Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Worum geht es beim Waffendeal?

Weltbühne

Panzer für Saudi-ArabienWorum geht es beim Waffendeal?

22. Juni 2012
picture alliance
Leopard 2 A7+,Panzer,Saudi-Arabien,Waffendeal
Ein Leopard 2 A7+ aus der Firma Krauss-Maffei Wegmann (KMW) in Deutschland
Schrift:

Offenbar plant die Bundesregierung einen neuen Panzerdeal mit Saudi-Arabien. Die Berichte darüber provozieren Opposition und Friedensbewegte. Aber worum genau geht es bei dem Waffendeal?

Seite 1 von 2

Ein mögliches neues Waffengeschäft mit Saudi-Arabien löst Empörung bei der Opposition und offenbar auch Unruhe in der Regierungskoalition aus. Es geht um 600 bis 800 Kampfpanzer vom Typ Leopard 2, für die die Saudis Interesse gezeigt haben sollen. Mit einem Umfang von bis zu zehn Milliarden Euro wäre es eines der größten bisherigen deutschen Rüstungsgeschäfte – ausgerechnet mit einem autoritär regierten Staat, der inmitten eines Krisengebiets liegt und selbst mit Waffengewalt gegen Reformkräfte vorgeht.

Wie soll der Waffendeal aussehen?

Schon seit Herbst 2010 haben nach Erkenntnissen von Sicherheitsexperten die Saudis in Spanien um Panzer des Typs Leopard 2 angefragt. Es ging um 200 bis 270 Stück. Die Spanier haben von den Deutschen die Lizenz für diesen Panzer gekauft. Weil große Rüstungsunternehmen und viele andere Firmen aus Deutschland die Kernkomponenten und den größten Teil der Ausrüstung für die Panzer zuliefern, die dann in Spanien montiert werden, müssten sowohl Spanien als auch Deutschland den Rüstungsexport genehmigen. Bereits Ende Juni vergangenen Jahres hat der Bundessicherheitsrat nach Erkenntnissen von Insidern grünes Licht für das Waffengeschäft gegeben. Ursprüngliche Bedenken seien in der Politik ausgeräumt worden, weil Israel keine Einwände gegen den Verkauf an die Saudis erhoben habe.

Als nun Medien über einen geplanten Panzerverkauf in wesentlich größerer Dimension berichteten, tauchte die Bundesregierung – wie bereits bei der Debatte vor einem Jahr – wieder ab. „Dazu nehmen wir grundsätzlich keine Stellung“, sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter Anfang der Woche. Der Lizenzgeber-Konzern Krauss-Maffei-Wegmann will nach eigenen Angaben keine Panzerbestellung aus Saudi-Arabien vorliegen haben – was nicht weiter verwunderlich ist, denn zwischen der Anbahnung eines Geschäfts, der späteren Voranfrage und der eigentlichen Genehmigung eines Auftrags durch die staatlichen Gremien vergehen oft mehrere Jahre. Zudem bekommt den Auftrag zunächst der Staat, der beauftragt dann das Unternehmen.

Otfried Nassauer, Leiter des Informationszentrums für transatlantische Sicherheit (BITS) in Berlin, hält es für unausweichlich, dass sich der Bundessicherheitsrat noch einmal mit dem Geschäft befassen muss, sollte es tatsächlich um eine neue Größenordnung gehen. Bislang sei das offenbar noch nicht geschehen, das Gremium werde aber vor der Sommerpause noch einmal tagen. Die Summe von zehn Milliarden Euro ist nach Ansicht Nassauers zwar sehr hoch, für ein Waffengeschäft aber nicht außergewöhnlich. Denn sie schließe neben dem eigentlichen Wert der Panzer auch die sich anschließende Wartung und Reparatur des Kriegsgeräts ein, für die es in Saudi-Arabien keine Infrastruktur gebe.

Wozu braucht Saudi-Arabien die Panzer?

Der Wüstenstaat, der regelmäßig Rüstungsaufträge in Milliardenhöhe vergibt, hat oft gar keine konkrete militärische Verwendung für die meisten der so erworbenen Waffensysteme. Es fehlt an qualifiziertem Personal, was sowohl für den militärischen Einsatz als auch für die Instandhaltung der Waffen gilt. Diese Rüstungsgeschäfte dienen oft einem anderen Zweck. Gerade im Blick auf die USA versichern sich so die saudischen Herrscher, dass das Bündnis nach wie vor gilt: Die Amerikaner garantieren ihre Sicherheit und bekommen im Gegenzug Öl zu verträglichen Preisen. In Europa scheinen die Saudis inzwischen Deutschland als immer wichtigeren Partner auszumachen.

Die Zahl von 600 bis 800 Panzern indes ist absurd hoch, derzeit, vermuten Experten, verfügt Saudi-Arabien über rund 700 Panzer. Was nun den Leopard 2 betrifft, ist auch die Frage, ob es sich jetzt um das entsprechend für den Straßenkampf in Städten weiterentwickelte Modell handeln sollte. Gerade angesichts der Tatsache, dass saudische Panzer im vergangenen März zur Aufstandsbekämpfung nach Bahrain geschickt wurden, ist dann doch stark zu befürchten, dass diese Panzervariante gegen Zivilisten zum Einsatz käme. Der Saudi-Arabien-Experte Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik kommt deshalb zu dem Schluss: „Sollte die Bundesregierung diesem Geschäft zustimmen, würde das zeigen, dass sie in den vergangenen zwei Jahren nichts gelernt hat.“

Auch Sicherheitsexperte Otfried Nassauer lehnt größere deutsche Rüstungsexporte in den Nahen und Mittleren Osten generell ab. Deutschland betrachte sich wegen des Öls und der Rolle Saudi-Arabiens als Bollwerk gegen den Iran „dummerweise“ als strategischer Partner des Wüstenstaates.

Seite 2: Wie reagiert die Politik?

  • 1
  • 2
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort
Die Frage das Tages stellt Cicero online in Kooperation mit
Der Tagesspiegel

Weiterführende Links

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Grüne Missbräuche
Fetischisierung der Sexualität über die Grenzen hinaus
von
21.05.2013
Femen-Frauen aufgepasst!
Mein Barbie-Moment
von
18.05.2013
Außenminister Timmermans
Die Niederlande, das 17. Bundesland
von
15.05.2013
Demografie
Jugend? Welche Jugend?
von
08.05.2013
Deutsch-französische Beziehungen
Angela Merkel als Feindbild
von
07.05.2013

Mehr Fragen des Tages finden Sie beim Tagesspiegel.

Twitter
zum Ressort
Die Frage das Tages stellt Cicero online in Kooperation mit
Der Tagesspiegel

Weiterführende Links

Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

Grüne Missbräuche
Fetischisierung der Sexualität über die Grenzen hinaus
von
21.05.2013
Femen-Frauen aufgepasst!
Mein Barbie-Moment
von
18.05.2013
Außenminister Timmermans
Die Niederlande, das 17. Bundesland
von
15.05.2013
Demografie
Jugend? Welche Jugend?
von
08.05.2013
Deutsch-französische Beziehungen
Angela Merkel als Feindbild
von
07.05.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

„Die nackte Wahrheit und anderes“ − Aktfotografie um 1900

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Göttinger Demokratie-Forschung
Parlamentswahlen in Norwegen: „Menschen, nicht Milliarden“

Im September wird in Norwegen ein neues Parlament gewählt. Fünf Monate vor der Wahl stehen die…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

De Maizières harte Landung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
150 Jahre SPD: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Ja, die SPD wird wieder deutlich zulegen
32%
Nein, die SPD ist nicht mehr zeitgemäß
68%
Gesamtstimmen: 56
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang