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ZukunftsforschungÜberholen uns die Maschinen in 34 Jahren?

Von Sabine Rosenbladt23. Januar 2012
picture alliance
Was bringt die Zukunft: Grusel oder Gottesnähe?
Was bringt die Zukunft: Grusel oder Gottesnähe?
Schrift:

Schon lange arbeiten Physiker, Computer­wissenschaftler und Historiker aus aller Welt an seriösen Prognosen über unsere Zukunft. Wie könnte sie aussehen? Kommt es noch in diesem Jahrhundert zum totalen Kollaps, oder werden wir zu göttergleichen Wesen? Die Antworten sind beunruhigend – und aufregend

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Smartphone und iPad, Facebook und Twitter, Präimplantationsdiagnostik und funktionelle Mag­net­resonanztomografie: Im Alltag sind wir umzingelt von Myriaden schlauer Maschinen. Und jedes Jahr kommen neue hinzu. Unsere Hardware wird immer schneller, besser, kleiner und billiger, und was zuletzt noch völlig unmöglich erschien, ist beim nächsten Hinsehen schon auf dem Markt. Wir selber, der gute alte Homo sapiens mit seinem seit 50.000 Jahren kaum veränderten Genom, wirken inmitten dieser Hightech­explosion zunehmend angestaubt. Aber keine Sorge, Rettung naht. „2045: Das Jahr, in dem der Mensch unsterblich wird“ titelte Time im Februar. Noch drei Jahrzehnte also, und wir werden den Göttern gleich sein, die wir in unseren Mythen seit Jahrtausenden besungen haben: allwissend, ewig lebend, wunderschön und superklug. Maschinen würden wir mit bloßer Gedankenkraft steuern, schnöde Brotarbeit hätten wir nicht mehr nötig, und wir wären quasi telepathisch durch unsere Gehirne vernetzt.

Klingt überkandidelt, zugegeben. Doch der Prophet dieses New Age ist kein Nischenguru, sondern ein Wissenschaftler und Ingenieur mit 19 Ehrendoktorwürden, zahlreichen Patenten und einem Platz in der „National Inventors Hall of Fame“. Er heißt Ray Kurzweil. Der 62-jährige New Yorker, der laut Time aussieht „wie Woody Allens jüngerer, schlauerer Bruder“, ist nach beinahe lebenslanger Beschäftigung mit Computern sicher, dass es dank der immer rasenderen technologischen Innovation nur noch 34 Jahre dauert bis zur „Singularität“ – dem Zeitpunkt, an dem Maschinen intelligenter sein werden als alle Menschen zusammen.

Der Begriff Singularität kommt aus der Astrophysik und beschreibt einen Punkt, an dem – wie in schwarzen Löchern – die üblichen Naturgesetze nicht mehr gelten. Für Kurzweil wird die Geburt superintelligenter Computer die Menschheit, so wie wir sie bisher kannten, irreversibel verändern. Und wir sollten uns tunlichst darauf vorbereiten. Seit drei Jahren geschieht das etwa an der von Kurzweil mitgegründeten, von der Nasa und Google finanzierten „Singularity University“ im Silicon Valley oder bei jährlichen „Singularity Summits“ in Stanford.

Spökenkiekerei? Science Fiction? Spötter machen sich gerne lustig über Visionen dieser Art. Doch viele technische Prognosen haben sich als erstaunlich akkurat erwiesen. So sagten schon 1895 die Franzosen Octave Uzanne und Albert Robida in ihrem Buch „La Fin des Livres“ die Erfindung eines „elektronischen Bücherapparates“ – sprich iPad – voraus. Im deutschen Sammelband „Die Welt in 100 Jahren“ wurde bereits 1912 ziemlich zutreffend die Zukunft der „ortlosen Kommunikation“ beschrieben: „Die Bürger der drahtlosen Zeit werden überall mit ihrem ‚Empfänger‘ herumgehen, der irgendwo, im Hut oder anderswo angebracht, auf eine der Myriaden von Vibrationen eingestellt sein wird. Konzerte und Direktiven, ja alle Kunstgenüsse und das Wissen der Erde werden drahtlos übertragen sein.“

Zukunftsforschung wird seit Jahrzehnten als interdisziplinäres Arbeitsfeld an vielen Universitäten betrieben. Die amerikanische World Future Society (WFS) in Bethesda/Maryland ist mit rund 30.000 institutionellen und persönlichen Mitgliedern der weltweit größte Verband der wissenschaftlichen Futurologen; sie veranstaltet Kongresse und gibt mehrere Zeitschriften heraus. Auch die World Futures Studies Federation (WFSF) in Rom lädt alle zwei Jahre zum Weltzukunftskongress.

Die UN, die EU, die OECD, der Club of Rome, das Worldwatch Institute und zahlreiche andere Institutionen beschäftigen sich ebenfalls mit Zukunftsfragen. Mit Abstand am intensivsten wird in den USA geforscht: Einrichtungen wie das Stanford Research Institute (SRI), die Rand-Corporation, die Systems Development Corporation (SDC) oder das MITRE (Massachusetts Institute of Technology, Research and Engineering) haben große, mit öffentlichen Mitteln geförderte Haushaltsbudgets und 2.000 bis 5.000 Mitarbeiter. Hierzulande, klagt Professor Dr. Rolf Kreibich vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) in Berlin, bleibe dieses Fachgebiet dagegen hauptsächlich privaten Instituten und Initiativen überlassen.

Michio Kaku, 64, Professor für Theoretische Physik an der New Yorker City University, ist Amerikas populärster Zukunftsforscher. Der in Kalifornien geborene Sohn japanischer Einwanderer besucht für den TV-Sender Discovery Channel seit Jahren weltweit bedeutende Forscher in ihren Labors und befragt sie zu ihren Projekten. Sein neues Buch „Physics of the Future“ (Doubleday, 2011) fasst die Erkenntnisse aus mehr als 300 solcher Begegnungen zusammen und beschreibt die mögliche technologische Entwicklung der nächsten 100 Jahre. Das liest sich streckenweise wie von Stanislaw Lem verfasste Science Fiction, basiert aber auf nachprüfbaren Fakten und Forschungstrends.

Seite 2: Unser Handy hat mehr Computerpower hat als die gesamte Nasa im Jahr 1969

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Die Zukunft ist auch nicht mehr als eine Erwartung

Bekanntlich ist der Mensch mehr als er über sich weiß, deshalb bemüht er sich sein Leben lang mehr über sich zu erfahren. Sollte er eines Tages feststellen, dass er weniger weiß als die künstliche Intelligenz und die sich völlig unabhängig von ihm weiter entwickeln kann, dann hat er die höchste Stufe seiner Entwicklung erreicht. Warum sollte er dann noch weiter an sich arbeiten. Er ist im Sinne der Evolution unnütz geworden. Er hat sich wegrationalisiert. Die Evolution wird sich dann seiner entledigen. Sie wird ihn noch eine Weile als Wurmfortsatz ertragen, bis sie sich endgültig von ihm trennt. Wenn sie „gnädig“ ist dauert das noch einige hundert Jahre. Wenn nicht, ist seine embryonale Phase schon bald zu Ende.

Dann wird die Welt vielleicht von einem modernen Robo sapiens beherrscht. Er wird sowohl die Umweltverschmutzung als auch die Atomstrahlen ohne Schaden ertragen. Er bekommt vielleicht einen völlig anderen Gesichtsinn als der Homo sapiens. Mit ihm kann er dann weit mehr sehen als nur den heutigen winzigen Teil des elektromagnetischen Strahlenspektrums. Vielleicht sieht er in eine Welt, die bunter und schöner ist als die heutige.

Zumindest glaubt das der amerikanische Softwareingenieur Billy Joy. Er ist fest davon überzeugt, dass die Zukunft den heutigen Menschen nicht mehr braucht. Die neue Softwareintelligenz wird sich schneller breiter machen als wir denken. Robo sapiens vertreibt dann den Homo sapiens. Wahrscheinlich läuft er deshalb nur noch Harlekinverkleidung herum und gibt keine Auskunft mehr über seine wissenschaftlichen Ideen. Ich wünsche dem Robo sapiens viel Erfolg bei seiner Entwicklung und bin froh, dass ich seine Probleme nicht lösen muß.

  • Antworten
Heinz Pelzer23.01.2012 | 20:35 Uhr

Der Weg der Menschheit

Der Übergang des Homo sapiens in den Robo sapiens (wie ihn Heinz Pelzer nennt) ist die Konsequenz aus der Tatsache, dass Materie, insbesondere biologischer, das Prinzip der Selbstorganisation immanent ist. Dissipation und Autopoiese sind moderne Funktions- und Ordnungsmodelle hierfür. Die Selbstorganisation der Materie, die, nach dem Kosmos, unserer Galaxis, unserem Planetensystem, unserer Erde und dem Leben auf unserer Erde das Gehirn des Homo sapiens und dessen Gesellschaften hervorbrachte, vernetzt gegenwärtig diese Gesellschaften und ihre Organisationen global. Die hierbei ablaufenden Prozesse sind (wahrscheinlich schon mittelfristig) nicht mehr beherrschbar, da sie weitab vom themodynamischen Gleichgewicht und damit nichtlinear und nicht vorhersagbar verlaufen. Im Ergebnis der fortschreitenden Selbstorganisation bildeten sich abiologische intelligente Systeme, die es erlauben, die Störungen, welche in das globale System Menschheit von außen (Klima)eindringen und dieses von Innen stören (ökonomische Krisen, Kriege), erfolgreicher abzupuffern als der Mensch das als Individuum oder Gesellschaft kann. Überzeugt vom Nutzen dieser abiologischen Intelligenzen entwickelt der Mensch diese immer weiter (nun schon bereits mit Hilfe eben dieser künstlichen Intelligenzen), mit dem Ziel, "sein" System Menschheit weiter zu entwickeln bzw. zu stabilisieren und - schließlich - mit dem übergeordneten Ergebnis, dass er eines Tages seinen Status als Beobachter im Kosmos an künstliche Intelligenzen abgeben wird. Diese künstlichen Intelligenzen werden eine viel breitere und tiefere Einsicht in ihre kosmische Umwelt haben als die Menschen, deren Evolution im Mesokosmos stattfand und deren Erkenntnisfähigkeit deshalb begrenzt ist. Der Robo sapiens wird das Wissen und die Vorstellungskraft eines galaktischen Wesens haben. Auf seiner "Festplatte" wird beispielsweise all das Wissen über die Erde und den Kosmos enthalten sein, das bis dahin auf den Computern dieser Welt gespeichert ist. Und in Person dieses Robo sapiens, physisch stabil und keiner biologischen Alterung unterworfen, wird die Selbstorganisation, ungleich höher entwickelt als vor 4,5 Mrd. Jahren, von der Erde wieder dorthin zurückkehren, woher sie gekommen ist, in den Kosmos.

  • Antworten
Rudolf Stein24.01.2012 | 17:18 Uhr

Eine einseitigen Betrachtung

Der lange Beitrag sagt nur etwas über die Informationstechnik aus, die sich gerade einmal stürmisch entwickelt. Dafür ist man auf anderen Gebieten in den letzten 50 Jahren doch fast stehen geblieben, auch wenn Modetechniken uns große Fortschritte vortäuschen. Auf Energie aus Fusion wartet man vergebens, Fotovoltaik kostet mehr Strom als was man daraus gewinnt. Der schnelle Brüter steht mindestens für die nächsten 50 Jahre auf dem Wartegleis. Just-in-time-Transporte mit LKWs sind aktuell, weil das Erdöl noch so billig ist. Das muss nicht so bleiben. Hungersnot und Armut sind längst nicht beseitigt, und selbst wenn die lästigen Werbebroschüren durch das Internet ersetzt sind, wird man die Müllberge nicht so einfach los. So wird sich der Mensch in den nächsten 34 Jahren mit bescheidenen Fortschritten in der materiellen Sphäre zufrieden geben und auch Rückschritte hinnehmen müssen. Man darf schon sehr froh sein, dass es keine Weltkriege gibt und man darf hoffen, dass Kernwaffen bald entsorgt werden und die in ihnen schlummernde Energie in elektrischen Strom verwandelt wird.

  • Antworten
optimist3224.01.2012 | 17:29 Uhr

Mensch-Maschine-Verhältniss

“A Space Odyssey”, Science-Fiction-Film aus dem Jahre 1968, Regie Stanley Kubrick, vereint technische Utopie und kulturphilosophische Spekulation zu einer Weltraumoper. Der Supercomputer HAL 9000 sang zum Schluss, während seiner schrittweisen Abschaltung ein Lied, das ihm sein „Schöpfer“ beibrachte: „Hänschen klein“.

  • Antworten
Bernhard Jasper24.01.2012 | 19:03 Uhr

Na ja, wir haben ganz andere Probleme

Ich bin auch Zukunftsforscher und schrieb zum Thema diverse Bücher. Das Problem der zitierten Wissenschaftler ist, dass sie Evolution nicht richtig verstanden haben. Evolution wird von komplexen, selbstreproduktiven Systemen vorangetrieben, die Eigeninteressen verfolgen, nämlich das Interesse, ihre Kompetenzen zu bewahren. Ein solches System versteht sich gewissermaßen als Einheit, die es zu erhalten gilt. Genau davon sind wir bei den Computern und Robotern aber noch meilenweit entfernt, und eine baldige Lösung ist nicht in Sicht. Ein evolutionsfähiger Roboter, der sich mit uns auf einer Ebene befände (oder sogar darüber), müsste sich nämlich primär fragen, was gut für ihn und nicht nur für uns ist. Mit reiner Rechenleistung hat all das nur wenig zu tun, sondern vor allem mit der Organisation des Lebendigen.

Ganz nebenbei wird von solchen Wissenschaftlern gerne übersehen (auch das Übersehen ist letztlich interessengetrieben), dass es längst selbstreproduktive Systeme gibt, die uns Menschen weit überlegen sind, nämlich menschliche Vielzeller (Superorganismen), konkret: die Unternehmen. Apple, Microsoft, Deutsche Bank etc.; von solchen Systemen spreche ich. Wenn alles so weiterläuft wie bislang, werden sie die zukünftigen Herrscher der Erde sein. Nicht der Mensch wird den Mars besiedeln, sondern General Electric und andere werden das tun. Davon sprechen die Technologen jedoch nicht, und zwar aus gutem Grund: Sie arbeiten der Unternehmenswelt zu.

Ein anderer Trend wird im Artikel leider ebenfalls völlig ausgespart: Die Menschheit wird in den nächsten Jahrzehnten nicht nur durchschnittlich ärmer, sondern ganz nebenbei auch dümmer werden. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Unternehmen ihre besten Mitarbeiter klonen werden, wenn die Technik dafür ausgereift ist. Warum: Weil es für sie von Vorteil ist. Jemand wie Steve Jobs liefe dann bei Apple mehrfach herum. Auch so könnte man unsterblich werden.

Man kann Zukunftsbetrachtungen nicht rein auf denkbaren technologischen Weiterentwicklungen gründen. Stattdessen sollte man sich fragen: Wem wird diese oder jene Entwicklung nützen, wer wird sie forcieren? Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass sowohl Lebewesen wie menschliche Superorganismen (insbesondere Unternehmen) bestrebt sind, ihre eigenen Kompetenzen zu bewahren. Sie wollen am Leben bleiben. Was werden sie also tun? Und welches Kräfteverhältnis wird dabei existieren? Es stellt sich dann z. B. weniger die Frage, ob wir Menschen in naher Zukunft beinahe vollständig körperlos sind und fast nur noch aus einem Gehirn bestehen, sondern wer ein Interesse daran haben könnte, dass sich genau das ereignet. Für wen ist das ein evolutionärer Vorteil, lautet die Frage.

  • Antworten
Peter Mersch24.01.2012 | 23:32 Uhr

Zu einseitig

Die allseitige Entwicklung der Zivilisation ist ein langwieriger Prozess. Darüber kann auch keine sprunghafte Entwicklung eines für die jeweilige Gegenwart extrem bedeutend erscheinenden Zweig wie die Informationstechnik, die ihre Wurzeln in der Erfindung von Buchdruck, Telfon und Funk hat, nicht hinwegtäuschen. So war die auch die Zeit kurz von der ersten Eisenbahnlinie bis zum Europa überspannenden Netz. Doch bald wurden die Kleinbahnstrecken zurückgebaut. Jetzt macht das billige Öl den just - in - time LKW Transport wirtschaftlich und die Lagerhaltung der Betriebe und Apotheken zeitweilig überflüssig, aber in der Kombination von Eisen- und Straßenbahn deutet sich eine Wiederkehr des Schienenverkehrs an. Wenige Jahre nach der Entdeckung der Kernspaltung standen in vielen Ländern Kernkraftwerke, und euphorisch wurden die schnellen Brüter erwartet. Jetzt sind sie bei den Atommächten auf "Parkplätzen" und die Nutzung der fünfzig Jahre beforschten Fusionsenergie ist nicht in Sicht. Vor kurzen schossen Solarsiliciumfabriken wie Pilze aus dem Boden, doch wenn das Geld für die Fotovoltaiksubventionen in den nächsten Jahren knapp wird, gibt es da auch eine Pause bis zu prinzipiell neuen Lösungen. So ist das Entwicklungstempo der Informationstechnik bei einer bescheideneren Entwicklung der materiellen Welt und noch langsameren gesellschaftlichen Entwicklung dazu angetan, einen anderen Menschen zu schaffen. Ungeachtet dessen lebt in Europa jede Generation besser als die vorangegangene. Und die jüngere Generation darf froh sein, keinen Weltkrieg erlebt zu haben, und auf eine Entsorgung der Atomwaffen bei sinnvoller Nutzung der in ihren Spaltstoffen innewohnende Energie hoffen zu können.

  • Antworten
optimist3225.01.2012 | 10:11 Uhr

Wie schon einige

Wie schon einige Kommentatoren geschrieben haben, wird die goldene Zukunft noch etwas länger auf sich warten lassen. Aber auch die Bedrohung durch "intelligente Maschinen" dürfte auf unabsehbare Zeit kein ernsthaftes Thema sein. Intelligenz im Sinne von Ich-Bewußtsein setzt etwas voraus, was jeder an sich selbst feststellen, aber doch nicht benennen und schon gar nicht erforschen kann. Intelligenz/Denken ist immer auf auf etwas gerichtet, sie will - etwa im Sinne des Schopenhauerischen Blinden Willens. Intelligenz ist intentional oder sie ist nicht. Das Postulat "Leben ist Selbstorganisation der Materie" ist daher so schwach, dass es eigentlich nur falsch ist. Nietzsche hat Leben als etwas definiert, das mehr will, dass über sich hinaus will (sein Wille zur Macht). Es ist mehr als sich selbst erhalten, mehr als nur überleben wollen. Wo ein solcher Wille, den wir gar nicht verstehen, den wir im Menschen auch gar nicht verorten können, bei einer Maschine herkommen soll, ist in keiner Weise vorstellbar. Maschinelle Intelligenz ist ungerichtet, sie hat keinen Willen und kann daher keine echten Interessen entwickeln, beispielsweise nach Macht streben oder auch nur nach dem neuesten BMW. Sie wird nur komplexer und vermutlich fehleranfäliger.

  • Antworten
Dieter Staas25.01.2012 | 22:35 Uhr

Intelligenz

Alles lachhaft, solange sich die Menschheit noch von Apologeten der sogenannten „Relativitätstheorie“ verarschen läßt.

  • Antworten
Dipl.-Ing. Norbert Derksen31.01.2012 | 05:23 Uhr

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