Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Das Demografie-Wunder: Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Wer früher ausstirbt, ist länger tot

Weltbühne

Der Gipfel in RioWer früher ausstirbt, ist länger tot

Von Marie Amrhein24. Juni 2012
picture alliance
Eichenprozessionsspinner,Rio+20,UN-Gipfel,Tierarten
Der Eichenprozessionsspinner ist nicht vom aussterben bedroht – leider
Schrift:

Beim UN-Gipfel in Rio wurde einmal mehr die Chance vertan, Substantielles für unsere alte Erde zu tun. Für viele Tierarten wird es nun eng, sie könnten aussterben. Nicht dazu gehört der Eichenprozessionsspinner. Leider

Tiefe Augenränder, zerkratzte Arme, verquollene Lider. Kennen Sie den Eichenprozessionsspinner? Der Forstschädling legt seine Eier gerne in freistehende Bäume in der Nähe von Straßenlaternen. Die langen mit Widerhaken versehenen Härchen, die den Rücken seiner Raupen bedecken, fliegen bis zu 200 Meter weit und lösen bei sommerlich gestimmten Waldbesuchern fies juckende Stellen aus. Es soll bis zu zwei Wochen dauern, bis das Jucken nachlässt. Brandenburg hat gerade besonders damit zu kämpfen. Und ich.

Es gibt Tiere, die brauchen wir mehr und andere weniger. In Rio de Janeiro trafen sich in den vergangenen Tagen Menschen, denen unsere Welt und mit ihr die Lebewesen auf ihr sehr am Herzen liegen. Denn es gibt eine Menge von ihnen, die es wahrscheinlich nicht mehr lange machen. Darunter fällt leider nicht der Eichenprozessionsspinner, dafür aber 41 Prozent unserer Amphibien, 33 Prozent der Riffe bildenden Korallen, 25 Prozent der Säugetiere, 13 Prozent der Vögel und eine von fünf Pflanzenarten. 64.000 Pflanzen- und Tierarten hat die Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature) untersucht, fast 20.000 von ihnen sind vom Aussterben bedroht. Schuld am Artenschwund ist nicht nur der Mensch – aber auch.

Man kann sich jetzt genüsslich zurücklehnen und sagen: Was macht es schon, wenn es ein paar Korallenarten weniger gibt? Wer braucht schon die Tigerpython in freier Wildbahn? Den Paradiesschnäpper? Nun sind viele der bedrohten Arten aber zuständig für das Leben auf unserem Planeten. Sie sind Quelle für Nahrung, für Medikamente, für sauberes Wasser. Wenn sie wegfallen, gefährden sie die Existenzgrundlage von Millionen Menschen, warnt IUCN-Chefin Julia Marton-Lefèvre und versuchte damit im Vorfeld des Rio+20-Gipfels Druck auszuüben auf die Politik. Die aber hat sich erfolgreich weggeduckt.

Bildergalerie: Planet Ocean – Die Welt der Ozeane

1992, beim ersten UN-Gipfel dieser Art in Rio, lag Aufbruchstimmung in der Luft. Mit Macht und Engagement schrieb man sich damals gemeinsam nichts Geringeres als die Weltenrettung auf die Fahnen. Politiker zeichneten ein hehres Ziel: Alles ihnen Mögliche dafür zu tun, das Überleben der Wälder und Meere, der Menschen und Tiere unseres Planeten zu sichern. Man schmiedete Pläne, deren Vollstreckung allerdings schnell wieder an Schwung einbüßte.

Die Entdeckeratmosphäre von damals versuchen die Beteiligten nun vergeblich wieder zu erwecken. Der Geist der Klimarettung hat Staub angesetzt. Revoluzzergedanken, die mit dem Geruch nach Mottenkugeln einhergehen, finden nur schwer ihre Anhänger. Das haben auch die Politiker dieser Erde begriffen und so blieben jene, die der Veranstaltung Gewicht hätten verleihen können, wie Angela Merkel oder Barack Obama, fern. Allein Francois Hollande, noch neu in seinem Schloss, will hinter seine Wahlversprechen nicht so schnell zurückfallen und mischte sich unter die etwa 100 Staats- und Regierungschefs, die den Weg nach Brasilien auf sich nahmen.

Dabei hätte man sich all das Kerosin, das Geld für die Sicherheitsmaßnahmen und die Unterbringung der anspruchsvollen Persönlichkeiten sparen können. Um den Ärger gleich hinter sich zu haben, hatte man nämlich die gemeinsame Abschlusserklärung nach nächtlicher Diskussion noch vor der Veranstaltung unterschrieben. Mit den mickrigen Absichtserklärungen wurde der Gipfel damit beendet bevor er überhaupt anfing. Deutschlands neuer Umweltminister Peter Altmaier hatte verkündet, es sei besser, 70 Prozent seiner Ziele zu erreichen, als "in Schönheit zu sterben" und leer auszugehen. In Anbetracht der zweifelhaften Schönheit des Ministers eine Lose-Lose-Situation.

Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

Weiterführende Links

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Agenda 2010
Die verleugnete Erfolgsgeschichte der SPD
von
11.03.2013
Ware Frau
Prostitution abschaffen!
von
08.03.2013
Selbstverschuldete Unmündigkeit
Karlsruhe agiert, Berlin reagiert
von
08.03.2013
Berlin
Die Möchtegern-Metropole
von
07.03.2013

Zu den Kolumnisten von CICERO ONLINE
Twitter
zum Ressort

Weiterführende Links

Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Agenda 2010
Die verleugnete Erfolgsgeschichte der SPD
von
11.03.2013
Ware Frau
Prostitution abschaffen!
von
08.03.2013
Selbstverschuldete Unmündigkeit
Karlsruhe agiert, Berlin reagiert
von
08.03.2013
Berlin
Die Möchtegern-Metropole
von
07.03.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

Erste Figuren, letzte Ideen – die Karikaturen der Woche

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Göttinger Demokratie-Forschung
Parlamentswahlen in Norwegen: „Menschen, nicht Milliarden“

Im September wird in Norwegen ein neues Parlament gewählt. Fünf Monate vor der Wahl stehen die…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

De Maizières harte Landung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
Die Türkei muss in die EU, fordert Gerhard Schröder im Cicero. Hat er Recht?
Ja, ein Beitritt ist dringend nötig, um die Region zu stabilisieren
15%
Nein, die EU wäre heillos überfordert
85%
Gesamtstimmen: 759
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang