Tyler Robinson
Tyler Robinson soll Charlie Kirk erschossen haben / picture alliance/dpa/Utah Governor's Office | Uncredited

22 Jahre alt - Tatverdächtiger im Fall Kirk festgenommen

Der Tatverdächtige, der den Trump-Anhänger Charlie Kirk erschossen haben soll, ist festgenommen. Er heißt demnach Tyler Robinson, nach übereinstimmenden US-Medienberichten ist er 22 Jahre alt.

Cicero Cover 06-26

Autoreninfo

Hier finden Sie Nachrichten und Berichte der Print- und Onlineredaktion zu außergewöhnlichen Ereignissen.

So erreichen Sie Cicero-Redaktion:

Nach dem tödlichen Angriff auf den rechten US-Aktivisten Charlie Kirk ist der Tatverdächtige gefasst. Er sei am späten Donnerstagabend (Ortszeit) festgenommen worden, sagte der republikanische Gouverneur von Utah, Spencer Cox, auf einer Pressekonferenz. „Wir haben ihn.“ Der Tatverdächtige heißt demnach Tyler Robinson, nach übereinstimmenden US-Medienberichten ist er 22 Jahre alt. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump im Sender Fox News gesagt, dass es eine Festnahme gegeben habe.

Der einflussreiche Podcaster und Trump-Unterstützer Kirk (31) war am Mittwoch während einer Rede auf dem Campus einer Universität in dem Bundesstaat Utah angeschossen worden. Er starb später im Krankenhaus. Der Gouverneur geht von einem „politischen Attentat“ aus.

Familienmitglied ging zur Polizei

Wie kam es zu der Festnahme? Ein Familienmitglied des Tatverdächtigen wandte sich laut Gouverneur Cox am Donnerstag an einen Freund der Familie. Dieser habe wiederum dem Büro eines Sheriffs die Information weitergegeben, dass der Tatverdächtige gestanden oder angedeutet habe, dass er die Tat begangen habe.

Daraufhin hätten Ermittler den Tatverdächtigen auf Videomaterial von Überwachungskameras identifiziert. Die Aufnahmen zeigen demnach, wie der Tatverdächtige am Morgen des Tattages auf dem Campus der Universität ankommt. 

Was weiß man über den Tatverdächtigen? Die Informationen stammen von Ermittlern und Bundesstaat, wenn nicht anders kenntlich gemacht:

  • Er lebte in dem Bezirk Washington County, einem südlichen Teil von Utah
  • Er war kein Student der Uni, an der sich die Tat ereignet hat
  • Er soll in den vergangenen Jahren laut einem Familienmitglied politischer geworden sein
  • Er soll den geplanten Auftritt von Kirk an der Uni bei einem Abendessen mit einem weiteren Familienmitglied erwähnt haben
  • Sie sollen sich darüber ausgetauscht haben, warum sie Kirk nicht mochten
  • Auf Waffenzubehör, das in der Nähe des Tatorts gefunden wurde, waren verschiedene Wörter zu lesen, darunter „Faschist“

Aber vieles ist auch unklar: Hat sich der Tatverdächtige geäußert und was sagt er zu den Vorwürfen? Bleibt es bei dem Ermittlungsstand eines Tatverdächtigen und einer Einzeltat? Was ist ganz genau das Motiv? Hatte der Tatverdächtige Verbindungen zu Kirk?

Zuletzt hatte die Bundespolizei FBI intensiv nach dem Schützen gesucht. Die Behörde veröffentlichte dazu eine Videosequenz und weitere Fotos. Eine mögliche Tatwaffe wurde in einem Wald entdeckt. Der Schütze könnte laut Berichten von einem Dach auf Kirk geschossen haben.

Dem Trump-Unterstützer folgten Millionen auf Social Media. Der Schuss traf den Kirk am Mittwoch, als er als Gastredner auf dem Campus der Universität Utah Valley sprach. Er war ein bekannter Vertreter der rechtskonservativen Bewegung in den USA und galt als Trump-Verbündeter. Millionen Menschen folgten seinen Social-Media-Kanälen und Podcasts. Der US-Präsident machte Kirks Tod auf Truth Social bekannt. Zahlreiche Minister seiner Regierung bekundeten im Anschluss ihre Trauer und ihr Beileid.

Der Sarg mit Kirks Leichnam wurde in Begleitung des Vize-Präsidenten JD Vance und seiner Frau Usha Vance von Utah nach Arizona überführt, wo der Podcaster gelebt haben soll. TV-Bilder zeigten, wie Kirks Ehefrau gestützt von Usha Vance aus einem Flugzeug stieg. Trump sagte, dass er zur Beerdigung kommen werde.

Im Fox-News-Interview sagte Trump zudem, er hoffe, dass der Täter die Todesstrafe bekomme. Zuvor hatte bereits Gouverneur Cox gesagt, dass es Vorbereitungen gebe, um die Todesstrafe beantragen zu können. 

Gouverneur: „Attacke auf unsere Ideale“

Gouverneur Cox rechtfertigte den Aufwand und die Bedeutung, die man dem Fall beimesse: „Es ist eine Attacke auf uns alle.“ Und: „Es ist eine Attacke auf unsere Ideale.“ Der Republikaner sagte auch, er habe gehofft, dass der Täter jemand aus einem anderen Bundesstaat sei oder aus einem anderen Land komme. 

dpa

Mehr lesen über

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Straub Klaus Dieter | Fr., 12. September 2025 - 20:34

Über die Todesstrafe lässt sich reden, aber im besten Deutschland aller Zeiten, hätte er ein Gutachten bekommen, dass ihn als Problemfall darstellt!
15 Jahre und nach guter Führung nach 10 Jahren als geachtetes Mitglied auf freiem Fuß, wäre das Strafmaß
Lebenslang heißt nicht 15 oder 25 Jahre sondern Lebenslang. Aber unsere weichgespülte Gesellschaft träumt noch immer!

Wolfgang Z. Keller | Fr., 12. September 2025 - 21:14

... was haben denn "die Amerikaner" für Gouverneure? Wenn der republikanische Gouverneur Cox aus Utha tatsächlich gesagt hat, "er habe gehofft, dass der Täter jemand aus einem anderen Bundesstaat sei oder aus einem anderen Land komme", dann fällt mir intellektuell nichts mehr ein.
Das wäre, wie wenn ein führender, sehr alter Politiker hierzulande sagen würde, er, seine Eltern, Freunde, Verwandten und Bekannten hätten - im Nachhinein gesehen - gehofft, dass die Nationalsozialisten in ihrer großen Mehrheit nicht aus Deutschland gekommen wären. Unfassbar, dieses Niveau!

Des Utah-Gouverneurs Niveau ist entlarvend. Signalisiert er doch so etwas wie Erich Honecker seinerzeit 1965 mit "Unsere DDR ist ein sauberer Staat." Der Weg in Diktaturen ist in den US-Bundesstaaten eröffnet. Ich habe keine Illusion, dass es nur republikanische Diktaturen sein werden.

Ernst-Günther Konrad | Sa., 13. September 2025 - 10:53

Nur eines vorne weg. Mit er Todesstrafe holt man niemand mehr zurück. So wie dieser junge Mann nicht das Recht hatte, einen anderen zu töten, so steht es auch dem Staat nicht zu, anderen das Leben zu nehmen.
@ Wolfgang Z. Keller - dafür brauchen Sie sich nicht entschuldigen. Sie haben auch aus meiner Sicht völlig recht. Die Herkunft ist völlig egal. Solche Äußerungen disqualifiziert für mich diesen Gouverneur. Und es ist auch egal, welcher politischen Kaste der angehört.
Solche Bemerkungen offenbaren schlicht und ergreifend nur eines. Da fehlt es an Empathie für das Opfer und die Angehörigen. Als würde sich darüber jemand außer diesem Gouverneur ernsthaft Gedanken machen.

Klaus Funke | Sa., 13. September 2025 - 11:44

War dieser Täter nur ein verwirrter Einzeltäter oder steckt mehr dahinter? Das wird das FBI jetzt mit hoher Intensität herausfinden. Mit Kirks Ermordung hat man auch Trump getroffen. Das weiß der Präsident. Und er wird die Reaktionen weltweit verfolgen. In Deutschland, noch immer das Land linksgrüner Fanatiker und Mitläufer, tut man gerade wieder das Falsche. Man stilisiert Kirk als ultrarechten Konservativen, als Nazi, wie man die Leute hierzulande nennt, und stellt sich damit gegen Trump. Das wird Deutschland schlecht bekommen. Trump ist dünnhäutig und nachtragend. Das bedenken die linken Idioten nicht. Sie hacken sich ins eigene Bein. In den USA wird Kirks Tod Trump und seinen Anhängern eher nützen als schaden. Kirks Witwe versprach das Vermächtnis ihres Mannes fortzuführen. Frau Nawalnaja versprach sowas auch. Von ihr hört man nichts mehr. Ich denke, Kirks Botschaft könnte auch in Europa gehört werden. Die Jugend hier braucht Orientierung. Eine Chance, Linksgrünes, zu kippen!!

Klaus Funke | Sa., 13. September 2025 - 15:16

"Verleumder im Fall Charlie Kirk vor Gericht!"
Es ist wie in einem Brennglas derzeit zu sehen, was mit unserer Gesellschaft passiert. Die linke Dominanz in den Medien und in der Exekutive wird zur Gefahr für die gesamte Gesellschaft. Demokratieabbau, Gefahr und Gewalt gehen nicht von rechts, sondern ganz klar von links aus. Wenn wir das nicht stoppen, ist ein Bürgerkrieg tatsächlich nicht mehr unmöglich. Hauptschuld an dieser Entwicklung trägt die indifferente Haltung und die Feigheit von CDU und FDP. SPD und Grüne hingegen gehören vom VS beobachtet, und nicht die AfD. Diese beiden üblen Parteien wollen eine Diktatur nach ihrem Gusto. Alles läuft derzeit darauf hinaus. "Stoppt die SPD! Verbietet die Grünen" muss der Slogan heißen.

Die Feigheit von CDU/CSU - oder ist das schon erfolgreiche links-grüne Gehirnwäsche - stinkt zum Himmel. Wie auch die Löschung des Posts von Caroline Bosbach zeigt, die sich damit zum Hühnchen machen lässt. Wie schade, ich hatte so auf sie gehofft. Was ist los mit Söder, dem sonst so Wortgewaltigen' und mit Merz, dem 'links-vorbei-Mann', die doch, weil die CDU im ZDF-Verwaltungsgremium sitzt, mal locker dafür sorgen könnten, dass die Verleumder von Charlie Kirk, diese unerträgliche Hayali (die von Söder noch 23 mit einem Orden behängt wurde) und der intrigante Lügner Theveßen sofort ihren Job verlieren. Das ZDF ist in meinen Augen seit vielen Jahren eine Kloake mit entsprechenden Produktionen. Aber das hier, nach einem so unerträglichen Verbrechen, dem feigen Mord an einem immer respektvoll und fair diskutierenden Ehemann und Vater von 2 kleinen Kindern - das ist niederträchtige Bösartigkeit pur. Meine Geduld mit den rot-grünen Hetzern ist endgültig vorbei. Charlie Kirk bleibt!

Dr. Armin Schmid | Sa., 13. September 2025 - 17:23

Mag sein, dass der Festgenommene tatsächlich Charlie Kirk erschossen hat. In den Augen der guten Amerikaner ist er aber die falsche Wahl. Die richtige Wahl wäre ein links-wokes Mitglied der LGBTQ-Community gewesen. Auf den ersten Blick passt Tyler Robinson zu den vielen Waffenaffinen "von rechts", seien sie "politisch motiviert", seien sie suizidal unterwegs, d. h. willens, noch einmal im großen Stil von sich reden zu machen. Ich bin kein Psychologe und hoffe, ein solcher könnte über die Motive genaueres erfahren. Leider schwebt der Junge in großer Gefahr, sein Leben durch Selbstmord oder Mord (wie im Falle von Lee Harvey Oswald) zu verlieren, bevor diese Hintergründe ansatzweise erhellt werden können.