Der „Aufschrei” der vergangenen Tage bedeutet die größte anzunehmende Niederlage für die Gender-Ideologie: Es ist das Geschlecht, das den Menschen definiert, nicht umgekehrt
Was haben wir nicht alles gelernt in den letzten Tagen über das Verhältnis von Politikern zu Journalistinnen, abends an Hotelbars. Da hat also – wir wissen es bis zum Überdruss – eine Redakteurin einen Politiker angesprochen. Dieser revanchierte sich mit einigen locker gemeinten Sprüchen, die die Redakteurin als unangemessen empfand. Ein schlappes Jahr später ließ sie die Öffentlichkeit daran teilhaben. Seitdem ist der Teufel los, werden alle Machos und Feministinnen, die bei drei nicht auf den Bäumen waren, durch die Talkshows und Magazine gehetzt, als sei die Republik ein einziges Sodom.
Das Offensichtliche wird dabei übersehen: Wie auch immer man zu den ranzigen Witzeleien des Rainer Brüderle, zur vielleicht gar altersdiskriminierenden Anrede der Laura Himmelreich und den vielfachen Weiterungen bis hin zum in Arbeits- und Werbewelt tatsächlich grassierenden Sexismus stehen mag: ganz unstrittig trafen da an der Hotelbar ein Mann und eine Frau aufeinander, die sich dieser Tatsache sehr bewusst waren. Ganz unstrittig ereifern in der Debatte sich Frauen, weil sie Frauen, Männer, weil sie Männer sind. Ganz offensichtlich ist dieser „Aufschrei“ die größte anzunehmende Niederlage für die Gender-Ideologie.
Mit Abermillionen Staats-, also Bürgergeld subventioniert der Westen seit Jahren ein Ensemble kruder Überzeugungen. Aus wahrlich gebotener Gleichberechtigung wurde eine Chimäre namens Gleichstellung, aus dem biologischen Geschlecht eine soziale Rolle, für die gelten soll, was manches Bürgerpärchen über die Konfession seines Nachwuchses sagt: „Das soll es später selbst entscheiden.“ Rosa Strampler für Knaben, blaue Overalls für Mädchen, Bauklötze auch für Jennifer, Puppen für Joey und gewiss bald schon „Elter 1“ und „Elter 2“ in der Geburtsurkunde statt „Mutter/Vater“ und natürlich öffentliche Toiletten für alle, ohne diskriminierenden Entscheidungszwang für das eine oder das andere oder das dritte Geschlecht: So sah es aus, das gelobte Gender-Land.
Seite 2: Wie Gender-Theoretikerinnen die Diktatur der Natur brechen wollen












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