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 > Der Euro scheitert mit leisem Seufzer

Weltbühne
Michael Naumann

Der Euro scheitert mit leisem Seufzer

von 
Michael Naumann
19. Januar 2012
picture alliance
Griechenland, Euro, Europa, Schuldenerlass, Gläubiger, Michael Naumann
Auf diese Weise endet die Welt – des Euro

Europa ist in diesen Tagen am Scheideweg angelangt – und nur wenige regt das noch auf. Cicero-Chefredakteur Michael Naumann über eine Kreuzfahrt, die mit einem leisen Seufzer zu Ende geht

Seite 1 von 2

Er gehört nicht mehr zur Schullektüre der Abiturklassen – der amerikanische Poet T.S. Eliot, und doch öffnet die Lektüre des Halbvergessenen überraschende Assoziationsfenster in unsere Gegenwart. The Hollow Men heißt eines seiner einst berühmten Gedichte und wer mag, kann die Eingangsstrophe auf die Vergeblichkeit der Euro-Rettungskonferenzen dieser Tage beziehen: „We are the hollow men/We are the stuffed men/Leaning together/Headpiece filled with straw. Alas!/We whisper together/Are quiet and meaningless/As wind in dry grass/Or rats‘ feet over broken glass/In our dry cellar”. Und wer der nicht ganz unberechtigten Meinung ist, dass die Tage des Euro gezählt sind, kann ohne weiteres auf die oft zitierten letzten Zeilen verweisen: „This is the way the world ends/Not with a bang but a whimper“

Bildergalerie: CICERO ONLINE präsentiert: Die Kandidaten für die Euro-Nachfolge
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Anders als in Griechenland, in Italien oder Portugal gehen wir Deutschen frohgemut unserer Arbeit nach; denn wir haben sie ja. Die Medien spüren den kleinen oder großen Vorteilsannahmen des Präsidenten nach (noch ein Upgrade hier oder da?) und die Regierung macht keineswegs den Eindruck, dass sie unter dem Superleichtgewicht der FDP zusammenbrechen könnte. Im Gegenteil, mit Busch gesprochen: Ist der Ruf erst ruiniert, regiert sich’s völlig ungeniert. Dass Europa in diesen Tagen am Scheideweg angelangt ist – irgendwie regt das nur noch die Wirtschafts-Journalisten auf.

Anders gesagt: Das Ende der gemeinsamen Währung käme nicht mit einem Knall einher, sondern mit einem Seufzer – einem deutschen Seufzer vielleicht, weil die schönen Jahre des Exportbooms auf Kosten unserer Nachbarn zu Ende wären, doch die Kanzlerin und Bild wird den Griechen, den Italienern oder Franzosen schon erklären, dass sie selbst daran schuld wären.

Wer erinnert sich noch an den berühmten Eurorettungsfonds EFSF? Und an die berüchtigte Hebelwirkung, mit der diese Notfallbank ihr abstraktes Vermögen von rund 1,8 Milliarden multiplizieren sollte?  Reales Geld hat sie nicht, sondern nur Garantieerklärungen kreditgebender Regierungen. Schon stellt sich heraus, dass dieses Finanzinstitut zu komplex ist, um mit schnellem, frischem Geld die Griechen oder Italiener aus der Überschuldungsfalle herauszuziehen.

Auf der nächsten Seite: die Euro-Zone als havariertes Kreuzfahrtschiff

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Euro

Der Euro war für uns Bürger ein schöner Traum, grenzenlos in Europa reisen und mit dem gleichen Geld überall bezahlen zu können. Warum geht dieser Traum zu Ende? Die deutsche Industrie boomte, der Binnenmarkt wurde vernachlässigt und die anderen Euroländer in die Verschuldung getrieben. Was hat die Kanzlerin darüber gejubelt, aber nichts begriffen. Die Schuldenkrise ist ja eigentlich eine Krise der europäischen Politiker, also der Elite. Sie hat ihre Erfolge auf Kosten der Schulden anderer betrieben. Wo blieb dabei die Gleichberechtigung der europäischen Staaten? Die Politiker und Frau Merkel ganz besonders, sie haben den Euro zerstört, sogar das eigene Land verschuldet und der eigenen Bevölkerung den Wohlstand vorenthalten zugunsten der Gewinne. Die Gewinner sollten jetzt zahlen und auf diesen Typ von Lobby-Politkern können wir verzichten. Die Stunde der kühl rechnenden Experten ist nun gekommen.

  • Antworten
Otmar Schütze19.01.2012 | 09:43 Uhr

Zerstörung des Euro

So kann man es auch sehen. Schulden der anderen?? Was meinen Sie zu unseren eigenen Schulden?? Wir haben alle über unsere Verhältnisse gelebt, die einen mehr, die anderen weniger. Dafür werden die einen nun mehr, die anderen weniger bestraft.

  • Antworten
sympatico19.01.2012 | 16:33 Uhr

Herr Naumann schreibt

"...weil die schönen Jahre des Exportbooms auf Kosten unserer Nachbarn zu Ende wären" und geht damit völlig fehl. Denn der Exportboom ist mitnichten auf Kosten der Abnehmerländer.

Sondern auf Kosten der (nicht beamteten) Arbeitnehmer in Deutschland.

Die dank einer übergroßen Koalition aus SPD, FSP, Union und Grünen, den DGB-Gewerkschaften und den Arbeitgebern seit über einem Dutzend Jahren mit Reallohnverlusten diesen Boom finanzieren (müssen).

  • Antworten
VerySeriousSam19.01.2012 | 09:50 Uhr

Falsche Aussagen und schiefe Vergleiche

helfen doch auch nicht weiter.

Zitat: "Einfach gesagt: Sollte die Staatsschuldenlast der armen Partnerstaaten nicht in den nächsten Wochen auf mehrere Schultern verteilt werden, verwandelt sich die Euro-Zone in ein havariertes Kreuzfahrtschiff, dessen Kapitän frühzeitig von Bord gegangen ist. Es wäre diesmal freilich kein verantwortungsloser Italiener. Es wäre Angela Merkel persönlich."

Deutschland hat neben den 2 Billionen Euro explizite auch noch 5 Billionen implizite Schulden, ein Demographieproblem ungeheuren Ausmaßes und immer noch interne Strukturprobleme zwischen Ost und West. Es geht einfach nicht an, dass Herr Naumann fröhlich das Geld an sogenannte arme Länder in der Eurozone verteilt. Herr Naumann übersieht auch, dass es in der Schuldenkrise längst nicht mehr um "arme" Länder geht: Italien ist eine reiche Nation mit einer starken Wirtschaft, deren Bevölkerung im Schnitt vermögender ist als die deutsche. Es ist schon eine besondere Form des Eurofanatismus, von den deutschen Steuerzahlern zu verlangen, sie sollen jetzt die Schuldenzeche der anderen (und eben nicht nur der armen) Euroländer begleichen.

Merkel ist nicht die Kapitänin auf dem Euro-Dampfer, sondern sie ist Mitglied eines 17-köpfigen völlig zerstrittenen Kapitänsrat, in dem Vertreter von Dampferpassagieren sitzen, die immer noch versuchen auf schlanke Art aus einer Schuldenfahrt herauszukommen - auch wenn es zur Havarie kommen sollte. Auch dieser Vergleich ist also einfach falsch.
Um im Bild zu bleiben: Manchmal ist es besser, eine Kreuzfahrt abzubrechen, auch wenn die Stornokosten sehr hoch sein sollten. Das Kreuzschiff Euro sollte einige der Passagiere entlassen (auch mit Gewalt)und versuchen in einem zweiten Anlauf neue Fahrt aufzunehmen.

  • Antworten
Grinario19.01.2012 | 10:34 Uhr

Ein gefährliches Spiel

Nehmen wir einmal an, Deutschland würde wirklich umfassende Garantien für die Schulden der Euro-Partnerländer übernehmen, wie das deren Gläubiger und Regierungen, insbesondere Mario Monti und nun auch Sie, Herr Naumann, verlangen. Was würde passieren? Die Zinsen für die hochverschuldeten Länder würden sinken und die für Deutschland würden steigen. Schön. Wenn das der gesamte Preis für das dauerhafte Fortbestehen der Eurozone in heutigem Umfang wäre, dann wäre es das wert.

Wäre es aber nicht, da die Entwicklung weiterginge. Was würde folgen? Es gäbe Länder, die durch die reduzierte Schuldenlast aus dem Schneider wären und ihre Finanzen selbst sanieren könnten (Gruppe A). Es gäbe Länder, die - anders als die Balten - eine interne Abwertung politisch nicht durchsetzen könnten und in Ermangelung der Möglichkeit externer Abwertung dauerhaft wettbewerbsunfähig blieben (Gruppe B). Und es gäbe Länder, in denen es eine politische Mehrheit opportun fände, sich auf den deutschen Garantien auszuruhen und zu sagen: Lasst uns weiter mit 60 in Rente gehen und darauf verzichten, unsere Steuern einzutreiben, denn die Deutschen werden am Ende sowieso alles bezahlen (Gruppe C).

Sollten sich alle Partnerländer in der Gruppe A wiederfinden, wäre das ein Zeichen dafür, dass die Welt wirklich besser geworden ist. Da ich daran nicht glaube, nehme ich an, dass auch die Gruppen B und C gut vertreten wären. Und was dann? Dann könnte entweder Deutschland einen Gutteil der Schulden selbst tilgen oder es müsste - selbst oder über Brüssel- massiv in die Partnerstaaten hineinregieren. Dann erst wäre die deutsche Bundeskanzlerin wirklich eine Art Kapitänin Euro-Europas, deren Befehlsgewalt letztlich bis in das kleinste Finanzamt der Provinz Sizilien reichen müsste. Notfalls dürften dann Bundeswehrsoldaten die norditalienischen Steuerprüfer dort vor den Übergriffen der Mafia und die Marionettenregierungen in Rom und Athen vor gewalttätigen Demonstranten schützen.

Wollen Sie wirklich eine Dynamik lostreten, die zu einem finanziellen Völkergefängnis namens Eurozone mit deutschen Kerkermeistern führen könnte? Was würde das für die Frage nach Krieg und Frieden bedeuten? Wäre es da nicht besser, das Ausscheiden der mit dem Euro wirtschaftlich nicht zurechtkommenden Partner und eine Handvoll – sicherlich auch für uns teurer, aber strategisch erträglicher – Staatsinsolvenzen hinzunehmen und dort wieder anzuknüpfen, wo eine erfolgreiche Europäische Union souveräner Nationalstaaten Mitte der 1990er Jahre stand? Oder wollen wir testen, ob wir das hinbekommen, woran im blutigen 20. Jahrhundert zuerst die Habsburger und Osmanen und zuletzt die Russen und Serben gescheitert sind?

  • Antworten
Karl Schade19.01.2012 | 12:08 Uhr

Havarie

Der Torpedotreffer dürfte schon mit dem Wandel der System-
relevanz ( too big to fail ) in die Systemirrelevanz ( too
big to save ) in der Mitte des Kreuzfahrtschiffes, aus dem
Mangel an Masse, gelandet sein. Der Erste der das gemerkt
haben dürfte ist die kleine Ratingagentur Egan-Jones, denn
mit dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der BRD dürfte
das Schicksal der EU besiegelt sein.
So bleibt dem Kapitänin Merkel nur noch die Hoffung, das
Totgesagte länger leben sollen!!

  • Antworten
Pequod19.01.2012 | 16:57 Uhr

Die Schuldenlast der Armen Länder verteilen ...

Soweit kommt es noch, bevor diese "armen" Länder nicht ihre Oberschicht zur Kasse bitten, darf Herr Naumann dann auch den armen Bürgern dieses Landes erklären, warum sie höher belastet bzw. weniger gefördert werden sollen, obwohl die Wolhabenden der Schuldenländer keine Einbußen haben. Denn da hat Frau Merkel gar nichts zu (be-) steuern. Das ist das Seltsame an dieser Logik, Deutschland hat dort zwar nichts zu sagen, wird aber für das Elend der Welt verantwortlich gemacht. Kommen wir zu den bösen Exportüberschüssen. Niemand hat die Kunden gezwungen Kredite aufzunehmen um deutsche Waren zu kaufen. Das widerspräche der Vertragsfreiheit, einer elementaren Grundlage der westlichen Zivilisation. Italien ist nicht überschuldet, weil es so viele deutsche Waren kauft, sondern weil Steuerhinterziehung ein Volkssport ist und schon zu Lirazeiten erhebliche Schulden gemacht wurden. Die heutigen Zinsen sind minimal, verglichen mit denen, die Italien vor zehn Jahren zahlen musste. Kommen wir zu Spanien, die spanische Wirtschaft leidet unter der einseitigen Ausrichtung auf den Bausektor und dem Platzen einer gigantischen Immobilienblase. Das hat mit deutschen Exporten nun rein gar nichts zu tun. Dasselbe in Irland, wo die Krise eindeutig durch den, im Vergleich zur Landesgröße, exorbitanten Finanzsektor und eine extrem lasche Regulierung ausgelöst wurde. Bleiben Griechenland und Portugal. Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, wo die deutsche Textilindustrie weitgehend nach Portugal ausglagert wurde. Es gab Abfindungen für die Unternehmer und tausende von Näherinnen in meiner Gegend wurden arbeitslos. Wer macht das Geschäft jetzt? Asien und die Türkei. Sind jetzt deutsche Exporte daran Schuld, das die Türken wettbewerbsfähiger sind. Macht ein Europa überhaupt Sinn, wo die Gemeinschaft der Bevölkerung einen Mindestlebensstandard garantieren soll? Egal welchen Unfug die demokratisch gewählten Politiker dieser Länder mit der Zustimmung der Bürger anrichten. Glauben wir wirklich, das sich das Ausmaß an nationaler Solidarität einfach auf Europa übertragen lässt? Also Momentan bin ich jedenfalls sehr froh, dass Frau Merkel und nicht Herr Naumann regiert. Die Aufstockung des IWF Fonds wird übrigens an den Briten und USA und Kanada scheitern und nicht an Deutschland. Die Briten verweigern die Aufstockung des europäischen Rettungsschirmes weshalb der Rest der Angelsachsen eine Aufstockung des IWF verweigert. Ich glaube nicht, das der Euro baden geht, aber die Eurozone wird ein bisschen kleiner. Vielleicht 12 statt 17 Länder. Warum nicht?

  • Antworten
Christoph Kuhlmann19.01.2012 | 17:02 Uhr

Prof. Sinn

in der gestrigen Sendung "Unter den Linden" hat Prof. Sinn etwas Wichtiges gesagt (Zitat sinngemäß):

DA SOLLTE DIESE REGIERUNG sowie SPD u. GRÜNE MAL HINHÖREN !!!

Unser Geld ist seit SCHÖDER u. MERKEL in die Südländer abgwandert und man hat nicht mehr in Deutschland investiert (siehe Strassen, Schulen, Renten,Stromerzeugung, usw.)

Nun haben diese Länder aufgrund unseres Geldes und Kredite die Löhne und Preise in den eigenen Ländern immer höher getriegen....ohne jeden wirtschaftlichen Hinterhalt.

Nun wäre Deutschland endlich an der Reihe sein Geld in Deutschland und die Deutschen zu investieren.

Unsere Löhne und Renten müssten nun endlich stark erhöht werden.

Wir haben mit unseren eigen EXPORTEN unser Land schwächer gemacht, weil wir das erwirtschaftete Geld ins Ausland getragen haben statt es in das eigene Land zu investieren !!

  • Antworten
GWalter20.01.2012 | 13:41 Uhr

Der Euro scheitert mit leisem Seufzer

Noch einmal:
FRANZ-ULRICH WILLEKE. "Deutschland, Zahlmeister der EU". OLZOG-Verlag, München 2011. Von 1976 bis 2008 hat Griechenland 133,5 Milliarden EURO/ECU/RE via Brüssel (netto) erhalten. Deutscher Anteil:
69 Milliarden EURO).
Die Italiener haben ein Geldvermögen, das höher ist als ihre Staatsverschuldung. Aber Deutschland soll zahlen....und wird am Ende auch zhlen müssen. Sei es direkt oder durch Inflation.
Über TARGET 2 hat die Bundesbank ca. 500 Milliarden Forderungen via EZB an die Zentralbanken der PIIGS-Länder (Ca. 100 Milliarden gegenüber Griechenland).
Überwiegend haben die südländischen Banken die fast 500 Milliarden EZB-Geld (zu 1 % Zinsen auf drei Jahre) abgegriffen, um damit dann die Staatspapiere ihrer Länder zu kaufen. (Zu 4,5 bis 5,5 Prozent).
Die Staatspapiere werden dann auch noch von der EZB aufgekauft. Bisher ca. 200 Milliarden EURO.Reiche Griechen zahlen keine Steuern, schaffen ihr Geld ins Ausland und kaufen dann griechische Staatsanlehen zu 31 %, die dann - mit Steuergeldern aus Europa (Deutschland) - zu 100% getilgt werden. Und ist es auch Wahnsinn so hat es doch Methode.
Und nun? Es wird sich das sarkastische Bonmot des LE FIGARO bewahrheiten: "Maastricht ist Versailles ohne Krieg. (Die Deutschen zahlen)."
"So wie sich die neuen Tage
aus dem Schutt der alten bauen,
kann ein gut geschultes Auge
rückwärts blickend vorwärts schauen".
Bittesehr!

  • Antworten
Wolfram Wiesel20.01.2012 | 21:00 Uhr

Hoffentlich bald!

Der Euro hat nur der sog. deutschen (und auch der griechischen) Elite genutzt. Aber auch das nur kurzfristig. Aufgrund seiner Anbindung an die einzig auf Werterhalt gerichteten Interessen von Beamten, staatlich geschützten Freiberuflern und anderern Rentenbeziehern ist der Euro ein regelrechter Selbstzerstörungsmechanismus. Alle Gesellschaften, die sich seinem rigorosen (abwertungsfeindlichen) Regime unterwerfen, nicht nur südeuropäische, müssen daran zugrunde gehen.
Wenn die Währung stabil, also abwertungsresistent sein soll, weil alle Bezieher staatlich geschützter Einkommen es so wollen, dann müssen die Arbeits- und Lebensverhältnisse der nicht geschützten Arbeitnehmer sehr flexibel sein. Nur meint Flexibilität eben permanente Unsicherheit der Lebensverhältnisse. Die untere Hälfte der Bevölkerung reagiert darauf mit einer Verzicht auf alles, was nicht notwendig ist, insbesondere mit dem Verzicht auf Kinder. Alle Gesellschaften, die glauben, gesellschaftliche Stabilität käme von einer "stabilen" Währung, löschen sich letztlich selber aus.
Wenn der Euro jetzt scheitern sollte, ob mit einem Sufzer oder mit einem Knall, wäre das also nur wünschenswert; nicht für Deutschland allerdings, denn Deutschland hat seine Zukunft schon hinter sich, aber für Länder wie Frankreich, die dann wieder zu einer flexiblen Währung zurückkehren und ihr erfolgreiches Gesellschaftsmodell, das jetzt durch das Übergreifen deutscher "Stabilätspolitik" stark gefährdet ist, fortsetzen können (wie alles so kam und warum und was noch kommt).

  • Antworten
Dieter Staas20.01.2012 | 22:21 Uhr

Donald Ducks Daumenkino ''Der große Knall''

So fehlt in der Karikatur ''Die Kandidaten für die Euro-Nachfolge''
nur noch Donald Ducks Präsentation seines Daumenkinos ''Der große
Knall'' bei dem er einen roten Luftballon mit dem Eurozeichen zum
Platzen bringt, worüber man schon 1990 lachte aber nicht für
ganz ernst nahm.
Dagobert Duck, als weitsichtiger Kapitalist, würde den Euro ganz
einfach floaten lassen und damit die Wirtschaftsleistungen der
einzelnen Länder an die Realität anpassen. Also warum kompliziert,
wenn es auch einfach geht!!!

  • Antworten
Pequod21.01.2012 | 16:46 Uhr

EURO

So ist das, wenn man auf EUROPA-Ebene Verträge bricht: erst den Lisabon-Vertrag mit dem Bail-out-Verbot, also keine Transferunion, dann auch noch den Maastrich-Vertrag mit der Schuldenbremse der EURO-Länder. Deutschland unter der Schröder-Regierung war gleich zu Beginn dabei. Da fallen alle Bremsen, natürlich auch in den Warmwasserländern. Statt GR gleich vor 2 Jahren der Staatsinsolvenz zu überlassen, wird vergeblich rumgedoktert, die "Krankheit" wird immer schlimmer und für Deutschland, vor allem unserer Kinder und Enkel, unglaublich teuer. Jetzt arbeiten wir in D bis zum 6. Juli für Steuern und Abgaben, in einigen Jahren bis November, wenn das reicht ...Wäre ich nochmal jung, würde ich auswandern, weil Besserung nicht in Sicht.

  • Antworten
boxerhandschuh23.01.2012 | 18:07 Uhr

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