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Salon

Vor den Olympischen SpielenIst London bereit?

Von Matthias Thibaut17. Juli 2012
picture alliance
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Vor der Towerbridge in London sind bereits die Fahnen der Olympischen Spiele gehisst.
Schrift:

Nur noch wenige Tage bis zum Beginn der Olympischen Spiele in London. Sicherheitspannen, Baustellen und Nachbesserungen bestimmen die Berichterstattung. Wie gut sind die Organisatoren im Zeitplan?

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„Vergessen wir nicht, dass es sich um das fantastischste Sportereignis der Welt handelt“, sagte die britische Innenministerin Theresa May kürzlich. Daran erinnert sie nicht ohne Grund: Wenige Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 kämpft London noch mit negativen Schlagzeilen und skeptischen Bürgern.

Wie weit sind die Olympiabauten?

Vor einem halben Jahr erklärte Olympiachef Seb Coe: „Wir sind startklar“. Alle Bauten seien „innerhalb des Zeitrahmens und des Budgets fertig gestellt“, freute sich Olympiaminister Jeremy Hunt. Doch am Sonntag wurden dann 40 nationale Teamchefs darüber informiert, dass der olympische Park teilweise erst am 23. Juli eröffnet werden könne – vier Tage bevor das olympische Feuer entzündet wird.

„Athener Zustände?“, fragte die Presse. „Nein, nur die letzten Vorbereitungen, damit die Sportstätten absolut spektakulär und funkelnagelneu aussehen“, beruhigte ein Sprecher des Organisationskomitees LOCOG. Seb Coe behauptete, „bis zum Eröffnungstag wird Rasen gemäht“, dabei ist der Rasen an manchen Stellen noch gar nicht gelegt. Überall stehen Planierraupen und Fahrkräne im vom Regen aufgeweichten Matsch. Fernsehtechniker legen Kabel und Hunderte von Arbeitern sind noch dabei, die Sitze in Austragungshallen zu montieren. IOC-Chef Jacques Rogge winkte gelassen ab. „Es ist normal, dass Olympiastädte erst im letzten Moment fertig werden. Da ist London nichts besonderes“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur AP.

Immerhin hat LOCOG termingerecht begonnen, die 32 Veranstaltungsorte olympiagerecht mit Fahnen, Logos und olympischen Ringen zu schmücken. Als erstes wurde der „Look of the Games“, das Farb- und Designschema, in der Wasserpolo Halle vorgeführt. Dabei handelt es sich um eine in silberne Folio verpackte Interimskonstruktion mit aufblasbarem Dach, die nach den Spielen wieder abgebaut wird. Bleiben wird das Olympische Dorf. Wohnungen für 17.000 olympische Sportler werden nach den Spielen in 2.800 Wohneinheiten für Londoner umgebaut – über 4.000 Londoner haben sich bereits für diese Wohnungen beworben, die als „erschwingliche Eigenheime“ mit Zuschüssen gekauft werden können.

Wird der Verkehr zu Olympia reibungslos funktionieren?

Ein großer Stein fiel der Londoner Verkehrspolizei am Freitag vom Herzen, als der Autobahnzubringer vom Flughafen Heathrow mit der Sonderspur für die Olympioniken wieder eröffnet werden konnte. Vor zwei Wochen wurden Risse in einem Viadukt entdeckt und die gesamte Autobahn wurde für Reparaturarbeiten gesperrt. Nun werden die Busse mit Athleten und Nationalteams über das „Olympic Route Network“ (ORN) durch die Stadt geleitet – 35 Meilen Sonderspuren, die Athleten, ihren Teamhelfern, IOC-Mitgliedern und wichtigen Sponsoren vorenthalten sind. Londoner dagegen, die 130 Pfund Strafe zahlen müssen, wenn sie sich auf die Spuren verirren, sprechen grimmig von „Bonzenspuren“. Taxifahrer drohen, einfach zu Hause zu bleiben, wenn der Kampf um den Straßenraum aussichtslos wird. „Kein Fahrgast will in einem Taxi sitzen, das nicht vorankommt“, warnt die Taxizentrale. U-Bahnen und der Hochgeschwindigkeitszug „Javelin“ fahren in sechs-Minuten-Takt zum Olympiabahnhof Stratford, aber Londoner Alltagsnutzer der Verkehrssysteme stehen ansonsten in direkter Konkurrenz mit Olympia.

Die Verkehrskampagne „Get Ahead of the Games“ gibt Ratschläge, wie man den Spielen zuvorkommt. Bester Rat: Zu Hause bleiben. Mehr Teile Londons würden betroffen, als sich die Londoner träumen lassen, warnen die Behörden und hoffen, dass 30 Prozent der Londoner Urlaub machen oder von zu Hause arbeiten. In zentralen Umsteigebahnhöfen warnen Plakate, zu Stoßzeiten könne es bis zu einer Stunde dauern, bevor man in eine U-Bahnstation überhaupt hineinkommt. Wanderkarten zeigen Wege zu weniger überfüllten Bahnhöfen. Wenn alles hängt, sollten Londoner am besten nach der Arbeit noch ins Pub gehen, so ein noch besserer Rat.

Noch ist zudem unklar, ob das Londoner Mobilfunknetz mit dem Ansturm von bis zu fünf Millionen zusätzlicher Nutzer fertig wird. Vor einer Woche hatte das O2 Netz, ganz ohne Olympia, einen Teilzusammenbruch, der über Stunden nicht behoben werden konnte. Die britische Telecom BT hat im Auftrag von LOCOG 500.000 zusätzliche freie Hotspots eingerichtet, die den Handy-Verkehr über das britische 3G Netz entlasten sollen. Aber wenn sich zu viele Menschen von den verstärkten Olympia-Brennpunkten entfernen, könnte es eng werden.

Wie sicher sind die Spiele?

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Wie wärs mit einer schon platzierten Mini-Nuke ?
Aber das ist Stoff für Verschwöhrungsteoretiker, genauso wie die angeblich gesprengten Towers in New York.
Da behaupten sogar welche die CIA und der MOSSAD wären die hauptsächlich ausführenden Organe gewesen.. tztztz

  • Antworten
Bob17.07.2012 | 14:19 Uhr

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