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 > Thomas Gottschalk, Kunstfurzer und Frührente

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Das SupertalentThomas Gottschalk, Kunstfurzer und Frührente

Von Marie Amrhein1. Juli 2012
picture alliance
Gottschalk, Supertalent, Bohlen, Wetten, "Wetten, dass...?", Cicero-Empfehlung
Wetten, dass...?, Supertalent, Dschungelcamp?
Schrift:

Das waren Zeiten, als die Frührente noch populär war. Während sich die Politik darüber den Kopf zerbricht, wie sie den Großteil der Menschen zum längeren Arbeiten bewegen kann, verpassen andere wiederum den Moment des Absprungs aus dem Erwerbsleben

Seite 1 von 2

Pimmelmaler und Kunstfurzer, dafür steht die Suche nach dem Supertalent auf RTL. Und für eine weitere Plattform auf der Dieter Bohlen das Bedürfnis der Deutschen nach öffentlicher Demütigung und Inquisition befriedigen kann. Alles für die Quote.

Die neueste Idee nun erschüttert eine ganze Generation von „Wetten, dass...“-Guckern. Thomas Gottschalk wird künftig an der Seite von Dieter Bohlen sitzen. Er soll das Niveau heben, so es mit Bohlen in unermessliche Tiefen gerutscht ist. Schluss mit dem Pimmelfurzen, man sehnt sich ein bisschen öffentlich-rechtliche Seriosität herbei.

Es ist nicht so, dass wir, die wir mit Gottschalk und „Wetten, dass...“ groß wurden, die Sendung besonders gut fanden, sie geschweige denn immer sahen. Aber es war ein gutes Gefühl zu wissen, dass sie da ist. Dass man an einem Samstagabend im ZDF ein Stückchen Kindheit findet, dass sich dort nichts geändert hatte, weil der goldgelockte Thommy wie ein alter König noch immer auf seinem Sofa saß. Gottschalk hatte die schlechteste Frisur, die mieseste Mode und machte eine Sendung, die trotz ihrer vorgegaukelten Weltläufigkeit an Provinzialität kaum zu überbieten war. Niemand weiß genau, wann die Grenze zwischen Trash TV und Kult überschritten wurde. Tatsache ist: „Wetten, dass...“ übertrat sie. Und mit ihr Thomas Gottschalk.

Und jetzt rutscht der alte König von seinem Thron.

Es ist ein schwieriges Unterfangen, langgedienten Meistern das Abdanken nahe zu legen. Wem steht es schon zu, zu Urteilen, wann genug ist? Im Laufe von Gottschalks Karriere haben schon viele sein Ende auf der Bildfläche gefordert. Und er hat sie oft eines Besseren belehrt.

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" wetten daß? " wurde so sehr durch thomas gottschalk geprägt, daß ein anderer moderator kaum vorstellbar ist. bei start von " gottschalk live " schalteten über 4 millionen zuschauer ein. schnell wurde aber klar:
" gottschalk live ", eine langweilige dauerwerbesendung mit quasseleinlagen. darum blieben die zuschauer weg. gottschalk als hiwi
von trashmusiker bohlen - schwer vorstellbar! warum macht sich dieser mann so zum affen? er könnte - finanziell unabhängig - ein sorgenfreies leben führen u. in ruhe die lage sondieren.
ja, ja die OECD fordert längere lebensarbeitszeit...frankreich gibt die richtige antwort: rente mit 60, oder wieviele bauarbeiter u. dachdecker arbeiten mit über 60 noch?

  • Antworten
fritz fr. illing01.07.2012 | 20:15 Uhr

Breaking up is hard

Es gibt viele Kritiker, wenig Aufmunterndes - aber wo gibts die nicht .

Wo bleibt der Pioniergeist der Mayflowerbesatzung ?

  • Antworten
Tiberius der Kurze02.07.2012 | 12:51 Uhr

Da sieht man es

Geld allein scheint dem Menschen nicht die Ruhe zu geben, sondern wie weit ihm Erfolg und Geld, Ruhm und Ansehen das Herz zur Ruhe kommen lassen. Gottschalk scheint zu meinen, ohne ihn wäre wohl für immer ein Loch auf dem Bildschirm. Damit ist er nicht allein, aber es wird schlimm, wenn es nicht nur für den jeweiligen Menschen schlimm ist, sondern für eine breite Öffentlichkeit. Eigentlich sollten uns die Medien in ihrer Verantwortung davor bewahren. Aber wahrscheinlich können sie auch nicht aufhören, solange noch ein Euro damit zu verdienen scheint.

  • Antworten
hallertauer09.07.2012 | 07:46 Uhr

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