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 > Das deutschfeindlichste Land Europas

Weltbühne

Die SchweizDas deutschfeindlichste Land Europas

Von Christian Jakubetz18. Mai 2012
picture alliance
Schweiz, deutschland, Europa, Zürich, fremdenfeindlichkeit
Die Schweiz ist kein Paradies für Deutsche
Schrift:

Die Schweizer müssten eigentlich glücklich sein: Ihr Land hat eine Arbeitslosenquote, die kaum der Rede wert ist. Das Land ist sauber, sicher und ordentlich strukturiert. Doch es hat sich eine erstaunliche Grundhysterie eingeschlichen, gepaart mit einer irrationalen Ablehung der Deutschen im Land. Eine persönliche Abrechnung

Seite 1 von 2

Beispielsweise Tom. Das wäre so jemand, wie man sich möglicherweise einen Schweizer vorstellen würde. Ein Bär von einem Mann, gemütlich, ruhig, immer einen hintergründigen Scherz parat. Einer, der sich in seinem Land wohl fühlt, weil er weiß, dass er in einem priveligierten Land lebt.

Und der weiß, dass das Risiko, dass sich daran etwas ändert, ziemlich überschaubar ist. Die Schweiz hat eine Arbeitslosenquote, die kaum der Rede wert ist. Das Land ist so sauber und so ordentlich strukturiert, dass man als Deutscher über den eigenen Ruf, wir Deutschen seien genau und ordnungsliebend, ernsthaft noch mal nachdenkt.

In Zürich erlebt man den vermutlich bestorganisierten öffentlichen Nahverkehr dieses Planeten und alles in allem hat man den Eindruck, man könnte hier auch mitten in der Nacht durch die finstersten Ecken der Stadt (die es gar nicht gibt) spazieren, ohne auch nur im Ansatz von irgendwas bedroht zu sein. In den Wäldern rundum gibt es Brunnen mit Trinkwasserqualität. Und ein echter Schweizer hat vermutlich noch nie darüber nachgedacht, ob es gefährlich sein könnte, zum Schwimmen in irgendeinen der gefühlt tausend Seen zu springen. Natürlich ist es das nicht, außer man kann nicht schwimmen (obwohl selbst für solche Fälle wahrscheinlich ein präziser Notfallplan existieren würde).

Schweizer könnten also glücklich sein, müsste man meinen. Glücklicher als alle anderen. Tom, dieser Gemütsmensch, gehört allerdings eher zu den Ausnahmen. In der Schweiz hat sich eine erstaunliche Grundhysterie eingeschlichen. Ein merkwürdiger Missmut, ein Gefühl, dass es mit dem beschaulichen und überaus angenehmen Leben demnächst zu Ende geht.

Vor allem dann, wenn es um Ausländer im Allgemeinen und Deutsche im Besonderen geht. Die SVP-Nationalrätin Natalie Rickli beispielsweise hat jetzt (mal wieder) gesagt, was vermutlich leider viele denken: Einzelne Deutsche würden sie ja nicht stören, aber diese Masse an Deutschen, das sei zu viel (den Satz muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen).

Rickli legte auch Zahlen nach: 276.000 Deutsche leben aktuell in der Schweiz, rechne man das umgekehrt um, dann sei das in etwa so, als würden sich 2,7 Millionen Schweizer in Deutschland aufhalten. Was ein vermutlich ungewollt schöner Vergleich ist: Wäre dem so, dann würde der Anteil der Schweizer in Deutschland bei nicht mal vier Prozent liegen. Was umgekehrt genauso gilt: Nicht mal vier Prozent der Gesamteinwohner in der Schweiz sind Deutsche.

Woraus Frau Rickli die Befürchtung schließt, sie werde künftig nur noch von Deutschen bedient, behandelt oder belehrt. Eine Außenseitermeinung? Keineswegs, immerhin stimmen 36 Prozent der Schweizer dieser Auffassung zu.

Rational? Nein, das ist es nicht. Die Deutschenphobie bei vielen Schweizern rührt aus irgendwelchen merkwürdigen Reflexen her, keiner meiner Schweizer Freunde konnte ihn mir bisher wirklich erklären. In Zürich wird ein hochrangiger Mitarbeiter im öffentlichen Dienst entlassen, ein Deutscher? Im Onlineforum des „Tagesanzeigers“ häufen sich die Stimmen, die krakeelen: recht so.

Ein Deutscher? Können wir das nicht selbst? Im selben Forum macht man sich zudem intensiv Gedanken darüber, dass Deutschland derzeit Facharbeiter aus dem Ausland anwirbt. Die Sorge ist allerdings nicht, dass sich Deutschland verheben könnte. Stattdessen grassiert die (absurde) Vermutung, es kämen jetzt so viele Billiglöhner aus dem Ausland nach Deutschland, dass die Einheimischen wiederum massenweise auswandern müssten.

Und wohin sonst als in die Schweiz? Dass im Übrigen ein absurdes Titelbild wie das der „Weltwoche“, das einen Roma-Jungen mit vorgehaltener Pistole zeigt, in der Schweiz für vergleichsweise wenig Aufregung sorgt, belegt durchaus, wie sehr die Ressentiments gegen alles Nicht-Schweizerische verankert sind.

Über der Schweizer Lust an der Isolation

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Ob Türken oder

Ob Türken oder türkischstämmige sich in Deutschland manchmal ähnlich fühlen ?

  • Antworten
Herrchler18.05.2012 | 12:56 Uhr

Normal

"Man überlegt sich nahezu jeden Satz, den man sagt und überprüft auch alle anderen Handlungen des täglichen Lebens dahingehend, ob sie nicht als typisch türkisch und damit natürlich negativ ausgelegt werden"
Sowas würde einem Mohammedaner nir einfallen.

  • Antworten
Theo2320.05.2012 | 18:26 Uhr

Ob mein neuer Deutscher

Ob mein neuer Deutscher Freund, den ich gestern spontan in einer Bar kennengelernt und mit dem ich spontan 2 Stunden geredet habe, wohl gleich denkt?

Welch einseitiger Blödsinn dieser Artikel doch ist... Sie nehmen alle Doofheiten der letzten 2-3 Jahre zusammen und packen diese in ihre Zeilen. Da wird eine Natalie Rickli erwähnt und gleichzeitig so dargestellt, als sei diese Kuh ein Sprachrohr aller Schweizer. Da wird ein Minarettverbot als klares Zeichen einer Ablehnung des Fremden gewertet und unerwähnt bleibt dabei, dass bei solchen Abstimmungen gerade mal bloss ein Viertel aller Schweizer/innen wählen kann und wählen geht. Und dann werden auch noch Lügen verbreitet, dass der Romajunge auf der Titelseite der Weltwoche kaum Wellen geschlagen hat. Dem war nicht so. Nur leider war das längst nicht das schlimmste, was dieses Schmutzblatt geboten hat die letzten Jahre. Man ist sich leider schon einiges gewohnt und dürfte dementsprechend abgestumpft sein. Das erklärt ihre Verwunderung über die empfundene zurückhaltende Reaktion auf diese Provokation.

Lieber Herr Jakubetz, all das repräsentiert nicht die Haltung des Grossteils der Bewohner der Schweiz. Und wenn Sie in 2 Jahren ausschliesslich andere Erfahrungen gemacht haben, würde ich jetzt aber rasch als allererstes den Fehler vor der eigenen Haustür suchen.

Ein Zürcher.

  • Antworten
Diego Moresi21.05.2012 | 00:41 Uhr

Ob mein neuer Deutscher

An den Zürcher!

Vielen Dank für Ihre Worte. Meine Familie denkt gern an die Tage in der Schweiz zurück. Wir wurden immer freundlich behandelt und hatten viele Gelegenheiten zu langen Gesprächen.

Pascha

  • Antworten
Wilfried Paszkowski26.06.2012 | 19:06 Uhr

Schweiz

Wo steht eigentlich geschrieben das sich jeder überall wohlfühlen muß wo er will?Warum müssen sich denn die Schweizer um jeden Preis über Einwanderer(auch wenn es Deutsche sind)freuen?Es ist vielleicht als Deutscher schwierig zu verstéhen das sich unsere kleinen Nachtbarn nicht über den Zuzug freuen,wir als Deutsche aus dem großen Deutschland.Aber wenn wir in die Schweiz ziehen sind wir Zuwanderer und müssen uns schon an das Gastland halten,auch wenn wir meinen die tollen Deutschen zu sein.Wie wir aber selber in Deutschland sehen sind uns Werte anhanden gekommen und wir sind gleichgültig und bezeichnen das alles als Toleranz...Wenn aber andere Menschen in anderen Ländern Werte haben und nicht gleichgültig sind wundern wir uns...

  • Antworten
guido schaub18.05.2012 | 13:06 Uhr

Deutschenfeindlichkeit in der Schweiz

Tja, Herr Schaub, es ist schon ein Drama, Ihr Drama: Weder haben Sie deutsche Grammatik-, noch deutsche Orthographiekenntnisse, trotzdem trumpfen Sie auf und verschweizern sich. Ich möchte auf keinen Fall zu der Gruppe gezählt werden, In deren Namen Sie glauben, sich äußern zu müssen.

  • Antworten
Gerhard Kadelbach19.05.2012 | 00:20 Uhr

Gutmensch

Nein, aber Sie zählen auf jeden Fall zu der Gruppe, die in der Schweiz nicht erwünscht ist!

  • Antworten
Theo2320.05.2012 | 18:31 Uhr

Erwünscht

Hallo,
es kann ja sein, dass man in Zürich Deutsche nicht unbedingt gerne sieht. Nur die Zürcher haben auch etwas gegen die Aargauer und gegen die Basler und wir sind doch auch Schweizer. So schlimm kann es also nicht sein. Mich auf jedenfall stören weder Deutsche noch andere Ausländer in der Schweiz, die sich zu benehmen wissen. Ich habe schliesslich auch zwei Deutsche Schwägerinnen. Auf der andern Seite gibt es gewisse deutsche Politiker, deren Äusserungen mich absolut auf die Palme bringen. Früher hätte man die "Kavallerie" vorbeigeschickt ist nicht einfach so dahergeredet sondern mag ich, wenn ich an früher denke, sehr gut einzureihen. Solche Äusserungen gegen ein befreundetes Land können nur von Deutschen Politikern gesagt werden. Aber eben, man sollte in diesen zwischenmenschlichen Unstimmigkeiten den Ball etwas flach halten und nicht wegen kleinen Anymositäten gleich wieder ausrasten.

  • Antworten
sensor18.05.2012 | 13:18 Uhr

Schweiz

Ich kann verstehen, dass ein kleines gut organisiertes und sehenswertes Land wie die Scheiz, eingekelilt von der EU und den Euroländern und deren vielen ungelösten finanziellen Problemen allmählich Befürchtungen um seiner selbst Willen entwickelt. Das sich daraus Reaktionen gegen die Menschen aus dem großen ungeliebten Nachbarn entwickelt scheint mir erklärlich. Dennoch fahre ich im Herbst wieder in die schöne Schweiz als Tourist und habe mich dort stets wohlgefühlt.

  • Antworten
Otmar Schütze18.05.2012 | 13:25 Uhr

Wie können «die Schweizer»

Wie können «die Schweizer» deutschfeindlich sein, wo die Bevölkerung der Schweiz zu rund zwei Dritteln selbst der deutschen Volksgruppe angehört? Was es in der Schweiz tatsächlich gibt, sind Vorbehalte gegen einen derzeit gefühlt starken Zuzug von BRD-Bürgern. Bei diesen Menschen handelt es sich mehrheitlich um gut ausgebildete, die vor Regelungs- und Steuerwahn flüchten. M.E. sehen die Menschen in der Schweiz hier ganz zurecht ein Problem, das es in der BRD, nicht in der Schweiz zu lösen gilt.

  • Antworten
Tuvia Deuczman18.05.2012 | 14:02 Uhr

"Volksgruppen"

Selbst wenn es so etwas wie eine "deutsche Volksgruppe" gäbe - die Schweizer gehörten sicher nicht dazu. Wir haben eine andere Sprache, eine in jeder Hinsicht andere Geschichte, eine andere Kultur.

Der Artikel hat in vielerlei Hinsicht recht: Die Schweizer haben einen Komplex was die eigene Beziehung zu anderen Staaten angeht und Fremdenfeindlichkeit ist in gewissen Milieus ein ernstes Problem.

Wo der Journalist jedoch zu wenig Hintergrundwissen beweist: Die Ursache für das gespannte Verhältnis der Schweizer zu Deutschland lässt sich historisch relativ klar verordnen: Bis in die 1930er Jahre hatte das Land einen guten Ruf, in gehobenen Kreisen war es sogar Mode, untereinander Hochdeutsch zu sprechen. Das änderte sich schlagartig, als sich die Menschen in der Schweiz mit einer militärische Bedrohung aus dem Norden konfrontiert sahen. Die Zeit der "geistigen Landesverteidigung" und des "Landigeistes" haben bis heute ihre Spuren hinterlassen.

Dass diese latenten Ängste nicht vollständig irrational sind, sieht man daran, dass es in Deutschland offensichtlich auch heute noch Leute gibt, welche in Begriffen wie "Volksgruppen" denken.

  • Antworten
Andri Hugentobler, Zürich18.05.2012 | 21:34 Uhr

Lieber Herr Hugentobler,

Lieber Herr Hugentobler,

ganz sicher spielt die deutsche Geschichte in diesem Fall eine große Rolle. Ich glaube aber, dass speziell diese Geschichte in Deutschland enorm aufgearbeitet wurde, sieht man von den radikalen Idioten ab, die es überall gibt. Aber dass Deutschland eine militärische Bedrohung für die Schweiz oder eines der anderen Nachbarländer ist? Ich weiß nicht so recht. Ich bin ja auch viel in Österreich unterwegs, dort zieht man uns Piefkes ja auch gerne auf, aber dieses Gefühl der Bedrohung gibt es m.E. in dieser Ausprägung vor allem in der Schweiz.

  • Antworten
Christian Jakubetz20.05.2012 | 22:21 Uhr

Man muss unterscheiden

Lieber Herr Jakubetz

Man muss unterscheiden zwischen einer politischen Kampagne, die von einer unsäglichen Partei angerissen und leider von den Medien im Heischen um Quoten und Aufmerksamkeit gerne aufgegriffen wird, und dem tatsächlichen Lebensgefühl einer Mehrheit der Schweizer mitsamt ihrer Einstellung Deutschen gegenüber.

Ich bewege mich in einem Umfeld, wo wir nicht selten gegen 50% deutsche Mitarbeiter haben, an der Uni. Da habe ich bisher Null Ressentiments gegen Deutsche erlebt.

Wenn die Verkäuferin im Coop erschrickt, wenn Sie einem Deutschen begegnet, hat das andere Gründe, nämlich die Angst, nun auf Hochdeutsch antworten zu müssen.

Ich habe im Gegenzug viele Jahre in Deutschland gelebt und mich dort auch öfters als richtige Ausländerin gefühlt, auch wenn ich selbst mich nicht so wahr genommen habe. So wurde mir zum Beispiel von Kunden gesagt, sie hassten es, mit jemandem sprechen zu müssen, der nicht richtig deutsch könne. Ich musste meinen Schweizer Führerschein beglaubigt übersetzen lassen. Ich musste mich morgens früh um 6 in die Schlange vor dem Ausländeramt stellen, um meine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen und und und...

Aber nie wäre es mir in den Sinn gekommen, deswegen den Deutschen einen Abwehrreflex zu unterstellen, schon gar nicht einen spezifischen Abwehrreflex gegenüber Schweizern.

Ja, es gibt ein paar subtile Unterschiede zwischen Schweizern und Deutschen, das ist so. Und darum gibt es vielleicht auch mal ein paar interkulturelle Kommunikationsprobleme, die man nicht erwarten würde, weil man ja eine ähnliche Sprache spricht.

Umfragen im Blick sind nicht repräsentativ, auch Kommentare in Online-Foren nicht, denn sie werden von Leuten dominiert, die offensichtlich frustriert sind, auch die gibt es in der Schweiz. Und deren Frustration nützt die eingangs erwähnte Partei aus und kanalisiert sie, zum Beispiel gegen Ausländer.

Das ist äusserst bedauerlich. Und es ist eigentlich zutiefst unschweizerisch, denn die Schweizer, die ich kenne, sind sehr polyglott. Es ist richtig, dass wir eher eine Weile brauchen, bis wir Freundschaften schliessen, aber dann sind wir sehr, sehr loyal. Und da spielt die Nationalität keine Rolle.

Mit helvetischen Grüssen

Barbara Flückiger

  • Antworten
Barbara Flückiger18.05.2012 | 14:36 Uhr

Liebe Frau Flückinger,

Liebe Frau Flückinger,

danke für Ihren ausführlichen Kommentar. Ich räume ja gerne ein, dass mein Eindruck und meine Schilderungen strikt subjektiv sind. Dass es immer eine Zuspitzung ist, wenn man von einem Land redet, weil dann völlg zurecht der Hinweis kommt, dass es auch anders geht. Aber immerhin stimmen laut Umfrage 36 Prozent der Schweizer der Aussage der Frau Rickli zu - und die SVP ist na nun auch nicht gerade eine kleine Splitterpartei. Ich fürchte, dass solche Haltungen vielleicht nicht mehrheitsfhig sind, aber zumindest auf breite Zustimmung stoßen. Und vielleicht ist es auch so, dass man als Deutscher angesichts unserer Geschichte da etwas übersensibilisiert ist. Aber ich bin mir sicher, dass Plakate wie die der SVP zur Ausschaffungsinitiative in Deutschland zu einem Sandal geführt hätten, eine Anzeige wegen Volksverhetzung hätte es sicher gegeben. Ich war ziemlich geschockt, als ich bemerkt habe, dass das in der Schweiz gerade mal für ein Schulterzucken sorgt.

Es ist auch keineswegs so, dass ich meinte, die Schweizer müssten sich den Deutschen anpassen, das wäre ja absurd. Ich glaube auch nicht, dass eine Verkäuferin im Supermarkt Angst haben müsste, auf hochdeutsch zu antworten. Auch das wäre absurd. Und es ist nicht mal so, dass es mich stören würde, wenn ich mich in der Schweiz als Ausländer fühle, ich bin ja auch einer. Mich hat nur während meiner zwei Jahre hier das Gefühl gestört, mich ständig für meine Anwesenheit entschuldigen zu müssen. Dieses gefühl, unter Generalverdacht zu stehen, ich wolle den Menschen hier irgendwas wegnehmen. Ich habe gearbeitet und brav meine Pflichte erfüllt, bin niemandem zur Last gefallen und dachte eigentlich, ein ordentlicher Zuwanderer zu sein. Stattdessen, wenn ich ehrlich sein darf, freue ich mich jetzt unbändig auf München. Was ich nie für möglich gehalte hätte. In meinen Augen war die Schweiz früher immer der Inbegriff eines friedlichen, toleranten Landes, ich dachte immer, es würde sich hier besser leben als in Deutschland.

Als Besucher komme ich sicher gerne wieder zurück. Als Zuwanderer freue ich mich auf den Tag, an dem ich in Zürich meine Aufenthaltsbewilligung wieder abgebe. Was natürlich nichts daran ändert, einige Schweizer in sehr, sehr angenehmer in Erinnerung zu behalten. Ihr Kommentar gehärt übrigens dazu.

Bestes,

Christian Jakubetz

 

  • Antworten
Christian Jakubetz - unhipster18.05.2012 | 20:32 Uhr

Deutschfeindlichkeit

DieSchweizer Print- und elektronischen Medien haben es perfekt geschafft von den eigentlichen Problemen mit gewissen Ausländergruppen abzulenken und den Mainstream auf Deutschfeindlchkeit umzulenken. Wer etwas von Meinungsumfragen versteht - und wie die Fragestellungen entsprechend dem manipulativ erwarteten Umfrageergebnis verfasst werden - der kann seine Empörung gegenüber dem vermeinlichen 36%-Resultat getrost herunterfahren. Bei Lichte betrachtet, könnte ich meine Hand ins Feuer legen, dass uns manchmal etwas gar forsch auftretende "Deutsche" mit guten Qualifikationen und ebensolchem Benehmen zig mal lieber sind als die nicht wenigen eingliederungsunwilligen Sozialflüchtlinge aus aller Herren Länder. Vergesst und kommt!

  • Antworten
Erwin Lässer19.05.2012 | 20:55 Uhr

Wollen wir ihnen mal Angst machen ? (-:

Das ginge ja vielleicht so: Wenn die Schweizer Banken nicht fix die Milliarden rausrücken, die diverse griechische Großkapitalisten dort gebunkert haben, dann schicken wir mal die italienische, französische und deutsche Kavallerie hin und holen uns das Geld!

  • Antworten
ingwersen18.05.2012 | 15:15 Uhr

Wollen wir Ihnen mal Angst machen?

Und wann rückt Deutschland die Milliarden raus, die Griechen bei Euch gebunkert haben? Und im Geld und Gold holen in andern Ländern habt ihr ja grosse Erfahrung. Warum geht Ihr nicht gegen die US-Amerikanischen, die englischen usw. sogenannten Steueroasen vor? Ja, ja gegen Kleine schiessen, da kommt Ihr Euch sehr gross vor. Übrigens Ihr Kommentar bewirkt genau solchen Hass gegen Deutsche in der Schweiz.

  • Antworten
sensor18.05.2012 | 16:36 Uhr

Lieber Sensor!

Das Zeichen :-) nicht gesehen? Eigentlich würde ich lieber den griechischen (und nicht nur denen) Steuerhinterziehern Angst machen, egal wo sie mit ihren Milliarden abgeblieben sind. Und ihr Schweizer habt doch wohl nicht wirklich Angst vor irgendeiner Kavallerie - oder?
Also - nichts für ungut!

  • Antworten
ingwersen21.05.2012 | 18:21 Uhr

Lassen wir die doch Kirche im Dorf und die Schweiz in den Alpen

Ich persönlich finde es immer nett auf Gedichteforen mit Leuten aus allen deutschsprachigen Ländern zu diskutieren. Dort ist es glücklicherweise völlig gleichgültig woher man kommt. Lediglich seit der Rechtschreibreform muss man bei den Korrekturvorschlägen aufpassen. Diesen Alleingang finde ich zum Beipiel kulturpolitisch höchst problematisch, bei ca. 100 Millionen deutschsprachigen drei verschiedene Systeme bei Ortographie und Interpunktion zu unterhalten. Ich finde das wär mal ein Ansatz für ein gleichberechtigtes Verhandlungssystem um die Lage zu entspannen. Das man als Deutscher gewissen Animositäten ausgesetzt ist, ist doch kein spezifisches Problem der Schweiz. Das haben wir mit Holland, Österreich, Frankreich, England ... Also bitte, pflegen wir die gemeinsame Kultur und lassen jeden nach seiner Fasson seelig werden.

  • Antworten
Christoph Kuhlmann18.05.2012 | 16:43 Uhr

Der Autor schreibt so

Der Autor schreibt so ziemlich alles, wofür uns die Schweizer hassen. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Jedem muss man eine Lektion erteilen, der sich nicht an die deutsche Sichtweise hält. Wenn sie den Eidgenossen unterschwellig Rassismus unterstellen wollen, was hat sie das zu interessieren? Was ist daran schlimm, wenn die Schweizer ein Weltbild pflegen, das nicht dem ihren entspricht? Der ganze Artikel erscheint mir wie eine Belehrung.

Lassen sie doch die Schweiz und die Schweizer, wenn es ihnen da nicht gefällt. Ich fahre seit zwei Jahrzehnten durch dieses Land und bin froh, dass man uns überhaupt das Privileg gestattet, durch dieses großartige Land zu fahren. Als Schweizer wäre ich genervt von dieser Plage, die zu jeder Ferienzeit die sonst angenehmen Autobahnen verstopft.

Ich will in meinem Land nicht von Ausländern bevormundet werden, und dasselbe gestehe ich den Schweizern zu. Vielleicht sind uns in dieser Hinsicht die wehrhaften Helvetiern sogar überlegen - wie in so vielem.

  • Antworten
Hector18.05.2012 | 19:37 Uhr

@hector

Ihren kommentar kann ich voll unterschreiben.

  • Antworten
Karin Bryant19.05.2012 | 04:57 Uhr

"Die" Schweizer

"Die Schweizer" wollen keine Deutschen - sie wollen ihr Geld.

Der Nervosität (oder Hysterie wenn Sie wollen) vieler Schweizer rührt wohl eher aus einem allgemeinen schlechten Gewissen heraus. Die Schweiz war einmal vor nicht allzu langer Zeit ein armer Agrarstaat...

  • Antworten
gth18.05.2012 | 19:50 Uhr

schlechtes Gewissen

@gth
Ein schlechtes Gewissen? Warum denn? Und ein armer Agrarstaat war die Schweiz zu einer Zeit als es viele ander Länder in Europa bzw. der Welt auch waren. Die Schweiz hat aber auch noch nie andere Länder unterdrückt (als Kolonien gehalten) oder gegen sie Krieg geführt. Wann endlich wird dort für reale Gerechtigkeit gesorgt und abgerechnet? Ihr Kommentar zeigt, dass Sie über die Schweiz paktisch gar nichts wissen, aber hauptsächlich die Sau wurde durchs Dorf getrieben.

  • Antworten
sensor21.05.2012 | 18:59 Uhr

Rickli und Steinbrück

Karrieregeile Linkspopulisten (links?) wie Genosse Steinbrück und Rechtspopulisten wie Frau Rickli belasten nachhaltig das Verhältnis zwischen der Schweiz und der BRD. Allerdings ist Frau Rickli noch jung, hübsch und lernfähig. Bei Steinbrück ist hingegen Hopfen und Malz verloren: Ich glaube nicht, dass er sich in seinem Alter seine Arroganz noch abgewöhnen kann. Und genau diese Arroganz mögen die Schweizer nicht ausstehen. Wenn Steinbrücks Rhetorik den Deutschen imponiert, so zeigt dies deutlich den Unterschied zwischen Deutschen und (Deutsch-) Schweizern.
P.S. Steinbrücks Urgrossvater war übrigens einer der Gründer der Deutschen Bank (die heute genau so wenig deutsch ist, wie die beiden grössten Schweizer Banken noch schweizerisch sind). Delbrück, so hiess dieser Mann, starb 1890 in der Schweiz und zwar in Kreuzlingen bei Konstanz: Dort wo heute die deutschen Steuer- und Zollfahnder den schwäbischen Zahnärzten und Handwerksmeister an der Grenze auflauern (Grosskapitalisten und Konzerne können hingegen ihre Konten nach wie vor bei den Briten, Amerikanern und Chinesen geheim und „steueroptimal“ anlegen. Ueber die Konten der Regierungsparteien weiss man leider – im Gegensatz zu denjenigen Frankreichs - zu wenig.). Geheimkonten existierten bereits zu Delbrücks Zeit: Sein Vetter, der Bismarcks Reichskanzleramt leitete, wusste sich von des Kanzlers „Reptilienfonds“ (Geheimkonten).

  • Antworten
Ernst Laub19.05.2012 | 01:15 Uhr

Doppelzüngige Polit-Dumpfbacke

Lieber Herr Jakubetz,
sollte Frau Rickli Sie zum Rückzug nach München bewogen haben, dann tun Sie dieser doppelzüngigen Polit-Dumpfbacke eine Ehre an, die sie wahrlich nicht verdient. Wissen Sie nicht, womit sich diese SVP-Barbie ihr täglich Brot verdient? Sie arbeitet für Goldbach Media und die vermarkten deutsche TV-Sender in der Schweiz. Soooo tief kann Ricklis Deutschen-Hass also nicht sein! Und wer sich einerseits über eine deutsche Ärzteschwemme in Schweizer Kliniken beschwert und andererseits im selben Interview ernsthaft behauptet, eben jene deutschen Einwanderer würden den Migranten vom Balkan die Jobs wegnehmen (und diese dann dem Schweizer Fürsorgesystem zur Last fallen), hat sich sein Dumpfbacken-Image redlich verdient.
Als ich vor sechs Jahren mit meinem Schweizer Mann von München nach Zürich gezogen bin, titelte der BLICK: "Wieviel Deutsche verträgt die Schweiz?" Da war mir klar: Ich bin hier eine Migrantin wie all die vielen Kosovaren, Portugiesen und Pakistanis. Das war eine sehr lehrreiche, manchmal durchaus harte Lektion, die ich aber nicht missen möchte. Und: Ich bin froh, dass ich geblieben bin. Heute habe ich die Schweiz als zweite Heimat sehr lieb gewonnen!

  • Antworten
Lancelot19.05.2012 | 01:26 Uhr

Das ist ein prima Artikel.

Das ist ein prima Artikel. Habe selbst 7 Jahre in der Schweiz gelebt und hatte tatsächlich das Gefühl, mich ständig für seine Anwesenheit entschuldigen zu müssen. Ich bin dann geradezu aus der Schweiz "geflüchtet" und freue mich seither beinahe jeden Tag, wieder in Deutschland zu leben, einem viel offeneren, liberaleren und eigentlich auch innovativeren Land als die durch und durch konservative Schweiz. Dass die SVP so stark ist ist zwar tatsächlich ein demokratisches Phänomen, aber es ist auch ein trauriger Ausweis der schweizerischen Mentalität. Es war einfach sehr mühsam, in einem Land zu leben, das immer gegen alles war und ist, die EU, den Euro, den EWR, die "Osteuropäer" (Ventilklausel), zeitweise sogar die UN, aber auch gegen den Wohnungsnachbarn, der falsch parkiert oder zur falschen Zeit die Wäsche wäscht, und ja, auch gegen die Deutschen. Auch wenn es hier etwas turbolent zugeht mit dem Euro und der EU, zumindest versucht die Mehrheit Teil einer besseren Welt zu sein und dazu beizutragen. Die Schweiz möchte einfach Teil einer immer gleich bleibenden, relativ langweiligen Welt sein. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ein Land ohne Verbündete auf Dauer erfolgreich sein kann auf einem globalisierten Planeten. Wirtschaftlich ist die Schweiz im Moment erfolgreich, aber auch das sehr auf Kosten anderer Länder. ich fürchte, das wird sich nicht durchhalten lassen.

  • Antworten
Markus19.05.2012 | 02:42 Uhr

CH

die deutschen sind autoritätsgläubig. sie haben nie eine richtige demokratie gehabt. deshalb wollen sie immer überall (laut) mitreden und wissen alles besser. Sie haben auch ihre mutti die meint sie sei die einzige und für ganz europa zuständig.

  • Antworten
gugus19.05.2012 | 17:21 Uhr

wie damals

Ohne die Banken, die Schwarzgeld, geklautes Geld und gewaschenes Geld bunkern und damit viele Berufe wie u.a. auch Politiker bestens ernähren, würde es arm sein wie dunnemals, als die Menschen ausserhalb der Städte bitter arm waren und sich von Landwirtschaft und Wegelagerei mühsam ernährten.

  • Antworten
chris böhmer21.05.2012 | 16:23 Uhr

Möglicherweise...

...weniger deutschfeindlich als gegen die EU und den Brüsseler Zentralismus...

http://www.zeit-fragen.ch

  • Antworten
BruceWayne19.05.2012 | 21:14 Uhr

Das deutschfeindlichste Land Europas

Sehr geehrter Herr Jakubetz,

So,so, die Schweiz hatte Ihre Liebe verschmaeht. Jetzt fuellen Sie sich als zurueckgewiesener Liebhaber und grollen ueber Ihre Gefuehle.
Es ist interessant dass Sie Schweiz als "deutschfeindlichste Land Europas" bezeichnen. Es sieht so aus dass Sie nicht in Griechenland, Frankreich, Holland, Poland, Tschechei, Italien, Israel oder ex Jugoslavien (nur einige zu nennen)gelebt haben, sonst wuerden Sie Ihren Artikel nicht so benennen. Haben Sie in der Schule die Historie richtig gelernt? Deutschland hat etliche Laender angegriffen und Kriege angezettelt. Gehen Sie mal nach Suedwest Afrika und lernen etwas ueber den deutschen Genocid and den einheimischen Staemmen. Es spielt keine Rolle wo Sie hingehen, werden Sie einwenig Misstrauen erleben. Es heangt nur von Ihnen ab wie Sie es annehmen und versuchen einwenig Verstandniss den Einheimischen gegenueber zu bringen. Es sieht so aus dass Sie mit Ihrer "Flucht" nach Muenchen nur bestaetigen dass allgemein die Deutschen sich nur unter ihresgleichen wohl fuehlen.

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Emil Horvath-Gerber20.05.2012 | 03:06 Uhr

Wirkung der Deutschen im Ausland

Was sich v.a. hochdeutsch sprechende Personen klar machen sollten, ist, daß Hochdeutsch in den Ohren süddeutscher (also nicht nur schweizer) Dialektsprecher oft einen forschen, arroganten Klang hat.

Das ist hier in Südbaden nicht anders als in der benachbarten Schweiz. Auch bei uns kommt es nicht gut an , wenn ein "Schnellschwätzer" (Hochdeutscher) schon mit den ersten Silben eine vermeintliche Überlegenheit auszustrahlen versucht. Wenn ich in der Schweiz meinen schwarzwälder, alemannischen Dialekt rede, werde ich mit den Leuten schneller warm, als wenn ich ein steriles, kaltes Hochdeutsch anstimme. Eine Hessin hat von Südbaden mal gesagt, daß man hier 20 Jahre leben kann und immer noch ein Fremder ist. Das dürfte vielen Deutschen in der Schweiz ähnlich ergehen.

Umgekehrt schadet es den Schweizern nicht, zwischen der äußerlich arroganten Wirkung der Deutschen und dem Menschen, der dahinter steckt, zu unterscheiden. Nicht alles, was arrogant klingt, ist es auch. Die Schweizer pflegen unterneinander einen verbindlichen, auf Konsens ausgerichteten Umgangston. Da wird die direkte, oft forsche Art des Deutschen und die mangeldene Scheu vor Konfrontation schon mal als arrogant ausgelegt, obwohl das vielleicht gar nicht so zutrifft. Der (Hoch-)deutsche spricht, wie der Schweizer schreibt- das an sich ist psychlogisch schon eine ungünstige Ausgangssituation.

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Jeremiah20.05.2012 | 09:00 Uhr

Sicht eines Schweizer...Deutschen

Sorry, ich find es zum KOTZEN! Haben wir ECHT nichts besseres zu KLÖNEN? Ich bin mit deutscher Mutter (Hamburg) und Schweizer Vater (Bern) in kleinem Kaff bei Basel zur Schule gegangen und regelmässig VERDROSCHEN worden, da meine Mutter von "drüben" kam und meine Muttersprache trotz Schweizer Pass lange höchstes Hochdeutsch blieb. Lehrer haben sich über mich lustig gemacht (DU hast Probleme...).

Ratet mal liebe Schweizer, als WAS ich mich HEUTE tief innen fühle...!

Aber jahrzehntelang schien mir, dass sich die Schweizer besserten, ja, im weitesten Sinn gar weltoffen wurden, weil ja dieses hübsche Land materiell NUR vom Ausland abhängt, ausser beim Mineralwasser.

Warum also dieser RÜCKFALL in Nachkriegsisolationismus? Spinnt wir Eidgenossen? Oder geht es uns etwa SCHLECHT, WEIL wir einen derart zivilisierten Nachbarn haben? Ich LIEBE die Natur unseres Nachbarn im Norden, ebenso wie meine Nachbarn im Süden, Westen und Osten.

Hört auf mit dieser schrecklichen Diskussion!

Ich habe eine Frau, die ebenfalls eine Deutsche als Mutter hat und einen Schweizer Vater. Was soll ich unseren Kindern sagen "was" sie sind...? Diese Frage dürfte ja wieder kursieren in den Schulhöfen...

Vergesst dieses absurde Auseinanderdividieren und lernt wieder, dass spätestens in den Medien, unsere Schweiz wörtlich gar nicht existiert!

Wir sind doch EIN Volk, ODER? Legt neue Glasfaserleitungen nach Deutschland und schüttet diesen HÄSSLICHEN Graben wieder ZU! BITTE!

Gerd Fehlbaum
Cochin, Indien

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Gerd Fehlbaum20.05.2012 | 14:42 Uhr

Zu mir meinte mal ein

Zu mir meinte mal ein Geschäftspartner aus der Schweiz - der dachte ich sei auschließlich Franzose - Deutsche seien doch nur gebildete Barbaren ohne Lebenskultur. Daraufhin antwortete ich etwas lalend, in fast perfektem Deutsch, viele Deutsche meinen, die Schweizer seien doch nur langweilige Steuerschlüpfli-Helfer, die zwar schlau seien, aber dafür ziemlich idiotisch klingen. Und, dass Franzosen die Meinung der Deutschen bei der Steuer teilen würden, aber Sie gerne denken würden, die Schweizer seien so langsam im denken, dass es tatsächlich schon an Idiotie grenzt.Die Franzosen widerum, würden denken, Deutsche seien ungebildete grobschlechtige arbeitswütige Maschinen-Barbaren, mit dicken Autos und Schrott im Kühlschrank... Und die Deutschen würden von den Franzosen denken, sie wüssten nicht was Arbeiten ist, deshalb auch nicht ernst zu nehmen seien, ihr essen aber so umso wunderbarer schmecken würde(es gibt ja immer die LiDL Frankreich wochen)! Und die Moral?

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DeutschFranzose20.05.2012 | 23:13 Uhr

Kann es sein...

...daß diverse deutschsprachige Gazetten derzeit irgendwelche psychotischen Phasen durchmachen? Ich bin Deutsche und lebe und arbeite in Frankreich, übrigens nahe zur Schweizer Grenze zum Jura. Vor einigen Tagen wurde in einer deutschen Zeitschrift anläßlich der Wahl und Amtseinführung von François Hollande zum neuen französischen Staatspräsidenten ein Artikel veröffentlicht, in dem der Deutschenhaß der Franzosen aufgrund der Aussage eines völlig unbekannten, nebensächlichen französischen Politikers thematisiert wurde. (Hollande soll sich ja mit Merkel nicht so doll verstehen wie sein Vorgänger. Beweise: er gibt ständig Widerworte, macht Sachen, die ihr nicht passen, und die beiden haben sich bisher keine Bisous = Küßchen gegeben.)
Ich finde, man kann es auch übertreiben. Man sollte Aussagen von Leuten wie Herrn Steinbrück, Frau Rickli oder sonstigen zweit- oder drittklassigen Politikchargen nicht überbewerten und gleich den Haß eines ganzen Volkes daraus ableiten. Ich lebe friedlich in Frankreich, habe weder in der Schweiz noch in dem traditionell als deutschlandfeindlich verschrieenen England jemals schlechte Erfahrungen gemacht. Wird jetzt in den nächsten Tagen womöglich England als nächster Deutschlandhasser aufgebaut, weil der FC Chelsea gegen die Bayern gewonnen hat? Bitte, liebe Reporter, lassen Sie die Kirche im Dorf.
Ich sende als Deutsche hiermit liebe Grüße an die Schweizer.

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Netti21.05.2012 | 14:00 Uhr

Guten Tag, Herr Jakubetz

Guten Tag, Herr Jakubetz

Danke, für Ihren guten Artikel. Ich lebe bereits seit sehr vielen Jahren in der Schweiz, und ich lebe gerne hier, es gibt, zum Glück nicht den typischen Schweizer. Trotzdem, Ihre Erfahrungen sind mir nicht fremd, ich erlebe machmal schier unglaubliche Dinge. Beispielsweise las ich am 6. Mai, in der NZZ am Sontag, in fetten Lettern gedruckt: "Die Arroganz der Deutschen im Fluglärmstreit ist unerträglich." Der Autor vergass natürlich dabei zu erwähnen, dass es sich um einen Flughafen der Schweiz handelt, und dass sie bereits deswegen Prozessse gegen Deutschland veroren haben. Wer ist hier also arrogant? Machche Dinge sind einfach nur peinlich, so wird ein eingebürgerter Ausländer, der gegen das Gesetz verstossen hat, immer als "Schweizer mit Migrationshintergrund" betitelt, ein eingebürgerter Ausländer der durch besondere Leistungen aufgefallen ist, immer als Schweizer bezeichnet, die Herkunft wird sehr selten erwähnt. So kann es dann auch tatsächlich passieren, das Hermann Hesse ein Schweizer war. Sie, lieber Herr Jakubetz machen es richtig, sie gehen. Eine Lösung ist das nicht, mit der richtigen Einstellung hätten Sie auch hier gut leben können: Was kümmert es die Eiche, wenn sich ein Borstenvieh an ihn ihr wetzt.

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MARLOW21.05.2012 | 15:29 Uhr

Sehr lustig

Diese Diskussion ist sehr lustig.
Herr Ackermann sagte kürzlich --als Gast auf einem Managerforum im TV--auf die Frage , ob er sich nach einem so interessanten und international einflussreichen Arbeitsleben wirklich zurückziehen oder nicht vielleicht in die Politik gehen wolle: sinngemäß:jetzt nur noch als Privatier in der Schweiz zu leben, wäre schon sehr langweilig, denn in Deutschland spiele die Musik.

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chris böhmer21.05.2012 | 16:34 Uhr

Leider hat er Recht

Ich habe über 10 Jahre in der schweiz gelebt. Am Anfang war es gut aber seit den bilateralen Verträgen und der Zunahme der Zuwanderung - auch aus D- wurde es m.E. immer mehr so wie es in dem Artikel steht.
Leider muss ich den Artikel bestätigen. Die Crux ist, dass die Schweiz ebenso wie Deutschland dringend auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen ist. Wir - die Deutschen - liefern sehr gut ausgebildete, leistungsbereite Arbeitskräfte. Die ich kenne sind weder arrogant, noch sonstwie Deutsch, sondern offen, anpassungswillig und höflich. Ganz viele bestätigen mir das was ich hier schreibe. Die Rechnung für die Ausbildung dieser Arbeitskräfte hat übrigens Deutschland bezahlt. Die weit höheren Kosten (die Opportunitätskosten der fehlenden Steuerzahlungen in D) sind jedoch wahrscheinlich weit höher.
Ich fühle mich seit einiger Zeit sehr unwohl in Zürich und unfair behandelt. Sei es die dummen Sticheleien bei Fussballwettbewerben, die miesepetrigen Verkäufer, sobald sie hochdeutsch hören oder auch die unerträglichen Schaf-SVP Nazi Hezt - Plakate, oder - auf ähnlichem Niveau- die Gratis Zeitung 20 Minuten, die immer wieder gern das Bild des hässlichen Deutschen - nährt.

Ich kann es mir in meinem Beruf zum Glück aussuchen, wo ich arbeiten will und kehre jetzt-trotz höherer Steuern- diesem Land endgültig den Rücken zu - auf Nimmer-Wider-sehen. Das Gefühl ist dem ähnlich, als ob man früher aus der DDR ausgereist ist :).
Deutschland braucht auch Fachkräfte und Geld allein macht nicht glücklich. Ich habe gelernt was es heisst Ausländer zu sein : Als Deutscher in der Schweiz. Danke Helveten für diese Erfahrung. In den anderen Ländern der Welt in denen ich gelebt und gearbeitet habe musste ich diese Erfahrungen nicht machen.
Nur noch eine Bitte: Rekrutiert die Fachkräfte einfach nicht mehr aus Deutschland, wenn ihr uns nicht wollt und Euch vor uns fürchtet. Mercí

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Alemán12.08.2012 | 13:09 Uhr

Deutschfeindlichkeit

Der kleine Bruder wird mal wieder verdroschen! weils ihm besser geht!
oder
Wie ist das mit Bayern und Preussen?
Wir Schweizer sind wie die Bayern, Allemannen halt!

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Bruderzwist19.09.2012 | 05:18 Uhr

Deutschland/Schweiz

Hallo..
Also ich war früher recht häufig wegen Box/Kickboxveranstaltungen in der Schweiz unterwegs. Ebenso in Frankreich..
Hab eigentlich nur gute Erfahrungen mit Schweizern.. Sind echte Kerle im Ring.. Auch die Franszosen waren immer sehr nett und Höfflich. Haben sogar englisch veruscht zu sprechen..

Nun zu mir..
Ich bin in Deutschland geboren.. Vater ist Kroate die Mama ist Österreicherin.. Ja ich weiss ne interessante Konstellation..
Aber wie ich finde, ne sehr schöne.. Zumal hatte ich das Glück gleich 3 Menthalitäten und Kulturen zu spüren und zu Leben.
In D selber hab ich mich nie als Ausländer gefühlt. Weder in der Schule noch im Arbeitsleben. Warum auch.. Ist es doch mein Geburtstland.

Ich denke ein grosses Problem ist es, das wir Deutschen bis vor kurzem kein Auswanderungsvolk waren.
Mal abgesehen die Zeit als der Nordamerikanische Kontinent erobert wurde.
Also besser gesagt, die Generation meines Vaters und Grossvaters waren nicht Auswanderungsfreudig.
Erst in den letzten Jahren hat sich das Bild ein wenig verändert.
Und wir Deutschen müssen erstmal Lernen was es heisst Gast zu sein..
Wir sind es nicht gewohnt..
Soll heissen, alle Höhen und Tiefen eines Immigranten daseins zu erleben und lernen es zu verarbeiten.

Was das arme Deutschland anbelangt..
Natürlich kann man in D nicht mehr so gut verdienen wie in den 80ern oder 70ern.
Ich persönlich verdiene auch nicht die Welt. Aber es langt.
Der Mensch hat einfach nur noch den Konsum im Kopf..
Vor zwanzig Jahren hat doch keiner Internet gehabt, geschweige denn ein Handy.
Man wird durch die Werbung von so vielen Sachen zugemüllt die der Mensch nicht braucht.
Aber kaufen und besitzen wollen es alle.
Na ja die meisten jedenfalls.

Was das Teure leben in D anbelangt..
Ich lebe günstig, auch in D.
Ich Koche jeden Tag..nehme Vesper mit ins Büro.
Und komme umgerechnet auf genau 30Euro für die Woche. Und das ist das wichtigste.. Der volle Magen. Keinen Hunger zu spüren.
Meine ex-Freundin war nicht in der Lage zu Kochen!!! Hallo.. Ja kein Wunder das ich dann immer 100 Euro die Woche brauche zum Essen.
Ich stelle euch gerne ein paar Rezepte hier rein, wie man für ein Paar Euro am Tag, gutes und gesundes Essen auf den Tisch bekommt.

Also mir fehlt es an nichts..
ein iPhone??? wer braucht den Scheiss??? Nun gut scheiss ist Übertrieben.. Aber mal im Ernst, ist denn ein teures Smartphone so wichtig. Teure Mobilfunkvertäge? 20Paar Schuhe.. Neuen A3 auf Kredit..? Schwachsinn.
Man sollte die wesentlichen Dinge nicht vergessen und einfach anfangen zu Leben. Der Konsum ist viel zu Hoch angesehen.
Darum flüchten auch viele in das Land in dem angeblich Milch und Honig fliessen.
Klar das ein Fliessenleger aus den neuen Bundesländern der Netto 1000 Euro verdient keinen Bock hat sein Kreuz für so wenig herzugeben, enfach die Schnauze voll hat und mehr will.
Ist legitim.. Und nachvollziehbar.

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Daniel17.10.2012 | 11:17 Uhr

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