9/11 - Kapitulation zum Jahrestag

18 Jahre nach dem 11. September 2001 ist es Zeit, dass sich der Westen eingesteht: Der Afghanistan-Krieg ist verloren. So unausweichlich sein Beginn war, so unausweichlich ist der baldige Abzug der Truppen vom Hindukusch  

Vor den rauchenden Trümmern des World Trade Center in Manhattan stehen am 19.09.2001 Passanten. Mehr als eine Woche nach dem der verheerende Anschlag konnten sich Passanten erstmalig bis auf wenige hundert Meter der Unglücksstelle nähern. Die Bergung von Leichen oder Leichenteilen aus den Trümmern des World Trade Centers könnte noch mehr als sechs Monate andauern. Das sagten beteiligte Fachleute am 19.9. Reportern in New York. Unter den Trümmern werden mehr als 5500 Tote vermutet. Von den geborgenen Toten k
Die Apokalypse als TV-Ereignis: 9/11 hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt / picture alliance

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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Der 11. September 2001 ist in den ewigen Kalender der westlichen Welt eingraviert. Ein traumatisches Ereignis, live verfolgt an Bildschirmen rund um die Welt. Es waren hunderte Millionen Menschen rund um den Globus, die den Einschlag der zweiten Maschine in den zweiten Turm des World Trade Centers in Echtzeit miterlebt haben. Ein traumatischer Tag, ein Tag, der die Welt in ein Gestern und Morgen eingeteilt hat wie nur wenige im Zeitalter der Moderne.  

Massenmord, live übertragen bis ans andere Ende der Welt: Ein Flugzeug, das sich in den Turm bohrt, als wäre der aus Watte, eine Explosion, weißer dicker Qualm, der vom Einschlagsort im oberen Viertel der Türme aufsteigt, winzige Punkte vor der Fassade, die sich bei genauerem Hinsehen als fallende Menschen erweisen. Dann der Niedergang beider Türme wie in Zeitlupe, Stahlskelette, die hinterher wie makabre Skulpturen aus einer Trümmerlandschaft herausragten. Jeder, der das gesehen hat, weiß noch, wo er fassungslos vor dem Fernseher saß. 

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Christa Wallau | Mi, 11. September 2019 - 08:30

Trotz aller Bündnisverpflichtungen in der NATO:
Deutsche Soldaten hätten längst aus Afghanistan
abgezogen werden müssen. Allerspätestens seit dem Tod Osama bin Ladens.
Es ist vollkommen klar, daß von a u ß e n dieses Land weder militärisch zu befrieden noch kulturell zu verändern (modernisieren) ist.
Diese schwierige Arbeit können nur die Afghanen selber leisten, so sie dies denn überhaupt wollen.
Das russische Scheitern und weitere gescheiterte
Versuche im Laufe der Geschichte hätten dies jedem vernünftigen US-Präsidenten von vornherein klar machen müssen.
Vielleicht ist es ja nun der viel geschmähte Donald Trump, der endlich die Konsequenzen aus dem
Desaster in Afghanistan zieht und - wenn auch nur aus wirtschaftlichen Erwägungen - dem ganzen Irrsinn ein Ende bereitet. Es wäre schon in unserem eigenen Interesse sehr zu wünschen. Unter anderem hätten dann auch viele Migranten aus diesem Land keinen Grund mehr, in Deutschland zu bleiben.

Eine enorme Belastung schultern die Verbündeten im Hinblick auf Afghanistan
und ermöglichen so den Afghanen ihren Weg in eine bessere Zukunft. Frauen
können unverschleiert gehen und etwas lernen und die drakonischen Scharia-
Methoden bleiben in der Besenkammer.-Sollte sich das Blatt aber endgültig wenden, drohen reichlich Flüchtlinge, die ein erneutes Leben unter der archa-ischen Knute keinesfalls mehr mitmachen wollen. Wenn eines in den zwei
Jahrzehnten auf jeden Fall nicht gelungen ist, so ist dies die Taliban zu ändern.
Sie kämpfen dafür alle Menschen wieder mit ihrem Unterdrückungsmecha-nismus zu überziehen. Noch gibt es viele Afghanen, die sich wehren und das
ist vielleicht wichtiger als das Treiben der warlords. Wir geben ihnen eine Chance
und hoffen, dass sie diese nutzen.

Ich als Konservativer & ablehnenter Sozialist (weil Sozialisten für mich persönlich nicht mit Argumenten überzeugen können & den Ertrag schon vor der Ernte verteilen) musste der Frau S. Wagenknecht völlig recht geben, dass wir uns aus Kriege raus zu halten haben. Kosovo war schon ohne UN-Mandat ÷{...
Für was brauchen wir Regeln & Gesetze für alle (!!!!), wenn die Machthabenden so wie so machen, was sie sich wünschen.
Nein, weder von Außen - noch über Gewalt (egal, wie sich diese äußert, wie z. B. mediale Gewalt) lässt sich ein Volk etwas fremdes aufzwingen & mag es noch so gut gemeint zu sein. Jede Erfahrung & jede Errungenschaft muss in der "kleinen wie großen Zelle des Lebens" selbstständig gelebt, erkämpft & erstritten werden. Sonst wird es nichts.
Bestes Beispiel: Die Frauen von unseren zukünftigen Fachkräften. Und dies trotz hervorragender Bedingungen.
Im Gegenteil, unsere Errungenschaften kommen auf die Müllhalde. So sieht es aus & die Geschichte wird es zeigen, egal ob... MfG

Ulrich Jarzina | Mi, 11. September 2019 - 08:52

... und zwar in mehrerlei Hinsicht. Sollte bin Laden wirklich der Drahtzieher hinter 9/11 gewesen sein (und es gibt gute Gründe dies zu bezweifeln, Stichwort WTC7), so ist es trotzdem mehr als unangemessen, deswegen einem ganzen Volk den Krieg zu erklären und das Land in Grund und Boden zu bomben - von der Verseuchung eines der größten Trinkwasserreservoirs Afghanistans (Tora Bora) durch Uranmunition oder den zahlreichen Drohnenmorden ganz zu schweigen. Dieser Krieg ist durch nichts zu rechtfertigen. Die Taliban wissen das und verstehen es geschickt, dies in ihrer Propaganda auszuschlachten, indem sie sich als die "Guten" präsentieren, die gegen den bösen westlichen Aggressor kämpfen.
Ich sehe nicht, wie ein gesichtswahrender Friedensschluss für die USA hier möglich wäre - vor allem wenn das offizielle 9/11-Narrativ in dieser Form beibehalten wird.

sind zwar hier und da sehr beliebt, dienen sie doch dazu, die Opfer schlicht und einfach zu Schuldigen zu machen - sie sind aber mangels auch nur geringster Beweise nur als Unsinn zu bezeichnen. Davon abgesehen haben USA und Verbündete nicht ein Land oder Volk in Grund- und Boden gebombt, sondern ein menschenverachtendes System beseitigt, unter dem die Bevölkerung, besonders Frauen und Kinder, schwer zu leiden hatten.

Wie ich schon geschrieben hatte, Herr Lenz. Sie schreiben nicht, um nach zu sinnen. Und heute haben Sie ihre Verschleierung aufgegeben. Wie heißt ein altes Sprichwort: Wer die russische Gefangenschaft über lebte, bekam ein neues Leben. Wer die Rheinwiesen überlebte, hatte den Krieg überstanden. Und wenn ein System & deren Steigbügelhalter menschenverachtend & undemokratisch ihre Ziele verwirklichen, heißt das noch lange nicht, dass die andere Seite respektvoller & demokratischer ist.
Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Und Sie können mir sonst wie viel erzählen! Ich weiß, dass man Stahl nur schneiden, schweißen oder extrem zerren kann, um es auseinander zu bekommen, selbst wenn Stahl weich wird. Aber es bleibt elastisch. Deshalb wird Stahl bei Brücken & extrem hohen Gebäuden eingesetzt. Sie können Stahl quetschen, biegen, börteln, aber Stahl in tausende von Bestandteilen zerlegen, nie & nimmer.
Außer sie erreichen die Schmelztemperatur von Stahl.
"Die Bösen Opfer" . MfG

Im Gegensatz zu Ihnen werter Herr Jarzina, hege ich aufgrund einiger Erfahrungen keinerlei Zweifel mehr!Weder an dem Drahtzieher von 9/11 Bin Laden mitsamt seiner damaligen Zählweise, pro erhobenen Finger 1 Flugzeug, 2 in die Türme,1 ins Pentagon und 1 ins Feld anstatt möglicherweise Washington/WH. Das die radikalisierten Hauptakteure zum Teil hier in Deutschland als Studenten völlig unter dem westlichen Terrorabwehr-Radar sich darauf vorbereiten konnten,ist bewiesene Tatsache und lässt mich seitdem höchstens an unseren Möglichkeiten der Terrorabwehr zweifeln! Genauso wenig hege ich Zweifel am BUK-Abschuss der MH17 durch prorussische Kräfte. Zumal man den Hauptzeugen im letztlich erfolgten Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland als Figur dem Prozess deshalb entzogen hat. Keinerlei Zweifel hege ich mittlerweile um die Urheberschaft eines gewissen saudischen Prinzen und der Mauer des Schweigens
darum von Freunden aus der Geschäftswelt. Meine Zweifel sind ausgeräumt.

Sorry, aber da kämpfen nicht die Taliban gegen die westlichen "Aggressoren". Der Westen stützt die gewählte afghanische Regierung auf deren Wunsch. Und der Gegner ist zwar offiziell die Taliban und einige andere Gruppen, inoffiziell sind es tatsächlich Pakistan und Geschäftsleute im Drogengeschäft. Afghanistan ist der größte Drogenproduzent der Welt, wo Unsummen verdient werden, und er ist pakistanisches Spielfeld, wo so etwas wie der paschtunische Nationalismus vom pakistanischen Geheimdienst und Militär für eigene Zwecke genutzt wird.

Die große Frage ist, warum die USA, die das alles weiß, nicht angemessen reagiert hat? Meine Vermutung ist, dass man Pakistan im westlichen Lager - zumindest formell - halten wollte, wobei das Land heute ständig tiefer in chinesische Abhängigkeit gerät. Die Taliban und auch die afghanische Regierung sind der Spielball der Großmächte China und USA. Im übrigen, sind sie selbst daran schuld, denn sie haben sich instrumentalisieren lassen.

Joachim Meyer | Do, 12. September 2019 - 22:59

In reply to by Robert Müller

Man hat Pakistan auch mangels Alternativen mit Samthandschuhen angefasst und weil man auch keine direkte Beteiligung der Führungsspitzen von Militär und ISI nachweisen konnte, obwohl die Beweislage der Beteiligung von ISI-Offizieren beim Anschlag 2008 in Mumbai und 2008 auf die indische Botschaft in Kabul erdrückend war. Die ganze Geschichte gibt’s bei Steve Coll „Directorate S. The C.I.A. and America’s Secret Wars in Afghanistan and Pakistan“.

dies in ihrer Propaganda auszuschlachten,..."...wobei nicht nur die Ansammlung von Geröll und Gebirgszügen, den Taliban Schützenhilfe gab/gibt. Es gibt auch Rückhalt in der Bevölkerung für die Taliban, welche "fremde Soldaten" als Besatzung bzw. Verschwörung gegen ihr Land betrachten. Und gegen diese Mischung zieht man den Kürzeren (siehe Vietnam). „Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit“, lautet ein Sprichwort.
Die Zeit arbeitet gegen die westliche Welt, Demokratie lässt sich weder aufpfropfen , noch werden durch militärische Aktionen bzw. Zwang, jahrhundertealt-gewachsenen landestypische Sitten ,Bräuche überwunden.

gabriele bondzio | Mi, 11. September 2019 - 10:32

Der 11. September 2001, das war ein Tag wo ich noch genau weiß, was ich zum Zeitpunkt der Nachricht gemacht und empfunden habe. Ich war im Büro am PC, über der Kundendatei und hatte das Radio an. Habe in den vergangenen 20zig Jahren einiges vergessen, aber diesen Tag, und die Gefühle die er auslöste, sind ins Gedächtnis eingegraben.
„Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit“, lautet ein (afrikanisches?) Sprichwort.
Die Zeit arbeitet gegen die westliche Welt, Demokratie lässt sich weder aufpfropfen , noch werden durch Hau-Ruck-Aktionen bzw. Zwang, jahrhundertealt-gewachsenen landestypische Sitten ,Bräuche, Lebensarten überwunden.
Im Gegenteil, je mehr man gegen Dinge ankämpft, die Bedeutung im Leben dieser einfachen, armen Menschen haben, desto mehr schließen sich die Reihen der Traditionalisten, aus der jüngeren Generation (siehe Integration in Europa).

Hans Jürgen Wienroth | Mi, 11. September 2019 - 11:12

Zitat: „Diesen Krieg gegen islamistischen Terror hat der Westen verloren. Das sollte er endlich offen zugeben.“
Dieses Eingeständnis ist das Ende der „westlichen Welt“ und eine Kapitulation vor dem islamistischen Terror. Wenn wir diesen „Krieg“ gegen den Terror verlieren, dann ist der Grund unsere „Menschlichkeit“ die gegen die „Menschenverachtung“ der Terrorregime verliert. Hätte die Koalition gegen das 3. Reich genauso viel Rücksicht auf die Menschen in unserem Lande genommen, Hitler hätte gesiegt. Kriege können nicht menschlich sein, sie sind immer brutal.
Der Kampf gegen Terror kann nur gewonnen werden, wenn die Mehrheit der Bevölkerung in diesem Land dies unterstützt. Da die Terroristen die Menschen als Schutzschild benutzen, sind sie für Außenstehende kaum zu identifizieren. Mit der Flucht eines großen Bevölkerungsanteils wird auch der Terror exportiert. Das gilt nicht nur für den islamistischen Terror.

Christoph Kuhlmann | Mi, 11. September 2019 - 12:19

Zentralgewalt verhindert. Der Krieg wäre fast zu ende gewesen. Ich weiß, keine Musik, keine Bildung für Frauen etc. Aber eben auch nicht weitere 11 Jahre Bürgerkrieg. Die Taliban werden einige Jahre nach dem Abzug wieder das ganze Land kontrollieren. Die ganzen Kriege im Nahen Osten haben uns Milliarden gekostet, dutzende von Soldaten mussten ihr Leben lassen und viele wurden traumatisiert. Das Ergebnis sind hunderttausende Flüchtlinge aus diesen Ländern. Herzlichen Dank.

Manfred Bühring | Mi, 11. September 2019 - 12:36

Der Satz "Im Nachherein ist man immer schlauer" ist eher ein Euphemismus dafür, komplettes Politikerversagen im Nachherein billig zu rechtfertigen. Denn natürlich gab es genügend warnende Stimmen, sich nicht an einem Rachefeldzug in Afghanistan zu beteiligen, die, wie es populistisch hiess, "deutsche Freiheit am Hindukusch zu verteidigen". Dieser unseelige nassforsche Spruch des damaligen SPD-Verteidigungsministers Peter Struck hat überhaupt keine Verbesserungen für die Lebensbedingungen des afghanische Volkes und für Familien deutscher gefallener oder körperlich und seelisch verstümmelter Soldaten gebracht. Die Arroganz, unser westliches Lebensmodell auf eine durch archaische Familien- und Clanstrukturen geprägte Gesellschaft mit Gewalt zu übertragen, ist kläglich gescheitert. Das einzusehen, hat bisher 17 Jahre gedauert!! Und ausgerechnet der ständig gebashte Präsident Trump muss da den ersten Schritt machen.

Heidemarie Heim | Mi, 11. September 2019 - 15:04

Ja, ich weiß noch genau, wo und wie ich bis ins Mark erschüttert diesen Anschlag auf die Menschlichkeit erlebte. Und u.a. besonders erschütterten mich die Reaktionen nicht weniger Menschen, z.B. der laute Jubel von Teilen der palästinensischen Bevölkerung und anderer Feinde der USA und Israels. Diese Aufnahmen einer für mich abscheulichen wie unverzeihlichen Schadenfreude angesichts dieser Tat, haben sich mindestens so schockmäßig in mein Gedächtnis eingegraben wie alles andere. Seit dem hält sich meine Empathie für Gesellschaften, die ihre Kinder über Generationen solchen Terrorvereinigungen wie Hamas immer noch als Rekruten andient oder durch Stammesdenken verdeckt unterstützt wie die Taliban in Afghanistan , in sehr engen Grenzen. Das Schlimme dabei, man wird selbst menschlich immer verhärteter angesichts dieser aussichtslosen Kämpfe gegen diese fundamentalistischen Unmenschen, indem man die zahlreichen Meldungen über Anschläge und Opfer der Taliban nur noch beiläufig registriert!!

Bernd Muhlack | Mi, 11. September 2019 - 15:35

Peter Scholl-Latour hat dieses Ende bereits vor langer Zeit vorhergesagt, wie so vieles andere auch.
Statt dessen laberte unser damaliger Verteidigungsminister davon, dass D am Hindukusch verteidigt werde.
Ab und an peinliche Besuche in kugelsicheren Westen: diese Westen sind übrigens bei Selbstmordanschlägen eher wenig hilfreich.

Afghanistan ist ein zerklüftetes Land, wird von Stämmen regiert. Was irgendwelche Clowns in Kabul erzählen, verhandeln, interessiert im Rest Afghanistans niemand. Die wahre Politik wird im "Großen Rat", der "Loya Dschirga", gemacht.
Die Stammesführer und Warlords unter sich.

Die US-Boys sowie alle Anderen sollten nach Hause gehen, Afghanistan seinem archaischen Tribalismus überlassen!
Eines noch: Herr Schwennicke, "al- Quaida" heißt übersetzt "die Basis". Insofern ist Ihr Satz "Zwar konnte al-Quaida seiner Basis beraubt werden usw. usf." etwas unglücklich, nicht wahr?

Menschen wie Peter Scholl-Latour, Helmut Schmidt sind eben nicht zu ersetzen.

Heinz Maier | Do, 12. September 2019 - 05:38

kehren nicht zurück. Da träumt jemand.

Hans Schäfer | Do, 12. September 2019 - 13:46

Er hätte recht, wenn wir uns im Krieg befunden hätten. Mir liegt ein Schreiben des Deutschen Bundestag –von Prof. Dr. N. Lammert – vom 12.April 2011 vor, in dem meine Anfrage ob sich BRD, aufgrund der Aussage des damaligen Verteidigungsminister zu Guttenberg in A. im Krieg befindet mit Verweis auf das Völkerrecht wie folgt beantwortet: Ich zitiere:
Es handelt sich um einen bewaffneten Konflikt.
Die unterteilt man in zwei Kategorien:
1) internationaler bewaffneter K.
Der wird zwischen mindestens zwei Staaten
ausgetragen.
2) nicht-internationaler K.
in dem die staatlichen Streitkräfte typischerweise
internen Aufständischen gegenüberstehen.

Neben weiteren Begründungen wie UN- und BTmandat war das Fazit: Vor diesem Hintergrund befinden sich deutsche Soldaten in A.in einem nicht-internatonalen bewaffneten Konflikt.

Hans Schäfer | Do, 12. September 2019 - 14:03

Neben weiteren Begründungen wie UN- und BT-Mandat war das Fazit:
Vor diesem Hintergrund befinden sich deutsche Soldaten in A.in einem nicht-internatonalen bewaffneten Konflikt.
Begründung ist alles! Man entschuldigt sich noch dafür, dass der Minister einen "wenig ertragreichenden Begriff" benutzt hat. der wurde ihm -so der Tenor in den Medien- allerdings als besondere Leistung, angerechnet.
Frau Wallau schreibt:
Deutsche Soldaten hätten längst aus Afghanistan abgezogen werden müssen.
Im Febr. 2011 habe ich ein Petitionsverfahren mit der Forderung, den sofortigen Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan zu beschließen, angestrebt. Das Verfahren wurde erst im Juni 2012 nach mehreren Untätigkeitsbeschwerden meinerseits abgelehnt.
Auch hier ist zu sagen, Begründung ist alles. Man hätte es auch damit begründen können:
Abgelehnt, in der Kantine hatte es Erbsensuppe gegeben. Den ganzen Vorgang zu posten würde die Komm-Funkton sprengen.

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