Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Konsum und Sex gehören zusammen

Salon

Geld oder Liebe?Konsum und Sex gehören zusammen

Von Tina Klopp12. April 2012
picture alliance
Geld, Liebe, Tina Klopp, Cicero-Empfehlung
Fördert gemeinsamer Konsum die Libido?
Schrift:

Das Einkaufsverhalten verrät viel über den Zustand einer Beziehung. Forschungen zeigen: Wer die gleichen Produkte einkauft, liebt womöglich leidenschaftlicher. Dass Menschen heute andere Beziehungen führen als früher, lässt sich auch an ihrem Konsumverhalten ablesen

Seite 1 von 3

Konsum und erotische Beziehungen gehören eng zusammen. Das wusste schon der Autor des Kamasutra. Ein Mann erobere eine junge Frau, heißt es darin, indem er zunächst dafür sorge, dass sie beide „den selben Silberschmied, den gleichen Juwelier, den gleichen Wäscher“ hätten. Dann fange der Mann an, von seinem Gelde „klugen Gebrauch“ zu machen. „Endlich, wenn er ihr ein bisschen Betelnuss gibt oder von ihr erhält, oder wenn sie Blumen austauschen, wird er sie an den privaten Regionen ihres Körpers berühren und pressen und er wird seine Anstrengungen zu einem befriedigenden Abschluss bringen.“

Das erotische Liebeshandbuch stammt aus der Zeit um 200 oder 300 n. Chr. Seitdem hat sich indes nicht allzu viel verändert. Auch heute noch nutzen Menschen Geschenke, um Zuneigung auszudrücken. Auch heute noch entscheiden Geschlecht und Beziehungsstatus darüber, was und wie Menschen miteinander konsumieren. Nur die traditionellen Rollenmuster, die lösen sich immer weiter auf.

Bildergalerie: Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen
  • Die Lieblingsmonumente der Deutschen

Lange war zum Beispiel klar, wer im Haushalt welche Konsumentscheidungen trifft. Eine Untersuchung von Erich Kirchler aus dem Jahr 1989 sortierte eine lange Liste von Waren danach, ob eher der Mann, das Paar gemeinsam, oder allein die Frau über ihren Kauf entscheiden. Ganz oben standen: Versicherung, Auto, Kamera, Alkohol, Bankkredit. Über sie befand der Mann. Ganz unten, in der alleinigen Verfügungsgewalt der Frau, landeten Kosmetika, Herd, Lebensmittel, Arzt und Putzmittel. Gemeinsam entschied man etwa über den Wandanstrich, über Bücher, Spielzeug und Pauschalreisen.

Während sich also der Mann für die wirklich wichtigen Dinge zuständig fühlte, kümmerte sich die Frau ums Klopapier. „Interessant ist, dass Studien etwa in der Türkei zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommen“, sagt Hanna Schramm-Klein, Professorin für Marketing an der Uni Siegen. Und bei Paaren mit niedrigen Einkommen findet sich das gleiche Bild noch heute.

Mehr als die Hälfte aller Paare wirft ihr Geld in einen Topf, ein Viertel besteht auf eigener Kontoführung. In Familien mit geringem Haushaltseinkommen verwalten zumeist Frauen die Ressourcen, hat der Frankfurter Psychologe Rolf Haubl herausgefunden. Je höher der soziale Status der Männer ist, desto eher behalten sie sich die Verfügungsgewalt über das Geld vor. Das liegt daran, sagt Haubl, dass Geldanlage erst ab einer bestimmten Summe Spaß macht. Und Spaß ist Männersache.

„Doch die Machtverhältnisse ändern sich“, hat Eike Wenzel vom Hamburger Institut für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ) festgestellt. In ersten Großstädten der USA würden die Frauen heute im Durchschnitt schon mehr verdienen als ihre Männer. Auch in Deutschland hat die junge Frauengeneration die besseren Schul- und Universitätsabschlüsse. Das beeinflusst auch das Beziehungsverhalten. „Und in der Folge wandeln sich die Konsummuster“, sagt Wenzel.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, warum Statussymbole femininer werden

  • 1
  • 2
  • 3
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
1 Kommentar
Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

DGF-Chef Peter Strohschneider
Professor Störenfried
von
11.05.2013
Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Geldentwertung
Sparen – ein anderes Wort für Enteignung
von
08.05.2013
Demografie
Jugend? Welche Jugend?
von
08.05.2013
Joachim Bessing
„Jeder braucht einen Menschen, der ihn ruiniert“
Interview mit
Joachim Bessing
06.05.2013

zum Dossier Geld oder Liebe?
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

DGF-Chef Peter Strohschneider
Professor Störenfried
von
11.05.2013
Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Geldentwertung
Sparen – ein anderes Wort für Enteignung
von
08.05.2013
Demografie
Jugend? Welche Jugend?
von
08.05.2013
Joachim Bessing
„Jeder braucht einen Menschen, der ihn ruiniert“
Interview mit
Joachim Bessing
06.05.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

Marktlogik?

Bieten die beschriebenen Erforschungen tatsächlich einen Spiegel der Gesellschaft? Kaum eine Gewohnheit, kaum eine Einstellung, kaum ein Konsumwunsch, der heute nicht vermessen wird. Und so sind wir alle von der Marktforschung erfasst. Das Interesse gilt den Verhaltensgewohnheiten in der Bevölkerung, die bis zu unsachgemäßer Deutung geht und schon dadurch manipuliert und beeinflusst. Es ist keine Frage, von allen Seiten drängen sich uns Produkte auf, in so schamloser Massivität, dass der Gebrauchswert der Produkte, nicht mehr im Vordergrund steht, sondern es geht um Selbstdarstellung, dem Sich-unterscheiden-Wollen. Heute geht es um „Stilpräferenzen“ und Selbstbilder. Wenn es in dem Beitrag um triviale Emotionen geht, will ich das nicht spöttisch abwerten, wir sind immerzu im Alltag von diesem Kitsch umgeben. Schon um 6.00 Uhr frühmorgens, wenn man vielleicht das Radio einschaltet, spricht uns eine trügerisch erotisch inszenierte Dienstleistungs-Stimme mit der animierenden Aufforderung an: „Finden sie den perfekten Partner, fahren sie …“ Diese ästhetisch inszenierten Anpreisungen in unserer Um-Welt, haben inzwischen ein vulgäres und abstoßendes aufdringliches Maß erreicht, dass die Ausstrahlung oder „Identität“ des Produkts verschwindet. Die zukünftige Frage lautet nun nicht mehr, was die Produzenten mit dem Konsumenten auch in der Werbung machen, sondern was die Konsumenten mit diesen Produzenten machen werden- sie werden sich angewidert abwenden.

  • Antworten
bernhard jasper13.04.2012 | 11:20 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Buch, Bücher, Literatur
Dossier

Die Buch-Seite

zum Dossier

Bildergalerie

„Die nackte Wahrheit und anderes“ − Aktfotografie um 1900

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Brüssels neue Gurke

Die EU-Kommission ist in der Defensive. Nach der umstrittenen Konzessionsrichtlinie zum Wasser…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Kann ein Handelskrieg verhindert werden?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Zu viel Nähe zwischen Medien und Politik?
Das Cicero-Meinungsbild

Eine Umarmung zwischen Diekmann und Rösler löst eine Debatte aus

Umfrage
150 Jahre SPD: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Ja, die SPD wird wieder deutlich zulegen
38%
Nein, die SPD ist nicht mehr zeitgemäß
62%
Gesamtstimmen: 114
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Die letzten 24 Stunden
Dossier

Die letzten 24 Stunden

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang