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Weltbühne

Claus KleberSelbstdemontage eines Nachrichtenstars

Von Stefan Buchen21. März 2012
ZDF/Screenshot
Claus Kleber, Mahmud Ahmadinejad, Interview, Iran, ZDF
"Wir mögen Deutschland sehr. Wir mögen Sie sehr (Herr Kleber)." – na dann
Schrift:

Zum Jahreswechsel zeigen wir Ihnen noch einmal die erfolgreichsten Artikel aus dem Jahr 2012. Im März:

Er ist eine Nachrichtenikone und beliebter allabendlicher Welterklärer: Claus Kleber. Wie sich der ZDF-Mann von dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad in einem Fernsehinterview demütigen lässt. Ein Kommentar

Seite 1 von 3

Claus Kleber, Nachrichtenikone des ZDF und beliebter allabendlicher Welterklärer, ist zu Gast bei Mahmud Ahmadinejad, dem iranischen Präsidenten. Es wird ein langes Fernsehinterview vor der düsteren Kulisse von Kriegsgefahr und drohender atomarer Zerstörung. Der Zuschauer soll erfahren, „mit wem es die Welt zu tun hat“. Ahmadinejad redet persisch, ein Dolmetscher übersetzt simultan. Das Interview wird zu Nouruz, dem Persischen Neujahrsfest, ausgestrahlt. Das erwähnt Kleber zwar nicht, aber Ahmadinejad wünscht dem deutschen Volk „ein gutes neues Jahr“. Kleber sagt am Ende auf Arabisch „shukran“, Danke.

„Warum um alles in der Welt wird ein solcher Scoop bei ZDFinfo zwanzig Minuten nach Mitternacht versendet?“, fragt ein Rezensent im Internetportal meedia.de und meint, Klebers Interview mit Ahmadinejad hätte mehr als die 50.000 nächtlichen Fernsehzuschauer verdient. Schließlich sei das „knapp 45-minütige Gespräch journalistische Weltklasse“ und Kleber habe „die schwierige Aufgabe bravourös gemeistert“.

Aber vielleicht ist es ganz anders, als der Rezensent meint. Vielleicht hat Claus Kleber, der Vorzeigejournalist des Zweiten Deutschen Fernsehens, versagt, weil er Mahmud Ahmadinejad, „dem gefährlichsten Mann der Welt“, eine seltene und goldene Gelegenheit bot, sich zu profilieren. Und vielleicht haben die ZDF-Oberen geahnt, dass in diesem Interview etwas schief gelaufen ist und es deshalb schamhaft nach Mitternacht unter Ausschluss der Öffentlichkeit gesendet. Vielleicht haben sie irgendwo im Innersten gespürt, dass dieses dreiviertelstündige Gespräch mit dem iranischen Präsidenten eine journalistische Selbstdemontage war.

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Und vor noch einer Sache scheinen sich die ZDF-Verantwortlichen gefürchtet zu haben: dass der Staatsanwalt in Mainz anklopft und die öffentlich-rechtliche Anstalt wegen Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust anklagt. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass das Interview vorne und hinten eingerahmt wird von der Bemerkung des Off-Sprechers, dass Ahmadinejad in Sachen Holocaust Äußerungen von sich gegeben habe, die in Deutschland strafrechtlich relevant seien. Apologetisch fügt der Off-Sprecher hinzu, man habe sich entschlossen, diese Äußerungen zu senden, um zu zeigen, „wie Ahmadinejad tickt“.

Das Problem: wie Ahmadinejad tickt, wissen wir schon. Dass er den Massenmord an den Juden Europas leugnet und dem Westen vorwirft, den Holocaust als Vorwand zu benutzen, um die Existenz und die Regierungspolitik des Staates Israel zu rechtfertigen, ist für den interessierten Zuschauer nichts Neues. Viel erhellender und entlarvender ist das Interview hinsichtlich der Frage, wie Claus Kleber tickt.

Sicher, der Moderator des heute journals und ehemalige Washington-Korrespondent kann nichts dafür, dass er gegenüber Mahmud Ahmadinejad aussieht als habe John F. Kennedy vor einem unrasierten Landarbeiter lateinamerikanischer Herkunft Platz genommen. Aber dieses Bild verstärkt doch den alles überragenden Eindruck, dass Claus Kleber hier „den Westen“ repräsentiert. Die westliche Deutungshoheit. Die westliche Logik. Den westlichen Anspruch, vom Iran Rechenschaft über sein Atomprogramm zu verlangen und die westliche und israelische Anmaßung, zur Not einen unvermeidlichen, gerechten Präventivkrieg zu führen. 

Seite 2: Kaum hat das Interview begonnen, gibt Kleber den Faden aus der Hand

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Scholl Latour und Khomeini waren besser

Ich ziehe das Interview Scholl-Latours mit Ayatollah Khomeini auf dem Flug von Paris nach Teheran im Jahr 1979 diesem Interview vor. Bis heute ist Scholl-Latour ein fachkundiger und interessanter Nahostexperte. Kleber, den ich als Journalisten sehr achte hat sich, wie sich richtig sagen ("wie ein Anwalt Netanyahus") mit diesem Interview keinen Gefallen getan. Anstatt dreimal die sensationshaschende Frage nach der Bombe und einem Zugeständnis zu stellen wären andere Fragen interessanter gewesen.
UND: Mir reicht es langsam jedes Wort Ahmadinejads über Israel auf die Goldwaage gelegt zu bekommen! Hat nicht Avigdor Liebermann, Israels Aussenminister mal gesagt er würde am liebsten alle Araber im Meer versenken? Hat nicht Geerd Wilders den Koran mit "Mein Kampf" von Hitler verglichen? Warum, und das wird sich jeder Journalist und Poliiker im Westen anhören müssen, wird hier immer mit zweierlei Mass gemessen?
Sorry, aber Ahmadinejad hat Recht: "Warum?" - diese Fragen muss sich auch der Westen stellen lassen!!!

  • Antworten
Benjamin Jergens21.03.2012 | 10:37 Uhr

Kleber

Danke, alles GOLDRICHTIG!
Untereschied: ich schätze Kleber wenig... Er arbeitet sehr oberflächlich, ist wenig informiert und ist HYPER PARTEIISCH. Fast wie ein Spin Doctor...

  • Antworten
D. J. Fredy21.03.2012 | 12:08 Uhr

Vergleich

Ist der Koran in seiner 1400jährigen Wirkung nicht um einiges fürchterlicher als Hitlers "Mein Kampf"? Ist ein Vergleich nicht eine Beschönigung des Koran?

  • Antworten
Michael Genniges21.03.2012 | 16:36 Uhr

Lieber Herr Genniges,

wenn Sie schon über die "Wirkung" religiöser Schriften sich auslassen müssen, sollten Sie die "Heilige Schrift" nicht auslassen. Oder sollte Ihnen nicht gegenwärtig sein, dass im Namen der Bibel blutige Kreuzzüge im Nahen Osten, grausige Massenmorde in der "Neuen Welt" und "Hexenverbrennungen" in Europa stattgefunden haben. Aber ob man all diese Scheusslichkeiten nicht vielleicht doch auch noch mit den 20 Millionen Opfern des 2. Weltkrieges, der ja nun unbestritten eine Folge von "Mein Kampf" war, vergleichen sollte .... und was würde dann beschönigt?

  • Antworten
ingwersen21.03.2012 | 17:58 Uhr

Michael Genniges, kommt man

Michael Genniges, kommt man sich nicht dumm vor als Hasbaratroll diese albere Propaganda zu verbreiten? :-))

  • Antworten
ZioWolf22.03.2012 | 00:45 Uhr

Claus Kleber handelt richtig!

Kleber reagiert zu recht vorsichtig, schaut Euch die Realität an, wie ein Weltimperator und seine Vassalen Konflikte mit militärischen Mitteln lösen. Seht Euch nur den Frieder Wagner Film Uranmunition- Todesstaub an. Verseuchung mit einer grauenhaften Dauerwirkung.
Lest in der Rheinischen Zeitung oder im Schweizmagazin den Artikel: „ So grausam war Gaddafi“ und dann fangt an eigenständig zu denken.
Bis neulich!
Herzlichst Uwe E. Mertens

  • Antworten
Uwe E. Mertens22.03.2012 | 10:09 Uhr

eigenständig denken?

@Uwe E. Mertens: Wenn der Iran im Interview mit militärischen Mitteln erpresst worden wäre, wär dass nicht gerade sachdienlich für den Iran gewesen, meinen Sie nicht? - Der Iran verschiest keine Uranmunition, das ist tut bisher immer nur die USA! Auch wenn ich nicht bestreite, dass der Iran Innenpolitische Probleme hat, Die atomare Gefahr geht nicht vom Iran, viel mehr von Israel aus. Die angesprochenen 250 Atomwaffen in Israel gibts tatsächlich - In anbetracht, wie das Israelische Regim mit den Säbeln rasselt, wird mir Angst und Bange. Beim Iran mach ich mir keine Sorgen.

  • Antworten
heroldini23.03.2012 | 17:21 Uhr

Gute Anmerkung

Ja warum wird mit zweierlei Mass gemessen? Vielleicht möchte sich A. / der Iran einfach nur auf Augenhöhe behandelt wissen.

  • Antworten
Ted22.03.2012 | 15:49 Uhr

Eine vertane Chance

Claus Kleber hatte keine Chance in diesem Interview. Er musste die falschen Fragen stellen, weil er von vornherein der Anmaßung der Vernunft verfiel, er wisse was das Richtige und damit Gute sei, nämlich das westliche. Er erkannte nicht, dass es für beide Seiten nicht die universelle Konstante gibt, nach denen man sich ausrichten könne.

Selbst die Ethik der Menschenrechte hängt im Ergebnis von der westlichen Fragestellung ab. Folglich ist der Dualismus zwischen Orient und Okzident ungleichgewichtet. Noch immer ist es der Westen, der dem Osten einen geringeren Wert zuspricht. Dies wird deutlich in dem er ständig den Versuch unternimmt durch seine Sitten und Gebräuche im Osten eine Art Herrschaftssystem aufzubauen. Diesen Dualismus hätte Claus Kleber im Gespräch stärker in den Mittelpunkt stellen sollen.

So kam es so wie es kommen musste! Der sympathische Claus Kleber und der Fanatiker Ahmadinejad tauschten beide lediglich ihre Exklusivwahrheiten aus. Claus Kleber indem in einer artigen Rethorik den westlichen Forderungskatalog aufblätterte und Ahmadinejad in dem er westliche Sündenfälle aufzählte. Das konnte nicht gut gehen. Zum Schluss gehörte Ahmadinejad die Bühne. Schade! Dass Gespräch hätte ein ergebnisoffenes, zukunftsorientiertes sein können.

  • Antworten
Heinz Pelzer21.03.2012 | 11:22 Uhr

Kleber

a) Kleber als Nachrichten Star? ja klar wenn Kapazitäten fehlen wird der Einäugige König im Land der Blinden. Kleber ist, wenn man Vergleiche heranzieht ein unterer Schnitt Mann. (sehr wenig informiert)

b) Ahmadinejad & Co. bzw. viele andere Macht-Iraner werden von den hyper überheblichen und minderinformierten Europäern vollkommen unterschätzt, einseitig beurteilt bzw. verkannt... die Folgen werden nicht schön sein.

  • Antworten
D. J. Fredy21.03.2012 | 12:03 Uhr

Pandorahs Box

Als Atommächte gelten die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich und die Volksrepublik China, ferner Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea. Es gibt also keinen objektiven Grund diesen Status ausgerechnet dem Iran zu verwehren, der bis auf ein wenig Terrorismus als islamische Republik noch keinen Krieg vom Zaun gebrochen hat. Pandorahs Box is open. Ich bin ja sehr für die Abschaffung von Atomwaffen, jedoch sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass Gesetze für alle gelten müssen. Eine atomare Bewaffnung des Irans ist keine Frage der Legitimität, sondern eine Frage des politischen Willens und real existierender Machtverhältnisse. Man sollte so ehrlich sein und dazu stehen. Auch ich bin gegen eine atomare Bewaffnung des Irans, aber die Stigmatisierung dieses Landes bringt uns einer politischen Lösung nicht näher, sondern schafft nur die Voraussetzung für einen Präventivschlag. Angesichts der Drohungen gegenüber Israel halte ich den für legitim. Es ist jedoch keine Frage der Gerechtigkeit, sondern der Sicherheit des Westens, der bereits im letzten Irakkrieg gezeigt hat, dass seine Bedrohungsanalysen manchmal fragwürdig sind.

  • Antworten
Christoph Kuhlmann21.03.2012 | 12:48 Uhr

Pandorahs Box...

Zitat: "Angesichts der Drohungen gegenüber Israel halte ich den für legitim"

Ich glaub mich trifft das Pferd!

...und genau da werde ich nicht müde immer wieder zu betonen: Die "Verbraucher & das Fußvolk" im Westen kennen Iran N I C H T!
Iran hat seit fast 250 Jahren keine Angriffskriege geführt!!! Definitiv nicht. Welches Land kann das von sich behaupten? USA? D? F? UK?

Bitte lasst die Kirche im Dorf. Wenn mann die scharf gezeilten Propagndaanteile geg. Iran abzieht bleibt ein Häufchen Harmlosigkeit über. Ziel des Westens ist: Iran & Co. sollen "dort" bleiben wo sie sind (besser; waren) damit der Wesren seine Güter VERKAUFEN kann...
ja wir wissen was passieren wird wenn der Westen nicht mehr exportieren kann. Die Krise in Europa hat es gezeigt... Europas Wirtschaft würde zugrunde gehen wenn EU-Autos nicht exportiert werden würden. Iran hat 2011 über 1,200.000 Fahrzeuge gebaut und das gehört verboten, bald folgen Ägypten, et cetera.

  • Antworten
D. J. Fredy21.03.2012 | 14:03 Uhr

Kein Angriffskrieg?

Ach, was sind die Unterstützung der Hisbollah und der Hamas anders als Angriffskriege und der längst in Realität betriebene Versuch, Israel und mit ihm die Juden zu vernichten?

  • Antworten
Michael Genniges21.03.2012 | 16:39 Uhr

wer droht hier wem?

<<Präventivschlag. Angesichts der Drohungen gegenüber Israel halte ich den für legitim.">>

"Kriegsdrohungen" sehe ich bis jetzt vor allem vom Westen, und besonders Israel. Was legitimiert hier wen?

Ob das iranische Atomprogramm friedlich (warum dann verwehren) ist, oder nicht (keinerlei Beweise) - treiben nicht gerade die laufenden Kriegsdrohungen den Iran in eine Zwickmühle?

Die meisten Experten für Militär-/Geostrategie sind sich einig - Grund für die indisch/pakistanische Nuklear-Aufrüstung waren vor allem <i>Bush's Kriege!</i> - nie wurde der Welt deutlicher vorgeführt: im Zweifel helfen weder UNO noch Völkerrecht - nur eigene Stärke!

Statt den Iran beim Aufbau eines <i>friedlichen</i> Atomprogramms zu unterstützen (wie alle andern Schwellenländer auch), und so gewisse Kontrolle zu erlangen - treibt man den Iran durch laufendes Säbelgerassel doch geradezu zur Bombe! Wie sollte er sich auch anders gegen amerikanische Übermacht schützen?

  • Antworten
garfield02.04.2012 | 10:59 Uhr

Brilliant geschrieben.

Brilliant geschrieben. Shukran ;)

  • Antworten
DonaldDuck21.03.2012 | 13:06 Uhr

Diktator

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war eine Bedingung für dieses Interview, dass keine Fragen zur Innenpolitik gestellt werden dürfen. Das wäre typisch für einen Diktator. Allerdings stellt sich dann die Frage, warum das ZDF nicht darauf hingewiesen hat.

  • Antworten
Gunter Voigt21.03.2012 | 13:55 Uhr

Es ist mir schleierhaft

warum man diesen gefaehrlichen Irren immer wieder Gelegenheit gibt seine Abscheulichkeiten an die Öffentlichkeit zu bringen.Er sagt doch immer das Gleiche,glaubt ihm endlich!

  • Antworten
Karin Bryant21.03.2012 | 14:14 Uhr

Achmadineschad

Ein Krieg gegen Iran ist vermeidbar. Wer ihn vermeiden will, muß miteinander reden. Dazu sollten die Führer der großen Mächte bereit sein. Achmadinedschads Macht erodiert. Kriegsdrohungen halten ihn im Spiel.
Die Star-Diskussion ist dagegen so albern wie das Teufels-Getue um Achmadinedschad. Kleber ist Journalist, er hat kritische Fragen für das Nachrichtenfernsehen zu stellen. Ein Streitgespräch ist ein journalistisches Interview mit dem Präsidenten des Iran nicht.

Bei allen Unzulänglichkeiten bleibt dem Publikum dieser Eindruck aus erster Hand. Da teile ich die Bewertungen der Qualitätspresse. Herrn Buchen ist zu wünschen, dass er vielleicht selbst einmal ein paar Reihen nach vorne rückt, um es dann besser zu machen.
A.Mogger

  • Antworten
Arthur Mogger21.03.2012 | 15:25 Uhr

Kleber klebrig

Herr Kleber ist systemrelevanter ZDF Mann mit der sicheren Gewissheit, dass er per zwangsverpflichteter Zuschauer oder Nichtzuschauer eine Gage (mit Nebenbeschäftigungen) weit höher als der Bundespräsident geniesst. Es gibt bei systemrelevanten Journalisten überhaupt keinen Grund den Gegenüber mit sachkundigen kritischen Fragen zu verschrecken. Das wird von "Qualitätsjournalisten" schon seit den 90er Jahren nicht mehr geleistet.

  • Antworten
Blind Eye21.03.2012 | 16:23 Uhr

Unabhängigkeit

Ör "Journalisten" gehen den Versorgungsweg. Es ist eine brutale Überforderung von ihnen kritische Fragen zu verlangen. Das lässt sich innenpolitisch gut beobachten. Verfilzung, Korruption, Verschwendung im öffentlichen Sektor werden nicht von ör "Journalisten" aufgedeckt!

  • Antworten
Gretchenfrage26.12.2012 | 13:02 Uhr

hervorragender Artikel

so schlecht vorbereitet...immerhin fast so gut wie Antonia Rados 2010 nur die verabschiedet sich wenigstens auf farsi.

  • Antworten
onsen21.03.2012 | 16:25 Uhr

Israel den Boden gleich machen/ aus der Landkarte löschen

Ich finde es sehr traurig das Kleber darüber nicht aufgeklärt ist, dass dieses Zitat von Ahmedinejad ("wipe of the map") schon längst wiederlegt wurde. Und trotzdem hat er es verwendet.....

  • Antworten
Deserteur21.03.2012 | 17:02 Uhr

Kleber Interview

Guter Beitrag. Aber Kleber und Nachrichtenstar? Was soll denn diese ironische Wortschöpfung nur bewirken??? Danke für die Kritik.

  • Antworten
rehse21.03.2012 | 17:48 Uhr

Holocaustleugnung frei durch Kleber erfunden

Das wichtigste am vollständigen Interview Klebers ist, dass der iranische Präsident den Holocaust überhaupt nicht geleugnet hat, Kleber diese Behauptung durch Schnitttechnik für die Kurzfassung selbst zusammengeklebt hat.
Wie aber kommt es, dass fast alle Gazetten in der BRD die Meldungen des ZDF über den behaupteten Inhalt des Interviews vorab verbreiteten, also bevor es im Fernsehen und im Internet in voller Länge zu sehen war?

Ahmadinedschad bezeichnete „Israel“ aufgrund der Nachfragen von Kleber als Produkt eines kolonialen Projekts, bei der eine frühere Herrschaft „Israels“ in Palästina, also eine Lüge gebraucht worden sei.
Herr Klebers Frage war, ob er Israel für einen künstlichen Staat halte. Kleber hat überhaupt nicht nach dem Holocaust gefragt.
Ausdrücklich und unüberhörbar fragte Ahmadinedschad, welche Schuld die „jungen“ Deutschen hätten, die vor 70 Jahren nicht geboren gewesen waren, welche Schuld sollte Ahmadinedschad gemeint haben?

  • Antworten
Ignaz Q.21.03.2012 | 18:42 Uhr

Kleber haette sich Interviews

Kleber haette sich Interviews mit Charlie Rose, Christiane Amanpour, sogar Larry Kind ansehen sollen. Die sind auch alle genervt von Ahmadinejads Logorrhoe. Aber die stellen wenigstens ein paar Fragen. So machte er einen Eindruck wie damals Guido Westerwelle, der missbraucht wurde, um die beiden Hanseln von der Bildzeitung freizukaufen. Das bisher duemmste Interview mit Ahmadinejad. Hat man vom ZDF was anderes erwartet?

  • Antworten
Fahad21.03.2012 | 19:40 Uhr

Selbstdemontage eines Nachrichtenstars

Mein Kommentar zu Claus Kleber:

Zu emphatisch, unrealistisch, selbstüberschätzend, neigt zu theatralischen Äußerungen und Pathos.
Claus Kleber und die, welche ihn zu Mahmud Ahmadinejad reisen ließen, sollen sich an das erinnern, was er Herr Klebe ist: Journalist, Nachrichtensprecher. Er ist weder Präsidentenkritiker, noch vertritt er die Deutschen oder Europa.
Herr Kleber ist dem Wahn verfallen, wesentlicher Teil der "Vierten Gewalt" im Staate zu sein. Das ist er aber nicht, schon weil es eine solche nicht gibt, auch nicht in Form der Medien.
Zur seiner Entschuldigung sei angemerkt, dass er und die meisten Bürger den Art. 5 Abs. 1 GG nicht verstanden haben, denn: Demgemäß hat jeder das Recht seine Meinung in Wort, Schrift und Bild zu äußern und zu verbreiten. "Jeder" bedeutet "jederman", also z. B. der Wurstverkäufer, wie auch der Journalist. Das Wort "jeder" schließt niemanden aus und lässt auch keine Ergänzung zu.
Eine eigene "Pressefreiheit" gibt es im GG nicht. Die bloße Erwähnung des Begriffs "Pressefreiheit" schafft keinen eigenen Artikel im Artikel 5 Abs. 1 GG. Eine "Extrawurst" wurde für Journalisten im GG nicht "gebraten", auch nicht für Herrn Kleber.
Und da dies alles (auch) von Herrn Kleber nicht verstanden wird, sind Selbstüberschätzungen unvermeidlich.

Mit freundlichem Gruß

Bert Steffens
Freier Philosoph

  • Antworten
_Bert Steffens21.03.2012 | 20:17 Uhr

"Eine eigene "Pressefreiheit"

"Eine eigene "Pressefreiheit" im Grundgesetz gibt es nicht." ?!

Bitte Art.5 Abs.1 Satz 2 lesen...

Gruß Gabriel

  • Antworten
Gabriel Rixecker22.03.2012 | 11:52 Uhr

Dank an Ahmadinedschad

Präsident Ahmadinedschad erwies sich in diesem Gespräch als ein hervorragender, des Denkens und Argumentierend fähiger Staatsmann, wie die Welt nur wenige kennt. Sicher mögen manche Argumente der westlichen, kriegsbereiten Welt nicht gefallen haben. Doch es sind Fakten, die uns durch dieses Gespräch nahegebracht worden sind. Wer ist denn die kriegsgeile Atommacht im Nahen Osten? Mit Sicherheit nicht der Iran. Wer umstellt dieses traditionsreiche Land mit Waffensystemen aller Art? Wer greift zu den Frieden zerstörenden Sanktionen? Wieso lassen wir in Europa uns von USA und Israel abhängig machen, gegen unsere eigentlichen Interessen? Auf solche und ähnliche Fragen führte uns Ahmadinedschad in diesem Interview. Dafür vielen Dank.

  • Antworten
Hans Schwinger21.03.2012 | 20:28 Uhr

Fragen wie von einem Regierungsvertreter

Mir fällt schon seit etwa 2 Jahren auf, dass die öffentlich-rechtlichen Nachrichten-Sender ein Goodwill-Programm für unsere Regierung liefern. Selbst RTL berichtet kritischer...und bei diesem Interview fragte ich mich ständig, ob Herr Kleber ein Recht hätte als "ernannter/gewählter" Vertreter unseres Landes aufzutreten - genau so hat er sich nämlich verhalten. Leider hat der Regierungschef des Iran irgendwo Recht, wenn er gleiches Recht für Alle fordert - und das wird bei den Palästinensern leider nicht respektiert. Dass der Iran auch jederzeit Atomwaffen kaufen könnte...darauf kommt wohl auch niemand. Mir hat schon nach 2 Minuten ein Scholl-Latour gefehlt, der die arabische Kultur respektiert und nicht meint diese Länder belehren zu dürfen. Das mehrmalige Wiederholen von Fragen wie das Zeigen/Besuchen lassen aller Atomanlagen war einfach nur öde. Was zeichnet uns als fordernde, belehrende Nation aus - unsere Rüstungsexporte, unser Rassismus, unsere Feigheit dagegen vor zugehen, oder die vielen Kinder, die wir in unserer Gesellschaft verkommen lassen? Wir haben genügend eigene Probleme, da sollten wir nicht bei anderen den Lehrer spielen.

  • Antworten
Brigitte21.03.2012 | 20:41 Uhr

Wie kann sich Kleber

selbst demontieren, da war noch nie etwas außer Parteinahme und mangelnder Informiertheit.
Weshalb man dem Iran vorenthalten will, was man anderen zugesteht ist auch erklärungsbedürftig. Als Beispiele nenne ich nur Pakistan, Saudi-Arabien und Bahrein.
Weshalb man noch auf Syrien draufhaut ist auch schwer zu verstehen, immerhin ist Assad verhandlungsbereit, hat große Bevölkerungsteile hinter sich und ist ein Stabilisierungsfaktor in der Region. Hier sollte man sich vielleicht auch einmal die Ansichten von Scholl-Latour und Todenhöfer anhören. Im letzten ZDF-nachtstudio trafen diese ebenfalls auf einen einfältigen, voreingenommenen und unvorbereiteten Moderator (Panzer). Wäre dies "nur" ein ZDF-Problem könnten man vlt. darüber hinwegsehen. Allerdings trifft dies auf die meisten Medien zu und trägt Züge von Volksverdummung!

  • Antworten
pengertz21.03.2012 | 20:43 Uhr

Welches Interview wurde von

Welches Interview wurde von dem Kommentator gesehen? Und von Syrien behaupten Assad würde wild um sich schießen und dann die vom Westen ausgestatteten Rebellen verschweigen.
Kleber will Menschenrechte vom Iran fordern und hier werden Meinungen unter Strafe gestellt, obwohl wir hier freie Meinungsfreiheit haben. Libyen war das pro Kopf gesehen reichste Land in Afrika und ich meine bei pro Kopf jeder Mensch dort hatte viel mehr als Menschen in vergleichbaren Länder in Afrika und was ist jetzt? Alles kaputt nur weil Ghadaffi den Gold Dinar anstatt den Petro Dollar einführen wollte. Und in Syrien (neben dem Iran) ist die letzte Nichtmarionette des Westens, die ein Dorn im Auge des Westens ist.
Man kann sich nur von Massenmedien weiter bilden, dann sollte man aber das Interview zweimal dreimal oder sogar fünf Mal ansehen bevor man es kommentiert.
Titanic das Magazin hat es heute auf den Punkt gebracht.

http://www.titanic-magazin.de/

  • Antworten
Never2Much21.03.2012 | 20:55 Uhr

Doppelmoral und Inkompetenz

ist leider nicht nur ein Kleber-Problem, sondern auch das der Cicero-Redaktion. Hinweise auf die gewaltsame Niederschlagung der Wahlen vor 3 Jahren wären nett, wenn sie nicht ad hoc mit der Abschaffung des Rechtsstaates durch die USA in Guantanamo Bay beantwortet werden könnten. Dazu kommen Schlagworte wie Bagram, Abu Ghuraib oder anderer amerikanischer Foltergefängnisse. Hinweise auf das berüchtigte iranische Foltergefängnis "Evin" greifen mittlerweile also ins Leere. Die Menschenrechts-Karte ist also nicht nur im Bezug auf das Thema irrelevant, sondern ohnehin ausgespielt, bevor man sie in die Hand nimmt. Kleber kann auch nichts daran ändern, dass der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hat, und Israel nicht. Kleber kann es leider auch nicht verschleiern, dass es der Iran ist, der von Militärbasen einer Nation umzingelt ist, die vor illegalen Angriffskriegen nicht zurückschreckt und keinerlei Skrupel hat mal en passant 100 000 Iraker abzuschlachten. Zum Glück hat er nicht das Wort Massenvernichtungswaffen in den Mund genommen. Ein Hinweis auf die 200 000 vom Irak auch durch deutsches Giftgas-Equipment getöteten Iraner wäre ihm sicher gewesen. Daher ist dieser altkluge Duktus in diesem Artikel einfach nur absurd. Kleber hätte nichts retten können, er kann die Realität nicht in ihr Gegenteil verkehren. Und es ist zu offensichtlich zwecklos, es trotzdem weiterhin zu versuchen, also ersparen Sie Ihren Lesern diesen Müll. Ahmadinejad hat übrigens nicht die "Vernichtung Israels" gefordert, sondern ein Ende des Apartheidregimes im aus seiner Sicht besetzten Palästina, genau wie in Afrika. Das ist nichts Anderes als die Forderung der UN, nur anders formuliert. Ich bitte um etwas mehr Mut zur Kompetenz, langfristig zahlt sich so etwas aus. Danke heißt auf Persisch übrigens "taschakkor", oder "mamnoon", oder im Teheran-Slang: "Merci". Diesen Fehler kann man Kleber anlasten. Mehr nicht.

  • Antworten
Norman21.03.2012 | 21:12 Uhr

Das ist wahrlich ein

Das ist wahrlich ein objektiver Kommentar - ein wahrer Segen im Dschungel der vorherrschenden Doppelmoral in den Medien, der Politik und unter den Konsumenten derer Meinungen. Wer fordert, sollte sich gleichzeitig auch an seine eigene Nase fassen. So wird nämlich deutlich, dass es bei der Iran-Frage nicht um Menschenrechte geht. Diese sind nur die blumig verzierte Attrappe, hinter der eine andere Kraft steckt, die etwas anderes als Menschenrechte fordert. Vielleicht fordert sie die eigene Sicherheit, vielleicht auch nur einen Stück von irgendeinem Kuchen. Hier gilt es anzusetzen und die Diskussion zu beginnen und nicht bei den Menschenrechten. Die sind nämlich - realitätsnah und pragmatisch formuliert - nahezu irrelevant in der Weltpolitik.

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Klaus Bellmond31.03.2012 | 11:54 Uhr

Claus Kleber / Irans Präsident (Interview)

Ich finde das Claus Klebers Interview des iranischen Präsidenten sehr gut und sehr informativ ist! Auch ist der journalistische Charakter als `Interview´ sehr klar- (Es war ja keine Diskussionsrunde oder ein rhetorisches Gewinnspiel). Herr Kleber hat seinem Gegenüber alle wesentlichen und wichtigen Statements entlockt- die dem westlichen Verständnis Irans dienlich sind. Ausserdem hatte Herr Kleber nur ein Mandat als interviewender deutscher Journalist!
Erschreckend ist das `religiös verwässerte´ Geschichtsverständnis des iranischen Präsidenten: seine Unfähigkeit den zweiten Weltkrieg und all die `Genozide´ die im Feld des zweiten Weltkriegs stattfanden, als Resultat faschistischer Ideologien zu erkennen.
Ich meine das Herr C.K. `gut gearbeitet´ hat!
Der iranische Präsident hat sich `sichtbar´ gemacht als Mensch fernab
jeglicher säkulärer Aufklärungskultur im Sinne globalen Friedens.
Die islamische Republik Iran ist mindestens genauso gefährlich wie andere Republiken anderer religiöser Färbung! Allein weil Hass und Angst und daraus resultierende Kriegsbereitschaft primär historischen religiösen und ideologischen Dogmata entspringen !

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Otto Müller21.03.2012 | 22:58 Uhr

Erschreckend ist das `religiös verwässerte´ Geschichtsverständni

Wieso sollten sich die Iraner für die Holocaustreligion interessieren.??
Auch in Südamerika, Afrika und sonstigem Asien, weiss kaum ein Mensch irgend etwas über den Holocaust. Auch Hitler wird nicht unbedingt als der Bösewicht dargestellt, wie ihn die westlichen Obergurus gern dargestellt haben möchten.

Noch eine Frage: Wieviel wissen Sie über persisch-asiatische oder südamerikanische Geschichte..? Wahrscheinlich nicht besonders viel.!

Der angebliche Holocaust an den Juden, ist nun einmal eine rein europäische Geschichte, die grosse Mehrheit aussereuropäischer Menschen hat damit eben gar nichts zu tun ausser, es fragen sich natürlich einige, wieso die Palästinenser den Preis für den angeblichen deutschen Völkermord an den Juden bezahlen müssen.

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dragao26.03.2012 | 02:40 Uhr

Brav und blöd.

Eine kluge Analyse dieses merkwürdigen Interviews. Ist Kleber eigentlich klar, daß er sich instrumentalisieren ließ? Wahrscheinlich ist er sogar noch stolz darauf, von diesem Tyrannen eingeladen worden zu sein, nach dem Motto "Die Welt schaut auf Kleber." Nein danke, es reicht. Hoffentlich machen Israel und die USA bald ihren Job.

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Realist21.03.2012 | 23:26 Uhr

Ich bin schockiert über das

Ich bin schockiert über das geringe Publikum! Im deutschen Fernsehen und generell in allen Medien muss man sich heute wirklich sehr stark bemühen Interviews sehen zu können. Angela Merkel im TV - ein Fernsehsprecher erzählt was sie gesagt hat! Der Bundestag - kann auf der Website verfolgt werden, wird aber nicht im Fernsehen ausgestrahlt, zumindest nicht in voller Länge und dann auch nur Zitate. Das ist, als hätte man Ahmadinejad nur: "Wir lieben die Deutschen" sagen gehört.
Ein grundlegendes Problem im Orient, der die Pforten für Terrorismus legt, ist fehlende Bildung. Frei nach dem Axiom: „Wer nichts weiß, der muss alles glauben.“

In Deutschland gibt es ein besseres System, es gibt jedes Mal einen Trommelwirbel wenn man von unserer Pressefreiheit spricht. Die Frage die ich mir stets stellen muss ist aber, was in einem Artikel nicht geschrieben steht, welche Position bezieht der Autor und wem nützt der Artikel.

Die EU wird bereits als Postdemokratisch bezeichnet. Ein Herr Schäuble würde gerne unsere Grundgesetze ändern um seine Schäfchen im Zaum zu behalten. In Oslo gab es zwei Anschläge. Wer schreit als Erster nach dem Datenvorratsspeicher und wer plädiert für mehr Demokratie und Offenheit?

Besser sind wir nicht, wir sind geschickter.

Nun könnte ich hier nun laut schreien, Herr Kleber hat die falschen Fragen gestellt und ist ein Journalist, der dem iranischen Präsidenten nicht gewachsen ist. Ich könnte mich aber auch fragen, ob das wirklich seine Fragen waren. Ein Mann sitzt vor dem iranischen Präsidenten und vertritt das deutsche Volk, glauben Sie alle ernsthaft da hätte außer Herrn Kleber, niemand die Finger im Spiel gehabt? Glauben Sie, man könnte im Orient mit Politiker so umgehen wie in Deutschland?

Einzig allein die Plattform hätte ihm nicht geboten werden dürfen.

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Kozo21.03.2012 | 23:38 Uhr

der arme uninformierte kleber

der arme uninformierte kleber claus wird etwas zu heftig geschunden. er hat keine fragen zur innenpolitik gestellt weil nicht mal informierte experten richtig verstehen was dort vor sich geht.zur grünen bewegung und der erschossenen neda hat er nichts gefragt weil er dann doch informiert war und wusste dass damals auch ein dubioser botschaftsmitarbeiter der brd bei den demos verhaftet wurde....ahmadi noch president ist und sich nie zur opposition geäußert hat sondern sich gegen kamenei wendete "naja mehr oder weniger".......
kleber war zwar nicht gut aber dass ahmadinejad gute argumente hatte liegt nicht an kleber claus´ fähigkeiten

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johanna22.03.2012 | 00:26 Uhr

Peinlich

Claus Klebers Versuch, dem Präsidenten irgendwelche (welche?) Zugeständnisse abzuringen, war lächerlich. Die Interview-Führung (das ständige ins Wort fallen) unprofessionell. Die Fragen einseitig darauf ausgerichtet, Ahmadinedschad als die Ausgeburt des Bösen vorzuführen oder ihm wenigstens die Holocaust-Leugnung zu entlocken. (Ging größtenteils nach hinten los, und wer kann schon die Übersetzung in Bezug auf den Holocaust im Detail prüfen ...) Und dann noch seine Anmaßung, im Namen des deutschen Volkes zu sprechen. Ahmadinedschad hat recht: Machen Sie doch eine Umfrage, wie das deutsche Volk über die Lügenpropaganda hinsichtlich des Irans denkt. Claus Kleber hat sich als verbohrte Marionette im Propaganda-Auftrag der Kriegstreiber selbst entlarvt. Deshalb kam das Interview auch so spät, sonst würde noch mehr Menschen ein Licht aufgehen. Selbst einige Privatsender sind da längst weiter: Sie weisen darauf hin, dass alle westlichen Geheimdienste (inklusive Mossad) der Meinung sind, dass Iran derzeit kein Atomwaffenprogramm verfolgt. Und dass eine deutsche Beteiligung an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das Grundgesetz verstoßen würde. Selbst wenn solche Verstöße aufgrund ihrer gegenwärtigen Häufung (ESM usw.) schon fast salonfähig geworden sind, bedeutet dies noch lange nicht, dass dies der richtige Weg für unser Land ist.

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Bert von Wigeln22.03.2012 | 00:37 Uhr

Bumerang

So kann's gehen. Eben noch fühlte sich Kleber als strahlender Ritter der Wahrheit, Gutheit und Schönheit, da stürzt er schon vom hohen Ross.
Die Frage, die der Cicero-Artikel allerdings nicht zu stellen wagt:
Scheiterte Kleber nur aus rhetorischer oder auch aus inhaltlicher Schwäche seiner Position?

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Hans Meyer22.03.2012 | 01:20 Uhr

Der Irre und das Großmaul

Der Herr Ahmadinedschad ist Professor. Und es haben sich schon einige Fernsehhelden an ihm versucht. Gerade auch in den USA. And the winner was always ...

Das der Präsident des Irans sich einem Deutschen stellt, der im öffentlich, rechtlichen Fernsehen Terror und Massenmord durch den Mossad als Friedenstaten rechtfertig, ist wirklich bemerkenswert.

Vielleicht haben die Berater des Präsidenten aber auch nur dieses Heute Journal verpasst.

Dass in einem angeblichen Qualitätsjournal derartige primitive Beleidigungen gegen den Präsidenten des Irans gedruckt werden, demontiert das Journal und nicht den Präsidenten.

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Piwi22.03.2012 | 01:57 Uhr

Beim Lesen des Artikels und

Beim Lesen des Artikels und der Kommentare kommen mir unsere beiden Politik-Stars Willi Brandt und Egon Bahr in den Sinn. Wenn die beiden nicht die Nerven und den Mut gehabt hätten, in Moskau oder Ost-Berlin ernsthaft und auf Augenhöhe zu verhandeln, hätten wir wir heute keine Deutsche Einheit und Gorbatschow hätte in Moskau keine Chance gehabt ...

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Walter Thomann22.03.2012 | 04:44 Uhr

Claus Kleber hat versagt die Lügen des Westens besser zu verteid

Claus Kleber hat versagt die Lügen des Westens besser zu verteidigen.

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JFK22.03.2012 | 08:58 Uhr

Intervie von Claus Kleber und Irans Präsidenten

Unabhängig von der Hilflosigkeit von C.K. zeigt doch dieser Artikel über dieses Interview, wie hochnäsig und arrogant der Westen daher kommt, wenn er mit Vertretern des Islams spricht oder verhandelt. Warum gibt man in Kenntnis der Unstände einem solchen Mann eine solche Plattform, was haben wir denn erwartet? Die Dummheit des Westens im Zusammenhang mit dem islamischen Ländern ist grenzenlos und offebsr gewollt. Wir sollten uns nicht vor einen solchen Karren spannen lassen. Egal, wie A. tickt, er ist nur ein kleines Rädchen und wir sollten vor unserer eigenen Haustür kehren und C.K. in Deutschland lassen, der war völlig überfordert. Das kann man ihm aber nficht anlasten.

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Barbara Jencik22.03.2012 | 12:04 Uhr

Verblüffendes

Erstaunlich, wie viel Furor sich selbst in diesem Forum entlädt, wenn es darum geht, ein mörderisches Regime wie das Iranische zu verteidigen. Möglicherweise hat die deutsche Seele doch eine tief verborgene Sehnsucht nach brutalen Diktaturen.

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Astgfl22.03.2012 | 13:30 Uhr

"Verblüffendes" (Astgfl)

Diese "verborgene Sehnsucht nach brutalen Diktaturen in der deutschen Seele" ist auch mir in den letzten Jahrzehnten immer wieder als sehr unangenehm aufgefallen.
So werden viele Deutsche den Amerikanern und anderen westlichen Alliierten wohl nie verzeihen, uns die Demokratie aufgezwungen zu haben.
Wir Deutsche haben ja auch lange genug mit schlimmen Verlusten an Menschen und Städten gegen dieses Geschenk der Freiheit gekämpft.
"Der 8.Mai 1945 (Kapitulation und Kriegsende) war für mich der Tag der Befreiung." (Bundespräsident von Weizsäcker)

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Dieter an der Heiden26.03.2012 | 09:38 Uhr

Diese Überschrift, dieser

Diese Überschrift, dieser Tenor im Zusammenhang mit einem so ernsten Thema macht wieder mal sehr deutlich, was passiert, wenn die Kinder das Leben von Bugs Bunny lernen.

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Sandi22.03.2012 | 13:35 Uhr

Ich habe etwas nicht

Ich habe etwas nicht verstanden: Welche der im (langen) Interview gemachte Bemerkung von A. zum Holocaust soll eigentlich strafrechtlich relevant in Deutschland sein? Kann mich hier jemand aufklären? Ich glaube, hier irrt Kleber gewaltig, und das würde doch sehr viel über seine Voreingenommenheit aussagen.

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Keller22.03.2012 | 15:04 Uhr

Kleber-Interview

Der arme Kleber: Er muß mit dem § 130 im Kopf fragen und argumentieren. Ahmadinedschad braucht die BRD-Gesinnung-Polizei nicht zu fürchten. Das ist sein Vorteil, Klebers Nachteil. Und "Cicero" sollte wissen: Si tacuisses, philosophus mansisses.(Mund gehalten, Philosph geblieben). Muß diese "Kultur"-Postille diese widerliche Geschichts-Heuchelei mittragen, die außerhalb der deutschspachigen Länder nur noch Kopschütteln hervorruft?

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Denk-Mal-Schutz22.03.2012 | 17:57 Uhr

PERSISCHER GOLF!

Der Artikel ist sehr schlecht und bekräftigt nur das AN Recht hat. Vielmehr stört mich an diesem Artikel das sie nicht den Term, der von der UN auch gefordert wird, PERSISCHEN GOLF zu benutzen und nur südlich des Golf schreiben! Das zeigt doch wie respektlos und unverschämt ihr Artikel und ihre Sichtweise ist. Wenn Sie Respekt hätten, so wie das iranische Volk die Deutschen lieben, würden Sie diesen Artikel korrigieren, einen Zusatz schreiben, das Sie sich für den falschen Term entschuldigen und das sie es natürlich verstehen können das die Meeresenge Persischer Golf heisst, und nicht einfach Golf. Vielleicht sollte der Iran den Persischen Golf wirklich schließen um darauf aufmerksam zu machen wer Herr der Lage ist und wie dieser "Body of Water" wirklich heisst. Vielleicht erreicht man ja so den Respekt für die korrekte Verwendung der Terminologie der Meeresenge. Claus Kleber hat sich nicht blamiert.

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Saeed N:23.03.2012 | 06:19 Uhr

Das ganze Interview ist

Das ganze Interview ist schwach, weil es eigentlich gar keins ist. M.A. hat ja fast mehr Fragen gestellt als C.K.
Aber es ist doch klar, woran das ganze krankt: C.K. hat eindeutige Vorgaben bekommen, was er fragen darf, ohne dass M.A. das Gespräch abbricht. Das merkt man, wenn man genau hinhört und hinschaut doch fast in jeder Sekunde des Gesprächs.

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HWG23.03.2012 | 10:24 Uhr

Kleber-Ahmandinedjad-Gespräch

Einmal mehr ist anläßlich des Gesprächs deutlich geworden, daß es nicht gelingen wird, Konflikte zu erörtern, wenn die eine oder die andere Seite nicht bereit und/oder in der Lage ist, sich auf die Mentalität, Kultur, Sichtweise und auf das Verständnis des Gegenübers einzulassen. Der hoch geschätzte C. Kleber hat sicher die Möglichkeit verpasst, vorbereitet in das Gespräch zu gehen. Herr Kleber hätte in Deutschland sicher auf qualifizierte Menschen zurückgreifen können, die ihn darauf vorbereitet hätten, die Mentalität und die Gesprächskultur der Perser sowie die Rethorik des iranischen Regiems zu verstehen bzw. zu lernen.
In diesem Zusammenhang hätte Herr Kleber etwa auf den ZDF-Mitarbeiter Kamran Safraijan, auf den deutsch-persischen Autor bzw. Islam-/Iranwissenschaftler Navid Kermani, auf die deutsch-persische Islam-/Iranwissenschaftlerin Katajoon Amirpoor, auf die deutschen Wissenschaftler und Irankenner Michael Lüders oder Volker Perthes zurückgreifen können, um die Sichtweise der Perser (des iranischen Volkes auf der einen und des Systems auf der anderen Seite), deren Paradigma und deren Weltbild zu verstehen, um die richtigen Fragen zu stellen, mit den törichten Äußerungen des Regierungschefs souverän umzugehen aber auch die berechtigten Anliegen des Iran richtig einzuordnen.
Herr Kleber hätte sich auch sicher im Rahmen des internationalen Rechts besser vorbereiten können (etwa durch Studium der rechtlichen Stellungnahme des Herrn Prof. Daniel Joyner, Professor für Rechtswissenschaften an der juristischen Fakultät der Universität Alabama unter dem Titel: "Iran's Nuclear Program and the Legal Mandate of the IAEA" im englischsprachigen Nachrichtenportal "JURIST - Legal News & Research"), um zu verstehen, wovon der Regierungschef spricht, wenn er die Rechte des Iran in der Atomfrage bzw. in der Frage der Inspektionen zum Thema macht. Damit hätte Herr Kleber dann wiederum die richtigen Fragen stellen können. Herr Kleber hätte ggf. auch durch eine bessere Vorbereitung wissen können, was "danke" auf persisch heißt, damit er ohne Not nicht darauf angewiesen wäre, am Ende des Gesprächs das arabische Wort insoweit zu verwenden.
Schade, daß ein honoriger Medienmann wie Herr Kleber, diese Möglichkeit vergeben hat. Er hätte die berechtigten Anliegen des Iran (dem richtig verstandenen journalistischen Auftrag entsprechend) herausarbeiten und zugleich den törichten Populisten entzaubern können; Schade. All das hat Herr Kleber nicht getan. Wenn nicht einmal Herr Kleber die Aufgabe in der gebotenen Qualität erfüllen kann, wer sollte in der deutschen Medienlandschaft das können?

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Freie Meinung23.03.2012 | 11:36 Uhr

Leider muss ich das

Leider muss ich das Interviews zwischen Herr Kleber und Herr Ahmadinejad als totale Katastrophe einstufen. Ich habe es schon nach einigen Minuten nicht mehr aushalten können dem Gespräch zu folgen und nur mit großer Anstrengung habe ich mir dieses "Interview" bis zum Ende angeschaut. Es ist beschämend für Herrn Kleber kein einziges Mal Dinge kritisch zu hinterfragen in Bezug auf die Innenpolitik der Islamischen Regierung, welche nicht mit dem Atomprogramm oder der Haltung gegenüber Israels zu tun haben.

Die ständigen Unterbrechungen durch Herrn Kleber, zeigen von keinen guten Manieren! Natürlich weicht Herr Ahmadinejad auf jede Frage mit einer Gegenfrage aus. Diese Prozedur wird bei jedem Interview wiederholt - Herr Kleber scheint anstatt sich zu informieren und weiterzubilden, zwei Jahre lang mit warten verbracht zu haben.

Dabei bietet Herr Ahmadinejad so viel Angriffsfläche wie fast kein Politiker weltweit! Er unterdrückt sein Volk, sperrt es ein, foltert es, zensiert es und unterdrückt die Frauen. Dass dieses Regime nur unter Extrembedingungen so entstehen konnte ist Mitschuld des Westens. Man hat den demokratisch gewählten Präsidenten Mossadegh gestürzt, da er die Ölindustrie verstaatlicht hat (die Zeitspanne Pahlavi lass ich aus). Die islamische Regierung konnte sich nur ratifizieren, da sie die "günstige" Gelegenheit (Kriegszustand) genutzt hat. Sowohl der Iran als auch der Irak wurden mit Waffen beliefert, ein acht Jahre langer Krieg der 400.000 - 900.000 Menschen das Leben gekostet hat. In dieser Zeit hat sich das islamische Geschwür verwurzelt!

Die meisten Menschen im Iran sind nicht strenggläubig - die Zeit vor 1979, war eine Zeit, in der sogar Frauen im Militärdienst erlaubt waren. Man hat während der grünen Demonstrationswelle gesehen, dass sehr viele Menschen gegen das System sind - der Westen hat nur zugeschaut. Wenn man dieses Hintergrundwissen hat und wie Herr Kleber in einem 45-minüptigen Interview nur auf das Atomprogramm zu sprechen kommt und das Israelthema ankratzt, zeigt das nur welche Interessen der Westen hat. Der Westen interessiert sich nicht für die Gesellschaft im Iran, den Westen interessiert es auch nicht wie der Iran regiert wird, den Westen interessiert es nur wie er an Rohstoffe kommt und wie er Regierungen im Nahen Osten möglichst schwach aufstellen kann. Dieses Prinzip wird schon seit mehreren Jahrzehnten bis heute ausgeübt. Siehe Irak und Libyen - waren mal beste Freunde des Westens und können innerhalb kürzester Zeit zum Staatsfeind Nummer 1 mutieren. Dass man hierbei noch sehr gute Militärdeals abgeschlossen hat, ist ein netter Nebeneffekt.

Herr Kleber hat in seinem "Interview" sehr genau gezeigt, dass unsere Medien nicht unabhängig bewerten, sondern Wiederkäuer der Politikerklasse sind. Warum hat Herr Kleber nicht bei den Menschenrechten nachgehakt und wie Herr Ahmadinejad diese im eigenen Land umsetzt? Warum hat Herr Kleber nicht gefragt warum die Regierung nicht so handelt, wie die persische Kultur es eigentlich vorschreibt und wie die Mehrheit der Iraner sie in einer parallel Gesellschaft ausübt? Warum bezeichnet Herr Ahmadinejad sein eigenes Volk und sich als Kulturvolk und friedliches Volk, wenn solche Eigenschaften zum Großteil nur in der Gesellschaft zu finden sind aber nicht in der Regierung? Herr Kleber hat Ahmadinejad immer ausweichen lassen - so lange bis Ahmadinejad der eigentliche Gesprächsführer am Ende war!

Die westliche Welt ist scheinheilig und dumm zu gleich (in Bezug auf den Nahen Osten). Man unterstützt Länder z.B. Saudi Arabien (Panzer und Waffenlieferungen), wie man es mit vielen anderen Ländern in der "Region" auch gemacht hat - später wird aus dem Freund der Feind! Diese Machtspiele habe unter anderem zu den jetzigen Verhältnissen dort beigetragen. Man kann dieses Verhalten des Westens am noch sehr jungen Irak gut erkennen - dieses Land ist noch relativ jung und unterliegt diesen Machtspielen seit der Gründung (bis heute)!

Ahmadinejad und seine Langbartträgerkammeraden sind keine Kulturträger der persischen Kultur, keine einzige Eigenschaft dieser Sippe entspricht derer der persischen Kultur - noch nicht einmal der Glaube an einen Gott! Auch da hakt Herr Kleber nicht nach - der Iran hat deswegen schon seit Ewigkeiten keinen Angriffskrieg mehr ausgeführt weil er bisher nach dem Prinzip von Kyros gehandelt hat. Die Kultur bzw. die Eigenschaften der persischen Kultur haben sich damals gebildet unter den Richtlinien Zarathustras - viele der Eigenschaften sind immer noch Bestandteil in der heutigen iranischen/persischen Kultur bzw. Gesellschaft. Ahmadinejad und seine Sippe sind aber strenggläubige Moslems bzw. Islamisten. Sie verachten die persische Kultur und versuchen ihren strengen, im Mittelalter stehengeblieben Islam unter massiven Druck durchzusetzen. Auch hier hat Herr Kleber nichts zu sagen - es wird nicht nachgehakt welche kulturellen Eigenschaften, denn so wichtig für ihn und seine Regierung sind und wo dieser Ursprung zu finden ist, ob dieser mit der persischen Kultur übereinstimmt?

Die Europäer (Bevölkerung) sind der Meinung, dass Iran schon seit Ewigkeiten keinen Angriffskrieg mehr ausgeführt hat und aus diesem Grund auch in Zukunft friedlich handeln wird. Aber leider wird der Iran seit 1979 von passiven Islamisten regiert. Ahmadinejad und seine heiligen Langbartträger provozieren den Westen, sie fördern eine Eskalation - bewusst!

Für Herr Kleber hätte es ein einfaches Spiel werden können, doch Herr Kleber kam nur auf das Atomprogramm zu sprechen und auf Israel. Dabei hätte er Ahmadinejad durch Fragen in Bezug auf die Innenpolitik löchern müssen. Er hätte sich Statistiken anschauen müssen wie viele Menschen, misshandelt, gefoltert, eingesperrt und vergewaltigt wurden! Warum man ein friedliches Volk durch zehntausende Knüppel/Paramilitäreinheiten unterdrücken muss.

Es hätte ein deutlich schlechteres Bild von Ahmadinejad abgegeben. Da diese Umstände den westlichen Ländern nicht in solcher Größenordnung vorgeworfen werden können. Ahmadinejad hätte auch nicht einfach ausweichen können, mit ja der Westen sperrt doch auch Leute ein - ja aber keine Menschen die Freiheit wollen, die in anderen Parteien tätig sind oder einer anderen Religion angehören, eine andere Herkunft haben. Das sind wichtige Themen um Ahmadinejad und sein System im Ausland besser zu verstehen. Daran kann man auch erkennen wie er gegenüber anderen Ländern handeln wird - respektlos und mörderisch!

Jedem halbwegs vernünftigen Menschen muss klar sein, dass Ahmadinejad bzw. seine Langbartträger früher oder später über eine größere Militärkraft verfügen werden. Sei es durch eine Atombombe oder hochgezüchtete Militärausstattung durch China oder Russland. Jeder muss wissen, dass unter dieser islamischen Regierung ein Großkrieg im Nahen Osten ausbrechen kann. Die iranische Regierung ist besetzt von Barbaren, denen weder das Wohl ihrer eigenen Bevölkerung noch das wohl von anderen Bevölkerungen wichtig ist.

Doch den Westen wird das nicht großartig interessieren, denn wenn das Öl und andere Rohstoffe fließen ist alles okay. Entscheidend wird sein, ob der Iran mehr Macht haben wird (in Bezug auf Militär und damit auf die umliegenden Länder), ob er ein Land angreifen wird (mögliche Öllieferungen nicht mehr vom jeweiligen Land getätigt werden können), ob er aus Provokation die Straße von Hormus sperrt (praktische gar keine Öllieferungen mehr möglich). Alles andere interessiert den Westen nicht, so hüpft der Spielball im Nahen Osten weiter - bis nicht mehr nach den Spielregeln des Westens gespielt wird!

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Kyros23.03.2012 | 13:49 Uhr

Eine sehr gute Analyse,

Eine sehr gute Analyse, tatsächlich haben wir (meist Exiliraner) uns fürchterlich aufgeregt und deshalb diesen Brief an Kleber verfasst:

Sehr geehrter Herr Kleber,

ich schreibe im Namen einer Gruppe deutscher und iranischstämmiger Bürger, die ihr Interview mit M.Ahmadinedjad, welches im heute-Journal ausschnittsweise gezeigt wurde, angesehen haben. Wir beziehen uns auf die 42minütige Version, die in der ZDF-Mediathek abrufbar ist. Wir sind allesamt empört und entsetzt über die Art und Weise, wie Sie selbst die simpelsten journalistischen Grundregeln außer Acht lassen und Ahmadinedjad damit eine Steilvorlage zu zahlreichen Lügen, historischen Verdrehungen und Beleidigungen - kurz einer Propagandashow - geben.
Wie Sie wissen müßten ist es ausländischen Journalisten spätestens seit der manipulierten Präsidentschaftswahl 2009 verboten, frei aus dem Iran zu berichten, ja sogar, sich dort aufzuhalten. Die Situation für die einheimischen Journalisten ist noch elender, jegliche dem geistlichen Führer Chamenei unliebsame Berichterstattung ist verboten, unzählige Zeitungen und Publikationen mußten auf Befehl ihre Arbeit einstellen und zahlreiche Mitarbeiter wurden verhaftet, gefoltert und ihre Familien bedroht. Laut Human Rights Watch sitzen im Iran heute weltweit die meisten Journalisten aufgrund ihrer Arbeit im Gefängnis.
Schon der Respekt vor ihren Kollegen hätte es geboten, das Interview abzulehnen oder zumindest im Gespräch diese Fakten zu erwähnen, aber das tun Sie mit keinem Wort. Sie betonen mehrfach, daß Sie 2 Jahre auf dieses Interview gewartet haben und fragen sich, warum es gerade jetzt gewährt wurde. Anscheinend ist Ihnen die innenpolitische Lage im Iran unbekannt, sonst müßten auch Sie mitbekommen haben, daß Ahmadinedjad unter massivem Druck des ihn früher protegierenden Chamenei steht, mehrere Mitarbeiter A.s wurden im letzten Jahr verhaftet, zum ersten Mal in der iranischen Geschichte wurde ein Präsident zu einer Befragung vor das Parlament berufen und nicht zuletzt hat das Lager von A. bei der letzten Parlamentswahl eine empfindliche Niederlage erlitten. Ist es Ihnen also mal in den Sinn gekommen, das A. dieses Interview genutzt hat, um innenpolitisch Boden gutzumachen? Offensichtlich nicht, denn A. beantwortet diese Frage damit, daß er keine Zeit gehabt habe , er verhöhnt Sie also, ohne, daß Sie darauf etwas erwidern.
In den ersten 20 Minuten stellen Sie nur Fragen zum Atomprogramm, bei denen A. ständig ausweicht, historisch falsche Angaben macht, Volksverhetzung betreibt und plumpe Lügen von sich gibt - Sie allerdings greifen überhaupt nicht ein, korrigieren nicht oder stellen Fragen, die seine Falschaussagen bloßstellen würden - kurz Sie geben einem Verbrecher die Möglichkeit, seine kranke Weltsicht minutenlang ungestört zu verbreiten. Umgekehrt wäre das niemals möglich, ein deutscher Politiker würde niemals vor dem iranischen Volk sprechen dürfen. Sie rechtfertigen sich ja damit, daß die Zuhörer ganz ungeschminkt die Ansichten von A. erfahren sollen, aber 1. kann man diese Ansichten leicht aus früheren Interviews entnehmen und 2. sind diese Ansichten so offensichtlich falsch und beleidigend zB. Israel gegenüber, daß wir meinen, es wäre ihre Pflicht gewesen, dieser Hetzpropaganda zu widersprechen. Der wichtigste Punkt ist allerdings folgender: da Sie die Hälfte des Interviews über die Frage nach dem iranischen Atomprogramm verbringen, müßte man annehmen, daß A. der Hauptverantwortliche für das Atomprogramm ist. Dem ist aber mitnichten so, die Entscheidung über den Bau einer Atomwaffe liegt allein beim "geistlichen Führer" Chamenei, die Ausführenden sind der militärische Flügel der Revolutionsgarden, d.h. A. kann darüber reden, hat aber keinerlei entscheidungsgewalt und damit haben diese Worte keine Bedeutung. In Ihrer Funktion als seriöser Journalist hätten Sie das Interview also nutzen können, um über die massiven Menschenrechtsverletzungen im Iran zu sprechen, insbesondere über die mindestens 100 ermordeten und tausenden unrechtmäßig inhaftierten Demonstranten, die gegen A.s angebliche Wiederwahl protestierten.
Aber die Frage nach den Menschenrechten stellen Sie erst nach 25 Minuten - woraufhin A. ausweicht, die absurdesten Vergleiche anstellt um schließlich den Holocaust zu leugnen und zu behaupten, in Europa gäbe es unzählige Menschenrechtsverletzungen. Warum widersprechen Sie hier nicht, warum widerlegen Sie nicht seine offensichtlich schwachsinnigen Behauptungen ? Haben Sie sich nicht informiert über die Menschenrechtslage im Iran, so daß Sie wenigstens einige Fakten hätten vorbringen können? So ist der Iran zB keine Republik, sondern eine religiöse Diktatur, in der ein "Führer" alle politischen Entscheidungen bestimmt. Offensichtlich nicht, denn sonst muß ein ernstzunehmender Journalist so etwas tun.
Im Rest des Interviews lassen Sie A. dann weiter unwidersprochen schwafeln ( "wir lieben alle", "wir lieben die Gerechtigkeit", "wir sollten alle mehr miteinander reden" ) nur drei der lächerlichen und heuchlerischen Aussagen ihres Interviewpartners, die man leicht hätte widerlegen können. Aber da Sie nur stumm oder freundlich lächelnd dasitzen, müssen wir davon ausgehen, daß Sie sich völlig unzulänglich auf das Interview vorbereitet haben oder sich gar die Fragen haben diktieren und vorschreiben lassen um ein quotentechnisch spektakuläres Interview zu erhalten. Inhaltlich läßt sich nicht die geringste neue Erkenntnis gewinnen, Sie haben nur einem Verbrecher gegen die Menschlichkeit eine Plattform gegeben und sind damit den iranischen oppositionellen Demokraten und allen freiheitsliebenden Menschen in den Rücken gefallen. Für uns verdienen Sie nicht mehr die Bezeichnung Journalist. Choukran ist übrigens arabisch für Danke, Iraner sind aber keine Araber und sprechen eine eigene Sprache, aber das konnten Sie ja nicht wissen...

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rupert Rosenberger23.03.2012 | 18:37 Uhr

Menschenrechtsverletzungen

Menschenrechtsverletzungen hat Cleber sehr wohl angesprochen. Aber die Antwort war, warum nur die angeprangert werden, die gegen diue USA sind und diejenigen, die Lakaien der USA (mein Wort) alles machen dürfen.
Übrigens hat in geschichtlichen Zusammenhang Ahmedinedschad nicht gelogen. Daher hatte Cleber auch keine Antwort.

Wenn Neda angesprochen wäre, hätte Ahmedinedschad gekontert, dass nach kurzer Zeit herauskam, dass ie CIA sie getötet hat.

Alles in allem würde ALLES nach hinten losgehen.

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Stephan Schaefer19.05.2012 | 20:47 Uhr

Bravo Präsident!

Eines vorneweg, ich bin als Iraner in Europa weit davon entfernt, ein Regime zu unterstützen, das in meiner Heimat Iran kaum mehr als 10% der Bevölkerung hinter sich gesammelt hat und meiner Landsleuten sehr viele Rechte vorenthält, die ich in Deutschland wie selbstverständlich geniesse. Aber trotzdem bin ich mir ziemlich sicher, dass mindestens 90% der Iraner alles unterschreiben, was der Präsident in Bezug auf Israel, Europa, USA und die iranische Atomenergie gesagt hat. Ich bin sicher, der acht-jährige Krieg mit Saddam's Iraq wäre einem nuklear-bewaffneten Iran erspart geblieben. Ich bin mir des weiteren sicher, dass die US-Kriege in Afghanistan und Iraq auch dadurch begünstigt wurden, dass diese Länder über keine Atom-Waffen verfügten. Deshalb hoffe ich sehr darauf, dass das Regime in Teheran die Unwahrheit sagt, wenn es behauptet, keine Bombe bauen zu wollen. Iran braucht die Bombe, um die Sicherheit seiner Bürger durch eine wirksame nukleare Abschreckung gewährenleisten zu können. Die Menschenrechtssituation im Lande ist nicht gut, aber verglichen mit Kandahar in Afghanistan und Bagdad im Iraq, wo man nicht einmal in seinen eigenen Vierwänden vor amerikanischen Snipern oder Al-Qaida und Taliban-Autobomben sicher ist, lebt man im Iran beihahe im Paradies. Der Westen unter der Führung der USA hat Afghanistan und Iraq derart gnadenlos demokratisiert und westlichen Standards angenähert, dass es meines Erachtens langsam Zeit wird, dass man eine Pause einlegt. Vielleicht sollten die amerikanischen und deutschen Steuergelder besser für das eigene Volk ausgegeben werden, anstatt mit ihnen Unglück und Unheil über andere Völker zu bringen.

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Die Freiheit 201223.03.2012 | 19:27 Uhr

Absolut zutreffender Artikel!

Absolut zutreffender Artikel!
Wirklich schade, dass Kleber seine Chance nicht genutzt hat, Ahmnadinedschad zu anderen Themen als dem Atomprogramm zu befragen.
Es hatte fast den Anschein, dass er sogar genau diese Antworten wollte, in denen der iranische Präsident nochmals seine wirren Thesen zum Holocaust widerholt. Er drängt ih ja am Anfang des Interviews sogar daruf hin: "Ist Israel also ein künstlicher Staat?" Ahmadinedschad hat dies doch schon oft genug gesagt, warum muss Kleber ihn dazu bringen es nochmals zu sagen? Was bringt das? Er führt das Gespräch damit doch sofort in eine Sackgasse. Stattdessen hätte er auf die ohnehin bekannten Argumente des iranischen Präsidenten eingehen sollen (Tötung iranischer Wissenschaftler, Weitergabe von Informationen durch die IAEO, Situation der Palestinenser, Iranischer "Friedenswille") und sie nicht als Aussagen im Raum stehen lassen sollen. Stattdessen versucht er immer wieder ihn zu einem "Zugeständnis" zu bringen. Wie sollte das den aussehen? Er vertritt stattdessen die typisch westliche Sicht, die Iran als "nur böse" darstellt und Ahmadineschad nur auf das Atomprogramm beschränkt und missionierend wirkt.
Schade, Herr Kleber. Sie haben da, denke ich, eine Chance vertan und sich vom iranischen Präsidenten vorführen lassen.

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Dirk Dohmann24.03.2012 | 09:40 Uhr

es ist ja auch so einfach, da

es ist ja auch so einfach, da hinzugehen und dem Ahma zu sagen, "so gehts nicht".

Was soll man auch erwarten? Meiner Meinung nach war das nicht anders zu erwarten. Eine prächtige Show hat der Ahma bekommen. Und Kleber ist m.E. einfach nur am falschen Ort gewesen, hätte er gar nicht hinsollen.

Den Ahma kann man nicht beikommen, niemanden , der so redet. Das ist immer dieselbe Masche: "Ich , der Diktaktor, sage". Und was gesagt ist, ist gesagt.

Ob das Lügen sind oder nicht. So reden die auch zu den Instituten, IAEO oder anderen Regierungen. Und immer schön ausweichen.
Ansonsten gebietet sich natürlich Respekt vor so einem Staatsoberhaupt, da lässt sich eben nicht viel machen.

Kleber ist schon am Anfang sehr respektlos aufgetreten , finde ich. Aber das ging noch mal gut.

Ahma hat aber auch sehr viel Respektlosigkeit gezeigt: Die Menschenrechte seien woanders ja noch schlimmer. Wenn ich sowas höre, disqualifiziert sich der , der diese Aussage trifft, selbst, von oben bis unten. So einer... widerlich.

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KlarKlar25.03.2012 | 19:00 Uhr

Artikel zum Interview

Der Artikel übertrumpft die Bildzeitung!
Wie viel Blödsinn hier geschrieben wurde! Ich bin froh, dass ich kein Journalist bin, sonst hätte ich mich in Grund und Boden geschämt.

Ich bin ein absoluter Gegner von Ahmadinejad, er hat dem iranischen Volk viel Leid gebracht und ist sicherlich kein guter Mensch.

Aber genau in diesem Artikel sieht man die Intoleranz und Arroganz unseren westlichen Kultur! Bevor man sich auf Propaganda-Geschwätz begibt z.B. sich "DEN GEFÄHRLICHSTEN MAN DER WELT" zu kreieren; sollte man sich mit der Materie etwas beschäftigen, um Ahnung zu bekommen was in dieser Gegend der Welt los ist!

Hier etwas Info.
http://www.tagesschau.de/ausland/iraninterview104.html

Und herzlichen Dank an "Freie Meinung" von "23.03.2012 | 11:36 Uhr" du hast die Sache genau auf den Punkt getroffen. Ich bin komplett deiner Meinung.

Den mit Respekt, Toleranz, Freundlichkeit und Güte kommt man auf dieser Welt besser voran.
Dies gilt auch für mich! Aber dieser Artikel hat kein Respekt verdient!

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Behrooz K.26.03.2012 | 16:43 Uhr

Artikel zum Interview

Der Artikel übertrumpft die Bildzeitung!
Wie viel Blödsinn hier geschrieben wurde! Ich bin froh, dass ich kein Journalist bin, sonst hätte ich mich in Grund und Boden geschämt.

Ich bin ein absoluter Gegner von Ahmadinejad, er hat dem iranischen Volk viel Leid gebracht und ist sicherlich kein guter Mensch.

Aber genau in diesem Artikel sieht man die Intoleranz und Arroganz unseren westlichen Kultur! Bevor man sich auf Propaganda-Geschwätz begibt z.B. sich "DEN GEFÄHRLICHSTEN MAN DER WELT" zu kreieren; sollte man sich mit der Materie etwas beschäftigen, um Ahnung zu bekommen was in dieser Gegend der Welt los ist!

Hier etwas Info.
http://www.tagesschau.de/ausland/iraninterview104.html

Und herzlichen Dank an "Freie Meinung" von "23.03.2012 | 11:36 Uhr" du hast die Sache genau auf den Punkt getroffen. Ich bin komplett deiner Meinung.

Denn mit Respekt, Toleranz, Freundlichkeit und Güte kommt man auf dieser Welt besser voran.
Dies gilt auch für mich! Aber dieser Artikel hat kein Respekt verdient!

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Behrooz K.26.03.2012 | 18:16 Uhr

solche interviews werden in

solche interviews werden in allen staaten der welt geraume zeit im vorfeld gescripted, fragen und themen vorgegeben und der interviewte einem gründlichen briefing unterzogen. im nachhinein gesichtet, geschnitten oder neu aufgenommen. unter diesen vorzeichen eine von kleber erwähnte neue weichenstellung in der weltpolitik zu erwarten ist sicherlich naiv, aber unvorbereitet kann man angesichts der vorbereitungen gar nicht sein.

weit mehr als naiv ist jedoch die darstellung des cicero. bei einem solch bis ins detail vorbereiteten gespräch zu unterstellen, ein ehemaliger kommandeur der iranischen revolutionsgarden würde durch die geschickten verhörmethoden eines claus kleber die maske fallen lassen wie ein durch drehbuch hauptschuldiger angeklagter in einer us-anwaltsserie ist hochgradigst utopisch.

improvisationen, vor allem wenn man die zum ende hin sichtbaren, augenscheinlich nicht dem phänotyp eines zdf-mitarbeiters entsprechenden und sicherlich in mehr als nur stricken und häckeln geschulten gefühlten zehn bis zwanzig "gäste" berücksichtigt, wären höchstwarscheinlich zwecklos gewesen.

ob man solcherlei interviews führen will oder führen soll ist sicherlich diskussionswürdig.
führt man sie, dann sind sie jedoch wohl entweder in dieser form oder garnicht durchführbar.
zwischen den zeilen, durch gestik und mimik sowie in anfangs-und schlußsequenz lassen sich jedoch durchaus informationen gewinnen, und dies ist auch meist der hauptnutzen solcher spektakel.

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ATTH27.03.2012 | 11:01 Uhr

Turmbau zu Teheran

Herr Buchen hat eine interessante Einschätzung des Interviews geben können, weil er Iran kennt, weil er weiß wie die Machtelite im Iran tickt und weil er auch die Fähigkeiten eines Ahmadinedschad kennt, der sich durch dieses Interview zu diesem Zeitpunkt wieder einiges an Pluspunkten bei seinen Machtkollegen im Iran erkämpft hat. Leider ist das Interview eine große Enttäuschung, eine große Geldverschwendung und ein Schlag ins Gesicht aller Iranerinnen und Iraner, die sich stattdessen eine Unterstützung des Westens in ihrem Kampf um Freiheit von ihren despotischen Kettenhunden eines Ali Khamenei wünschen. Herr Kleber, machen Sie bitte Ihre Hausaufgaben und gleichen Sie den Schaden, den Sie durch das Interview angerichtet haben aus, indem Sie einen mindestens so lange dauernden Hintergrundbericht über das Wesen des Regimes, die Situation der Menschen im Iran und die Exiliraner in der Türkei, Griechenland usw. drehen und zu prominenten Zeiten senden. Danke.

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Marie Vollehr27.03.2012 | 13:32 Uhr

Die Lächerlichkeit dieses

Die Lächerlichkeit dieses Interviews und die Ignoranz Claus Klebers wird eigentlich allein in seinem letzten Wort an Ahmadinedschad preisgegeben: er verabschiedet sich von ihm mit dem Wort "Shokran", welches arabisch ist für "Dankeschön". Blöd nur, dass man in Iran Persisch spricht, was mit Arabisch ungefähr so viel zu tun hat wie Türkisch mit Deutsch...

  • Antworten
Anna Schumacher27.03.2012 | 21:55 Uhr

Kleber ein Journalist?

Nachrichten"star", ok - aber den Mann als "Journalist" zu bezeichnen, ist eigentlich Beleidigung für den ganzen Berufsstand.

Dem Mann ist keine Propaganda zu dumpf, sie willig nachztuschwätzen.
Seine ganze Karriere ist eine einzige "Selbstdemontage", zuletzt besonders im Lybien-Krieg.

Vielleicht war das Problem bei diesem Interview aber gar nicht Kleber, sondern sein Gegenüber.
Ahmadinejad will einfach nicht in der Schublade bleiben, in die der Westen ihn & sein Land gesteckt haben...

  • Antworten
garfield02.04.2012 | 11:23 Uhr

Ist natürlich die Frage, in

Ist natürlich die Frage, in wie weit er denn tatsächlich in die Schublade passt, in die er hier gesteckt wird.

Ohne alles gut zu finden, was im Iran stattfindet...

Eigentlich sind wir uns ähnlicher als viele wahr haben wollen. So viel mehr schlimmes verbricht der Iran im vergleich zum Westen auch nicht.

Und wenn man sich überlegt, was sich die USA und derren verbündeten gegenüber dem Iran erlauben ist das eigentlich unmöglich.
Würde sich das ein Land uns gegenüber erlauben, es gäbe KRIEG.

  • Antworten
Werbrauchtschonnamen05.04.2012 | 07:41 Uhr

Kleber, der "Nachrichten-Star

Kleber, der "Nachrichten-Star" der denkt im Iran würde arabisch gesprochen... ohne Worte

  • Antworten
garfield03.04.2012 | 08:47 Uhr

shukran!

Kleber - der "Nachrichtenstar" der denkt im Iran würde persisch gesprochen...

  • Antworten
garfield03.04.2012 | 08:48 Uhr

Was ist denn da los?

Aber auch Cicero schafft es in der neuen Ausgabe blind alles nachzuplappern:

"Israel von der Landkarte tilgen" ist eine falsche Übersetzung der Ahmadinejad Rede

(Quelle: bundes.blog.de)

Es ist schon sehr erschreckend für uns zu beobachten, wie lange sich die falsch gestreuten Propaganda-Lügen der USA und Israel durch die Massenmedien in der Gesellschaft in Deutschland halten und durch ständige Wiederholung in den Köpfen der Menschen verfestigen, obwohl sie längst als falsche Übersetzungen aufgedeckt und als Lügen entlarvt worden sind.

Auch über sechs Jahre hinweg wird noch immer die falsche Übersetzung einer Rede des iranischen Präsidenten zitiert und wir unterstellen, dass dies absichtlich und aus Berechnung geschieht, um Propaganda gegen den Iran zu machen und den Iran mit kontinuierlich in den Massenmedien wiederholten Lügen in ein schlechtes Licht zu rücken, um Stimmung gegen den Iran zu erzeugen und einen möglichen militärischen Angriff gegen den Iran innerhalb der Bevölkerung zu rechtfertigen.

Wir unterstellen allen Printmedien und Fernsehsendern in Deutschland ganz offen, dass diejenigen Massenmedien, die weiterhin dieses falsch übersetze Zitat verwenden ohne auf die falsche Übersetzung hinzuweisen, entweder

A) ...absolut schlampige journalistische Recherche betrieben haben, oder was im Grunde noch viel schlimmer wäre,

B) ...dass diese Medien oder bestimmte Personen als Mitarbeiter dieser Medien sich an der Propaganda gegen den Iran aktiv beteiligen.

Eine andere plausible und logisch schlüssige Möglichkeit zur Erklärung oder Rechtfertigung dieses Sachverhalts gibt es nicht.

Bereits im Jahr 2008 musste das "Zensierte Deutsche Fernsehen" (ZDF), wie auch andere Teile der Massenmedien eingestehen, dass der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad weder bei seiner Rede im Jahre 2005, noch vorher oder später jemals gedroht hätte, Israel von der Landkarte zu tilgen, beziehungsweise zu vernichten.

ZDF Intendant gibt Fehler zu und gelobt Besserung (2008)

Wir möchten an dieser Stelle einmal auf die Antwort des ZDF-Intendanten vom 05.06.2008 auf eine schriftliche Anfrage der Webseite "arbeiterfotografie.de" zitieren, in welcher der ZDF-Intendant versichert, dass die künftig die korrekte Übersetzung der Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad berücksichtigt werden solle und dass "alle Kolleginnen und Kollegen über diesen Vorgang Kenntnis erhalten haben".

Arbeiterfotografie.de (Zitat):

"Schreiben des ZDF-Intendanten vom 5.6.2008"

Sehr geehrte Frau Fikentscher, sehr geehrter Herr Neumann, herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 7. Mai 2008, das der Fernsehrats-Vorsitzende Ruprecht Polenz an mich weitergeleitet hat. Sie kritisieren in diesem Brief, dass die Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad falsch übersetzt worden sei. Wir können Ihrer Kritik zustimmen und auch unsere Recherchen kommen zu dem gleichen Ergebnis. Inhaltlich sind auch wir der Meinung, dass Ihre Übersetzung die Aussagen des iranischen Präsidenten wiedergibt. Ich möchte Ihnen versichern, dass alle Kolleginnen und Kollegen über diesen Vorgang Kenntnis erhalten haben und die Übersetzung entsprechend berücksichtigen. Ich bedanke mich noch mal herzlich für Ihren Hinweis und würde mich freuen, wenn Sie auch zukünftig unser Programm einschalten.

Mit freundlichen Grüßen
Markus Schächter"

  • Antworten
safarian04.04.2012 | 10:24 Uhr

Schuster bleib bei deinen Leisten...

...im Fall Cicero ist das leichte Unterhaltung, ein bisschen Kultur, vielleicht Innenpolitik.
Was erwartet denn Herr Buchen von Herrn Cleber? Todschlagargumente? Ich bin sicher, dass der Cleber strenge Auflagen hatte. Natürlich hätte er massiv bohren und Kritik üben können zu diversen Themen, aber da wär nix bei rumgekommen, das merkt man schon bei den kleinsten Versuchen von Seiten Clebers (zB. bei 22:30min '...wir drehen uns jetzt im Kreis...'), Sachen klarzustellen. Ahmadinedschad wehrt ab, weicht aus, stellt Gegenfragen. Sicherlich ein sehr unangenehmer Interviewpartner. Dennoch ist Ahmadinedschad nicht der Teufel, den der Cicero ausmalt. Und wir kaufen immernoch günstig deren Öl, wohlwissend wo das Geld hinfließt! Journalismus ist nicht immer einfach, werte Herren vom Cicero. Aber es ist vermutlich egal, was ich von dem Artikel oben halte, solange ich meine Aufmerksamkeit auf der Cicero-Website verschwende.

Und so beschämend wie dieses Interview hier gewertet wird ist es sicher nicht. Ich empfehle jedem, es sich bei youtube mal anzusehen.

Selbst wenn Ahmadinedschad dabei weder belehrt, bekehrt noch bloßgestellt wurde. Es war immerhin ein 45minütiges Gespräch.
Besser als Bomben. Das kann man leider nicht oft genug sagen.

  • Antworten
F. Schoena09.04.2012 | 20:56 Uhr

Cicero und Herr Buchen

Wie kommen Sie dazu Ahmadinejad als gefährlichsten Mann der Welt zu beschreiben?
Träumen Sie oder laufen Sie blind durch die Gegend?
Das ist unseriös.

  • Antworten
Marco19.04.2012 | 14:28 Uhr

Der "gefährlichste Mann der

Der "gefährlichste Mann der Welt", der mit "teuflischem Charakter" sein "Großmaul" aufreisst?

Mir scheint, Kleber ist nicht der einzige, der Probleme mit professionellem Journalismus hat.

  • Antworten
gollum_krumen09.05.2012 | 21:10 Uhr

Antwort an ingwersen

"dass im Namen der Bibel blutige Kreuzzüge im Nahen Osten, grausige Massenmorde in der "Neuen Welt" und "Hexenverbrennungen" in Europa stattgefunden haben." Ja, im Namen der Bibel. Aber es gibt schon einen Riesenunterschied, denn während man mit der Bibel all das, was Sie da anprangern, nicht rechtfertigen kann, ohne den Text gründlich verbiegen zu müssen, kann man mit dem Koran genau diese Aktionen, die Sie anprangern, wunderbar rechtfertigen.
Gut, wenn man nur danach geht, wieviel Scheusslichkeiten der Islam in 12 Jahren tat und wieviele der Nationalsozialismus ist klar, dass dann letzterer das schlimmere Übel ist. Aber der Islam hatte ja "ein wenig mehr" Zeit, seine "ganze Schönheit" zu zeigen.
Irgendwie ist es reflexartig, kaum sagt jemand mal etwas schlechtes über den Koran, meldet sich ein Besserwisser zu Wort, der uns einreden möchte, dass die Bibel auch ganz schrecklich ist. Ja, ja, "Halt die andere Wange hin" ist terroristisch - "Erschlagt die Ungläubigen" dagegen legitim...

  • Antworten
Israelfreund22.05.2012 | 16:00 Uhr

Es ist doch immer wieder

Es ist doch immer wieder unfassbar mit welcher Naivität Menschen an ein solch komplexes Thema herantreten.

Für mich hat Claus Kleber nicht gesprochen, weder rhetorisch noch gedanklich! Ich finde auch das dieser Artikel hetzerischer Natur ist, so kleine Einwürfe wie ''der gefährlichste Mann'' finde ich höchst unpassend und es bedarf dringender Korrekturarbeiten.

Fakt 1: Der Iran hat sein rund dreihundert Jahren niemanden angegriffen!

Fakt 2: Menschenrechte sind nur Thema in Rohstoffreichen Ländern!

Fakt 3: Amerika bombadierte und diktiert Staaten wie den Iran und Afghanistan, auch als der Irak in den Iran einfiel galt dem Irak unterstützung aus Amerika.

Fakt 4: Der Westen ist ursprung allen übels der heutigen Zeit!

Israel besitzt nach Meinung von Experten rund dreihundert Atomsprengköpfe, Mächte die solch Gräuel besitzen sollten überhaupt kein Mitspracherecht in Entscheidungen über Atomfragen haben. Natürlich sind sie dagegen das alle anderen nicht an Nuklearmacht aufholen.

Der Iran ist sicher nicht perfekt, ihr Präsident auch nicht, allerdings sprechen Weltpolitisch gesehen alle Argumente für ihn, ob ihr wollt oder nicht!

  • Antworten
Humbug20.08.2012 | 15:25 Uhr

So sehe ich es auch.

So sehe ich es auch. Ausserdem habe ich mir von diesem Verlag eine etwas weitsichtigere Position erwartet.

  • Antworten
vindobonis28.12.2012 | 07:53 Uhr

Atommacht Israel

""Schon sitzt der Journalist in der Klemme und Ahmadinejad stellt die Fragen: „Warum drohen die Zionisten? Legen etwa die Zionisten ihre nuklearen Anlagen offen?“, fragt der Populist aus Teheran bohrend"" Kleber weiß nichts Handfestes zu erwidern"".....

Hallo Herr Kleber. Die handfeste Erwiderung???

Haben sie vergessen dass Amadinidschad es war, der als offizieller Vorsteher eines anerkannten Staates öffentlich die Meinung kund tat, man müsse den ebenfalls anerkannten Staat Israel ausradieren, ins Meer treiben oder in Österreich ansiedeln????

Kein ernstzunehmender offizieller Staatsmann der solche Vorschläge und Absichten gegen einen anderen, friedlichen, Staat bekundet, hat noch die Berechtigung, Staatsoberhaupt in irgend einem Staat der Weltstaatengemeinschaft zu sein.
Gewählt hin oder her, das spielt in dem Fall keine Rolle.

  • Antworten
Matthäus2413.11.2012 | 08:27 Uhr

die einen drohen nur, die anderen handeln

damit meine ich den Iran und Israel. Kein Mensch regt sich drüber auf (die Medien und die Politik haben da viel zu viel Schiss) wie deutsche Politiker und Journalisten auch üblen Typen wie Liebermann und Netanahu in den Allerwertesten kriechen. Über Kleber(Achmadinedschad) herzuziehen ist einfach und völlig gefahrlos. Was seid ihr bloss einseitig Bei Cicero, Welt und Co.

  • Antworten
gerd24.12.2012 | 16:39 Uhr

Kleber hat bewiesen,

daß "er Westen moralisch" versagt hat und seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird.
Siegerjustiz zieht nicht mehr.

  • Antworten
komantator24.12.2012 | 21:23 Uhr

Völlig überschätzt

Claus Kleber ist für mich einer der am meisten überschätzten Journalisten in Deutschland. Offen parteiisch, voreingenommen und von der vermeintlichen eigenen Genialität beseelt. Vor diesem Hintergrund kann es niemanden wundern, dass CK am Versuch, den iranischen Präsidenten kritisch zu interviewen, grandios gescheitert ist. Das alles passt aber in die journalistische Gesamtqualität des ZDF.

  • Antworten
ZDF-Kritiker28.12.2012 | 10:20 Uhr

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