Slobodan Milošević
Slobodan Milošević im Jahr 1997 / picture alliance / AP | Darko Vojinovic

20. Todestag von Slobodan Milošević - Der „Schlächter des Balkans“ ist tot, doch sein Erbe lebt fort

Er wollte ein Großserbien schaffen – um den Preis von Krieg, Vertreibung und Massakern. Slobodan Milošević führte in den 1990er-Jahren Kriege gegen Kroatien, Bosnien und Kosovo. Nun jährt sich sein Todestag zum 20. Mal. Doch sein Erbe lebt fort.

Autoreninfo

Alexander Rhotert forscht als Politikwissenschaftler zum ehemaligen Jugoslawien seit 1991. Er war 20 Jahre für UN, Nato, OSZE, OHR und EU tätig, zumeist zur Friedensumsetzung auf dem Westbalkan. Als Oberstleutnant und Interkultureller Einsatzberater der Bundeswehr arbeitete er zu Kosovo und Bosnien und Herzegowina. 
 

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Am 11. März 2006 verstarb der ehemalige serbische Präsident Slobodan Milošević in seiner Zelle im Untersuchungsgefängnis des Kriegsverbrechertribunals der Vereinten Nationen (ICTY) in Scheveningen bei Den Haag an einem Herzinfarkt. Milošević war fünf Jahre zuvor von Belgrad nach Den Haag ausgeliefert worden, wo er wegen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermords angeklagt worden war, die während der von ihm angezettelten Angriffskriege gegen Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Kosovo begangen wurden. Um die 140.000 Menschen fielen dem „Schlächter des Balkans“ zum Opfer, Hunderttausende wurden verwundet und über vier Millionen vertrieben.

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Walter Buehler | Mi., 11. März 2026 - 10:57

... den Menschen dort und bei uns irgend einen Nutzen gebracht?
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Der Hass, den Sie heute noch predigen, richtet sich einseitig auf den serbischen Teil der süd/westslawischen Bevölkerung, aber stärkt den gleichen katastrophalen und hasserfüllten Nationalismus in den anderen Teilen der dortigen Bevölkerung, die sich nicht durch Biologie oder Sprache, sondern nur durch ihre religiöse Konfession und durch die Schrift unterscheiden.

Die systematische politische Kultivierung des nationalistischen Hasses zwischen diesen Brudervölkern kann niemals in ein friedliches Europa münden, sondern führt unweigerlich in immer neue Auseinandersetzungen, die ganz Europa gefährden.

Auch der sturste NATO-Gläubige sollten bisweilen Vernunft und Moral zu Wort kommen lassen und die Folgen seiner eigenen Handlungen reflektieren.

Heidemarie Heim | Mi., 11. März 2026 - 14:27

Nur einer dieser Geschichte schreiben wollenden unter Größenwahn leidenden Typen, die mittels Strömen von vergossenem Blut alles Menschliche und Zivilisiertsein in sich und gegen andere vergessen.Ich frage mich, was all diese Agressoren wie AH, Stalin,Mao,Putin,Mullahs oder wie sie sonst noch heißen in Kriegs-wie Friedenszeiten dazu veranlasst außer ihrem Wahn von wahrer Größe oder Religion die Regeln einfachster Zivilisation o. Aufklärung derart mitleidlos zu
zu verletzen. Genügt politische Macht über das Schicksal/Leben ihres eigenen Volkes u. Staates nicht mehr? Oder was versuchen sie noch zu kompensieren?Ich weiß, was ist mit Typen wie Bush jun. und andere Krieger der Neuzeit? Mit Guantanamo, den Israelis in Gaza usw.? Obstsalat? Bin dabei solange keine Rosinen darin auftauchen, die ich mühsam herauspicken muss während ich all den Opfern gedenke, denen man zu ihrem 1. o. wie dem Schlächter im Anzug oben zum 20.Todestag, fast hätte ich gratu....,einen mahnenden Artikel widmet. MfG

Klaus Funke | Mi., 11. März 2026 - 17:22

Indem Sie Putin in einem Atemzug mit Adolf Hitler (den Namen können Sie ruhig ausschreiben), Stalin und den Mullahs nennen, zeigt, verzeihen Sie mir, Ihre gnadenlose Ignoranz. Aber so sind sie nun mal, unsere lieben Brüder und Schwestern im Westen (nicht im Geiste), allzu lange sind sie von BILD verbildet worden. Pardon, nicht ernst zu nehmen, da kommt nur dümmlicher Hass rüber... - und bitte keine Diskussion, wir einigen uns sowieso nicht.