Ahnume Guerios - Der Märchenprinz

Der gebürtige Brasilianer und frühere Kampfsportler Ahnume Guerios behauptet, er sei Thronfolger des ältesten Königshauses der Welt – und eine Art Schutzpatron der Christen im Nahen Osten. Damit hat er es bis in den Vatikan und in den Bundestag geschafft

Die britische Kronjuwelen, die im Londoner Tower aufbewahrt werden, werden 1969 in einer Ausstellung gezeigt. Vorn das Zepter und die Krone, mit der die derzeitige Königin Elizabeth II. 1953 gekrönt wurde. Dahinter die aus dem Jahre 1661 stammenden "Krönungskrone", die zuerst von Charles III. und dann von seinen Nachfolgern je einmal getragen wurde. Rechts der Reichsapfel.
Seine folgende Prinzwerdung begründet Geurios so: Seine Familie stamme von den Scheichs El Chemor im Libanon ab / picture alliance

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Ein Dezemberabend in Rom, Prinz Gharios seufzt. Nein, seine Aufgabe sei eher Last als Lust, sagt er: „Durst nach Macht habe ich nicht.“ Er blickt auf den Petersdom. „Doch wenn das Volk mich ruft, bin ich bereit zu dienen.“ 

Gharios, 43, grau meliertes Haar, Goldarmreif, Nadelstreif mit Einstecktuch, hat die Statur und die gravitätische Langsamkeit eines Silberrückengorillas. Sein Volk, das sind für ihn die Ghassaniden, die im Nahen Osten bis ins 18. Jahrhundert von einer arabisch-christlichen Dynastie regiert wurden. Als deren Oberhaupt versteht er sich selbst: Prinz Gharios El Chemor von Ghassan Al Numan VIII, Thronfolger des ältesten Königshauses der Welt.

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