Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > „Die NATO hat nicht die Absicht, im Iran einzugreifen“

Weltbühne

Anders F. Rasmussen„Die NATO hat nicht die Absicht, im Iran einzugreifen“

Interview mit Anders Fogh Rasmussen15. Mai 2012
picture alliance
Anders Fogh Rasmussen,Nato,Generalsekretär
Anders Fogh Rasmussen: "Die Demokratie ist die Stärke der Nato"
Schrift:

In Syrien lässt Staatschef Assad seine Bürger abschlachten, Afghanistan ist so unsicher wie eh und je, und vor Somalia treiben Piraten ihr Unwesen. Und was macht die Nato? Ein Gespräch mit Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen

Seite 1 von 3

Herr Rasmussen, welche weltweiten Bedrohungen beunruhigen Sie zurzeit am meisten?
Erstens: der internationale Terrorismus. Zweitens: Raketen. Und drittens: die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen in der Welt.

Haben Sie ein Land besonders im Sinn?
Kein bestimmtes, denn die traurige Tatsache ist, dass über 30 Länder darauf aus sind, sich Raketentechnologien anzueignen oder bereits über solche verfügen. Manche dieser Raketen können schon das Territorium der Nato treffen.

[gallery:Es war einmal in Syrien: Assads Freunde aus dem Westen]

Die Operationen der Nato finden heute außerhalb ihrer Grenzen statt. Ob und warum das Bündnis in solchen Fällen eingreifen soll, darüber ist man innerhalb der Nato uneins. Worin ist man sich einig?
Wir haben durchaus einen Konsens gefunden. Beim letzten Nato-Gipfel in Lissabon haben wir ein neues strategisches Konzept formuliert, das ganz klar die Kernaufgaben der Nato definiert. Die kollektive Verteidigung ist eine davon. Im Einklang mit Artikel 5 unseres Vertrags verstehen wir jeden Angriff auf einen Nato-Staat als Angriff auf uns alle. Damit bleibt die Verteidigung unseres Gebiets die wichtigste Aufgabe. Gleichwohl beginnt in der Welt von heute die Verteidigung unseres Territoriums sehr oft jenseits unserer Grenzen. Darum sind solche Out-of-Area-Einsätze manchmal notwendig, um unsere Bevölkerungen zu schützen.

Ein Beispiel ist Afghanistan. Wir sind dort, um unsere Länder vor terroristischen Angriffen zu schützen – vor dem Terrorismus, der in Afghanistan seine Wurzeln hat. Als weiteres Beispiel könnte ich Cyberangriffe nennen, die zwar weniger gewaltsam sind, aber genauso zerstörerisch für eine Gesellschaft sein können. Wer sein Land wirksam schützen will, muss damit auch im Cyberspace beginnen. Diese Art der Verteidigung ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich das Konzept der territorialen Verteidigung seit der Gründung der Nato im Jahre 1949 weiterentwickelt hat.

Nehmen wir den Kosovo 1999 oder auch Libyen 2011 – in beiden Fällen waren Massentötungen der Bevölkerungen zu befürchten, bevor die Nato eingriff. Als Grund für beide Einsätze führte das Bündnis humanitäre Ziele an.
Ziel dieser Einsätze waren in erster Linie immer noch die Sicherheit unserer Bevölkerungen und die Stabilität der nordatlantischen Region. Wenn wir über den Balkan der neunziger Jahre sprechen, so ging es um die Instabilität dort, die sich schnell auf den Rest Europas hätte ausbreiten können. Damit meine ich auch Migrationsdruck. In Libyen hatten wir die gleiche Situation: Das Land liegt fast an der Schwelle zu Europa, und eine Instabilität Nordafrikas könnte die gesamte Situation in Europa beeinflussen. Jedoch gebe ich Ihnen recht, dass es im Kosovo ebenso wie in Libyen Aspekte gab, die jenseits der Sicherheitsfrage eine Rolle gespielt haben.

Im Falle von Libyen war es ein historisches Ereignis, dass der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution über die „responsibility to protect“ angenommen hat, also die Schutzverantwortung. (Das Prinzip der Schutzverantwortung besagt, dass alle Staaten die Verantwortung haben, ihre Bevölkerungen vor Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnischen Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu schützen, und dabei von der internationalen Gemeinschaft unterstützt werden, Anmerkung der Redaktion.) Alle Nato-Staaten waren verpflichtet, diese Resolution umzusetzen, weil sie bindend für alle Mitglieder der Vereinten Nationen ist. Und die Nato-Staaten entschieden, dass sie dazu am besten mit einem Nato-Einsatz beitragen konnten. Darum übernahmen wir die Verantwortung, die Zivilbevölkerung zu schützen.

Seite2: Warum die Nato in Libyen eingegriffen hat, in Syrien aber nicht

  • 1
  • 2
  • 3
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Reporter ohne Grenzen
„Pressefreiheit wird massiv eingeschränkt”
Interview mit
Christian Mihr
03.05.2013
Assad setzt wohl Chemiewaffen ein
Obamas Syrien-Dilemma
von
27.04.2013
Auslandseinsätze
Solidarität gibt es nicht ohne Risiko
von
12.04.2013
G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Hans Küng
„Wir brauchen ein universales Ethos”
Interview mit
Hans Küng
31.03.2013

zum Dossier Ist die NATO noch zu retten?
Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 
Mai 2012
 des Magazins Cicero – Hier bestellen
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Reporter ohne Grenzen
„Pressefreiheit wird massiv eingeschränkt”
Interview mit
Christian Mihr
03.05.2013
Assad setzt wohl Chemiewaffen ein
Obamas Syrien-Dilemma
von
27.04.2013
Auslandseinsätze
Solidarität gibt es nicht ohne Risiko
von
12.04.2013
G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Hans Küng
„Wir brauchen ein universales Ethos”
Interview mit
Hans Küng
31.03.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

„Die nackte Wahrheit und anderes“ − Aktfotografie um 1900

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Brüssels neue Gurke

Die EU-Kommission ist in der Defensive. Nach der umstrittenen Konzessionsrichtlinie zum Wasser…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Kann ein Handelskrieg verhindert werden?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Zu viel Nähe zwischen Medien und Politik?
Das Cicero-Meinungsbild

Eine Umarmung zwischen Diekmann und Rösler löst eine Debatte aus

Umfrage
150 Jahre SPD: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Ja, die SPD wird wieder deutlich zulegen
38%
Nein, die SPD ist nicht mehr zeitgemäß
62%
Gesamtstimmen: 112
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Die letzten 24 Stunden
Dossier

Die letzten 24 Stunden

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang