Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Mai: Nichts klappt, alle lieben sie: Das Geheimnis der verschlunzten Hauptstadt

Babel Berlin
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > „Sie brauchen Klaustrophobie!“

Salon

Regisseur David Cronenberg„Sie brauchen Klaustrophobie!“

Interview mit David Cronenberg26. Juni 2012
picture alliance
David Cronenberg,Interview,Cosmopolis,Robert Pattinson
David Cronenberg ist genauso verwirrt, wie alle anderen
Schrift:

David Cronenberg zelebriert mit der Verfilmung von Don DeLillos Roman „Cosmopolis“ den Untergang des Kapitalismus. Im Interview mit Cicero Online sprach er über den positiven Aspekt der Eurokrise, seine allgemeine Verwirrung und den Untergang der Independant-Industrie

Seite 1 von 3

Herr Cronenberg, auch wenn es einen im Film immer wieder schmunzeln lässt, die asymmetrische Prostata Eric Packers verweist nicht zuletzt auf die Unregelmäßigkeiten des menschlichen Seins. Welche Rolle spielt der Körper des Hauptdarstellers Ihrer Meinung nach in „Cosmopolis“?
Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich nicht über ein derart abstraktes Denken zum Film oder zu den Figuren im Film gelange. Meist sind es die ganz grundlegenden Fragen, wie: Wer ist dieser Charakter? Warum trägt er die Kleidung die er trägt? Wie sehen seine Haare aus? Wie spricht er? Hat er einen Akzent? Aber Sie haben recht: Eric Packer ist ein zutiefst gespaltener Charakter. Er sitzt in dieser schallisolierten Limousine, in der ihn der Lärm der Stadt nicht erreicht, abgeschnitten von der Außenwelt. Er hat keinerlei Verbindung zu seinem Körper – er kann weder mit ihm umgehen, noch sich mit ihm identifizieren. Er hat auch keine Verbindung zu dem Körper seiner Frau. Jeden Tag konsultiert er einen Arzt, beinahe so, als müsste dieser ihm bestätigen, dass er überhaupt einen Körper hat. Eric Packer lebt in einer abstrakten Finanzwelt, voller Zahlen, digitaler Datenströme und virtueller Investitionen. Hier ist er abgeschnitten von seinem eigenen Menschsein und damit auch von der Wirklichkeit.

Bildergalerie: David Cronenberg „Cosmopolis“

Sehen wir hier eine Parallele zu „eXistenZ“? Auch hier sind die Figuren durch eine virtuelle Welt miteinander verbunden, durch die Welt des Spiels. Die Grenzen zwischen virtueller und momentaner Realität verschwimmend zusehends miteinander.
Das stimmt, auch hier gibt es diese Verbindung zum virtuellen Leben. Eric Packer ist ebenfalls ein Spieler, er spielt mit dem Geld anderer Leute. Spekulanten sind nichts weiter als Spieler. Aber daran habe ich nicht gedacht, als ich „Cosmopolis“ drehte.

An was haben Sie dann gedacht?
An ganz traditionelle filmische Kategorien. Beispielsweise, welche Linse ich benutze. Komme ich damit sehr nahe, oder bleibe ich zurück? Und welchen Einfluss nimmt das auf den Dialog? Abstrakte Konzepte helfen mir dabei nicht. Es hilft mir auch nicht, darüber nachzudenken, was andere Leute von meinem Film erwarten könnten. Bei jedem Film ist es so, als hätte ich vorher noch nie einen anderen gemacht. Ist Robert Pattinson nun eher ein Vampir oder ein Banker an der Wall Street... Wen interessiert das? Paul Giamatti hat bestimmt an die 200 Filme gedreht. An die denke ich auch nicht. Jeder Film bietet die Chance, eine neue Geschichte zu erzählen.

Aber dennoch gibt es Themen, die bei Ihnen immer wiederkehren, denkt man an „Crash“, „Eastern Promises“ oder „A Dangerous Method“. Gibt es menschliche Qualitäten, die Sie besonders interessieren?
Ich habe keine Checkliste an Dingen, die ich unbedingt im Film behandeln will und dann akribisch abhake. Ich weiß nicht, warum mich manche Dinge mehr faszinieren und andere weniger. Manchmal bekommt man ein gutes Skript, aber es fesselt einen nicht, also sollte es besser jemand anderes machen. Was mich an „Cosmopolis“ faszinierte, war der Dialog. Ich dachte mir, diese Worte würde ich gerne ausgesprochen hören.

  • 1
  • 2
  • 3
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
1 Kommentar

Weiterführende Links

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Comic
Porno mit Adorno
von
20.04.2013
Judith Kuckart: „Wünsche”
Aufbruch in ein neues Leben
von
17.04.2013
Liebe Diktatoren:
So nageln Sie Ihren Interviewer an die Wand
von
11.04.2013
G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Neologismen aus Politikernamen
„Wulffen versteht jeder”
Interview mit
Daniel Steckbauer
16.03.2013

Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier

Weiterführende Links

Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

Comic
Porno mit Adorno
von
20.04.2013
Judith Kuckart: „Wünsche”
Aufbruch in ein neues Leben
von
17.04.2013
Liebe Diktatoren:
So nageln Sie Ihren Interviewer an die Wand
von
11.04.2013
G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Neologismen aus Politikernamen
„Wulffen versteht jeder”
Interview mit
Daniel Steckbauer
16.03.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
Neues Dossier anlegen:

Erhellendes Beispiel …

… für die falschverstandene Rolle, in denen sich Interviewer und Kritiker so oft wiederfinden.

  • Antworten
Leo G.27.06.2012 | 16:53 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Buch, Bücher, Literatur
Dossier

Die Buch-Seite

zum Dossier

Bildergalerie

20 Gründe, auf den Mars umzuziehen

zur Bildergalerie
Anzeige

Petra Sorge

Die Medienkolumne am Donnerstag

Erosion der investigativen Recherche?

Merkel und Dagmar Wöhrl (r.) im Bundestag. Politiker kritisch zu beobachten, ist Aufgabe der freien Presse

Wer Ziel einer kritischen Berichterstattung ist, versucht sich natürlich auf allen Kanälen zu wehren. Die Betroffenen haben mit dem Internet sogar eine echte Waffe in der Hand: Sie können die Fragen von Journalisten inklusive eigener Antworten einfach früher veröffentlichen – Pech für langsame Printmedien


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Hollandes Offensive kommt zu spät

Frankreichs Staatschef Hollande will eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone. Auf einer…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Klone der Schöpfung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
Die Türkei muss in die EU, fordert Gerhard Schröder im Cicero. Hat er Recht?
Ja, ein Beitritt ist dringend nötig, um die Region zu stabilisieren
16%
Nein, die EU wäre heillos überfordert
84%
Gesamtstimmen: 656
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang