Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Ist die NATO noch zu retten?

Weltbühne

Allianz im AbseitsIst die NATO noch zu retten?

Von Volker Rühe, Ulrich Weisser15. Mai 2012
picture alliance
NATO, Libyen-Einsatz, Allianz, Russland, Moskau, Georgien, Bündniserweiterung
Das Symbol der NATO: Blau für den Atlantischen Ozian, die weiße Kompassrose für den gemeinsamen Kurs der Mitglieder
Schrift:

Ist die NATO noch zu retten? Spätestens seit dem Libyen-Einsatz der Nato ist offensichtlich geworden, wie fragil das militärische Bündnis ist. Von nationalen Interessen geleitet, manövriert sich die Allianz ins Abseits.
Zeit, das Ruder herumzureißen

Seite 1 von 5

CLICK HERE FOR THE ENGLISCH VERSION.

Die Nato verliert trotz ihrer unbestrittenen Erfolge Jahr für Jahr an Bedeutung – nicht zuletzt im Bewusstsein der Öffentlichkeit. Doch dieses einzigartige Bündnis zwischen Europäern und Amerikanern kann man nicht einfach auslaufen lassen – ohne sich rechtzeitig auf neue Herausforderungen in einem Bündnis mit veränderten Strukturen in einer neuen geopolitischen Konstellation einzustellen. Heute verfolgt die Nato eine Strategie, die im Wesentlichen nach innen gerichtet ist; sie hat keine politische Strategie, wie sie ihre Relevanz in einer sich rasch verändernden Welt erhalten will.

Das Bündnis gibt keine Antwort, ob und wie es sich den drängenden Fragen der Zeit stellen will, die sich aus neuen Herausforderungen und den großen, globalen Machtverschiebungen ergeben. Die Nato ist heute nicht in der Lage, sich geopolitisch so zu verorten, dass der strategische Inhalt der Beziehungen zwischen Europa und Amerika zeitgemäß definiert und auch Russland dabei adäquat einbezogen wird.

Die Allianz hat während des Kalten Krieges der Expansion des sowjetischen Kommunismus erfolgreich die Stirn geboten. Dieses globale Manöver konnte den USA nur mithilfe Deutschlands gelingen: Auf deutschem Boden manifestierte sich die Ost-West-Konfrontation. In dem politischen Prozess, der zur Wiedervereinigung Deutschlands führte, erwies sich die Frage der Zugehörigkeit zur Nato als entscheidendes Kriterium. Heute ist die strategische Bedeutung Deutschlands für die USA weit geringer.

Die Erwartung Europas und Amerikas, dass Deutschland eine angemessene strategische Rolle in und für Europa übernehmen würde, wurde zudem durch die deutsche Haltung zur humanitären Intervention in Libyen bitter enttäuscht. Die deutsche Haltung steht in diametralem Gegensatz zu den künftigen Notwendigkeiten europäischer Sicherheit; denn bei nachlassendem Engagement der USA in Europa werden die Europäer künftig Krisen in ihrem Vorfeld auch allein bewältigen müssen.

Die deutsche Initiative von 1993, das Bündnis für unsere Nachbarn im Osten zu öffnen, hatte einen doppelten Ansatz: Die Integration künftiger EU-Kandidaten sollte mit dem Beitritt zur Nato durch einen Stabilitätsrahmen abgesichert werden. Und dieser Prozess sollte seine notwendige Entsprechung durch eine strategische Partnerschaft mit Russland finden. Der Zugang zur Nato und zur EU hat bewirkt, dass fast alle Staaten ihren Platz in Europa gefunden haben – bis auf Russland, das vom Bündnis lange vernachlässigt und dem nicht die gleiche positive Aufmerksamkeit geschenkt wurde wie den Beitrittskandidaten.

Das Verhältnis zu Russland ist nicht im Geiste einer gelebten strategischen Partnerschaft entwickelt worden; unüberbrückbare Gegensätze zwischen den Bündnispartnern, wie mit Russland umzugehen ist, werden durch einen Scheinkonsens zugekleistert. Russland wiederum hat durch Pflege des Feindbilds Nato seinerseits Chancen verspielt. Die Bereitschaft der Nato-Staaten, mit Russland kooperative Ansätze in der Sicherheitspolitik zu entwickeln, ist über zwei Jahrzehnte immer mehr verloren gegangen – gemessen an jener Aufbruchsstimmung, als der Londoner Nato-Gipfel 1990 der Sowjetunion „die Hand der Freundschaft reichte“.

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
3 Kommentare

Weiterführende Links

Unbemannte Kriegsführung
Angriff der Drohnen

 

Afghanistan
Ex-Nato-General: „Abzug erst in 15 Jahren“

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Auslandseinsätze
Solidarität gibt es nicht ohne Risiko
von
12.04.2013
Irak-Veteran im Trauma
Der Fahrschüler
von
05.02.2013
Tor zum Morgenland
Für eine Revision der Türkei-Politik
von
31.01.2013
Syrien
Die perverse Logik der Nicht-Intervention
von
10.01.2013
Türkei-Syrien-Konflikt
Der Kriegstreiber vom Bosporus
von
20.11.2012

zum Dossier Ist die NATO noch zu retten?
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier

Weiterführende Links

Unbemannte Kriegsführung
Angriff der Drohnen

 

Afghanistan
Ex-Nato-General: „Abzug erst in 15 Jahren“

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Auslandseinsätze
Solidarität gibt es nicht ohne Risiko
von
12.04.2013
Irak-Veteran im Trauma
Der Fahrschüler
von
05.02.2013
Tor zum Morgenland
Für eine Revision der Türkei-Politik
von
31.01.2013
Syrien
Die perverse Logik der Nicht-Intervention
von
10.01.2013
Türkei-Syrien-Konflikt
Der Kriegstreiber vom Bosporus
von
20.11.2012

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

NATO-Bruch: Militär. Grenzüberschreitung statt neuer Kooperation

Vielleicht ist es gerade der Versuch, aus der derzeitigen vagen Rolle der NATO herauszukommen. Doch der Trick der westlichen Staaten, das Bündnis in Libyen resolutions-mäßig zu humanitären Zwecken auszusenden, in Wahrheit aber als einseitig parteinehmende und entscheidende Kriegspartei mit Bombereinsätzen bis zur Erreichung des Regimewechsels einzusetzen, steht jedem Vertrauen - nicht nur Russlands, sondern jedes Menschen, der die NATO bisher hoch geachtet haben mag - völlig entgegen. Keiner UN-Resolution ist seitdem mehr zu trauen, zumal das Thema überhaupt nicht aufgearbeitet wurde und auch in den Medien relativ selten vorkam (wenn, dann nur anfangs). Auf diese Weise den Radius des Militärischen illegal und unter der Hand vergrößernd steht die NATO nicht nur vor der Frage der Neuorientierung, sie ist vielmehr in ihrer Legitimität einen großen Schritt zurück gegangen. Solange hierzu keine Debatte auf hoher internationaler wie NATO-Ebene wie auch breit in den Medien, die hier halb versagt haben, stattfindet, fault die NATO von dieser Stelle aus. Eine auch noch so moralische konkrete Begründung darf nicht dazu führen, dass das Völkerrecht ausgehebelt, die militärischen Spielräume willkürlich durch den Westen erweitert werden, und das Ganze noch in Form eines Deutungs-Tricks, halb durch simples Drüberweg-Schweigen, halb durch Verweis auf moralischen Druck. Das aber ist ein Äquivalent zum Prinzip Selbstjustiz auf der "Mikroebene". Eine solche Aufweichung des Völkerrechts kann sich als Präzedenzfall jedoch als das weitaus Unmoralischere erweisen, das Zusammenarbeit in Zukunft verhindert und das zu riskanter-tödlicheren Operationen, einschließlich zahlreicher Bundeswehr-Särge u.U., eindlädt - angebliche humanitäre Einsätze, die systematisch ausarten; und die Interessen- und Machtpolitik vom Bombercockpit aus fördern, solange es irgendwie mit humanitären "Gründen" verknüpft werden kann.
Falls jemand sich näher interessiert, ich habe auch einen längeren Artikel auf meinem Blog "Auffälle" geschrieben: "Die NATO in Libyen: Völkerrecht als grobe Richtschnur" - http://sandoragaly.wordpress.com/2011/10/21/die-nato-in-libyen-volkerrecht-als-grobe-richtschnur/

  • Antworten
Sandor Ragaly16.05.2012 | 15:07 Uhr

Warum sollte die NATO "gerettet" werden?

Die NATO galt seit Kriegsende als Bollwerk gegen einen angeblich aggressiven Kommunismus der Sowjetunion und ihrer Partnerstaaten und ist demzufolge ein Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges. Dies kann nicht bestritten oder bezweifelt werden.

Das gegnerische und als aggressiv dargestellte Militärbündnis, der Verbund der Staaten des "Warschauer Paktes", besteht seit langem nicht mehr. Die NATO aber dennoch. Warum eigentlich?

Die Zielvorgaben des NATO-Bündnisses kommen überwiegend einseitig vom größten NATO-Partner, den Vereinigten Staaten von Amerika.

Diese Partnerschaft gestaltet sich äußerst seltsam, wenn der Stärkste das Sagen hat und sich die übrigen "Partnerstaaten" den Vorgaben des Stärksten unterordnen. Von "Partnerschaft" kann deshalb eigentlich nicht die Rede sein.

Den Vereinigten Staaten dient die NATO zur Rechtfertigung ihrer immensen Militärausgaben. Die Existenz des Militärisch-industriellen Komplexes wird von den USA außenpolitisch wie auch innenpolitisch gerechtfertigt.

Es kann und darf allerdings nicht so sein, daß die NATO um der Waffen-, Munitions- und Rüstungsindustrie willen weiterbesteht, auch wenn diese Unternehmen alles daransetzen, den Status quo auch im 21. Jahrhundert zu rechtfertigen.

Die Regierungschefs der NATO-Staaten sollten also in Chicago in einen kritischen Dialog über Notwendigkeit und Fortbestand des NATO-Bündnisses eintreten, anstatt sich über neueste Waffensysteme (unbemannte Drohnen und dergleichen) informieren zu lassen.

Und wir Bürgerinnen und Bürger, die das alles zu finanzieren haben, sollten diese kritische Auseinandersetzung von unseren Regierungsspitzen vehement einfordern.

  • Antworten
Yvonne Walden16.05.2012 | 18:31 Uhr

Raketenabwehr

Die NATO scheint nicht mehr zeitgemäß zu sein. Die Entwicklung mancher Länder so auch von Europa schreitet voran. Dieses militärische Bündnis sollte, wenn möglich schnellstens überarbeitet werden. Eine Skizzierung der Raketenabwehr auf einer Weltkarte zeigt deutlich einen Schutzwahl vor Russland und nicht irgendwelchen Drittländern. Zählt man Raketenabwehr und Stationierung der US Truppen im Pazifik zusammen, so erhält der Dienst dieser Abwehr an Deutlichkeit. Hier schützt sich allein die USA, die Russen werden bestimmt nicht auf die Idee kommen, Europa atomar anzugreifen, dass wäre sich selbst in den Kopf geschossen. Die Russen sehen darin eine Störung des weltlichen miltitärischen Gleichgewichts, was verständlich ist.

  • Antworten
plüschio21.05.2012 | 08:26 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

„Die nackte Wahrheit und anderes“ − Aktfotografie um 1900

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Brüssels neue Gurke

Die EU-Kommission ist in der Defensive. Nach der umstrittenen Konzessionsrichtlinie zum Wasser…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Wo steht die SPD im Jahr 2013?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Zu viel Nähe zwischen Medien und Politik?
Das Cicero-Meinungsbild

Eine Umarmung zwischen Diekmann und Rösler löst eine Debatte aus

Umfrage
150 Jahre SPD: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Ja, die SPD wird wieder deutlich zulegen
38%
Nein, die SPD ist nicht mehr zeitgemäß
62%
Gesamtstimmen: 99
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Die letzten 24 Stunden
Dossier

Die letzten 24 Stunden

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang