- Selenskyjs Entscheidung war rational und alternativlos
Wolodymyr Selenskyj hat seinen Verteidigungsminister Mychailo Fedorow entlassen. Dahinter steckt jedoch mehr als eine Konfrontation von Reformeifer und Beharrungskräften. Es geht auch um unterschiedliche Strategien im Verteidigungskrieg.
Für einen Großteil der Kommentatoren in der internationalen Presse liegen die Dinge klar: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Fehler gemacht, als er den jungen Verteidigungsminister Mychailo Fedorow entlassen hat. Er habe sich dem Druck der Generalität gebeugt, die die Reformen Fedorows abgelehnt habe. Denn diese hätten ihre Interessen tangiert, weil deren Kernstück Maßnahmen gegen Korruption beim Beschaffungswesen gewesen seien.
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Fedorovs Drohenoffensive hat zwar propagandistisch spektakuläre Erfolge erzielt und Russland unter beträchtlichen Druck gesetzt, ist aber weit davon entfernt geblieben, irgendeinen Schritt auf eine militärische Kriegswende hin zu tun. Russland hat mit spiegelbildlichen Angriffen auf ukrainische Infrastruktur reagiert und ist entschlossener denn je, den Krieg notfalls mit einer Kapitulation der Ukraine zu beenden, sollte der Westen nicht vorher über eine dauerhafte Friedensordnung zu verhandeln bereit sein.
Syrskyj wiederum benötigt Ressourcen, um eine zusammenbrechende Frontlinie zu stabilisieren und für die Ukraine Zeit zu gewinnen – fragt sich nur, wofür?
(1) Um den Westen zur vollen, offenen Kriegsbeteiligung mit unabsehbaren Eskalationsfolgen zu drängen?
(2) Um Selenskyi und seine Entourage abzusetzen und Verhandlungen mit Russland aufzunehmen?
(3) Um den Krieg bis zur Kapitulation der Ukraine hinauszuschleppen?
Der Westen sollte sich mal überlegen, welches Ergebnis er bevorzugt.
Das Nato-Orakel hat mal wieder gesprochen.
Volksmeinung, obgleich Massenprotesten, uninteressant. Das Regime des Wladimir Selenski säubert in politischer Manier des diktatorischen, zwecks Machterhalt. Ach ja, wer kennt diese Methoden nicht? Ob wohl das politische System des Westens beratend zur Seite stand? Dieser Protest der Bevölkerung wird nicht der Letzte bleiben. In Zukunft könnte dieses Thema einer von vielen Gründen für die Menschen werden, auf die Straßen zu gehen. Das Protestpotenzial der Ukraine ist heute, wenn man es mit den vorigen zwei Maidan- Protestwellen vergleicht, ungleich höher." In jedem Fall könnte die Ukraine einen Punkt überschreiten, ab dem es kein Zurück mehr gibt und wirklich umfassende Proteste das Land ergreifen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des gewaltsamen Einzugs zum Kriegsdienst und der nicht vorhandenen Meinungsfreiheit. Zunehmende Repression gegenüber dem Zivilen ist immer auch Ausdruck von Hilflosigkeit und Ignoranz gegenüber dem Tatsächlichen.
Herr Selenski, der in Moskau unter Putin reich gewordene Unterhaltungskünstler und Medienunternehmer, würde vermutlich in Deutschland die Wahl gewinnen, wenn die Verdammten hinter der Brandmauer von der Wahl abgehalten werden könnten. In D steht nämlich die Politik- und Medienwelt geschlossen hinter ihrem berühmten Kollegen - ganz so wie der brave Herr Urban.
Völlig offen ist dagegen, was in der Ukraine passieren würde, wenn echte Wahlen stattfinden könnten.
Ohne Wahlen geht jedenfalls alles unter Selenski weiter seinen ukrainischen Gang, manchmal vielleicht so, wie es die (zahlungs-)willigen Staatschefs Europas wollen, aber wohl immer öfter so, wie es der an Einkünften interessierte Herr Trump will.
Es muss sich ja lohnen, wenn Julia Swyrydenko höchstderoselbst eingesetzt wird.
..., da ein Teil des Landes unter russischer Kontrolle steht?
St. Nimmerleinstag der wahrscheinlichste Wahltermin.
