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Weltbühne

Israel und IranNetanjahu und die Lust am Konflikt

Von Walther Stützle1. April 2012
picture alliance
Er hat Lust am Konflikt mit dem Iran: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanja
Er hat Lust am Konflikt mit dem Iran: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
Schrift:
Seite 4 von 4

Gewiss aber sind heute schon drei Dinge. Erstens gibt es kein erreichbares politisches Ziel, das die Kosten eines Krieges gegen den Iran rechtfertigen könnte. Zweitens: Der einzig sinnvolle Weg, nämlich eine diplomatisch ausgehandelte politische Lösung, bleibt den Kombattanten mit und ohne Krieg nicht erspart – ist aber ohne Krieg preiswerter. Drittens: Sollte Teheran den Willen zur Atomwaffe noch nicht besitzen, so ist Krieg das wirksamste Mittel, ihn zu entwickeln. Eine Kündigung des Vertrags gegen die Ausbreitung von Atomwaffen läge bedrohlich nahe, samt der Ansteckungsgefahr für andere Nationen in der Region – und das ausgerechnet im Jahr 2012, da eigentlich die 2010 vereinbarte Konferenz über eine von Massenvernichtungswaffen freie Zone im Nahen Osten stattfinden soll.

Deutschland spielt zwar eine wichtige Rolle, aber keine entscheidende. Weder allein noch im Verbund mit den anderen 26 EU-Staaten könnte Berlin einen Krieg verhindern. Wohl aber müsste es die Kriegssuppe mit auslöffeln. „Die Sicherheit Israels ist für mich als Bundeskanzlerin niemals verhandelbar. Und wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben.“ So sprach Angela Merkel 2008 vor der Knesset.

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Was aber füllt die Worte, wenn Israels Premier die Sicherheit seines Landes mit einem Angriffskrieg aufs Spiel setzt? Die politische Frage eines militärischen Beistands würde sich kaum stellen – überdies reichten Deutschlands militärische Kräfte nicht, um Israels Grenzen verteidigen zu helfen. Wohl aber müsste Berlin darauf gefasst sein, dass die vor der Küste des Libanon unter Uno-Mandat operierenden deutschen Marineeinheiten bisher nicht gekannten Gefährdungen ausgesetzt würden. Und im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen müsste Deutschland sich zu dem Begehren des Iran verhalten, Israels Militärschlag zu verurteilen. Mit einem „Jein“ wie im Fall Libyens vor einem Jahr wäre es da nicht getan.

Seit mehr als 40 Jahren hat Deutschland Israel handfest unterstützt, wenn es sich verteidigen musste. Auch mit Waffen. Wird es aber zum Angreifer, ist keine Hilfe denkbar, die auch nur in die Nähe dessen gelangen könnte, was von der Bundeskanzlerin in Jerusalem vermutlich erwartet würde. Im Gegenteil. Wahre Freundschaft verlangte, dass die Kanzlerin Benjamin Netanjahu in den Arm fällt und ihn vom Waffengang abhält. Die bilateralen Beziehungen zwischen Berlin und Jerusalem gehörten wohl mit zu den Kriegsopfern.

Deutschland, sagte einmal der ehemalige finnische Staatspräsident Martti Ahtisaari, habe sich seiner Vergangenheit geradezu vorbildlich gestellt. Das stimmt. Deutschland hat seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die tragende Rolle des Gewaltverzichts verinnerlicht und verstanden, im Widersacher den Verhandlungspartner zu sehen, dessen Interessen es zu verstehen gilt, womit ein Ausgleich erzielt werden soll. Zur Schutzpflicht Deutschlands gegenüber Israel muss daher auch gehören, den jüdischen Staat vor selbstmörderischen Abenteuern zu bewahren.

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Dilemma

Es entspricht der political correctness, irgendwie Deutschland für alles Übel der Welt verantwortlich zu machen, insofern fehlt hier noch der Verweis auf deutsche Waffenexporte. Davon abgesehen fügen sich die angeführten (beachtlichen) Argumente leider in die Strategie Irans, die eigene Atomrüstung systematisch zu verschleiern oder dem Westen bis zuletzt wenigstens die vermeintlich bequeme Möglichkeit zu bewahren, dass Verbunkerung, Anreicherung über das zivil nutzbare Maß hinaus und Forschung an Mittelstreckenraketen ganz zufällig geschehen. Meines Erachtens wäre hier auch ein wenig mehr Kritik an Iran geboten gewesen. Vielleicht auch an den Erfolgsaussichten diplomatischer Verhandlungen, die seit Jahren geführt und übrigens wiederum vom Iran offensichtlich hinhaltend geführt werden. Wir kommen schon bald an den Punkt, an dem wir uns zwischen einem konventionellen Krieg und zwei oder mehr Nuklearmächten entscheiden müssen, die sich höchst feindlich gesinnt sind und nur ein paar hundert Kilometer voneinander entfernt sind. Es gibt daher praktisch keine Vorwarnzeit für einen Angriff, kein rotes Telefon, und israel droht mit zwei nuklearen Explosionen das Ende. Ich denke daher, dass man die militärische Option nicht außer acht lassen darf, zumal ohne sie keine ernsthaften Verhandlungen des Iran zu erwarten sind.

  • Antworten
Helgoo01.04.2012 | 11:59 Uhr

Es ist doch nur ein

Es ist doch nur ein Machtspiel. Israel will nicht Irans Provokationen ignorieren,außerdem hat Israel auch viel mehr zu verlieren, denn es ist eigentlich der einzige Staat der wirklich vom Iran bedroht wird. Das gleiche Iran. Es will nicht schwach vor dem Westen stehen, denn es würde gleichzeitig vor der Bevölkerung schwächeln. Was fatal für das Regime were, wenn man auf Lybien, Ägypten etc. schaut. Man hat wohl auch Angst, dass der Westen weitere Forderungen stellen würde.

  • Antworten
Dyec01.04.2012 | 12:07 Uhr

Den Beginn Ihres Artikels empfinde ich als gewagt!

Dass das Iranische Regime die Shoah leugnet und Israel, oder zumindest seine Regierung "von der Landkarte tilgen" möchte (je nachdem, welche Übersetzung man bevorzugt), ist die eine Sache. Sie bezeichnen dies als "Lust am Konflikt". Entsprechend meinem Wissen ist die Leugnung der Shoah in sehr vielen Staaten strafbar. Die Drohung, Israel oder seine Regierung auslöschen/von der Landkarte tilgen zu wollen, stellt einen direkten Verbalangriff auf einen Staat, resp. seine gewählten Vertreter dar und ist damit eine äußerst kritisch zu betrachtende Aussage, und ist eine ernstzunehmende Bedrohung.
Im gleichen Satz bezichtigen Sie unseren PM implizit der Alleinschuld am Scheitern der Staatsgründung Palästinas und bezeichnen auch dies als "Lust am Konflikt". Die Mitschuld der PA/Hamas am immerwährenden Scheitern erwähnen Sie mit keinem Wort.
Zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, werden hier zu einem höchst einseitigen Titel zusammen gefügt, der die Leser a priori glauben lässt, dass nur und ausschließlich unser PM für einen (hoffentlich doch noch zu vermeidenden!) Präventivschlag gegen den Iran zur Verantwortung gezogen werden müsse.
Ist das wirklich fairer Journalismus auf hohem Niveau?

  • Antworten
esther scheiner01.04.2012 | 15:45 Uhr

Der ewige Sündenbock

Wieder einmal ein Artikel, der an Einseitigkeit nicht mehr zu überbieten ist. Das der Iran seit Jahren durch seine Unterstützung von Hisbollah und Hamas einen Stellvertreterkrieg gegen Israel führt, wird ebenso unter den Tisch fallen gelassen wie das unkontrollierte atomare Wettrüsten (Saudi-Arabien, Ägypten, Türkei) das ausbricht, wenn der Iran Atommacht wird. Das die Israelis die Mauer nicht gebaut haben um einen palästinensischen Staat zu verhindern, sondern um sich vor palästinensischem Terror zu schützen, dass die Fläche aller Israelischen Siedlungen 0,99% des Westjordanlandes ausmacht, das 20,1% aller Israelis Araber sind aber ein Palästinenserstaat "Judenrein" sein soll und dass die Räumung aller Siedlungen im Gazastreifen Israel nur noch mehr Terror gebracht hat (22 tote Israelis + 1 Thailänder durch Qassam-Raketen)spielt bei so viel Ignoranz und Unkenntnis schon fast keine Rolle mehr.

Nun wollen die Deutschen Israel belehren wie man es richtig macht. Die jedoch haben aus der Weltgeschichte eines gelernt: Verlass dich auf andere und du bist verlassen.

  • Antworten
H. Bonsmann01.04.2012 | 16:43 Uhr

Antwort

Sehr geehrter Herr Bonsmann,

Halbwahrheiten, prophetisches Kaffeesatzlesen und effektive Unwahrheiten auf einen gut recherchierten Artikel kann ich nur als Chuzpe bezeichnen.
• Hisbollah und Hamas: nicht meine Freunde, aber ein wenig Geschichtskenntnis und eine differenziertere Betrachtungsweise wären angebracht, um sie nicht mit einem Stellvertreterkrieg in Verbindung zu bringen.
• unkontrolliertes atomares Wettrüsten: bei Ihren hellseherischen Fähigkeiten sollten Sie Lotto spielen
• Mauer und palästinensischer Terror: schon 1961 wurde bei einem Treffen des Warschauer Paktes vorgeschlagen, „an der Westberliner Grenze der Wühltätigkeit gegen die Länder des sozialistischen Lagers den Weg zu verlegen“. Wie sich die Rechtfertigungen doch gleichen.
• Fläche der Israelischen Siedlungen: abgesehen davon, dass Israel über 70 % der Westbank in den 1980er Jahren einseitig zum „Staatsland“ erklärt hat mit dem Ziel, es für israelische Kolonien zu nutzen, sind die bisherigen über 120 offiziellen Kolonien und weitere 100 Außenposten mit 300.000 Kolonisten zwar auf einer relativ kleinen Fläche (1,5 %), was Sie jedoch verschweigen ist, dass de jure das Gebiet über 5 % umfasst und weitere 23 % der Westbank auf militärischen Beschluss für Palästinenser nicht zugänglich sind. Die Kolonien und Außenposten liegen übrigens zu über 80 % auf palästinensischen Privatbesitz und sind strategisch konsequent über das gesamte Territorium verteilt. Aber es ist ja nicht nur die illegale Kolonialisierung des Westjordanlandes, auch in Ost-Jerusalem ist die gleiche Strategie erkennbar. 12 Kolonien mit 200.000 Menschen bilden zwei Ringe um die Stadt, wobei der äußere Ring bis weit in die Westbank hineinreicht und sie praktisch in zwei Teile teilt und die Bewohner gleichzeitig vom Ostteil der Stadt isoliert.
• 20,1 % der Israelis sind Araber: verstehe ich nicht ganz. Das sind die Nachkommen der ehemaligen Bewohner oder anders ausgedrückt der Rest, den die Israelis noch nicht vertreiben konnten.
• 22 tote Israelis durch Qassam-Raketen: damit wir uns richtig verstehen: schon ein Toter wäre zu viel. Aber der Gerechtigkeit willen sollten Sie dann auch anmerken, dass so eine hohe Zahl bei einem einzigen „Vergeltungsschlag“ auf ein palästinensisches Flüchtlingslager angefallen ist. Den 22 Opfern auf der israelischen Seite stehen übrigens knapp 10.000 getötete Palästinenser, darunter über 1.300 Minderjährige gegenüber.

Sie sollten etwas mehr bei der Wahrheit bleiben, verehrter Herr Bonsmann, sonst merkt man die Absicht und ist verstimmt.

  • Antworten
Peter02.04.2012 | 17:59 Uhr

Danke

Danke H. Bonsmann für diesen Kommentar. Sie sprechen mir aus der Seele.

  • Antworten
Alexander G.03.04.2012 | 14:02 Uhr

Die vermeintlichen Atompläne

des Irans kosten bereits Milliarden Autofahrer in der Welt ganz erhebliche Mittel. Von der beginnenden Wirtschaftskrise durch steigende Ölpreise mal ganz abgesehen. Es steht offenbar außer Frage, dass der Iran nach der Atombombe strebt und dass dies verhindert werden muss. Die USA haben die Sanktionen gerade erst ausgeweitet. Wenn es noch ein paar Monate so weitergeht, entsteht ein enormer Druck das Problem zu lösen und die Ölversorgung sicherzustellen. Insofern wird Israel Ende des Jahres, nach den Wahlen in den USA, wohl kaum alleine dastehen. Denn ein stomar bewaffneter Iran würde die Region ja noch mehr destabilisieren. Die Gefahr von A-Bomben auf saudi-arabische Ölfelder böten der Spekulation ja enorme Anreize. Insofern wird dem Westen, unabhängig von Israel, früher oder später gar nichts anderes übrig bleiben, als militärisch einzugrefen, falls die Mittel der Diplomatie bis zum November nicht greifen.

  • Antworten
Christoph Kuhlmann02.04.2012 | 12:50 Uhr

Herr Stützle, Ihr Artikel ist ein 1. April Witz

Offenbar kennen Sie PM Benjamin Netanjahu nicht. Nach Ihrer Ansicht hat er eine Macke: er ist nämlich nicht damit einverstanden, dass Israel vom Iran vernichtet wird. Schon frech von ihm, gelle?

  • Antworten
Susya Bar Dror02.04.2012 | 15:56 Uhr

Die eigentliche Crux

, vor der Israel steht, wurde in dem Artikel lediglich en passant erwähnt: "Israels Recht auf Verteidigung ist unbestritten, sobald es angegriffen wird." Genau aber das ist das Problem: sollte Israel mit ein oder zwei iranischen Atombomben angegriffen werden, gibt es nichts mehr, was für Israel zu verteidigen wäre. Ein im israelisch-US-amerikanischen Zweitschlag entfachtes Armageddon auf iranischem Boden wäre für Israel dann nur noch die Befolgung des biblischen Aug um Auge und Zahn um Zahn. Ich glaube eher, Iran wird das israelische Bombenspiel spielen. Die Bombe bauen, aber die Welt im Unklaren lassen, ob man nun die Bombe hat oder nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob heute noch Explosionstests benötigt werden, um Nuklearwaffen zu testen. Möglicherweise geht das über Computersimulationen. Bei Israel rätselt man ja auch bis heute, ob die jemals einen realen Test durchgeführt haben.

  • Antworten
Rudolf Stein03.04.2012 | 00:23 Uhr

Israel und wir

Ich stelle mich an die Seite meines Kollegen Günter Grass, er hat ja nur formuliert, was viele Menschen in Europa schon seit langer Zeit denken. Nur offiziell wird an einer Lüge mit Selbsttäuschungsabsicht festgehalten. Israel war von Beginn an aggressiv gegenüber seinen Nachbaren und hat sich Land genommen, dass ihm von der UN nie zugestanden wurde. Noch heute baut israel auf arabischen Boden Häuser, aber die Welt schweigt dazu, aus gut gehüteten Gründen.

  • Antworten
Otmar Schütze05.04.2012 | 08:43 Uhr

Was Ahmadinedschad wirklich sagte.

Sein Satz lautete:
'Das Besatzerregime von Jerusalem muss Geschichte werden'.

Quelle: Süddeutsche Zeitung, Suchfunktion nutzen mit: 'Der iranische Schlüsselsatz'.

Aus diesem Satz wurde dann durch Falschübersetzung die Propagandalüge: 'Israel muss von der Landkarte radiert werden.'

Seitdem ist diese Lüge durch millionenfache Wiederholung zur Wahrheit geworden. Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. (Aischylos)

Die auch hier im Artikel und diversen Kommentaren aufgestellte Behauptung, die iranische Regierung wolle Israel vernichten, ist wahlweise dummes Zeug, Paranoia oder bewusste Fälschung.

  • Antworten
Martin Protz06.04.2012 | 16:22 Uhr

"Von der Landkarte tilgen"

Glaubwürdige Quellen berichten, dass diese Übersetzungen der Aussagen iranischer Politiker, gefälscht, aber auf jeden Fall manipuliert sind.
Ich pers. glaube an Manipulation.
Wenn der Iran Atomwaffen hätte, würde das die gesamte Region stabilisieren.
Die USA und Israel könnten dann nicht mehr wie ein Wolf im Hünerstall,
nach Lust und Laune agieren.
Gregor Schock Hamburg
PS. Es gibt nicht nur den Begriff des Antisemitismus sondern auch den Fakt des Antigermanismus !

  • Antworten
Gregor Schock07.04.2012 | 14:50 Uhr

Falsche Blockade

Iran kann man wirklich nur raten sich dieser Ebene der Israelis zu entziehen. Es ist doch so wie es mein Vater mir immer geraten hat: "Mit denen Du Dich aufhälts prägt Dich". Mit zunehmender Zeit hat dieser Spruch was in sich. Die sollen sich auf Ihr Geschäft konzentrien und zeigen was Sie draufhaben. Intelligentes Volk mit viel Potenziall bei richtigen Freunden. Die werden nur gebremst und verwirrt, die welche Ihr faires Geschäft machen möchten, sollen den richtigen Weg frei machen. Das ist auf so klein klein wie betrieben erschwert zeitraffer Verdächtig.

  • Antworten
plüschio10.04.2012 | 20:09 Uhr

vor Selbstgerechtigkeit triefend

Sehr geehrter, lieber Herr Dr. Stützle,

mit ausgesprochenem MIßvergnügen habe ich soeben Ihren Beitrag in der aktuellen Ausgabe des „Cicero“ gelesen. Unter der Überschrift „Was will Netanjahu?“ vergleichen Sie auf m.E. völlig unzulässige Weise die Siedlungspolitik Israels (nicht Netanjahus Erfindung!) mit der atomaren Drohkulisse des Iran. Daß Ihnen beides nicht gefällt, berechtigt Sie noch lange nicht, diese Sachverhalte als vergleichbar darzustellen. (Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich…)

Es liegt mir fern, die Siedlungspolitik zu verteidigen, sie jedoch mit den Drohungen Ahmadinejads zu vergleichen, heißt ja fast, diese für folgerichtig und verständlich zu erklären. Nein, hier benutzt das Teheraner Regime u.a. die Siedlungspolitik als Alibi für seine aggressiven, existenzgefährdenden Drohungen und ungeheuerlichen Behauptungen; und Sie – wie so viele Andere – gehen ihm auf den Leim. Um auch meinerseits die Merkel Rede vor der Knesset als Argumentationshilfe zu benutzen: „Ich weiß sehr wohl: Sie brauchen keine ungebetenen Ratschläge von außen und schon gar nicht von oben herab.“ Das sagte sie notwendiger und berechtigter Weise zu den israelischen Abgeordneten.

Ich finde Ihren Beitrag enttäuschend und vor Selbstgerechtigkeit triefend.

Mit dennoch freundlichem Gruß,

Jochen Feilcke
Deutsch-Israelische Gesellschaft
Arbeitsgemeinschaft Berlin und Potsdam
Vorsitzender

  • Antworten
Jochen Feilcke16.04.2012 | 15:15 Uhr

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