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Weltbühne

Scientology-Chef David MiscavigeDer pseudo-religiöse Diktator

Von Frank Nordhausen3. September 2012
flickr: Freedom Mag
miscavige,scientolgy,sekte
Er gilt als kompromisslos und unerbittlich
Schrift:

Der Ober-Scientologe ist reich und einflussreich. Aussteiger berichten, er sei ein Soziopath, der die unbedingte Macht wolle. Inzwischen lebt er quasi militärisch abgeschirmt als Diktator einer Sekte mit Auflösungserscheinungen. Es heißt, er sei zum äußersten bereit

Seite 1 von 3

Ausgerechnet Tom Cruise. Es ist nicht bekannt, wie David Miscavige auf die Nachricht reagiert hat, dass Katie Holmes sich von Hollywoods Superstar scheiden lässt. Doch amüsiert wird der Scientology-Chef über die Meldungen nicht gewesen sein. Es ist gewiss nicht schön zu lesen, dass Katie Holmes die gemeinsame Tochter Suri vor der bösen Sekte ihres Mannes schützen wollte und sich deshalb von ihm trennt. Schließlich ist Tom Cruise Scientologys wichtigster Werbeträger – und der beste Freund von David Miscavige.

Der Sektenführer scheut die Öffentlichkeit, ganz anders als der charismatische Scientology-Gründer L. Ron Hubbard. Der knapp 1,70 Meter kleine, 52 Jahre alte „Vorstandsvorsitzende“ verbirgt sich meist hinter den Mauern der Scientology-Bürohäuser in Hollywood oder der schwerbewachten „Gold Base“ in der kalifornischen Wüste. Glaubt man abtrünnigen Top-Scientologen, so führt er das ausschweifende Leben eines karibischen Diktators und agiert zugleich kühl wie der Chef eines multinationalen Konzerns – der er auch ist.

Bildergalerie: Scientology: Seine Stars und Sternchen

Zu wirklich großer Form läuft der Mann mit den scharfen Gesichtszügen stets auf, wenn er auf den glamourösen Meetings seiner Organisation in Hollywood davon spricht, wie die „weltweite Expansion von Scientology“ noch energischer vorangetrieben werden könne. Bei diesen Versammlungen sitzen die Hollywood-Berühmtheiten in der ersten Reihe, neben Tom Cruise beispielsweise John Travolta, Kirstie Alley, Juliette Lewis. Der Fischzug in der Filmbranche war eine Idee des 1986 verstorbenen Hubbard, und Miscavige hat sie umgesetzt. Er hat verstanden, dass Macht in Hollywood Macht in der Öffentlichkeit und sogar Macht in der Politik bedeutet.

Vielleicht war es auch Miscavige, der deshalb jetzt dafür sorgte, dass die Scheidung von „TomKat“ schnell geregelt wurde. Mit Tom Cruise geht Miscavige seit 20 Jahren Gleitschirm springen, Motorrad fahren und Tontauben schießen. Ehemalige Top-Scientologen haben keinen Zweifel daran, dass Miscavige die Regeln ihrer Beziehung definiert und er den Superstar – als eine Art bürgerliches Alter Ego – losschickt, um beispielsweise Politiker in den USA zum Protest gegen die angebliche Diskriminierung von Scientology in Europa zu gewinnen.

Es war Miscavige gewiss nicht in die Wiege gelegt, Hollywoodstars wie Schachfiguren zu benutzen. Ebenso wenig wie voraussehbar war, dass er als Vorsitzender des scientologischen „Religious Technology Center“ in Los Angeles, mitten in einem der freiesten Länder der Erde, eine totalitäre Gehirnwäsche-Organisation leiten würde. Der Erbe Hubbards stammt aus kleinsten Verhältnissen und machte bei Scientology eine uramerikanische Karriere – vom Laufburschen zum Milliardär. „Er ist extrem eitel, aber auch sehr intelligent“, sagt sein ehemaliger Geheimdienstchef Mike Rinder, der 2007 ausstieg. „Doch er nutzt seine Intelligenz für böse Dinge. Er ist wirklich der Diktator von Scientology. Ein verrücktes Genie. Wenn er sich von dir gekränkt fühlt, wird er das nie vergessen – und dir das Messer in den Rücken stechen, wenn du es überhaupt nicht erwartest.“

Auf der nächsten Seite: Vom der Scientology-Elitejüngling zum Konzernchef und Diktator 

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Schwachsinn!

So ein Krampf. Abgeschirmt? Der Mann ist auf jeder öffentlichen Veranstaltung von Scientology zu sehen, auf der Bühne oder im Publikum (scientology.de). Ex-Scientologen, die ihre Bücher verkaufen wollen? Tolle Quellen habt ihr da. Also bitte, schreibt über wichtige Themen und überlasst den Celebrityquatsch den Journalisten, die nicht denken können.

  • Antworten
Kalle04.09.2012 | 17:45 Uhr

Mit diesem Artikel verliert

Mit diesem Artikel verliert "Cicero" in meinen Augen jegliche Glaubwürdigkeit. Dieser ganze Anti-Scientology-Unsinn. Jedes Kind könnte sich diesen Artikel durchlesen und wüsste, dass das reiner Unfug ist!
Keine Fakten, sondern die Fantasie-Gebilde von Verrückten, dass man diesen Leuten eine Plattform bietet und sie in ihrem Wahn unterstützt, hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern ist einfach nur noch kriminelle Meinungsmache!

  • Antworten
RBoeck05.09.2012 | 09:53 Uhr

Unverständlich

Es gibt Sekten, bei denen man als Außenstehender eine gewisse Faszination durchaus nachvollziehen kann. Wer den Quatsch, der die Grundlage von Scientology als "Religion" verkauft liest, kann das bei dieser Organisation nicht nachvollziehen. Andererseits führt Scientology nur konsequent weiter, was andere Organisationen, denen es um Macht und Geld geht (Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, Burschenschaften usw.) auch tun: Die Mitglieder aus dem normalen sozialen Umfeld herauslösen, damit sie zumindest in soziale Abhängigkeit geraten.
Schlüsselpositionen mit eigenen Leuten besetzen (da sind die Parteien sicherlich weiter als Scientology) und dann nur an Gefolgsleute Aufträge und weitere Positionen verteilen.

  • Antworten
querdenker05.09.2012 | 14:17 Uhr

Kapitalismus und Religion

Scientology steht in der calvinistischen Tradition, was die Durchkapitalisierung der Religion betrifft. Man sollte also nicht so entsetzt tun. Sie treiben das System nur auf die Spitze. Die Seligsprechung der materiell Erfolgreichen, die sich die besten und teuersten Lektionen kaufen können. Warum sollte der Priester auch kostenlos predigen? Die Welt ist Gottes Werk und also auch das Streben nach Geld und Macht. Viele Menschen ertragen die Freiheit nicht, die Ambivalenz der "Wahrheit". Erlöst sie! Die Sehnsucht nach Unterwerfung stirbt niemals aus, genausowenig wie die Gier nach Geld und Macht, ob mit oder ohne Scientology. Es werden andere kommen ...

  • Antworten
Christoph Kuhlmann05.09.2012 | 20:38 Uhr

Kampagnenjournalismus?

Nordhausen schreibt seit 20 Jahren NUR GEGEN Scientology. Kein Wunder dass er also auch hier den obersten Leiter von Scientology attackiert.
Ich hätte Cicero aber zugetraut, das Thema von allen Seiten anzugehen, aber es gibt wohl einige wenige Themen in Deutschland, die die Diskussion um Scientology nur sehr einseitig angehen. Auch hier: Wurde Scientology zu den Vorwürfen angefragt? Tote Hose. Und so hat sich Cicero in die Reihe der Medien eingereiht, die den Kampagnenjournalismus gegen Scientology unterstützen und sich nicht getrauen, mal hinter die Kulissen zu schauen. Es gibt dazu nämlich einige faszinierende Fragen: Wieso reagieren einige Deutsche völlig hysterisch auf ein paar Tausend Scientologen? Wie begann diese Kontroverse, die in anderen Ländern (wie Spanien, Schweden, USA etc) schon längst beigelegt ist? Wieso werden eigentlich die Informationen der Scientologen in diesen Artikeln fast ganz totgeschwiegen? Wieso hat eine bekannte Talkshow in Deutschland eine 2-Scientologen gegen drei-Kritiker Konstellation kurzfristig abgesagt "weil Scientology momentan nicht aktuell ist"?
Wenn nicht Cicero, wer hinterfragt denn mal diese künstliche Kontroverse um Scientology?
Jürg Stettler, Sprecher, Scientology Kirche in Deutschland

  • Antworten
Jürg Stettler06.09.2012 | 12:46 Uhr

@Stettler

So wie Scientology Interviews gibt ist es auch kein Wunder, dass hier nicht weiter nachgefragt wird. Wir haben das doch schon x mal durch. Fragen müssen da schon mal vorab, schriftlich vorgelegt werden, Nachfragen ist nicht erwünscht. Oder Scientology reagiert einfach mal gar nicht auf Anfragen. Und wie Scientology in hunderten von Videos auftritt zeigt mir, dass ein Interview mit einem Scientologen eigentlich keine echte Information bringt, sondern einfach nur ätzend ist. Man schaue sich nur mal die Reportagen von John Sweeny an. Das ist einfach nur wiederlich, wie sich Scientology darin gebärdet.

  • Antworten
anon09.12.2012 | 12:58 Uhr

Scientology die wahre Herkunft

Nie vergessen dass über die Freundschaft Hubbards zu Crowley der Nationalsozialismus und die Scientologenn aus der selben Quelle entstanden sind. Der kern der Scientologen Religion ist Deckungsgleich mit dem was in der Thule Gesellschaft vom innersten Kern der NS Mythologen geglaubt wurde nur die Hyperboräer wurden mit einem Außerirdischen von Sirius ersetz. Selbst machlesen udn sie werden überrascht sein. Scientology ist die US Version der Thule Gesellschaft.

  • Antworten
ogan06.09.2012 | 13:48 Uhr

Attacke....

Wenn man die ersten Kommentare liest, scheinen die Scientologen bereits wieder auf Angriffsmodus geschaltet zu haben. Keine Argumente aber viele Dampfblasen.

  • Antworten
Stephan Huber06.09.2012 | 16:19 Uhr

Dampfblasen

Bei Scientology sitzen hunderte an den Suchmaschinen; eine schnelle Kommentierung ist daher weltweit zu erwarten (wo immer möglich). Inhaltlich das übliche Abwehrgeschwätz von "Kampagnenjournalismus".

Man kann über Scientology nicht genug streiten, um zu verhindern, dass diese sogenannte "Kirche" weiterhin die Bankkonten ihrer gehirngewaschenen Mitläufer leerräumt und somit zahlreiche Familien zerstört.

  • Antworten
Scientolopäde07.09.2012 | 08:13 Uhr

OSA-Schergen

und wie sie hier wieder alle versammelt sind ... Kalle, Boeck, Stettler. Immer wieder sie selbe Geschiche. Immer wieder die selben Lügen von euch. Abstreiten, abstreiten, abstreiten. Seht ihr nicht wie lächerlich ihr seid? Scientology liegt in der Klospülung, nur noch der Hebel gehört betätigt. Its over. Game over ... tiny cult

  • Antworten
Scamology07.09.2012 | 11:39 Uhr

Zum Thema Scientology befragen

Man schau nur mal bei Johannes B. Kerner rein. Da sieht man, wie super das funktioniert:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=HA0XBoaeGS4

  • Antworten
anon10.12.2012 | 18:15 Uhr

unseriös

Frank Nordhausen ist ein erklärter Scientology-Hasser. Er saugt wie ein Schwamm Alles auf, was zu dem Thema in den Medien kursiert, falls es negativ ist, und gibt es konzentriert negativ weiter. Meiner Meinung nach ist er ein Aushängeschild für Unseriosität zu dem Thema.

  • Antworten
Theo Müller12.01.2013 | 15:19 Uhr

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