picture alliance

Autoreninfo

Constantin Magnis war bis 2017 Chefreporter bei Cicero.

So erreichen Sie Constantin Magnis:

Ein Dezemberabend in Rom, Prinz Gharios seufzt. Nein, seine Aufgabe sei eher Last als Lust, sagt er: „Durst nach Macht habe ich nicht.“ Er blickt auf den Petersdom. „Doch wenn das Volk mich ruft, bin ich bereit zu dienen.“ 

Gharios, 43, grau meliertes Haar, Goldarmreif, Nadelstreif mit Einstecktuch, hat die Statur und die gravitätische Langsamkeit eines Silberrückengorillas. Sein Volk, das sind für ihn die Ghassaniden, die im Nahen Osten bis ins 18. Jahrhundert von einer arabisch-christlichen Dynastie regiert wurden. Als deren Oberhaupt versteht er sich selbst: Prinz Gharios El Chemor von Ghassan Al Numan VIII, Thronfolger des ältesten Königshauses der Welt.

Cicero Plus weiterlesen

  • i
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns über jeden Kommentar und wünschen uns eine konstruktive Debatte. Beleidigende, unsachliche oder obszöne Beiträge werden deshalb gelöscht. Ebenfalls gelöscht werden ad-hominem-Kommentare, die lediglich zum Ziel haben, andere Foristen zu diskreditieren. Auch anonyme Kommentare werden bei uns nicht veröffentlicht. Wir bitten deshalb um Angabe des vollen Namens. Darüber hinaus behalten wir uns eine Auswahl der Kommentare auf unserer Seite vor. Generell gilt: Pro Artikel ist pro Nutzer ein Kommentar und eine Replik auf einen anderen Leserkommentar erlaubt. Kommentare, die Links zu zweifelhaften Webseiten enthalten, werden nicht veröffentlicht. Um die Freischaltung kümmert sich die Onlineredaktion von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr. Am Wochenende werden Forumsbeiträge nur eingeschränkt veröffentlicht. Nach zwei Tagen wird die Debatte geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis.